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	<title>BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE &#187; Social Media</title>
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	<description>1. Netzwerk deutschsprachiger Business-Blogger</description>
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		<title>Social Media Barometer 2012</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 15:54:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Korus</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Networking - Empfehlungen im Freundeskreis - Anregungen - Kritik - nie zuvor hatten Kunden soviel Macht wie heute. Wer vernetzt ist, kann Wellen der Begeisterung oder der Empörung auslösen &#8211; jeder einzelne hat plötzlich Einfluss. Was aber, wenn Firmen darauf keine oder nur späte Antworten haben? Wie können Unternehmen heute noch besseren oder ganz anderen Service liefern -und wie nutzen Unternehmen hierfür Social Media? Die Unternehmen KORUS CONSULT und MIPLETS, Experten für Social Media as a Service, Konversationskampagnen und interaktive Landeseiten, wollen das jetzt für die DACH-Region mit einer Online-Umfrage herausfinden. Wie wichtig ist Social Media tatsächlich für Unternehmen in Deutschland, Österreich in der Schweiz? Wieviel Zeit wird dafür verwandt, was haben die bisherigen Aktivitäten gebracht? Wo sehen Unternehmen die größten Herausforderungen, wo die größten Chancen? Welche negativen Erfahrungen gibt es mit Social Media, in welchem Umfang nutzen Unternehmen professionelle Monitoring-Tools? &#8220;Aus den USA, aus Großbritannien zum Beispiel gibt es hierfür schon sehr gute Erkenntnisse. In Deutschland fehlen bislang qualifizierte Daten, die einzelnen Unternehmen als Benchmark und damit Entscheidungshilfe für die eigene Strategie dienen könnten,&#8221; so die Initiatoren Detlef Korus und Bonka Roustcheva. &#8220;Wir wollten einfach eine Diskussionsgrundlage haben, die das Social Web aktiv miteinbindet und gleichzeitig eine Art Impuls zu einer weiterführenden Debatte geben kann.&#8221; Qualifizierte Daten seien zwar bei größeren Meinungsforschungsinstituten durchaus vorhanden. Allerdings seien diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/social-media-barometer-2012/&title=Social Media Barometer 2012&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><div class="wp-caption alignleft" style="width: 430px"><a href="http://www.miplets.de/korus-consult/SocialMediaBarometer.html"><img class=" " title="Social Media Barometer DACH-Region 2012" src="http://www.miplets.de/korus-consult/Social%20Media%20Barometer_Banner.jpg" alt="Social Media Barometer 2012" width="420" height="148" /></a><p class="wp-caption-text">Umfrage von KORUS CONSULT und MIPLETS</p></div>
<p><strong>Networking</strong> - <strong>Empfehlungen</strong> im Freundeskreis - <strong>Anregungen</strong> - <strong>Kritik</strong> - nie zuvor hatten Kunden soviel Macht wie heute. Wer vernetzt ist, kann Wellen der Begeisterung oder der Empörung auslösen &#8211; jeder einzelne hat plötzlich Einfluss. Was aber, wenn Firmen darauf keine oder nur späte Antworten haben?</p>
<div>Wie können Unternehmen heute noch besseren oder ganz anderen Service liefern -<strong>und wie nutzen Unternehmen hierfür Social Media? </strong>Die Unternehmen <a title="PR 2.0 - Hybridmarketing" href="http://korus-consult.com/" target="_blank"><strong>KORUS CONSUL</strong>T</a> und <strong><a title="Zielgenaue Landeseiten" href="http://miplets.de/" target="_blank">MIPLETS</a></strong>, Experten für Social Media as a Service, Konversationskampagnen und interaktive Landeseiten, wollen das jetzt für die DACH-Region mit einer <a title="Social Media Barometer 2012 für die DACH-Region" href="http://www.miplets.de/korus-consult/SocialMediaBarometer.html" target="_blank"><strong>Online-Umfrage</strong> </a>herausfinden.</div>
<p>Wie wichtig ist Social Media tatsächlich für Unternehmen in Deutschland, Österreich in der Schweiz? Wieviel Zeit wird dafür verwandt, was haben die bisherigen Aktivitäten gebracht? Wo sehen Unternehmen die größten Herausforderungen, wo die größten Chancen? Welche negativen Erfahrungen gibt es mit Social Media, in welchem Umfang nutzen Unternehmen professionelle Monitoring-Tools?</p>
<p>&#8220;Aus den USA, aus Großbritannien zum Beispiel gibt es hierfür schon sehr gute Erkenntnisse. In Deutschland fehlen bislang qualifizierte Daten, die einzelnen Unternehmen als Benchmark und damit Entscheidungshilfe für die eigene Strategie dienen könnten,&#8221; so die Initiatoren <a href="https://www.xing.com/profile/Detlef_Korus" target="_blank">Detlef Korus</a> und <a href="https://www.xing.com/profile/Bonka_Roustcheva" target="_blank">Bonka Roustcheva</a>. &#8220;Wir wollten einfach eine Diskussionsgrundlage haben, die das Social Web aktiv miteinbindet und gleichzeitig eine Art Impuls zu einer weiterführenden Debatte geben kann.&#8221; Qualifizierte Daten seien zwar bei größeren Meinungsforschungsinstituten durchaus vorhanden. Allerdings seien diese Daten oftmals nur zu hohen Kosten nutzbar.<form method="post" action=""><input type="hidden" name="ip" value="38.107.179.223" /><p><label for="s2email">Your email:</label><br /><input type="text" name="email" id="s2email" value="Enter email address..." size="20" onfocus="if (this.value == 'Enter email address...') {this.value = '';}" onblur="if (this.value == '') {this.value = 'Enter email address...';}" /></p><p><input type="submit" name="subscribe" value="Subscribe" />&nbsp;<input type="submit" name="unsubscribe" value="Unsubscribe" /></p></form>
</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fsocial-media-barometer-2012%2F&amp;title=Social%20Media%20Barometer%202012" id="wpa2a_2"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Mindmap des Banking und Finance 2.0</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 20:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Banking 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Basel III]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf dem gestrigen Finance Day der Hamburg School of Business Administration (HSBA) wurde ich u.a. gefragt, was denn eigentlich Banking 2.0 überhaupt ist und welche Rolle es künftig spielen wird. Ich hatte dazu gestern bereits etwas geschrieben. Auf der sehr interessanten Tagung ging vor allem auch um die Zukunft der Unternehmensfinanzierung unter dem künftigen Regime von Basel III. Ein Tenor, der sich durch alle Vorträge zog war, dass sich die Finanzierungstrukturen und –kosten der Unternehmen verändern werden. Dabei werden, so klang dies in einigen Statements an, auch Finanzierungen eine größere Rolle spielen, die von außerhalb des regulierten Bankensektors vergeben und vermittelt werden. Neben Private Equity und Verbriefungen kommt hier Finance 2.0 ins Spiel. Aber dies soll jetzt kein Tagungsbericht werden. Ich will hier nur meine am Wochenende gestartete Mindmap zur Verfügung stellen, die auf einer Seite erstmalig einen Überblick der Zukunft des Bankings zeigt. Dabei habe ich mich nicht auf die Finanzierungsseite beschränkt, sondern habe in die Struktur auch Anlage, Zahlungsverkehrs- und weitere Dienstleistungen aufgenommen. Banking 2.0? Hier darf man übrigens gern ein Fragezeichen setzen. Die Aktivitäten verschiedenster Unternehmen haben zwar viel mit Finanzdienstleistungen zu tun. Aber bei einem genauen Blick auf die Spieler fällt auf, dass sich darunter nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/die-mindmap-des-banking-und-finance-2-0/&title=Die Mindmap des Banking und Finance 2.0&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Auf dem gestrigen <a href="http://www.hsba-finance-conference.de/die-konferenz.php" target="_blank">Finance Day der Hamburg School of Business Administration</a> (HSBA) wurde ich u.a. gefragt, was denn eigentlich Banking 2.0 überhaupt ist und welche Rolle es künftig spielen wird. Ich hatte dazu <a href="http://www.blicklog.com/2011/02/07/erhht-goldman-sachs-facebook-deal-das-interesse-fr-banking-2-0/" target="_blank">gestern bereits etwas geschrieben</a>. Auf der sehr interessanten Tagung ging vor allem auch um die Zukunft der Unternehmensfinanzierung unter dem künftigen Regime von Basel III. Ein Tenor, der sich durch alle Vorträge zog war, dass sich die Finanzierungstrukturen und –kosten der Unternehmen verändern werden. Dabei werden, so klang dies in einigen Statements an, auch Finanzierungen eine größere Rolle spielen, die von außerhalb des regulierten Bankensektors vergeben und vermittelt werden. Neben Private Equity und Verbriefungen kommt hier Finance 2.0 ins Spiel.</p>
<p>Aber dies soll jetzt kein Tagungsbericht werden. Ich will hier nur meine am Wochenende gestartete Mindmap zur Verfügung stellen, die auf einer Seite erstmalig einen Überblick der Zukunft des Bankings zeigt. Dabei habe ich mich nicht auf die Finanzierungsseite beschränkt, sondern habe in die Struktur auch Anlage, Zahlungsverkehrs- und weitere Dienstleistungen aufgenommen.</p>
<p>Banking 2.0? Hier darf man übrigens gern ein Fragezeichen setzen. Die Aktivitäten verschiedenster Unternehmen haben zwar viel mit Finanzdienstleistungen zu tun. Aber bei einem genauen Blick auf die Spieler fällt auf, dass sich darunter nur eine einzige Bank befindet (die Fidor Bank). Es schicken sich immer mehr Unternehmen von außen an, in die oligopolistischen Strukturen der Finanzdienstleistungen einzudringen. So wagt sogar Facebook den Startschuss in Zahlungsleistungen. Hatte ich im Frühjahr 2010 noch darüber spekuliert, <a href="http://www.blicklog.com/2010/03/25/wie-facebook-mit-banking-2-0-die-finanzbranche-aufmischen-knnte/">wie <em>Facebook</em> mit <em>Banking</em> 2.0 die Finanzbranche aufmischen könnte</a>, hat <a href="http://www.computerwoche.de/netzwerke/web/2356324/" target="_blank">Facebook mittlerweile angefangen</a> die damals geäußerte Idee, die riesige Community für Zahlungstransaktionen und mehr zu nutzen, gemeinsam mit Paypal umzusetzen.</p>
<p>Hier jetzt die Mindmap, die noch weit davon entfernt ist vollständig und perfekt zu sein. Aber wie im Web 2.0 üblich, entwickelt sich so etwas. Die <strong><a href="http://www.mindmeister.com/80331781/banking-und-finance-2-0-by-http-www-blicklog-com" target="_blank">Mindmap &quot;Banking und Finance 2.0 kann auch hier</a></strong> abgerufen werden<strong>.</strong></p>
<p><iframe style="overflow: hidden" height="400" src="http://www.mindmeister.com/maps/public_map_shell/80331781/banking-und-finance-2-0-by-http-www-blicklog-com?width=500&amp;height=400&amp;zoom=0" frameborder="0" width="500" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Ein besonderes Merkmale der Nutzung der Web 2.0 oder Social-Media-Technologien ist neben der Nutzung neuerer Webtechnologien vor allem eine erweiterte Philosophie im Umgang mit Kunden. Diese zeichnet sich durch offene und möglichst gleichberechtigte Kommunikation, hohe Transparenz über Leistungen und Gegenleistungen sowie Einbeziehung der Kunden in den Leistungsprozess aus. Ein Kern Banking 2.0-Philosophie liegt also darin, Kunden deutlich aktiver in die Leistungserbringung zu integrieren.</p>
<p>Schaut man auf die rechte Seite dieser Mindmap, dann wird schnell deutlich, warum es rein gar nichts mit Banking 2.0 zu tun hat, wenn Finanzhäuser sich lediglich in Sozialen Netzwerken bewegen und Informationen per Twitter versenden oder eine Facebook-Seite betreiben. Wenn diese Kanäle nur als einseitiges Instrument eingesetzt werden, um typische Werbebotschaften Botschaften bei den Zielgruppen zu platzieren (siehe dazu “<a href="http://www.blicklog.com/2010/11/02/allein-das-image-mit-facebook-twitter-und-blogs-aufwerten-reicht-nicht-fr-erfolg-im-banking-2-0/">Allein das Image mit Facebook, Twitter und Blogs aufwerten reicht nicht für Erfolg im Banking 2.0</a>”), dann mag man dies in einigen Häusern zwar für modern halten, tatsächlich bewegt man sich damit aber keinen Millimeter in die Zukunft. Ich empfehle dazu einen Blick in den Beitrag von Lothar Lochmaier zu werfen: “<a href="http://lochmaier.wordpress.com/2011/02/04/volksbanken-partizipatives-fitnessprogramm-via-social-media/">Volksbanken: Partizipatives Fitnessprogramm via Social Media?</a>”. Die darin geäußerte berechtigte Kritik kann man durchaus auf nahezu alle Kreditinstitute übertragen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fdie-mindmap-des-banking-und-finance-2-0%2F&amp;title=Die%20Mindmap%20des%20Banking%20und%20Finance%202.0" id="wpa2a_4"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Finanzblog Award: Vom Schattendasein ins Rampenlicht?</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/finanzblog-award-vom-schattendasein-ins-rampenlicht/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/finanzblog-award-vom-schattendasein-ins-rampenlicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 15:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lochmaier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
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		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Haben Finanzblogs das Potential, vom Außenseiter zu den Vorreitern in einer vernetzten Medienwelt heran zu reifen? Denn wer die aktuelle Mindmap beim Blicklog vom Januar 2011 studiert, wird feststellen, dass die Zahl der Wirtschafts- und Finanzblogs weiter wächst. Von einer Revolution oder gar Etablierung eines neuen Medienformats zu sprechen, erscheint allerdings verfrüht. Dennoch: Die Szene der klassischen Wirtschaftsberichterstatter, Marktanalysten und Finanzpropheten wird durch die einschlägige Blogosphäre bunter, vielfältiger, mitunter auch erheblich detailreicher und kritischer. Das ist auf alle Fälle eine gute Nachricht, für eine &#8220;Umsonst-und-Kostenlos&#8221; Kultur der Nachrichtenverbreitung im Netz, die man bis dato immer noch als eine vernachlässigbare Größe ansehen darf, wie ich es  bereits des öfteren aufgezeigt habe. Nun aber zum eigentlichen Thema. Die Direktbank comdirect Bank AG lobt erstmals den  Finanzblog-Award aus. Dies lässt erkennen, dass die Finanzblogger erst genommen werden. Hier die offizielle Ankündigung der Veranstalter comdirekt Bank AG: Die Medienlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Privatanleger finden nützliche Informationen zu Strategien, Märkten und Produkten zunehmend im Internet. Dabei kommt Weblogs eine wachsende Bedeutung zu. Viele Blogs beinhalten qualitativ hochwertige Informationen und schaffen gleichzeitig Raum für inhaltlichen Austausch und Diskussion. Allerdings erscheint die Blogosphäre im Vergleich zur klassischen Medienlandschaft noch unübersichtlich. Gute Weblogs zu Finanz- und Anlagethemen sind nicht immer einfach zu finden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/finanzblog-award-vom-schattendasein-ins-rampenlicht/&title=Finanzblog Award: Vom Schattendasein ins Rampenlicht?&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Haben Finanzblogs das Potential, vom Außenseiter zu den Vorreitern in einer vernetzten Medienwelt heran zu reifen? Denn wer die aktuelle <a href="http://www.blicklog.com/2011/01/16/die-welt-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs/?utm_source=twitterfeed&amp;utm_medium=twitter&amp;utm_campaign=Feed%3A+blicklog%2FZYzv+(Blick+Log)" target="_blank">Mindmap beim Blicklog </a>vom Januar 2011 studiert, wird feststellen, dass die Zahl der Wirtschafts- und Finanzblogs weiter wächst.</p>
<p>Von einer Revolution oder gar Etablierung eines neuen Medienformats zu sprechen, erscheint allerdings verfrüht. Dennoch: Die Szene der klassischen Wirtschaftsberichterstatter, Marktanalysten und Finanzpropheten wird durch die einschlägige Blogosphäre bunter, vielfältiger, mitunter auch erheblich detailreicher und kritischer.</p>
<p>Das ist auf alle Fälle eine gute Nachricht, für eine &#8220;Umsonst-und-Kostenlos&#8221; Kultur der Nachrichtenverbreitung im Netz, die man bis dato immer noch als eine vernachlässigbare Größe ansehen darf, wie ich es  bereits <a href="http://lochmaier.wordpress.com/2010/11/16/wirtschaftsblogger-die-verkannte-grosenordnung/" target="_blank">des öfteren </a>aufgezeigt habe.</p>
<p>Nun aber zum eigentlichen Thema. Die Direktbank <a href="http://www.comdirect.de/">comdirect Bank AG </a>lobt erstmals den  <a href="http://www.finanzblog-award.de/">Finanzblog-Award</a> aus. Dies lässt erkennen, dass die Finanzblogger erst genommen werden.</p>
<p>Hier die offizielle Ankündigung der Veranstalter comdirekt Bank AG:</p>
<p><em>Die Medienlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Privatanleger finden nützliche Informationen zu Strategien, Märkten und Produkten zunehmend im Internet. Dabei kommt Weblogs eine wachsende Bedeutung zu. Viele Blogs beinhalten qualitativ hochwertige Informationen und schaffen gleichzeitig Raum für inhaltlichen Austausch und Diskussion. Allerdings erscheint die Blogosphäre im Vergleich zur klassischen Medienlandschaft noch unübersichtlich. Gute Weblogs zu Finanz- und Anlagethemen sind nicht immer einfach zu finden und manchmal eher „Geheimtipps“.</em></p>
<p><em>Um dies zu ändern und hervorragenden publizistischen Leistungen auch außerhalb der Blogosphäre zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen, wird 2011 erstmals der comdirect finanzblog award vergeben. Eine unabhängige Jury zeichnet Weblog-Betreiber und -Autoren aus, die Privatanleger verständlich, kompetent und kritisch informieren und ihnen somit eine Orientierung in der komplexen Welt der Finanzen bieten.</em></p>
<p>Wer sich als schon seit längerem aktiver Finanzblogger bewerben will, sollte sich auf folgendes Profil einstellen:</p>
<p><em>Bewertet werden insbesondere folgende Aspekte: </em></p>
<ul>
<li><em>Qualität der Texte</em></li>
<li><em>Sprache und Inhalt</em></li>
<li><em>Gestaltung</em></li>
<li><em>Service</em></li>
<li><em>Gesamteindruck</em></li>
</ul>
<p><em>Ebenfalls fließt in die Bewertung der Blogs ein, ob allgemeine journalistische Standards eingehalten, Anforderungen an Finanz- und Anlagethemen erfüllt sowie vorhandene Darstellungsmöglichkeiten im Internet genutzt werden.</em></p>
<p>Quelle: finanzblog-award.de</p>
<p>Die Preise Eins bis Drei sind mit 3.000, 2.000 und 1.000 Euro dotiert, dazu gibt es einen optionalen Sonderpreis mit ebenfalls 1.000 Euro. Ich selbst habe mich dazu bereit erklärt, in der Jury mitzuarbeiten.</p>
<p>Überzeugt hat mich der durchdachte Kriterienkatalog zur Preisvergabe. Als Vertreter der weit verzweigten Blogosphäre sehe ich meine Aufgabe darin, nicht nur meine konkreten Erfahrungen als Blogger einfließen zu lassen, sondern der &#8220;Sphäre&#8221; eine Stimme und Gewicht zu verleihen.</p>
<p>Der Finanzblog-Award kann aus meinem Verständnis heraus dazu beitragen, eine vernachlässigte informelle &#8220;Mediengattung&#8221; vom Schattendasein stärker ins Rampenlicht zu befördern, was zur weiteren Professionalisierung der bunten Szene beitragen könnte. Denn &#8220;die&#8221; Blogosphäre kann die Leser letztlich nur mit hoher Qualität, Fleiß, Leidenschaft, aber auch einem gehörigen Maß an Disziplin, binden.</p>
<p>Darüber hinaus könnten sich die arrivierten Türwächter in der Medienwelt durch vorsichtige  Aufnahme der Neumitglieder aus der finanziellen Blogosphäre selbst wieder mehr frisches Leben und Vielfalt einhauchen. Kurzum, es braucht eine Medienwelt, in der Fachzirkel sich nicht nur  selbstreferenziell zu vorherseh- und austauschbaren Analysen verabreden, sondern in dem neue Plattformen zu einem vielschichtigen Bild über die Finanzwelt beitragen.</p>
<p>Wenn mit Hilfe von Finanzblogs ein besser informierter und in finanziellen Dingen aufgeklärter Verbraucher heraus käme, dann hätten die Blogger ihren kleinen Beitrag dazu geleistet. Wer möchte, der sollte also teilnehmen, um sich der sportlichen Herausforderung zu stellen, durch den Preis in den Genuss einer &#8221;mentalen Anschubfinanzierung&#8221; zu gelangen. Damit die Puste beim Bloggen nicht gleich wieder ausgeht.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Ffinanzblog-award-vom-schattendasein-ins-rampenlicht%2F&amp;title=Finanzblog%20Award%3A%20Vom%20Schattendasein%20ins%20Rampenlicht%3F" id="wpa2a_6"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Facebook: Wieviel ist das &#8220;Betriebssystem&#8221; des Netzwerkzeitalters wert?</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/facebook-wieviel-ist-das-betriebssystem-des-netzwerkzeitalters-wert/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/facebook-wieviel-ist-das-betriebssystem-des-netzwerkzeitalters-wert/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 08:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lochmaier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun prüft die US-Börsenaufsicht den Einstieg der Investmentbank Goldman Sachs bei Facebook, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Bei einem Börsengang wird viel Geld verdient, oder gleich wieder verbrannt. Schließlich sind in der &#8220;virtuellen Werteermittlung&#8221; rund 50 Milliarden US-Dollar eine ordentliche Summe. Soviel ist nämlich der soziale Netzwerkprimus Facebook mittlerweile wert, glaubt man zumindest den Rechenakrobaten von Goldman Sachs, nachzulesen etwa in der Internet World. Nun ja, die Banker haben zwar nicht immer recht, aber vielleicht haben Sie doch ein &#8220;goldenes Händchen&#8221;, wenn es darum geht, Marc Zuckerbergs zwar noch nicht ganz einträgliche, aber letztlich doch ziemlich clevere Geschäftsidee an die Börse zu bringen? Mittlerweile hat das Thema längst auch die Blogosphäre erreicht. Indiskretion Ehrensache hat mal durchgerechnet, wie man auf einen solchen Betrag kommen könnte. Dirk Elsner vom Blicklog findet aber, dass sich eine neuerliche &#8220;Dotcom-Investitionsblase&#8221; abzeichnen könnte, wie vor gut einem Jahrzehnt, wo fast jede Pommesbude, wenn sie sich nur ein Etikett 2.0 umhing, in den Genuss von Venture Capital kam.  Einige interessante Artikel finden sich bei Egghats wunderbarer Welt der Wirtschaft, er sieht beim &#8220;Zuckerberg&#8221; sogar noch Luft bis in den dreistelligen Milliardenbereich nach oben . Wer will, kann mit oder gegen Egghat auch eine Wette abschließen. Auch Netzwertig stellt sich dem unübersichtlichen Thema, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/facebook-wieviel-ist-das-betriebssystem-des-netzwerkzeitalters-wert/&title=Facebook: Wieviel ist das &#8220;Betriebssystem&#8221; des Netzwerkzeitalters wert?&srcURL=http://worpdressapi.com/">
<img width="50" height="58" alt="" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/google-buzz-button//images/google-buzz.png" original="http://wordpressapi.com/wp-content/plugins/google-buzz/google-buzz.png" style="display: inline;"/>
</a>
</div><p>Nun prüft die US-Börsenaufsicht den Einstieg der Investmentbank Goldman Sachs bei Facebook, berichtete die <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hQeyKJzCqXGD4NbepDbaNC-E31yQ?docId=CNG.4f503515cace1a49a31cad484341ef2a.101" target="_blank">Nachrichtenagentur AFP</a>. Bei einem Börsengang wird viel Geld verdient, oder gleich wieder verbrannt. Schließlich sind in der &#8220;virtuellen Werteermittlung&#8221; rund 50 Milliarden US-Dollar eine ordentliche Summe.</p>
<p>Soviel ist nämlich der soziale Netzwerkprimus Facebook mittlerweile wert, glaubt man zumindest den Rechenakrobaten von Goldman Sachs, nachzulesen etwa in der <a href="http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Social-Media/Goldman-Sachs-investiert-in-Facebook-50-Milliarden-US-Dollar-Papierwert" target="_blank">Internet World</a>. Nun ja, die Banker haben zwar nicht immer recht, aber vielleicht haben Sie doch ein &#8220;goldenes Händchen&#8221;, wenn es darum geht, Marc Zuckerbergs zwar noch nicht ganz einträgliche, aber letztlich doch ziemlich clevere Geschäftsidee an die Börse zu bringen?</p>
<p>Mittlerweile hat das Thema längst auch die Blogosphäre erreicht. <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2011/01/facebook-50-milliarden-goldman/" target="_blank">Indiskretion Ehrensache </a>hat mal durchgerechnet, wie man auf einen solchen Betrag kommen könnte. Dirk Elsner vom <a href="http://www.blicklog.com/2011/01/04/goldman-sachs-baut-mit-facebook-an-der-nchsten-blase-50-mrd-us-als-bewertung-nicht-gerechtfertigt/" target="_blank">Blicklog findet aber</a>, dass sich eine neuerliche &#8220;Dotcom-Investitionsblase&#8221; abzeichnen könnte, wie vor gut einem Jahrzehnt, wo fast jede Pommesbude, wenn sie sich nur ein Etikett 2.0 umhing, in den Genuss von Venture Capital kam. </p>
<p>Einige interessante Artikel finden sich bei Egghats wunderbarer Welt der Wirtschaft, er sieht beim &#8220;Zuckerberg&#8221; sogar noch Luft bis in den <a href="http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/2011/01/warum-facebook-auch-schnell-200.html" target="_blank">dreistelligen Milliardenbereich nach oben </a>. Wer will, kann mit oder gegen Egghat auch eine Wette abschließen.</p>
<p>Auch <a href="http://netzwertig.com/2011/01/04/baldiger-boersengang-wuerdet-ihr-facebook-aktien-kaufen/" target="_blank">Netzwertig </a>stellt sich dem unübersichtlichen Thema, und findet sogar, dass Anwender von Facebook zu dem Unternehmen eine ganz andere Haltung und Bindung haben, als dies sonst beim klassischen Anbieter-Kunden-Verhältnis der Fall ist. Viel Phantasie und viel Luft, die aber keineswegs aus dem Reich der Phantasie zu stammen scheint. </p>
<p>Beleuchten wir aber zunächst jenseits von einseitigen Polarisierungen &#8220;Facebook die nächste Blase 2.0&#8243; versus &#8220;Facebook &#8211; der neue Stern am Investitionskometen im sozialen Webuniversum&#8221; die Hintergründe:</p>
<p>Der überraschende Einstieg der US-Investmentbank <strong>Goldman Sachs</strong> bei <strong>Facebook</strong> (FinanceToday vom 3. Januar) stellt sich immer mehr als geschickter Schachzug heraus. Wie das Handelsblatt aus Investorenkreisen erfuhr, kann Goldman die Papiere zu einem festgelegten Preis zurückgeben, sollte Facebook nicht in den kommenden Jahren an die Börse gehen.</p>
<p>Goldman-Chef <strong>Lloyd Blankfein</strong> wendet sich mit der Transaktion wieder einer alten Domäne der Bank zu, der Direktinvestition in Firmen mit eigenem Geld. Laut Wall Street Journal überprüft die US-Börsenaufsicht <strong>SEC</strong> mit Blick auf das Engagement der Facebook-Freunde die Regeln zur Berichtspflicht: Zielt die von Goldman gegründete Zweckgesellschaft primär darauf ab, das Gesetz, nach dem Firmen mit mehr als 500 Aktionären den gleichen Berichtspflichten wie eine börsenotierte Gesellschaft nachkommen müssen, zu umschiffen?</p>
<p>Möglicherweise wolle die SEC Facebook-Chef<strong> Mark Zuckerberg</strong> zwingen, früher als geplant an die Börse zu gehen, vermutet das Wall Street Journal. Die Zweckgesellschaft habe ein &#8220;Geschmäckle&#8221;, schreibt auch Godmode Trader (BörseGo AG). Die Süddeutsche porträtiert den Ex-Banker und &#8220;russischen König des Internet&#8221; <strong>Yuri Milner, </strong> dessen <strong>Mail.ru</strong>-Group den Anteil beim &#8220;Plauder-Netzwerk&#8221; von 500 auf 550 Mio. Dollar erhöht habe.</p>
<p>Ein paar Links dazu, um einzuschätzen, wer denn da vor und hinter den Kulissen so alles mitmischt:</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/topdeal-facebook-ist-goldmans-goldgrube;2724022">http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/topdeal-facebook-ist-goldmans-goldgrube;2724022</a></p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-unternehmen/facebook-das-ist-erst-der-anfang;2723107">http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-unternehmen/facebook-das-ist-erst-der-anfang;2723107</a></p>
<p><a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704723104576062280540485652.html?mod=WSJEUROPE_hps_LEFTTopWhatNews">http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704723104576062280540485652.html?mod=WSJEUROPE_hps_LEFTTopWhatNews</a></p>
<p><a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704111504576060220052933738.html?mod=WSJ_Opinion_AboveLEFTTop">http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704111504576060220052933738.html?mod=WSJ_Opinion_AboveLEFTTop</a></p>
<p><a href="http://www.godmode-trader.de/nachricht/Facebook-Goldman-Deal-hat-ein-Geschmaeckle,a2432146.html">http://www.godmode-trader.de/nachricht/Facebook-Goldman-Deal-hat-ein-Geschmaeckle,a2432146.html</a></p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/u5138M/3822505/Kopf-der-Woche-Jurij-Milner.html">http://www.sueddeutsche.de/u5138M/3822505/Kopf-der-Woche-Jurij-Milner.html</a></p>
<p><a href="http://www.dld-conference.com/videos/video/spotlight-dld10-jim-breyer-yuri-milner_aid_1295.html">http://www.dld-conference.com/videos/video/spotlight-dld10-jim-breyer-yuri-milner_aid_1295.html</a></p>
<p>Soweit einige Zusammenhänge in aller Kürze. Ich selbst versuche nun, mich dem Thema noch aus einem eigenen Blickwinkel anzunächern. Wer mein Buch <a href="http://www.dpunkt.de/buecher/3270.html" target="_blank">Die Bank sind wir</a> (insbs. Kapitel II sowie Kapitel VI.) aufmerksam und auch zwischen den Zeilen gelesen hat, der erkennt, dass wir an der Schwelle eines neuen Innovationssprunges stehen.</p>
<p><strong>Das Zauberwort lautet: Standardisierung</strong></p>
<p>Was Microsoft mit dem Betriebssystem und den Office-Programmen Mitte der neunziger Jahre gelang, wie Google mit seinem &#8220;einfachen&#8221; Suchmaschinenalgorithmus ein Jahrzehnt später reussierte, das war nichts weniger als ein logischer Schritt in einer jeweils passenden historischen Entwicklung.</p>
<p>Kurzum: Die Menschheit schreit geradezu nach einem (in der Qualität leicht reduzierten) System, das sich quer über den ganzen Planeten in einfacher Form nutzen lässt. So siegte weiland zwar nicht das beste Betriebssystem, oder der beste Suchalgorithmus, aber die Verbreitung und Standardisierung war der logische Schritt in einer schlüssigen Innovationskette.</p>
<p>Will heißen:  Wer sich Börsenwert und Marktkapitalisierung von Microsoft und Google ansieht, der kommt kaum umhin festzustellen, dass wir es trotz einer von Goldman Sachs strategisch lancierten PR-Kampagne um den Börsengang nicht unbedingt mit einem überzogenen Hype um die Facebook-Bewertung zu tun haben. Denn Facebook ist das kommunikative Betriebssystem des Netzwerkzeitalters, so wie Microsoft und Google zuvor auf ihre Art dominierten.</p>
<p>Blicken wir ein paar Jährchen zurück: Als Google den Börsengang antrat, da waren viele Beobachter noch skeptisch, ob die Blase nicht platzen würde. Gerade in Deutschland gefällt man sich darin, das Glas gerne halb leer statt halb voll zu sehen. Das ist wirklich cool. Nun geht es hier nicht darum, dem sozialen Netzwerkprimus das Wort zu reden, und diesen &#8220;in die geistige Wolke&#8221;, also ins soziale Cloud-Nirwana hoch zu stilisieren.</p>
<p>Kein Imperium muss ewig halten, so die Zweifler und Nörgler. Aber einige harte Fakten sollten zum Vergleich des neuen Dreigestirns Google, Microsoft und Facebook anregen. Wir sind in einer neuerlichen Innovationsdynamik angelangt, bei dem der soziale Netzwerkmechanismus in die ganze Gesellschaft und Wirtschaft hinein diffundieren. Das wird unterschätzt.</p>
<p><strong>Hype-Zyklus: Weckt das Internet  zu hohe Erwartungen</strong></p>
<p>Ich versuche nun das geistige Rahmenwerk etwas größer zu ziehen. Die britische IT-Marktanalystin Jackie Fenn prägte Mitte der Neunzigerjahre den Begriff „Hype-Zyklus“. Dieser konzentriert sich darauf, technisch geprägte Internet-Phänomene beschreibbar zu machen, die sich in fünf Zeitabschnitte untergliedern lassen:</p>
<p>„<em>Technologischer Auslöser</em>: Die erste Phase ist der technologische Auslöser oder Durchbruch, Projektbeginn oder ein sonstiges Ereignis, welches auf beachtliches Interesse des Fachpublikums stößt.</p>
<p><a title="Trittbrettfahrerverhalten" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trittbrettfahrerverhalten">Trittbrettfahrer</a> steigen auf das neue Thema auf. <em>Gipfel der überzogenen Erwartungen:</em> In der nächsten Phase überstürzen sich die Berichte und erzeugen oft übertriebenen <a title="Enthusiasmus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enthusiasmus">Enthusiasmus</a> und unrealistische <a title="Erwartung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erwartung">Erwartungen</a>. Es mag durchaus erfolgreiche Anwendungen der neuen Technologie geben, aber die meisten kämpfen mit Kinderkrankheiten.</p>
<p><em>Tal der Enttäuschungen</em>: Technologien kommen im Tal der Enttäuschungen an, weil sie nicht alle Erwartungen erfüllen können und schnell nicht mehr aktuell sind. Als Konsequenz ebbt die Berichterstattung ab.</p>
<p><em>Pfad der Erleuchtung</em>: Obwohl die Berichterstattung über die Technologie stark abgenommen hat, führen realistische Einschätzungen wieder auf den Pfad der Erleuchtung. Es entsteht ein Verständnis für die Vorteile, die praktische Umsetzung, aber auch für die Grenzen der neuen Technologie.</p>
<p><em>Plateau der Produktivität</em>: Eine Technologie erreicht ein Plateau der <a title="Produktivität" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Produktivit%C3%A4t">Produktivität</a>, wenn die Vorteile allgemein anerkannt und akzeptiert werden. Die Technologie wird immer solider und entwickelt sich in zweiter oder dritter Generation weiter.</p>
<p>Die Endhöhe dieses Plateaus hängt stark davon ab, ob die Technologie in Massen- oder <a title="Marktnische" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marktnische">Nischenmärkten</a> angenommen wird.“(Siehe dazu Jackie Fenn: Mastering the Hype Cycle: How to Choose the Right Innovation at the Right Time, Mcgraw-Hill Professional 2008.).</p>
<p>Zunächst: Mit Blick auf Facebook gibt es einige strukturelle Bremskräfte, denn die Monetarisierung des Geschäftsmodells ist angesichts einer sozialen Netzwerkumgebung deutlich komplexer als bei den anderen IT-Giganten herzustellen. Dies könnte die Dynamik der Umsatzzahlen etwas moderater ausfallen lassen als Goldman Sachs dies in seiner aus nachvollziehbar eigennützigen Motiven optimistisch gestalteten Prognose erscheinen lässt.  </p>
<p>Interessant auch, dass über die offiziellen Pressekanäle wenig bis nichts von Goldman Sachs zu lesen ist. Selektives Nachrichtenmanagement nennt man das, und die auserwählten Wirtschaftsjournalisten springen natürlich gerne auf den bereit gestellten Innovationszug auf, wenn die Fahrkarte schon vorher bezahlt ist. Einige rudimentäre und wenig aussagekräftige Spuren zur Vorgeschichte des Deals finden sich <a href="http://www2.goldmansachs.com/search/search.gscgi" target="_blank">nur hier</a>.</p>
<p>Was folgt abschließend aus dem &#8220;Facebook-Hype&#8221; zwischen überzogener Euphorie und unterschätzten Potentialen?   Machen wir es doch an ein paar vergleichenden Zahlen fest: Der Suchmaschinen-Konzern Google ist heute bereits die weltweit größte „Internetbank“, ohne jemals eine eigene Bank gegründet oder aufgekauft zu haben.</p>
<p>Zum Vergleich: Im Jahr 2003 taxierten Marktanalysten den Börsenwert von Google zwischen 15 bis 25 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2008 übertraf allein das Umsatzvolumen des Suchmaschinenkonzerns mit 21,8 Milliarden diese Marke bereits deutlich. Der heutige Börsenwert von Google beträgt ein Vielfaches.</p>
<p>Im August 2008 besaß Microsoft einen Börsenwert von 255 Milliarden US-Dollar, gefolgt von IBM (170 Milliarden) und Apple (158 Milliarden), noch vor Google (157 Milliarden). Zum Vergleich: Die Deutsche Bank verfügte im Jahr 2007 vor der Finanzkrise gerade einmal über einen Börsenwert von rund 50 Milliarden Euro. Längst hat die „Internetbank Google“ zu den führenden Geldhäusern aufgeschlossen.</p>
<p>Auch Apple wollen wir natürlich an dieser Stelle nicht ganz vergessen, denn mit dem &#8220;i-Tüpfelchen&#8221; gelang dem Unternehmen ein weiterer Standardisierungcoup, nämlich in der Welt des mobil vernetzten Internets, das nun noch um die kommunikative Netzwerkkomponente ergänzt wird. </p>
<p>Dass wir bald iPad und Co. auch im geschäftlichen Segment und mobilen Alltag erleben werden, das beleuchte ich am durchaus analog gültigen Beispiel des amerikanischen Netzwerkspezialisten Cisco, und zwar in meinem gestern auf silicon.de erschienenen Beitrag:  <a href="http://www.silicon.de/technologie/netzwerk/0,39044013,41543988,00/virtueller_kooperationsgeist_wird_erwachsen.htm" target="_blank">Virtueller Kooperationsgeist wird erwachsen</a>.</p>
<p>Und ein ähnlich dynamischer Wachstumssprung wird neben Apple, Microsoft und Google auch Facebook trotz aller Unkenrufe gelingen. Weil wir es jenseits aller großen Wirtschaftstheorien längst mit einer &#8220;Völkerwanderung&#8221; ins Netz zu tun haben, die alle Bereiche und Anwendungen von Wirtschaft und Gesellschaft erfasst.</p>
<p>Und bei entsprechender Dynamisierung der Nutzerzahlen und Einnahmen, bis hin zur wachsenden Marktkapitalisierung und einem steigenden &#8220;Börsenwert&#8221;, fällt <strong>Facebook</strong> zumindest auf mittlere Sicht hin &#8211; trotz aller Unkenrufe sowie kritischen Bauelemente &#8211; die Rolle eines &#8220;<strong>standardisierten Betriebs- und Suchmaschinensystems im mobilen sozial-kommunikativen Zeitalter</strong>&#8221; zu.</p>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/245dc7e6a92a42eca294ce2bace6426b" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Wirtschaftsblogger: Die verkannte Größenordnung</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 10:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lochmaier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe vor Jahren schon Dutzende von Artikeln im Handelsblatt zu diversen Innovationsthemen veröffentlicht. Zum Beispiel darüber, wie man ein Drei-Liter-Haus baut, oder was passiert, wenn das Handy plötzlich Japanisch spricht. Wenn die Leitmedien aber unter der fürstlichen Regie von Springers Matthias Döpfner sich jedoch dazu entschließen sollten, nur noch bezahlte Artikel im Netz zu veröffentlichen, und jeden in kostenpflichtigen Regress zu nehmen, der sich ohne Erlaubnis des Königs traut, darauf zu verlinken, dann würde ich diese Steilvorlage gerne aufgreifen, und nur noch auf mich selbst und andere Wirtschafts- und Finanzblogsverweisen, und natürlich auch sonstige spannende Quellen, die noch frei zugänglich wären.  Ich weiß, jeder muss irgendwie sein Geld verdienen. Aber das Jammern des Copy-and-paste-Journalismus geht selbst mir als ein zu dieser Zunft zugehöriger auf den geistigen Zeiger. Das wäre gar kein Beinbruch, ich sehe das Thema Blogger versus Medien völlig entspannt. Ich bin beides in Personalunion. Die Welten ergänzen sich wunderbar. Aber ebenfalls vor Jahren schrieb ich für die Financial Times Deutschland mal einen provokanten Beitrag, wie Designer ihre Beraterzünfte bei der Produktentwicklung ersetzen könnten. Ich weiß, Unternehmen lieben ihre externen Berater, die ihnen das sagen, was sie selbst meist auch schon wissen, wenn sie ehrlich wären.  Oder was sie nur deshalb hören wollen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</div><p>Ich habe vor Jahren schon Dutzende von Artikeln im Handelsblatt zu diversen Innovationsthemen veröffentlicht. Zum Beispiel darüber, wie man <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/architekten-verwandeln-altbauten-in-ein-drei-liter-haus;987407">ein Drei-Liter-Haus baut</a>, oder was passiert, wenn das <a href="http://www.handelsblatt.com/archiv/wenn-das-handy-japanisch-spricht;500703">Handy plötzlich Japanisch spricht</a>.</p>
<p>Wenn die Leitmedien aber unter der fürstlichen Regie von <a href="http://www.wiwo.de/technik-wissen/das-ende-der-gratiskultur-im-internet-ist-gekommen-446933/">Springers Matthias Döpfner </a>sich jedoch dazu entschließen sollten, nur noch bezahlte Artikel im Netz zu veröffentlichen, und jeden in kostenpflichtigen Regress zu nehmen, der sich ohne Erlaubnis des Königs traut, darauf zu verlinken, dann würde ich diese Steilvorlage gerne aufgreifen, und nur noch auf mich selbst und andere Wirtschafts- und Finanzblogsverweisen, und natürlich auch sonstige spannende Quellen, die noch frei zugänglich wären. </p>
<p>Ich weiß, jeder muss irgendwie sein Geld verdienen. Aber das Jammern des Copy-and-paste-Journalismus geht selbst mir als ein zu dieser Zunft zugehöriger auf den geistigen Zeiger. Das wäre gar kein Beinbruch, ich sehe das Thema Blogger versus Medien völlig entspannt. Ich bin beides in Personalunion. Die Welten ergänzen sich wunderbar.</p>
<p>Aber ebenfalls vor Jahren schrieb ich für die Financial Times Deutschland mal einen provokanten Beitrag, wie Designer ihre Beraterzünfte bei der Produktentwicklung ersetzen könnten. Ich weiß, Unternehmen lieben ihre externen Berater, die ihnen das sagen, was sie selbst meist auch schon wissen, wenn sie ehrlich wären.  Oder was sie nur deshalb hören wollen, weil sie es nicht umsetzen müssen. Oder weil es gar nicht umzusetzen ist &#8211; machen Sie sich doch selbst Ihren Reim zum Beraterspiel, das einem mehrteiligen dramatischen Akt von Shakespeare oftmals sehr ähnelt.</p>
<p>Will heißen: Es kommt auf die Inszenierung an, der Inhalt ist eher sekundär. Mein Artikel &#8220;David für Goliath: Wie Designer Berater ersetzen&#8221; für die FTD sorgte vor planmäßiger Freigabe und geplanter Veröffentlichung plötzlich unerwartet für reichlich Diskussionsstoff. Festgemacht hatte ich die Geschichte an Details aus dem Innenleben von Microsoft, eigentlich nichts Spektakuläres, sondern eher etwas für Leser, die sich Handlungen auf den zweiten Blick erschließen.</p>
<p>Vor vier Jahren gab es in der deutschen Niederlassung Diskussionen um die Kundenfreundlichkeit der Produkte. Man diskutierte über die Produktentwicklungsroutine. Heute kennt schon jedes kleine Kind einen gelungenen Design-Prozess, seit der Apple-Begeisterung für iPhone und iPad. Jeder Bild-Leser weiß es, und kann sich für knapp zwei Euro ein App downloaden. Nur die Macher der deutschen Variante vom WePad mussten eine harte Lerkurve durchlaufen, da sie die ganzheitliche Designouvertüre knapp verfehlten.</p>
<p>Ein journalistischer Blogger, oder ein bloggender Journalist, Richard Gutjahr, brachte die Geschichte ans Licht. Klein David arbeitet nicht nur gegen Goliath, sondern ergänzt die wenig gesalzene Mediensuppe wunderbar durch neue Stilperspektiven zur Wirtschaft und Gesellschaft.       </p>
<p><a href="http://lochmaier.files.wordpress.com/2010/11/bild-0291.jpg"></a><a href="http://lochmaier.files.wordpress.com/2010/11/bild-0292.jpg"><img title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://lochmaier.files.wordpress.com/2010/11/bild-0292.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a> </p>
<p>Wirtschaftsblogs: Hier steppt der kleine Berliner Bär!     </p>
<p>Zurück zu meinem Artikel für die FTD: Er wurde am Ende von der Chefredaktion sogar höchst persönlich &#8220;mangels ausreichender Qualität&#8221; in die virtuelle Tonne gefeuert, also nicht abgedruckt. Jetzt wissen es alle Leser dieses Weblogs, ich bin ein Versager, ein miserabler Journalist. Deshalb bloggt er jetzt auch, weil er nichts besseres zu tun hat &#8211; werden jetzt einige Zeigenossen hämisch ergänzen.</p>
<p>Genau &#8211; das Ganze war und ist für mich nicht allzu tragisch, das kam gelegentlich vor, dass ein Artikel mal eine Nullnummer wurde &#8211; es bestätigte aber für mich meinen Eindruck, dass ich meine Arbeit lieber jenseits des medialen Durchschnitts in den Fachmedien verrichten wollte. Dort eben, wo es langweilig zugeht.</p>
<p>Wo die Menschen sprich Leser sich eher für die Inhalte, und nicht nur für die bloßen Überschriften, interessieren. Kurzum: Für die FTD war ich zweifellos zu phantasievoll vorgegangen, zu weit in meinem Interpretationsspielraum jenseits der Fakten.</p>
<p>So textete ich beispielsweise in einem kleinen Kasten (ich war ja vorsichtig):  Welche „Fehler“ machen Consultants? Sie propagieren gebetsmühlenartig immer die gleichen „Prozessroutinen“. Sie sind ein Spiegelbild, ein Abklatsch der Auftraggeber. Hört sich das schlimm an?</p>
<p>Mein Fazit, das ich weiter unten dann fein säuberlich in einen weiteren kleinen Kasten verpackt hatte (das nennt man Infohäppchen): Die Ergebnisse der Berater seien meist vorhersehbar und böten wenig Innovationspotenzial. Und: Sie dienten eher zur Absicherung von internen Managemententscheidungen. Es herrsche also wenig Mut zu echter Kreation.</p>
<p>Genau &#8211; Sie verstehen in der Medienbranche auch nur Spanisch oder Bahnhof? Dann stelle ich in den Raum, dass man eine neue Fremdsprache durchaus lernen kann. Japanisch ist allerdings zugegebermaßen ziemlich schwer. Aber von der deutschen Sprache aus gesehen gibt es ja zahlreiche, teils recht witzige Dialekte, die auch schon herausfordernd genug sind.</p>
<p>Zur Sache: Schaut man sich das Top-Blogger-Rankingscore auf  <a href="http://www.wikio.de/blogs/top">wikio.de </a>an, dann fällt zum Beispiel eines auf: Wirtschaftsblogs oder Finanzen besitzen meist gar keine eigene Rubrik, obwohl sie im Leserinteresse nicht nur die hinteren Plätze belegen. Fällt aber niemandem auf. Wir sind ja alle finanzielle Analphabeten wie in den USA, gefangen im Tal der Ahnunglosen, wie ich heute sogar mal den <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,728700,00.html">Spiegel zitieren darf</a>.</p>
<p>Wir einschläg vorbestraften Wirtschaftsblogger geben es natürlch gerne neidlos zu: Wir stehen auf verlorenem Posten, allein im dunklen Datendschungel, dort, wo es richtig wehtut, sich inhaltlich schlau zu machen. Kurzum: Wir laufen in der Medienökonomie nur unter ferner liefen mit, irgendwo subsummiert, und in virtuelle Unterkästchen verschoben.</p>
<p>Wenn das kein Grund zum Wehklagen ist. So rangiert dieses Weblog Social Banking 2.0 in der Rubrik Gesellschaft bei wikio quasi irgendwo unsichtbar in den hinteren Rubrikschubladen versteckt. Nein, wir brauchen jetzt kein Mitleid, oder eine Wachstumsspende. Nicht die Eitelkeit füttert diese Zeilen. Schon eher der untergewichtete gesellschaftliche Stellenwert von Wirtschaft und Finanzen.</p>
<p>Denn es handelt sich halt um schwer verdauliche Themen, statt einem leicht verpackten Big-Burger, wie es die Leitmedien so gerne immer wieder neu verpackt servieren. Aber auch als Blogger wäre es viel besser, man schreibt heute über kleine Zipperlein oder coole Gerätschaften, die die Welt nicht unbedingt braucht. </p>
<p>Kurzum, man postet das, was alle bis zum Einschlafen so bewegt, über die große Politik, über Promis, über nette Belanglosigkeiten, die trotzdem jeden zu interessieren scheinen. Oder der Blogger beleuchtet neben Sex, Drugs and postanythingforfree vermeintlich neue Meilensteine im digitalen Avantgardismus.</p>
<p>Zur Not kritisiert man eben Google und Facebook gleichzeitig, um sich ins Rampenlicht zu katapultieren. Genau darin liegt das Problem von uns Wirtschaftsbloggern, in der, jetzt kommt die Kernbotschaft: Kompläääääääxxxxxxxiiiiiiittttttäääääääätttttttt.</p>
<p>Wirtschaft ist ja sowas von schwierig, sie fordert einen wachen Geist, ebenso wie das Treiben auf den Finanzmärkten keine Kost für den Normalkonsumenten darstellt. Jetzt ist es raus, keiner versteht uns, wir uns auch nicht!? Nein, so weit würde ich nicht gehen.</p>
<p>Aber der Leserkreis von Wirtschafts- und Finanzblogs reduziert sich nicht auf kreativ aufbereitete Hausmannskost, sondern auf Menus für spezielle Gourmetliebhaber. Das ist nicht so schlimm, wie es sich anhört. Das kann ja auch schmackhaft sein, im Hinterzimmer zu essen, statt dort, wo es hektisch lärmend zugeht. Sicherlich, nicht jedes Blog erfüllt die höchsten Qualitätsansprüche, die Welt ist nicht schwarz oder weiß, manche Querverbindungen sind nicht so offensichtlich.</p>
<p>&#8220;Die&#8221; Wirtschaftsblogger gibt es nicht. Jedes Blog ist anders, es gibt keine objektiven Maßstäbe zur Erfolgsmessung. Wir wollen übrigens die Medienwelt nicht komplett umkrempeln, aber wir haben Spaß daran, als kreative Störenfriede des Burgfriedens in der großen Medienwelle zu agieren. Vielleicht ändert sich ja die Betrachtungslinse in der Gesellschaft noch, unter dem Eindruck der kommenden Jahre, wenn &#8230;. ja wenn, das Wörtchen wenn nicht wär.</p>
<p>Oder: Wenn sich die Menschen endlich für das interessieren, was sie am meisten scheuen, was aber das wichtigste Thema im Leben neben Liebe und der Gesundheit ist.- okay, Sex geht hier ersatzweise auch mal: Die Welt der Finanzen, oder wie Social Banking 2.0 es so gerne ausdrückt: Der Kunde übernimmt in diesem Jahrhundert in vielen Wirtschaftsbereichen die Regie.</p>
<p>Das soll aber keine leere Phrase sein, sondern einen schleichenden Trend beschreiben. Der gehörnte Kunde greift zumindest vielerorts ins Ruder der Kapitäne, um es vorsichtiger auszudrücken.</p>
<p>Das Teuflische daran, ist das Engelhafte darin: Leider reden Menschen über das, was sie am meisten drückt oder bewegt, nicht so gerne wie über Nebensächliches, mit dessen Hilfe sie sich von großen Existenzfragen ablenken. Zum Beispiel über das liebe Geld.</p>
<p>Klar, da brummt einem ja der Schädel vom Nachdenken und der medialen Bewusstseinswerdung, den lieben langen Tag. Und wer richtet den Spiegel schon gerne rund um die Uhr auf sich selbst. Den Wirtschaftsblogs bleibt also noch viel zu tun, indem sie Schwieriges auf verständliche Art und Weise plausibel und interessant machen. </p>
<p>Der Hoffnungsträger: Die regulären Wirtschafts- und Finanzmedien verstärken in ihrer zumeist konventionell angelegten Berichterstattung den Gähnfaktor beim (nachdenklichen) multimedialen Endanwender.</p>
<p>Im allgemeinen Medien-Blitzlicht sucht man nämlich die wirklich wichtigen ökonomischen und finanziell relevanten Informationen meist vergebens, weshalb auf mittlere Sicht die Blogosphäre gerade in den Kernbereichen des menschlichen Daseins weiter an Schwung gewinnt. Ist doch mal eine interessante Prognose, so sicher wie das Geld auf einer Bank und das Amen in der Kirche.</p>
<p>Und hier gehören neben Liebe (alternativ: Viagra) und Gesundheit (alternativ: Glückspillen und Hormone) auch die Wirtschafts- und Finanzblogger zu den gesetzten Größenordnungen, falls so manchem nicht vorher die Puste ausgeht, beim Rennen um die kleinen Aufmerksamkeitshäppchen im verteilten virtuellen Resonanzbecken. Dann aber rückt flugs der nächste frische Wirtschaftsblogger nach. Die Reservearmee ist ja endlos auf Lager vorrätig.</p>
<p>Und hier beschreibt Prof. Peter Kruse ausführlich, wie Menschen auf die wachsende Komplexität in unserer (Medien)Welt reagieren &#8211; da bleibt auch für die Wirtschaftsblogger viel Futter übrig, um es aufzulesen und zu verarbeiten, denn manche Menschen versuchen mit neuen Ideen eine Antwort auf die Kompläxidäd zu geben:</p>
<p>[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=m3QqDOeSahU&amp;fs=1&amp;hl=de_DE]</p>
<p>Ganz am Ende komme ich nun zurück auf meinen ursprünglichen, vor ein paar Jahren mal für die FTD vorgesehenen Artikel, in dem ich am Ende die zugegebenermaßen kontroverse Frage zu beantworten suchte, warum Designer das schaffen, was Consultants in der Produktentwicklung vielleicht gar nicht ins Auge fassen:</p>
<p> &gt; Weil sie die emotionalen Komponenten von Projekten aus Kundenperspektive besser einschätzen und zweitens besser darstellen können</p>
<p>&gt; Weil sie gedanklich freier sind und weniger in allgemein bekannten Methoden verhaftet</p>
<p>&gt; Weil sie von ihrem Werdegang und Ausbildung her weniger in Konkurrenz zum Auftraggeber stehen, und somit „Narrenfreiheit“ im positiven Sinne genießen</p>
<p>&gt; Weil Designer Menschen sind, die für die Unternehmer ungewöhnlich sind, weniger angepasst, interessant, inspirierend</p>
<p>&gt; Ein ungewöhnlich „hoher Spaßfaktor, Prozesse zu durchlaufen, was zu ungewöhnlich hoher Identifikation der Teilnehmer mit den Ergebnissen führen kann</p>
<p>Jetzt ist es raus, denn hier über meinen eigenen kleinen Mediensender kann ich diese Botschaften ja wengistens mal abdrucken. Man spricht ja heute vom &#8220;liquid Mediendesign&#8221;, aber auch das ist jetzt ein neues, wieder mal hoch komplexes Thema, und der Beitrag ist jetzt schon viel zu lange geworden.  Bis zum nächsten Mal &#8211; in der bunten Welt der vielfach verkannten Größenordnungen. Hier noch eine visuelle Inspiration:</p>
<p>[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=qX6clRC21vo&amp;fs=1&amp;hl=de_DE]</p>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/91d71bc48cce421fb1f9dc21ae578fc9" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fwirtschaftsblogger-die-verkannte-grosenordnung%2F&amp;title=Wirtschaftsblogger%3A%20Die%20verkannte%20Gr%C3%B6%C3%9Fenordnung" id="wpa2a_10"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bloggen bedroht die Existenz</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 14:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Korus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Worst Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
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		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer wegen eines Blogeintrags schon einmal abgemahnt worden ist, weiß, wovon ich rede: Die angeblich durch Artikel V GG garantierte Meinungsreiheit ist in Deutschland keinen Pfifferling wert. Man muss gar nicht auf den Fall Sarrazin verweisen, der Blogger-Alltag alleine belegt die Behauptung. Die klassischen Mainstream-Medien interessieren sich meist einen feuchten Kehricht für die Bloggerszene (schon, weil die Blogosphäre bisherige Geschäftsmodelle bedroht) -  es sei denn, es geht darum, frühzeitig Nachrichten abzufischen, um mit der &#8220;eigenen&#8221; Story groß &#8216;rauszukommen. Allenfalls guckt man schadenfroh zu, wie ein Blogger sich mutig aus der Deckung wag, um sogleich im Abmahnungssturm umkartätscht zu werden. Das wäre eigentlich nicht weiter schlimm, gäbe es da nicht Gelichter und Geschäftemacher, die es mit der Transparenz so gar nicht haben. Seit ich selbst einmal kostenpflichtig abgemahnt wurde (das entsprechende Verfahren läuft noch vor dem Kammergericht Berlin), achte ich natürlich vermehrt darauf, wie manche Gschaftlhuber gegen einzelne Blogs bzw. Blogger vorgehen. Heute nun fällt mir nicht nur der Beitrag von Egghat positiv auf, der sich aus Solidarität mit investors-inside auf die Seite der Publizitätsfreunde stellt, nicht ohne aus gut begründeter Vorsicht deutlich zu machen: &#8220;Ich halte mich inhaltlich da genauso heraus wie bei der Diskussion pro/kontra ..&#8221; Der Tenor der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/bloggen-bedroht-die-existenz/&title=Bloggen bedroht die Existenz&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</div><p>Wer wegen eines Blogeintrags schon einmal abgemahnt worden ist, weiß, wovon ich rede: Die angeblich durch Artikel V GG garantierte Meinungsreiheit ist in Deutschland keinen Pfifferling wert. Man muss gar nicht auf den Fall Sarrazin verweisen, der Blogger-Alltag alleine belegt die Behauptung. Die klassischen Mainstream-Medien interessieren sich meist einen feuchten Kehricht für die Bloggerszene (schon, weil die Blogosphäre bisherige Geschäftsmodelle bedroht) -  es sei denn, es geht darum, frühzeitig Nachrichten abzufischen, um mit der &#8220;eigenen&#8221; Story groß &#8216;rauszukommen. Allenfalls guckt man schadenfroh zu, wie ein Blogger sich mutig aus der Deckung wag, um sogleich im Abmahnungssturm umkartätscht zu werden.</p>
<p>Das wäre eigentlich nicht weiter schlimm, gäbe es da nicht Gelichter und Geschäftemacher, die es mit der Transparenz so gar nicht haben. Seit ich selbst einmal kostenpflichtig abgemahnt wurde (das entsprechende Verfahren läuft noch vor dem Kammergericht Berlin), achte ich natürlich vermehrt darauf, wie manche Gschaftlhuber gegen einzelne Blogs bzw. Blogger vorgehen. Heute nun fällt mir nicht nur der Beitrag von <strong><a title="Egghat's Blog" href="http://egghat.blogspot.com/2010/09/finanzblogger-investors-inside-wird.html" target="_blank">Egghat</a></strong> positiv auf, der sich aus Solidarität mit <strong><a title="Bloggen: existenzbedrohend für Blogger in Deutschland" href="http://www.investorsinside.de/shb-ag-anwaelte-und-die-pressefreiheit/" target="_blank">investors-inside</a></strong> auf die Seite der Publizitätsfreunde stellt, nicht ohne aus gut begründeter Vorsicht deutlich zu machen: &#8220;Ich halte mich inhaltlich da genauso heraus wie bei der Diskussion pro/kontra ..&#8221; Der Tenor der Debatte ist dabei immer auch sofort und sympathischerweise: &#8220;Ich finde es generell unverschämt, gegen kleine Blogger mit Abmahnungen  zu arbeiten. Wo bleibt da die Fairness? Das sind Leute, die  wahrscheinlich keine 1000 Leser haben. Sollte die Firma etwas zur  Aufklärung beitragen können, kann sie ihre Sicht der Dinge gerne  darstellen und der Blogger kann sicherstellen, dass diese Sicht der  Dinge auch von den Lesern zur Kenntnis genommen wird. Das wozu die  Gegendarstellung im Presserecht auch dienen sollte: Waffengleichheit.&#8221;</p>
<p>Um es ganz deutlich zu sagen: Ich schließe mich Egghat an, finde es aber nicht: unverschämt. Ich finde es: erbärmlich.</p>
<p>Nun könnte man ja &#8211; wg. der zitierten Waffengleichheit &#8211; das Argument bemühen: Die ans Licht gezerrte &#8220;Persönlichkeit&#8221; muss ja auch eine Chance haben, gegen die &#8220;Persönlichkeitsrechtsverletzung&#8221; im Netz (Blog o.ä.) vorzugehen. Also her mit der Abmahnung, da der &#8220;mutige&#8221; Blogger sich ja vielleicht sogar weigert, eilfertig die übermittelte &#8220;Unterlassungserklärung&#8221; zu unterzeichnen (was natürlich automatisch und sofort eine Zahlungsverpflichtung in mind. vierstelliger Höhe bedeutet). Konsequenz: Der Abmahner bemüht das Gericht, immerhin leben wir ja im &#8220;Rechtsstaat&#8221;. Doch was bedeutet das für den Blogger?</p>
<p>Zunächst einmal: Er muss sich einen Anwalt suchen, der ihn vertritt. Das bedeutet, neben dem Prozessrisiko, weitere Kosten, die ggf. sogar vorgestreckt weren müssen. Der o.g. Fall von investors-inside lässt zusätzlich erahnen, was ein derartiges Gefecht bedeutet: Weitere Abmahnungen, während Kopien des Ursprungsartikel durch&#8217;s Netz geistern und meist kaum noch rückholbar sind &#8211; weitere Schadenersatzansprüche, weitere Verfahren, weitere Kläger, die jetzt auch ggf. sich &#8220;an den Pranger gestellt&#8221; fühlen &#8211; wer hier nicht frühzeitig eine &#8220;Rechtsschutzversicherung&#8221; abgeschlossen hat, die explizit Prozessrisiken aus &#8220;Persönlichkeitsrechtsverletzungen&#8221; (ob fahrlässig oder vorsätzlich, einmal dahingestellt) abdeckt, der ist schnell auf der Verliererseite, selbst, wenn er am Ende obsiegt. Denn in der Regel bedeutet ein Rechtsstreit in Deutschland ein untragbares finanzielles Risiko für jeden: Je nachdem, vor welchem Gericht man am Ende landet (im ungünstigsten Fall vor der sogenannten &#8220;Pressezensur-Kammer&#8221; Hamburg), läuft man Gefahr, wg. eines einzigen falschen Worts in die Verschuldungsfalle zu tappen &#8211; oder seine Ersparnisse zu verfrühstücken. Und wenn es gerade mal nicht um &#8220;Persönlichkeitsrechtsverletzung&#8221; geht: Gerne genommen wird von zweifelhaften Anwälten auch der Vorwurf der &#8220;Urheberrechtsverletzung&#8221; (siehe Duisburg in Sachen &#8220;Love-Parade-Gutachten&#8221;).</p>
<p>Nun ist das alles prinzipiell nicht wirklich neu. Wer sich für Medienrecht interessiert, weiß, daß Prominente sich regelmäßig auch mit Großverlagen kloppen, nur weil halt mal wieder ein Foto &#8220;beim Pinkeln&#8221; oder &#8220;oben ohne&#8221; veröffentlicht worden ist. Und natürlich gilt auch für Blogger: Sorgfaltspflicht, wie sie jeden Journalisten trifft. Im Unterschied zum &#8211; meist juristisch via Verlagshaus oder Sender bestens abgesicherten &#8211; Journalisten muss der einzelne Blogger aber in jedem Fall eines dringend bedenken: Wem trete ich wann und wie mit welchen zu 100 % abgesicherten Fakten auf die Füße &#8211; und wenn es sich um einen Verdacht handelt (z.B. den gerne und schnell zitierten Betrugsvorwurf): Inwieweit ist die Verdachtsberichterstattung haltbar, gerichtsfest und vor allem: finanziert?</p>
<p>In einer Zeit, in der uns die hohe (meist von Juristen gesteuerte) Politik am Sonntag gerne vorbetet, wir alle sollten &#8220;Zivilcourage&#8221; zeigen, wird nämlich am Montag drauf gerne die Abmahnkeule geschwungen, wenn ein &#8220;armer Blogger-Idiot&#8221; sich doch tatsächlich aus der Deckung wagt. Merke: Pressefreiheit bzw. Meinungsfreiheit gilt in Deutschland in erster Linie für Leute, die es sich leisten können. Insoweit ist unsere ach so feine Gesellschaft nicht ein Iota weiter entwickelt als die mittelalterliche Feudalgesellschaft. Ok, ok, wir sind nicht China und auch nicht Iran. Hingerichtet wird hier keiner. Aber bis so ein armer Bloggerknilch im Zweifel tatsächlich mit seinem Fall vor dem Bundesverfassungsgericht landet, kann es sein, daß unsere systematisch Rechtswege beschneidende Justiz die &#8220;Nichtzulassungsbeschwerde&#8221; im vielfach nur noch zweizügigen Gerichtsverfahren gar nicht erst zugelassen hat. Wer das erfunden hat? Fragen Sie doch mal &#8220;Ihren Abgeordneten im Wahlkreis&#8221; oder Ihren Anwalt! Viel Spaß beim Prozessieren bis zum Europäischen Gerichtshof &#8211; das kann dann Jahre dauern &#8211; und die deutsche Justizindustrie finanzieren, die längst alle anderen Wirtschaftsbereiche unter ihre Fuchtel zu bekommen sucht.</p>
<p>Gibt es aber eine politische Initiative, die sich ernstlich darum bemüht, die oben zitierte &#8220;Waffengleichheit&#8221; herzustellen? Man komme mir bitte nicht mit den üblichen Verdächtigen wie &#8220;Journalistengewerkschaft&#8221; und ähnlichen, nun sagen wir: &#8220;traditionell Vernetzten&#8221;, die im Grunde gar kein Interesse an tatsächlicher &#8220;Pressefreiheit&#8221; haben, sondern nur daran, möglichst bestehende Oligopol-Strukturen zu verteidigen. Ich fände es viel spannender, wenn die deutsche Blogosphäre sich selber noch besser vernetzen würde, um irgendwann auch mal auf politischer Ebene ernst genommen zu werden. Und um den Anfang zu machen: Wenn auch Sie der Ansicht (oder Überzeugung) sind, daß vor einer kostenpflichtige Abmahnung gegen Blogs oder Blogbetreiber zwingend eine kostenfreie Aufforderung bzw. ein entsprechender Hinweis überstellt werden muss, damit Blogbetreiber sich ihre Äußerung noch einmal ernstlich überlegen können, dann freue ich mich hier über Ihren Kommentar oder Ihre Zuschrift.<a rel="attachment wp-att-1575" href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/bloggen-bedroht-die-existenz/abmahnung_nein_danke/"><img class="alignright size-full wp-image-1575" title="abmahnung_nein_danke" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/09/abmahnung_nein_danke.gif" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Übrigens: Wie die Abmahnwelle gegen Finanzblogger läuft, können Sie <a title="Abmahnwelle gegen Finanzblogger" href="http://www.investorsinside.de/fihm-ag-shb-ag-mitgrunder-sowie-ivag-starten-abmahnwelle-gegen-die-finanzblogger-szene/" target="_blank"><strong>hier nachlesen</strong>.</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fbloggen-bedroht-die-existenz%2F&amp;title=Bloggen%20bedroht%20die%20Existenz" id="wpa2a_12"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rent-a-Homeless &#8211; Sponsoren Sie doch mal einen Obdachlosen!</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 11:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Korus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manche Leute haben ja Ideen. Via Medientrainer-Blog, genauer die Twittermeldung von Lüder Brüggemann stoße ich heute auf dieses interessante Interview. Tenor: Wir rütteln mal wach &#8211; und zwar PC-Nutzer. Die Linzer Medientheorie-Studentin Nadja Pracher wollte im Rahmen ihrer Diplomarbeit herausfinden, wie die Netzgemeinde reagiert. Reaktionen: Von &#8220;menschenverachtend&#8221; bis &#8220;Will ich buchen&#8221;. Mittlerweile hat die Diplomandin klargestellt: Alles nur ein Fake. Dazu gibt es inzwischen auch eine Facebook-Gruppe, eine XING-Gruppe diskutiert das Thema unter dem Rubrum &#8220;Werbeartikel&#8221;, naja, und eine Werbeagentur, die sich dem &#8220;Social Media Marketing&#8221; verschrieben hat, wird dabei natürlich auch &#8220;gefeatured&#8221;, wie das in Medienkreisen heißt. Tenor: Die innovative, intelligente und integrante Werbeform. Interessant dabei: Was treibt eine Diplomandin dazu, ein solches Projekt via Social Media zu promoten, wenn sie, wie sie selbst im Interview sagt:&#8221;Die sozialen Netzwerke waren für mich unheimlich wichtig, da ich auf diese Weise kostenlos das Projekt bewerben konnte und fast ausschließlich darüber das Projekt verbreitete. Facebook beispielsweise stellte, nach Direktzugriffen und Google, die dritthäufigste Zugriffsquelle dar. Leider konnte ich aber in diesem Netzwerk nur exakt 2 Kommentare ausfindig machen, da die Diskussionen vermutlich hinter privaten Profilen passierten. Weil ich als angehende Sozialwissenschaftlerin und Medientheoretikerin praktisch nicht so versiert bin, bekam ich von Freunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p><a rel="attachment wp-att-1518" href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/rent-a-homeless-sponsoren-sie-doch-mal-einen-obdachlosen/rent-a-homeless/"><img class="alignleft size-medium wp-image-1518" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="rent-a-homeless" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/09/rent-a-homeless-300x182.gif" alt="" width="300" height="182" /></a>Manche Leute haben ja Ideen. Via <a title="Medientrainer-Blog: Interview mit Fake-Initiatorin" href="http://www.medientrainerblog.de/2010/07/rent-a-homeless-sollte-provozieren-und-hat-es-geschafft-interview-mit-der-initiatorin-des-projekts.html" target="_blank">Medientrainer-Blog</a>, genauer die Twittermeldung von <a title="Twitter-Account von Lüder Brüggemann" href="http://twitter.com/luederb" target="_blank">Lüder Brüggemann</a> stoße ich heute auf dieses interessante Interview. Tenor: Wir rütteln mal wach &#8211; und zwar PC-Nutzer. Die Linzer Medientheorie-Studentin Nadja Pracher wollte im Rahmen ihrer Diplomarbeit herausfinden, wie die Netzgemeinde reagiert. Reaktionen: Von &#8220;menschenverachtend&#8221; bis &#8220;Will ich buchen&#8221;. Mittlerweile hat die Diplomandin klargestellt: <a title="rentahomeless.com" href="http://www.rentahomeless.com/" target="_blank">Alles nur ein Fake</a>. Dazu gibt es inzwischen auch eine <a title="Rentahomeless on Facebook" href="http://www.facebook.com/pages/Rent-A-Homeless/129598957057398" target="_blank">Facebook-Gruppe</a>, eine XING-Gruppe diskutiert das Thema unter dem <a title="Werbeartikel Obdachloser" href="https://www.xing.com/net/werbeartikel/mein-unternehmen-vorstellungsrunde-244990/innovative-intelligente-und-integrative-werbeform-rent-a-homeless-30829546/" target="_blank">Rubrum &#8220;Werbeartikel&#8221;</a>, naja, und eine Werbeagentur, die sich dem &#8220;Social Media Marketing&#8221; verschrieben hat, wird dabei natürlich auch &#8220;gefeatured&#8221;, wie das in Medienkreisen heißt. Tenor: Die innovative, intelligente und integrante Werbeform. Interessant dabei: Was treibt eine Diplomandin dazu, ein solches Projekt via Social Media zu promoten, wenn sie, wie sie selbst im Interview sagt:&#8221;Die sozialen Netzwerke waren für mich <em>unheimlich wichtig</em>, da ich auf  diese Weise <em>kostenlos das Projekt bewerben</em> konnte und <em>fast  ausschließlich darüber das Projekt verbreitete</em>. Facebook beispielsweise  stellte, nach Direktzugriffen und Google, die dritthäufigste  Zugriffsquelle dar. Leider konnte ich aber in diesem Netzwerk nur exakt 2  Kommentare ausfindig machen, da die Diskussionen vermutlich hinter  privaten Profilen passierten. Weil ich als angehende  Sozialwissenschaftlerin und Medientheoretikerin praktisch nicht so  versiert bin, bekam ich von Freunden einer Social Media Agentur  Unterstützung.&#8221; Na, klasse.</p>
<p>Um das Ganze mal auf den Punkt zu bringen: Ein paar Werbefuzzis finden die Idee &#8220;geil&#8221;, platzieren einen wie auch immer gearteten Schwachsinn im Netz, hübschen das optisch ein bißchen auf, ganz ähnlich wie die selten dämliche, weil schon technisch nicht wirklich ausgereifte Tipp-Ex-Kampagne <a title="Tipp-Ex-Youtube-Kampagnenflipflop" href="http://www.youtube.com/watch?v=4ba1BqJ4S2M" target="_blank">&#8220;Shoot the Bear&#8221;</a>, alle freuen sich über 7 Millionen Abrufe (schließlich können 7 Millionen Fliegen ja auch nicht irren ..) &#8211; und schon rennen alle hinterher, weil Masse ja immer auch Kasse bedeuten soll. Tut sie das wirklich? Die ganze Online-Werbewelt lebt schließlich davon, daß man soundsoviele Page-Impressions, Unique Visitors und andere &#8220;Kenn-&#8221;Zahlen `rauf und `runterbetet. Dabei ist es längst ein offenes Geheimnis in der Online-Veröffentlichungswelt, daß die wildesten Diskrepanzen bei diesen Zahlen hingenommen werden. Wer auf seine Serverdaten guckt, mit Software wie z.B. Omniture oder Google Analytics, der entdeckt ohnehin regelmäßig mehr &#8220;Traffic&#8221;, als von Fliegenbeinzählern wie comScore oder Nielsen ausgewiesen wird, weil diese regelmäßig kleinere Panel von Web-Nutzern hochrechnen, ähnlich den TV-Quoten. Kein Wunder, daß selbst bei denselben Beobachtungsobjekten ebendiese Fliegenbeinzähler auf völlig unterschiedliche Ergebnisse kommen, berichtet jetzt das <a title="Traffic Jam" href="http://www.cjr.org/reports/traffic_jam.php?page=1">Columbia Journalism Review-Blog</a>. Again what learned? Nun, wenn Sie beim nächsten Mal mit Ihrer <em>Werbe</em>agentur sprechen: fragen Sie sie doch mal, ob Ihnen diese Zahlenunterschiede bewusst sind, bevor Sir irgendwelche ominösen Phantasiesummen für &#8220;Impressions&#8221; berappen &#8211; wenn Sie sie schon nicht nach dem Return-on-Investment fragen möchten.</p>
<p>Doch zurück zu unserer Diplomandin, deren Idee ich ja nun nicht wirklich zerreissen will. Was daran ärgert, ist die groteske Unkenntnis in Sachen Social Media, auf die hier nicht nur gesetzt wird, sondern auch die Chuzpe, mit der sogenannte Social Media-<em>Marketing</em>-Agenturen (alleine das Wort ist eine contradictio in adiecto) völlig unbedarften Unternehmen das Geld aus dem Kreuz zu leiern versuchen, ja ich bin versucht zu sagen: in betrügerischer Absicht zu entwenden. Einverstanden, wenn es allein darum geht, ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit zu gewinnen, dann ist dem Werber natürlich jedes Mittel recht. Ist das neu? Spätestens seit der Benetton-Kampagne mit blutigen T-Shirts zu Zeiten des Balkankriegs nicht wirklich. Tabubruch? Daß ich nicht lache. Als nächste &#8220;Idee&#8221; schlage ich vor: Sarrazin inmitten einer Horde aufgebrachter muslimischer Pakistani zu fotografieren &#8211; bzw. zu montieren, denn zumuten möchte ich ihm das gewiss nicht. Motto: Maximale Aufmerksamkeit für Ihre Werbebotschaft. Buy me! Buy what? Ja was eigentlich. So gesehen erscheint mir diese Obdachlosen-Kampagne schon fast lügenialkohöllisch, weil sie auf simple Weise die Mechanismen unserer stupenden Aufmerksamkeitssyndroms enthüllt: Sind wir alle vielleicht nur noch durch gequirlten Schwachsinn zu wecken? Sind wir alle nur noch Zahlenzombies, die nur noch dann zu beeindrucken sind, wenn möglichst viele unserer Herde wie die Lemminge in eine Richtung laufen?</p>
<p>Wenn ich mir die öffentlichen (Schein-)Debatten und manch andere Debatte der schönen neuen Onlinewelt hierzulande so zu Gemüte führe, fällt mir der Leserbrief von Professor Dr. Peter Graf Kielmannsegg, Laudenbach, in der FAZ von heute ein, der schrieb: &#8220;Unter allen Äußerungen unserer Politiker zum Fall Sarrazin war wohl die törichteste die, dieser Fall habe mit dem Thema Freiheit der Meinungsäußerung nichts zu tun. So einfach lässt sich, was offensichtlich ist, nicht aus der Welt schaffen. Alexis de Tocqueville hat in seinem Buch über die Demokratie in Amerika schon vor 170 Jahren eindringlich klargemacht, dass die moderne Demokratie ganz neuartige Gefährdungen der Meinungsfreiheit mit sich bringt. Die Hauptwaffe, mit der Konformität erzwungen werde, sei die Stigmatisierung dessen, der unerwünschte Meinungen äußere. Stigmatisierung erkläre den, den sie trifft zum moralisch Aussätzigen,  bedrohe ihn mit vollständiger Isolierung; drastischer formuliert &#8211; und Tocqueville formuliert an dieser Stelle sehr drastisch: mit gesellschaftlichem Tod.&#8221;</p>
<p>Bevor Sie also jetzt wirklich darüber nachdenken, einen Obdachlosen zu sponsoren, indem sie einer Werbeagentur einen fünf- bis sechsstelligen Etat zuschieben: Wie wär&#8217;s mal mit ein  bißchen Einsatz für das, was in Social Media- und anderen gesellschaftlichen Debatten mehr und mehr fehlt: Authentizität und Bereitschaft, zuzuhören?! Und vielleicht, nur heute, ein einziges Mal, nicht mitzuwirken an der Stigmatisierung von wem auch immer &#8211; was umgekehrt bedeutet: Einmal wegzusehen von all dem Geschrei &#8211; um Nichts.</p>
<p>P.S.: Zur Frage, ob Viralität planbar ist:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="508" height="306" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/-Eyr4PZV40U?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="508" height="306" src="http://www.youtube.com/v/-Eyr4PZV40U?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div class="zemanta-pixie" style="margin-top: 10px; height: 15px;"><a class="zemanta-pixie-a" title="Enhanced by Zemanta" href="http://www.zemanta.com/"><img class="zemanta-pixie-img" style="border: medium none; float: right;" src="http://img.zemanta.com/zemified_e.png?x-id=5f6e8806-3a19-4b17-9628-13422a778e47" alt="Enhanced by Zemanta" /></a><span class="zem-script more-related pretty-attribution"><script src="http://static.zemanta.com/readside/loader.js" type="text/javascript"></script></span></div>
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		<title>Blogger goes Media-Mainstream: AFP zitiert „augmented humanity“</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 08:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lochmaier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Während die ganze Medienwelt bis hin zur Wirtschaftspresse  vorgestern gebannt auf die IFA Berlin blickte, und live im Netz den Ausführungen von Google-Chef Eric Schmidt zur &#8220;augmented humanity&#8221; folgte, arbeitete ich gerade an meiner eigenen Definition zu diesem Begriff. de-bug hat die Debatte so aufgegriffen: Niemals verloren, niemals einsam, niemals gelangweilt.     Greifen wir dieses Buzzword der &#8221;augmented humanity&#8221; jenseits der Schirrmachers und Co. mal auf. Früher mussten junge kreative Schreiberlinge bei einer Lokalzeitung nachfragen, ob der Chef ihnen erlaubte, mal einen Artikel zu schreiben. Heute kann man Inhalte einfach ins Netz stellen, es muss sich nur wer dafür interessieren.  Die Nachrichtenagentur AFP, die auch schon durch eher harsche Maßnahmen gegen die Meinungsfreiheit und Netzvielfalt auffiel, kündigt jetzt aber folgendes an: Wir zitieren künftig die Blogosphäre als Nachrichtenquelle, berichtet thenextweb. Das klingt revolutionär, ging aber im allgemeinen Medientaumel unter. Ob es der Durchbruch für kreative und fleißige Blogger unterschiedlicher Genres sein wird, ist schwer zu beurteilen. Es ist aber ein logischer Schritt in die richtige Richtung.  Das klingt interessant. Ist es das auch? Die Leserkommentare zeigen noch eine vorsichtige Erwartungshaltung. Zu oft  wurden kreative Himmelsstürmer enttäuscht,  von sich oder von dem Rest der Welt. Im Netz bleibt nicht viel übrig, außer ein paar Sekunden geteilte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Während die ganze Medienwelt bis hin zur<a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/google-chef-eric-schmidt-auf-goodwill-tour-im-land-der-street-view-gegner;2650239"> Wirtschaftspresse </a> vorgestern gebannt auf die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,716247,00.html">IFA Berlin </a>blickte, und <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/09/07/google-chef-auf-der-ifa-pr-auftritt-im-feindesland/">live im Netz </a>den Ausführungen von Google-Chef Eric Schmidt zur &#8220;<strong>augmented humanity</strong>&#8221; folgte, arbeitete ich gerade an meiner eigenen Definition zu diesem Begriff. <a href="http://de-bug.de/medien/archives/eric-schmidt-augmented-humanity.html">de-bug </a>hat die Debatte so aufgegriffen: Niemals verloren, niemals einsam, niemals gelangweilt.    </p>
<p>Greifen wir dieses Buzzword der &#8221;augmented humanity&#8221; jenseits der Schirrmachers und Co. mal auf. Früher mussten junge kreative Schreiberlinge bei einer Lokalzeitung nachfragen, ob der Chef ihnen erlaubte, mal einen Artikel zu schreiben. Heute kann man Inhalte einfach ins Netz stellen, es muss sich nur wer dafür interessieren. </p>
<p>Die Nachrichtenagentur AFP, die auch schon durch eher harsche Maßnahmen gegen die Meinungsfreiheit und Netzvielfalt auffiel, kündigt jetzt aber folgendes an: Wir zitieren künftig die Blogosphäre als Nachrichtenquelle, <a href="http://thenextweb.com/socialmedia/2010/09/07/ap-begins-crediting-bloggers-as-news-sources/">berichtet thenextweb</a>. Das klingt revolutionär, ging aber im allgemeinen Medientaumel unter.</p>
<p>Ob es der Durchbruch für kreative und fleißige Blogger unterschiedlicher Genres sein wird, ist schwer zu beurteilen. Es ist aber ein logischer Schritt in die richtige Richtung.  Das klingt interessant. Ist es das auch?</p>
<p>Die Leserkommentare zeigen noch eine vorsichtige Erwartungshaltung. Zu oft  wurden kreative Himmelsstürmer enttäuscht,  von sich oder von dem Rest der Welt. Im Netz bleibt nicht viel übrig, außer ein paar Sekunden geteilte Aufmerksamkeit nebenbei. Blicklogger Dirk Elsner hat in seinem Beitrag die mentalen Aufs und Abs eines Tagebuchschreibers bereits beleuchtet, und kommt zu dem Ergebnis, es soll den <a href="http://www.blicklog.com/2010/09/05/was-ein-blog-auch-soll-integrativen-pluralismus-frdern/">integrativen Pluralismus befördern</a>.</p>
<p>Wie schwierig es ist, einen alternativen professionellen Rahmen und Infrastruktur mit neuen Sender-Empfänger-Modellen auf die Beine zu stellen, zeigt sich etwa an <a href="http://blog.buzzriders.com/">Buzzrider</a>s, einem ambitionierten Lokalzeitungsprojekt 2.0, das aus der Sondierungsphase bislang nicht hinaus gekommen ist. Aber was nicht ist, das kann noch werden, <a href="http://www.foerderland.de/419+M5eddd19a3c4.0.html">berichtet förderland.de</a> über den neuen Bürgerjournalismus und seine Protagonisten.</p>
<p>Was bedeutet diese Nachricht nun für die Wirtschaftsblogger, die ja nicht ohne weiteres rund um die Uhr einen hochwertigen oder bunt unterhaltsamen Nachrichtenstrauß produzieren können, weil sie nicht in der ersten Riege der asymetrischen Informationspyramide sitzen. Zweifellos: Wer das Ganze nur ziellos, hobbymäßig und mit mäßigem Aufwand betreibt, der wird kaum mit einem professionellen Nachrichtenstab konkurrieren können. </p>
<p>Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Ganze Heerscharen von Wissenschaftlern, Unternehmen, Medien und Auguren ziehen nämlich umsonst-und-kostenlos ihr professionelles &#8220;Datamining&#8221; aus dem Web, und verkaufen es dann. Mir ist das klar, dass ich und andere all diesen stillen Wortverköstern kostenlose Steilvorlagen liefere. Aber die Freude an der Arbeit trübt es mir trotzdem nicht. Ich sehe die Herausforderung sportlich.</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/private-geldanlage-die-gier-der-kunden-ist-zurueck;2650944">Beispiel Noa Bank</a>, leider ein Fazit aus traurigem Anlass : Ich war der erste deutsche Berichterstatter, der bereits vor der Gründung differenziert über das Geschäftsmodell berichtet hatte. Und ich war vor Spiegel online und allen anderen auch der erste Berichterstatter, der seine Leser auf Social Banking 2.0 über das eingeleitet Insolvenzverfahren informiert hat.</p>
<p>Auch sonst gab es hier immer wieder was zu lesen, was anderswo vielleicht so nicht zu erfahren war. Das gilt auch für viele andere Blogs aus Wirtschaft und Finanzen, mit denen man zwar nicht unbedingt reich, aber erkenntnisreich wird. Als professioneller Journalist bin ich es natürlich gewohnt, rasch zu recherchieren, verdichten und zu schreiben. Dennoch könnte die Außenwahrnehmung für die Blogosphäre im Land der Bedenkenträger besser sein.</p>
<p>Es sind ja nicht nur Journalisten und PR-Leute aktiv. Da reifen unglaubliche Talente aus dem Nichts heran. Habe gestern zufällig mal auf dem <a href="http://www.zementblog.de/">Zementblog </a>gestöbert, wo ein Hamburger Schüler aus der gymnasialen Oberstufe durchaus interessante Inhalte wie ein Praktikum in einem Beerdigungsinstitut postet. Vieles dort ist kurzweiliger, als den immer wieder gleichen Experten in den hierarchisch vordefinierten Lesezirkeln zu lauschen. </p>
<p>Das ist nur ein Beispiel unter vielen. Nicht alles ist Gold, was glänzt, manchmal sind Postings auf den Blogs vorschnell und hibbelig, einmal mehr Nachdenken wäre oftmals gut. Aber die sozialen Klischees gegen die Blogosphäre sind längst verbraucht. Neues bricht sich seine Bahn.</p>
<p>Gerade in Deutschland denken viele immer noch: Hat der Blogger mit seiner kostbaren Zeit nichts besseres zu tun, also keinen ordentlichen Beruf erlernt oder eine Familie, um die er sich kümmern muss &#8211; oder ein Haus, dessen Dach heute noch in Ordnung gebracht werden müsste. Oder den Hund Gassi führen und dann vor der Glotze einschlafen. </p>
<p>Doch, das haben viele, aber sie bloggen trotzdem mit hohem sozialen Kapitaleinsatz aus Leidenschaft, Offenheit und Neugier.  Natürlich verdienen die meisten ihr Geld anderswo. Der Traum vom schnellen Geld mit digitalen Inhalten erfüllt sich gerade jenseits des medialen Mainstreams für die meisten Blogger kaum. </p>
<p>Aber es gibt ein wachsendes Publikum für andere Sichtweisen. Die Blogger wiederum können sich nur etablieren, wenn sie die Mentalität eines Leistungssportlers mit dem Herz eines Langstreckenläufers kombinieren, der sich seine Rennen immer wieder gut einteilen muss.</p>
<p>Ich selbst finde es neben dem Brot-und-Butter-Geschäft spannend, neue professionelle Wege jenseits der Einbahnstraßenkommunikation zu erkunden. Und das geht nun mal nur, indem man vom Empfänger zum Sender wird. Man oder frau (auch da gibt es viel Neues) muss nur seinem eigenen inneren Kompass vertrauen.</p>
<p>Was könnte sich für die hiesigen Wirtschafts- und Finanzblogger ändern, wenn sie sukzessive in die Nachrichtenkanäle der arrivierten Medienindustrie eingebunden würden?</p>
<p>Zum einen wird der Trend, dass Blogger  mit dem Medienmainstream kooperieren, kein Selbstläufer, denn man muss spannende Inhalte präsentieren, aber auch spezifische Themen posten, um von den relevanten Distributoren überhaupt wahr genommen zu werden.</p>
<p>Und wenn man oder frau einmal etabliert ist, besteht das Risiko, selbst als medialer Mainstream von der schnellebigen Community rasch wieder ins Nirwana ausgespuckt zu werden. </p>
<p>Es gibt viele Gräben in oftmals ideologisch fundamentierten Weltbildern, die sich dem Schwarz-Weiß-Fernsehen verschrieben haben. Ich selbst habe gute Erfahrungen gemacht, die meisten Blogger im Bereich Wirtschaft und Finanzen sind sehr offen und undogmatisch. Das bereichert den Dialog, schafft kreative Reibung für neue Erkenntnisse.</p>
<p>Das <a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/">Bloggerforum Wirtschaft</a>, auf dem ich ja auch selbst aktiv bin, ist ein derartiges Netzwerk, das versucht, die unterschiedlichen Blickwinkel auf die jeweilige Nachrichtenlage in der Finanzwelt oder Wirtschaft auf hintergründige Art und Weise über eine zentrale Einstiegsseite zu präsentieren.</p>
<p>Das Sammelsurium der dort vertretenen Spezialisierungen ist groß. Aber, immerhin, es ist ein Anfang, der zeigt, dass die Schlagkraft der Blogosphäre wächst. Trotzdem braucht es keine Grüppchenbildung, von welcher Seite auch immer, um als Einzelner einen kreativen Sprengsatz zu zünden.</p>
<p>Es werden noch viele Menschen in der nachwachsenden digitalen Rohstoffgeneration derartige Konzepte entwickeln, die sich nach und nach in ihre Zielgruppen hinein tasten &#8211; und versuchen, diese mit spannenden Themen an sich zu binden.</p>
<p>Im Blogoscop sieht man mindestens so gut, wie in jener ersten Reihe, wo alle Plätze vorne schon besetzt sind, und klar ist, wer diese einnimmt.</p>
<p>Klar: Jeder kämpft im Social Network um ein Häppchen Aufmerksamkeit, wodurch nur die schnellsten, fundiertesten und besten überhaupt eine Chance auf öffentliche Wahrnehmung haben. Es herrscht ein knallharter Verdrängungswettbewerb, horizontal wie vertikal.</p>
<p>Aber dass einzelne Personen oder lose Social Media Formationen aus der bunten weiten Welt der Blogosphäre jetzt von Nachrichtenagenturen als kleine &#8220;Ich-AG-Ergänzungsverlage&#8221; zu den klassischen Nachrichtenströmen wahr genommen werden und sich entfalten können, das ist die logische Folge eines viralen Evolutionsprogramms.</p>
<p>Die Ankündigung von AFP ist also zweifellos eine gute Nachricht, die in der Welt der großen Newsdesk sicherlich untergeht, aber doch ein Nährboden für das künftige Wachstum von alternativen Sichtweisen auf die volatile Welt darstellt.</p>
<p>Vielleicht landen ja irgendwann sogar Videos auf dem <a href="http://www.youtube.com/user/afp?blend=1&amp;ob=4">Youtube-Kanal von AFP</a>, worüber sich Google-Chef Eric Schmidt freuen würde. Und dann hätte er aus Nutzersicht deutlich mehr zu erzählen auf der nächsten IFA, als sich die immer neuen Vorwürfe anzuhören, es handle sich bei dem Suchmaschinenkonzern am Ende doch nur um eine Datenkrake.</p>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/be39304acbe54106ba7d12c3c94a3051" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fblogger-goes-media-mainstream-afp-zitiert-%25e2%2580%259eaugmented-humanity%25e2%2580%259c%2F&amp;title=Blogger%20goes%20Media-Mainstream%3A%20AFP%20zitiert%20%E2%80%9Eaugmented%20humanity%E2%80%9C" id="wpa2a_16"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Banking Club und die Preisfrage: Was ist Social Banking?</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 07:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lochmaier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es Geld dafür gäbe, diese Frage zu beantworten, wer würde dann den Preis einstreichen? Nun ja, gar nicht so einfach, denn die eine Definition von Social Banking gibt es nicht. Überhaupt &#8211; Gewinn und Ethik &#8211; wer vermag diesen konzeptionellen Gegensatz in einer stimmigen These aufzubrechen, die in der Praxis funktionieren könnte. Dankenswerterweise haben auch andere Blogger über diese Frage aus systemtheoretischer Sicht schon nachgedacht, und empfehlen wie Eric Schreyer in Anlehnung an mein Buch &#8220;Die Bank sind wir&#8221; zurecht eine gründliche Auseinandersetzung. Dabei muss man phänomenologische Analyse und die Erscheinungsformen auf dem Markt genau untersuchen und trennen. Social Banking 1.0 und 2.0 sind mehr als Reaktionen auf zu viel Kapitalismus, oder zu wenig Sozialismus, oder umgekehrt.  Die intellektuellen Grundlinien sind indes kaum mehr auszumachen. Das oberflächliche Abarbeiten von Schlagwörtern hat mittlerweile die ganze Gesellschaft erreicht. Man gleitet nur noch im kurzen Sichtflug über ein Thema, das kurze Zeit später wieder durch das nächste abgelöst wird. Nun hat sich der Banking Club vorsichtig dem komplexen Thema angenähert, der nach eigenen Angaben &#8221;führende Branchenclub für Mitarbeiter von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern&#8221;. Aufgerüttelt sind die Insider weniger durch den Bedarf nach mehr Transparenz in der Branche, dem man vordergründig immer wieder Rechnung trägt.  So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Wenn es Geld dafür gäbe, diese Frage zu beantworten, wer würde dann den Preis einstreichen? Nun ja, gar nicht so einfach, denn die eine Definition von Social Banking gibt es nicht. Überhaupt &#8211; Gewinn und Ethik &#8211; wer vermag diesen konzeptionellen Gegensatz in einer stimmigen These aufzubrechen, die in der Praxis funktionieren könnte.</p>
<p>Dankenswerterweise haben auch andere Blogger über diese Frage aus systemtheoretischer Sicht schon nachgedacht, und empfehlen wie <a href="http://valuation-in-germany.blogspot.com/2010/06/die-bank-sind-wir.html">Eric Schreyer </a>in Anlehnung an mein Buch &#8220;Die Bank sind wir&#8221; zurecht eine gründliche Auseinandersetzung. Dabei muss man phänomenologische Analyse und die Erscheinungsformen auf dem Markt genau untersuchen und trennen. Social Banking 1.0 und 2.0 sind mehr als Reaktionen auf zu viel Kapitalismus, oder zu wenig Sozialismus, oder umgekehrt. </p>
<p>Die intellektuellen Grundlinien sind indes kaum mehr auszumachen. Das oberflächliche Abarbeiten von Schlagwörtern hat mittlerweile die ganze Gesellschaft erreicht. Man gleitet nur noch im kurzen Sichtflug über ein Thema, das kurze Zeit später wieder durch das nächste abgelöst wird.</p>
<p>Nun hat sich der <a href="http://www.bankingclub.de/">Banking Club </a>vorsichtig dem komplexen Thema angenähert, der nach eigenen Angaben &#8221;führende Branchenclub für Mitarbeiter von Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern&#8221;.</p>
<p>Aufgerüttelt sind die Insider weniger durch den Bedarf nach mehr Transparenz in der Branche, dem man vordergründig immer wieder Rechnung trägt.  So richtig auf den Magen geschlagen hat vielen jetzt die heftige öffentliche Diskussion, die das <a href="http://www.bankingclub.de/news/Francois-Jozic/">Ende der Noa Bank </a>aufgeworfen hat, von vielen Medienleuten wurden die Noa Banker ja als einer der Vorreiter in diesem sensiblen Metier angesehen, und jetzt feiern die Medien den Abgesang von &#8220;Social Banking&#8221;. </p>
<p>Totgesagte (Ideen) haben schon oft lange gelebt. Und einige aus der Branche, denen man dies bislang kaum zugetraut hätte, stilisieren sich nun als die neue Original. Motto, bei dem jeder mitmachen darf: <a href="http://www.dvag-unternehmensblog.de/2010/08/28/bafin-schliest-noa-bank/">Die einzig wa(h)ren Social Banker, das sind doch wir</a>. Viele versuchen nun sich materiell und ideell am Untergang der Noa Bank zu bereichern, und dieses Schicksal zu ihren eigenen Gunsten auszunutzen.</p>
<p>Also: Das zwischen Social Banking 1.0 und 2.0 angesiedelte Vorzeigeinstitut <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/noa-bank-hat-zu-viel-versprochen/">Noa Bank geschlossen, Idee tot?</a>  Nein, aber natürlich will jetzt keiner, der im Umfeld dieses Marktsegments arbeitet, in den Abwärtssog hinein gezogen werden. Die Argumente werden jedoch teilweise ziemlich unsortiert vorgetragen, von der Presse, allen voran die Wirtschaftsblätter, teilweise auch von anderen selbst ernannten Experten.</p>
<p>Horchen wir mal, was das Stimmungsorgan der Branche Banking Club <a href="http://lochmaier.wordpress.com/2010/02/25/smava-reagiert-auf-kritik-zum-finance-weblog-2010/">mit Thorsten Hahn </a>an der Spitze zu sagen hat, denn er stellt aufgrund der medialen Kakophonie zurecht die folgende leicht Nobelpreis verdächtige Frage &#8211; Was ist eigentlich Social Banking?  </p>
<p>[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=YQNRR7XF88s&amp;fs=1&amp;hl=de_DE]</p>
<p>Aufgegriffen wurde das Thema vom Banking Club zumindest rasch &#8211; gute Reaktion. <a href="http://www.bankingclub.de/news/Social-Banking-ist-nicht-gleich-Social-Banking/">Hier erklärt zunächst Matthias Kröner </a>von Fidor im Interview mit dem Bankingclub die Unterschiede zwischen Social Banking 1.0 und 2.0. Und dann kommt die Ursprungsvariante 1.0 anhand eines Interviews mit dem Geschäftsführer der Triodos Bank Deutschland <a href="http://www.bankingclub.de/news/Nachhaltigkeit-ist-unser-Kerngeschaeft-und-nicht-nur-ein-Randbereich/">Georg Schürmann zu Wort</a>.</p>
<p>Die Konfliktlinien sind somit gesetzt. Aber, Ihr werdet die Antworten nicht finden, wenn Ihr Euch die Widersprüche und Unterschiede der einzelnen alten und neuen Ansätze nicht bewusst macht&#8230;   </p>
<p>Also, liebe Banker, Wirtschaftsjournalisten und Social Media Evangelisten: Was mir auffällt ist, dass bislang kaum jemand &#8211; so auch der Bankingclub &#8211; im Zuge der aktuellen Diskussion rund um die Noa Bank sich mein Buch <a href="http://www.amazon.de/Die-Bank-sind-wir-Perspektiven/dp/393693164X">Die Bank sind wir </a> genauer angeschaut hat  &#8211; da geht es jetzt mal um eine klare Werbeeinblendung in eigener Sache.</p>
<p>Bin zwar leider oder glücklicherweise, das mag jeder nach seinem Gusto entscheiden, kein zweiter Thilo Sarrazin. Was nicht ist, das kann ja noch werden. Aber mal ganz im Ernst: &#8220;<a href="http://dpunkt.de/buecher/3270.html">Die Bank sind wir</a>&#8221; ist die in Deutschland bisher einzig existente fundierte Bestandsaufnahme zu diesem Thema, und sie dürfte zumindest den aufmerksamen Lesern dieses Weblogs hinreichend bekannt sein.</p>
<p>In dem Werk kann man sich die Zielgruppensegmentierung zum Social Banking 1.0 und 2.0 &#8211; mit von mir heraus gearbeiteten Untergruppen inkl. der Kundenansprache bzw. -motivationen - genauer anschauen, die weit über allgemeine Definitionsfragen hinaus reichen.</p>
<p>Jetzt aber wird gerade mit dem Begriff &#8220;Social Banking&#8221; derart im Nebel herumgestöchert, dass man sich nur wundern und zurücklehnen kann. Kurzum: Das Buch zu den Chancen und Perspektiven von Social Banking ist ein &#8220;must read&#8221; für jeden Bankmanager, der finanziell noch nicht ausgesorgt hat.</p>
<p>Und das treibt mich jetzt mal ganz massiv zur persönlichen Unbescheidenheit. Denn mich verwundert es, dass hier zentrale Quellen und Referenzen von vielen einfach ignoriert werden. Ich weiß, Ignoranz ist die höchste Daseinsform der<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Souver%C3%A4nit%C3%A4t"> Souveränität </a>. </p>
<p>Oder hat etwa der von Insidern so kuschelig umgarnte Bankingclub das Recht auf eine exklusive Definition jenseits der Detailgenauigkeit und ein bisschen forschender Neugier nur für sich reserviert?</p>
<p>Oder, um im Bild zu bleiben, Social Banking ist ebenso widersprüchlich wie das Etikett Honorarberatung. Es ist die Quadratur des Geldkreislaufes. Aber man sollte die Potenziale andererseits differenziert beleuchten und wahr nehmen.</p>
<p>Nirgendwo sonst hat eine derart intensive Auseinanderung statt gefunden, über die aktuellen Trends im Social Banking sowie speziell zur Noa Bank, wie auf meinem Weblog Social Banking 2.0 der Fall. Ich weiß, liebe Leser, nachdenken ist anstrengender als etwas zu posten. Die relevanten Diskussionsstränge jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei zum Social Banking 1.0 und 2.0, die sollte man schon mal über das reine &#8220;Bunti-Klicki-Verhalten&#8221; im Netz hinaus zur Kenntnis nehmen, und sich selbst nicht immer für den Nabel der Welt halten.</p>
<p>Also, liebe Banker, Wirtschaftsjournalisten und Social Media Evangelisten, beschäftigt Euch erstmal intensiv mit dem Gedankengut und Basismaterial, das bereits vorliegt, bevor ihr anfangt, wild drauflos zu spekulieren, was der &#8220;Kunde&#8221; will und was nicht, oder was Social Banking ist und nicht sein sollte. </p>
<p>Sonst gibt es wieder wie vor der letzten Finanzkrise den nächsten Megaoutput an Optionsscheinen, bei denen mental wild nach &#8220;call&#8221; und &#8220;put&#8221; hantiert wird, und bei denen am Ende keiner mehr weiß, welches Basisprodukt der mentalen Spekulation im Social Banking überhaupt zugrunde gelegen hat.</p>
<p>Die nächste Finanzkrise, sie wird kommen, weil sie schon da ist. Dazu braucht man kein Banken-Basher zu sein. Also, für eine fundierte Auseinandersetzung zu diesem Thema braucht man mehr Zeit, als ein &#8220;Bunti-Klicki-Erlebnis&#8221; auf Xing und sonstigen Business-Gedönsmaschinen, wo man in einer Minute mal ganz sorgenfrei seine Gedanken in die Tastatur hinein postet.</p>
<p>Liebe Banker und Finanzberater, Reden ist Silber, Schweigen übers Social Banking wäre manchmal einen ganzen Goldbarren wert, vor allem dann, wenn man selbst keinen substanziellen Beitrag dazu leisten möchte. </p>
<p>Liebe Wirtschaftsjournalisten, trotz Stellenstreichungen und News Desks, setzt Euch fundierter mit Schlagworten wie Social Banking auseinander, verwechselt nicht Äpfel mit Birnen, und schreibt nicht nur billig voneinander ab.</p>
<p>Liebe Social Media Evangelisten, glaubt Ihr selbst wirklich das, was Ihr Euren Kunden erzählt? Wenn Ihr vom Kerngeschäft der Banken nichts versteht, nützen auch Bunti-Klicki-Präsentationen wenig.</p>
<p>Abschließend das Wort zum Montag: Hättet Ihr mein Buch und dieses Weblog regelmäßig gelesen, wäre dieser Artikel überflüssig. Dann könnte ich mich Wichtigerem zuwenden, nämlich der fundierten Trendanalyse von Social Banking jenseits von Schwarz-Weiß-Malerei.</p>
<p>In der Fachzeitschrift &#8220;die bank&#8221; werde ich demnächst aus Sicht der Personalabteilung (Human Ressources) die notwendigen Qualifikationsprofile in diesem Themenfeld genauer beleuchten. Für alle anderen empfehle ich zur Einführung meinen Artikel <a href="http://www.humane-wirtschaft.de/03-2010/Lochmaier-Social_Banking.pdf">Was ist Social Banking?</a> in der Märzausgabe von Humane Wirtschaft.</p>
<p>Zur fundierten Auseinandersetzung ist jeder gerne willkommen und eingeladen.</p>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/54427e2d032249ddb04fbc84236eaa1f" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Europas Markenunternehmen &#8211; Tiefschlaf in Sachen Social Media</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 10:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Korus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Brand Science Institut]]></category>
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		<description><![CDATA[Warum scheitern Social Media Projekte nicht nur bei deutschen Unternehmen? Die Brand Science Institut GmbH &#38; Co. Hamburg hat dazu eine Slideshare-Präsentation veröffentlicht, die deutlich macht, wie wenig das Verständnis ausgeprägt ist von dem, was sich derzeit mehr oder weniger laut im Netz entwickelt. In einer Studie, die die Firma über den Zeitraum von sieben Monaten in zwölf europäischen Ländern durchgeführt hat &#8211; befragt wurden 563 Marketingverantwortliche bzw. -&#8221;experten&#8221; von 52 Marken &#8211; zeigen sich atemberaubende, ja beinahe groteske Wissenslücken auf Führungsebene. Kostprobe: 81 Prozent der Markenverantwortlichen haben keine klare Social Media Strategie. Größere Unternehmen brauchen doppelt so lange wie Start-Ups für Social Media Projekte. Nur sieben Prozent verstehen den tatsächlichen Wert des direkten Austauschs mit dem Kunden. Ganze 27 %, damit nicht einmal jeder dritte Markenverantwortliche, haben eine klare Vorstellung von den Bedürfnissen ihrer Kunden. Damit nicht genug: Der Studie zufolge werden Social Media Projekte dreimal stärker kontrolliert als andere Projekte. 87 %, damit beinahe neun von zehn Markenverantwortlichen, mussten ihre Erwartungen in Sachen Social Media Kommunikation im Laufe ihres Projekts ändern bzw. revidieren. Drei von vier Markenverantwortlichen (73 %) mussten Geldrückfluss aus dem Social Media Projekt binnen zwölf Monaten beweisen. Beinahe ebensoviele (76 %) fühlten sich regelmäßig von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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<p>Damit nicht genug: Der Studie zufolge werden Social Media Projekte dreimal stärker kontrolliert als andere Projekte. 87 %, damit beinahe neun von zehn Markenverantwortlichen, mussten ihre Erwartungen in Sachen Social Media Kommunikation im Laufe ihres Projekts ändern bzw. revidieren. Drei von vier Markenverantwortlichen (73 %) mussten Geldrückfluss aus dem Social Media Projekt binnen zwölf Monaten beweisen. Beinahe ebensoviele (76 %) fühlten sich regelmäßig von der Rechtsabteilung gebremst.</p>
<p>Doch das Panoptikum geht noch weiter: 72 % verwechselten Social Media Kommunikation mit einer &#8220;viralen Kampagne&#8221;. 68 % hatten noch nie etwas von der <strong><a title="1-9-90-Regel" href="http://thinkvisual.posterous.com/das-social-technographics-profile-oder-die-1" target="_blank">1-9-90-Regel</a></strong> gehört. 84 % der Befragten wollten die Wirksamkeit von Social Media Kommunikation mit üblichen Werbemessmethoden erfassen. Verblüffend: Die große Mehrheit der Markenunternehmen gibt sich nicht einmal Mühe, ihr eigenes Social Media Projekt akkurat zu moderieren, d.h. Fragen und Kommentare ihrer Kunden auf Plattformen wie z.B. Facebook überhaupt zu beantworten. Das zeugt, so meine ich, nicht einmal von Arroganz. Sondern von einem grotesken Ausmass an emotionaler Intelligenz, geschweige denn Management-Kompetenz in den meisten Führungsetagen. Interessant an der Studie ist außerdem der Hinweis, daß die meisten der befragten Unternehmen (91 %) ihre Social Media Budgets falsch allokieren, 37 % glaubten, daß Social Media etwas mit dem Einkauf von Werbeplatzierungen zu tun hat &#8211; und besonders erstaunlich: 92 % waren sich in keiner Weise der hohen Abhängigkeit von Facebook bewusst &#8211; und konnten den geldwerten Vorteil von &#8220;Gefällt-mir&#8221;-Zustimmungsraten in keiner Weise beziffern.</p>
<p>Noch mehr Tatsachen gefällig? Auf Chefebene herrschen vielfach offenkundig reine Technokraten, was erklären dürfte, daß 71 % teure Investments in Sachen technische Funktionalität ihres Social-Media-Auftritts vornehmen. Angesichts solcher Zahlen verwundert dann am Ende auch nicht mehr, daß nur elf Prozent tatsächlich Social Media Guidelines für ihre Belegschaft ausgearbeitet haben, geschweige denn Themen- bzw. (Krisen-)Reaktionspläne, um auf Social Media Rückäußerungen angemessen zu antworten.</p>
<p>Die gesamte Präsentation ist schon deshalb großartig, weil alleine die Reaktionen der Kunden z.B. im Fall von Vodafone für sich sprechen. Chapeau, BSI.</p>
<div id="__ss_4989049" style="width: 425px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0 4px;"><a title="Why Social Media Projects Fail?! – A European Perspective" href="http://www.slideshare.net/Insidebsi/why-social-media-projects-fail-a-european-perspective">Why Social Media Projects Fail?! – A European Perspective</a></strong><object id="__sse4989049" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=bsiwhysocialmediafails-100817055432-phpapp02&amp;stripped_title=why-social-media-projects-fail-a-european-perspective" /><param name="name" value="__sse4989049" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse4989049" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=bsiwhysocialmediafails-100817055432-phpapp02&amp;stripped_title=why-social-media-projects-fail-a-european-perspective" name="__sse4989049" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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