Am Ende wird wohl wieder der dumme Steuerzahler fĂĽr den geballten Dilettantismus der sogenannten “GroĂźen” Koalition noch bluten mĂĽssen: Weil der Mutti-Staat seinerzeit den Mindestlohn fĂĽr Postbedienstete aufgezwungen hat, um den Monopolisten Gelbe Post vor seinen schrecklichen Wettbewerbern zu schĂĽtzen, mussten diese prompt Insolvenz anmelden. Prominentestes Beispiel: die grĂĽne PIN AG aus dem Hause Springer. Die vereinigten Sozialisten aller groĂźdeutschen Länder applaudierten treudoof zum Verlust tausender privater Arbeitsplätze – Motto: Springer will ja eh nur ausbeuten – und es ist ja auch viel besser, wenn der allumsorgendentmĂĽndigende und achsosozialgerechte Staat seine vielen schönen Arbeitslosen an der kurzen Leine hält, damit diese besser schwarzarbeiten können. Das Ende ist bekannt:

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Vergangene Woche hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Mindestlohn wegen Verfahrensfehlern fĂĽr rechtswidrig erklärt. “Wir werden mit ganzer Entschiedenheit die Interessen des Unternehmens Axel Springer und seiner Aktionäre wahren und prĂĽfen juristische Schritte”, zitiert nun der “Spiegel” die Springer-Unternehmenssprecherin Edda Fels. Die EinfĂĽhrung des Postmindestlohns sei nicht nur rechtswidrig, die Umstände und HintergrĂĽnde seiner EinfĂĽhrung seien ein “Skandal erster GĂĽte”, so ist von SPRINGER zu hören.
Der völlig willkĂĽrlich und am Markt völlig vorbeizielende Mindestzwangslohn fĂĽr Briefzusteller – 9,80 Euro im Westen, 9 Euro im Osten – hatte die private Konkurrenz des VEB Gelbe Post im Jahr 2007 von Staats wegen plattgemacht. Die Mehrheitsgesellschafterin Axel Springer schickte die Pin Group notgedrungen in die Insolvenz - Springer musste mehr als 570 Mio. Euro abschreiben – ĂĽbrigens auch dies ein Verlustgeschäft fĂĽr den Steuerzahler.
Richtig ärgerlich wird der peinliche Vorgang aber vor dem Hintergrund, daĂź es in Regierungskreisen offenkundig längst völlig normal ist, daĂź Gesetze vorab ĂĽberhaupt nicht mehr auf Regelkonformität und Verfassungstreue ĂĽberprĂĽft werden. Und so gewinnt man den Eindruck, daĂź es auf höchster Staatsebene letztlich nur noch darum geht, möglichst vielen unterbeschäftigten “Juristen” durch systematische Schlamperei hohe Zusatzeinkommen zu bescheren. Wer aber braucht eine solche MinisterialbĂĽrokratie, die das einfachste Handwerkszeug nicht mehr beherrscht – auĂźer den verbeamteten, nie haftenden StaatsschlafmĂĽtzen mit ständig wachsender Pensionsgier?

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