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	<title>BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE &#187; Management</title>
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	<description>1. Netzwerk deutschsprachiger Business-Blogger</description>
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			<item>
		<title>Projektmanagement sehr einfach gemacht</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 16:21:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mhofmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitspakete]]></category>
		<category><![CDATA[Outlook]]></category>
		<category><![CDATA[Projektstrukturplan]]></category>
		<category><![CDATA[Protokolle]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde oft gefragt, ob es nicht eine simple Methode gibt, Projekte zu managen. Hintergrund zu dieser Frage ist, dass zum Teil wichtige Projekte nur mithilfe von Outlook und diversen Sitzungen und Protokollen geführt werden. Meistens liegen die relevanten Informationen dann zwar irgendwo vor, aber der Überblick geht im Laufe der Zeit leicht verloren. Die Betroffenen suchen in so einer Situation oft händeringend nach mehr Systematik, allerdings sind die Hürden zur Anwendung eines professionellen Projektmanagements einfach oft zu groß. Dann kann es hilfreich sein, eine sehr einfache Form des Projektmanagements durchzuführen. In der Regel klappt das auf einem Blatt Papier. Dazu wird die Projektstruktur visuell dargestellt. Ein Beispiel dafür zeigt das eingefügte Foto. http://management-entwickeln.de/wp-content/uploads/2011/11/PM_sehr_einfach_gemacht.jpg Gehen Sie bei der Erstellung der Skizze folgendermaßen vor: Wählen Sie einen aussagekräftigen Projektnamen. (hier: Energiegewinnung durch Abfallverwertung) Durchdenken Sie, welche größeren Arbeitsphasen das Projekt durchlaufen muss, um die Aufgabe zu erfüllen. Ordnen Sie die Arbeitsphasen in der Reihenfolge der Bearbeitung von links nach rechts. (1. Konzeption, 2. Planung der Anlage&#8230;) Überlegen Sie (anhand der Protokolle und Outlook-Einträge, soweit vorhanden), welche Arbeitspakete in jeder Phase notwendig sind. Ordnen Sie die Arbeitspakete ebenfalls möglichst in der Reihenfolge der Bearbeitung von oben nach unten. (2.1 Verfahrensbeschreibungen einholen, 2.2 Gebäudeplanung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/projektmanagement-sehr-einfach-gemacht/&title=Projektmanagement sehr einfach gemacht&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Ich werde oft gefragt, ob es nicht eine simple Methode gibt, Projekte zu managen. Hintergrund zu dieser Frage ist, dass zum Teil wichtige Projekte nur mithilfe von Outlook und diversen Sitzungen und Protokollen geführt werden. Meistens liegen die relevanten Informationen dann zwar irgendwo vor, aber der Überblick geht im Laufe der Zeit leicht verloren.</p>
<p>Die Betroffenen suchen in so einer Situation oft händeringend nach mehr Systematik, allerdings sind die Hürden zur Anwendung eines professionellen Projektmanagements einfach oft zu groß.</p>
<p>Dann kann es hilfreich sein, eine sehr einfache Form des Projektmanagements durchzuführen. In der Regel klappt das auf einem Blatt Papier. Dazu wird die Projektstruktur visuell dargestellt. Ein Beispiel dafür zeigt das eingefügte Foto.</p>
<p><a href="http://management-entwickeln.de/wp-content/uploads/2011/11/PM_sehr_einfach_gemacht.jpg">http://management-entwickeln.de/wp-content/uploads/2011/11/PM_sehr_einfach_gemacht.jpg</a></p>
<p>Gehen Sie bei der Erstellung der Skizze folgendermaßen vor:</p>
<ul>
<li>Wählen Sie einen aussagekräftigen Projektnamen. (hier: Energiegewinnung durch Abfallverwertung)</li>
<li>Durchdenken Sie, welche größeren Arbeitsphasen das Projekt durchlaufen muss, um die Aufgabe zu erfüllen.</li>
<li>Ordnen Sie die Arbeitsphasen in der Reihenfolge der Bearbeitung von links nach rechts. (1. Konzeption, 2. Planung der Anlage&#8230;)</li>
<li>Überlegen Sie (anhand der Protokolle und Outlook-Einträge, soweit vorhanden), welche Arbeitspakete in jeder Phase notwendig sind.</li>
<li>Ordnen Sie die Arbeitspakete ebenfalls möglichst in der Reihenfolge der Bearbeitung von oben nach unten. (2.1 Verfahrensbeschreibungen einholen, 2.2 Gebäudeplanung durchführen&#8230;)</li>
<li>Ordnen Sie jedem Arbeitspaket einen Verantwortlichen zu und schreiben Sie dessen Namen mit ins Kästchen.</li>
</ul>
<p>Während des Projekts:</p>
<ul>
<li>Machen Sie einen diagonalen Strich durch alle Arbeitspakete, die gerade in Bearbeitung sind. (z. B. 1.3 Gutachten einholen)</li>
<li>Machen Sie einen zweiten diagonalen Strich durch alle Arbeitspakete, die abgeschlossen sind und die vom Projektleiter abgenommen wurden. (z. B. 1.1 Ideenskizze erstellen)</li>
</ul>
<p>Diese Methode der visuellen Darstellung macht es einfacher, ein Projekt zu systematisieren. Selbst wenn das Projekt bereits in der Umsetzung ist, können Sie diese Methode noch anwenden. Sprechen Sie als Projektleiter dazu ruhig mit ein oder zwei weiteren sachkundigen Personen, wie sie das Projekt strukturieren würden. Das bringt mehr Akzeptanz. Widerstehen Sie auf jeden Fall der Versuchung, Start- und Endtermine in diese Übersicht einzutragen. Ohne eine detaillierte Planung sind Termine Wunschvorstellungen, die in den seltensten Fällen realisiert werden können und zu Frust bei den Verantwortlichen der Arbeitspakete führen.</p>
<p>Hängen Sie dieses Blatt an die Pinnwand in Ihrem Büro. Verwenden Sie es bei allen Projektbesprechungen. Ihre Kollegen werden Ihnen als Projektleiter dankbar für die Systematisierung sein.</p>
<p>ABER: Seien Sie sich im Klarem darüber, dass diese sehr einfache Form des Projektmanagement dauerhaft keine Lösung ist, um komplexe Aufgaben verlässlich zu planen und erfolgreich umzusetzen. Diese Methode zeigt den beteiligten Personen jedoch, dass eine Systematik in Projekten enorme Vorteile bietet und Projektmanagement nicht nur Bürokratie ist.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fprojektmanagement-sehr-einfach-gemacht%2F&amp;title=Projektmanagement%20sehr%20einfach%20gemacht" id="wpa2a_2"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sechs Ansätze zur Bewältigung von Ungewissheit</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/sechs-ansatze-zur-bewaltigung-von-ungewissheit/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/sechs-ansatze-zur-bewaltigung-von-ungewissheit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 08:49:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Addor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[How to]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Folgenden fasse ich sechs Ansätze des Komplexitäts- und Ungewissheitsmanagements knapp zusammen. Sie zeigen, dass ernsthafte Ansätze stets über eine Verhaltensänderung gehen. Gute Sprüche, wie sie z.B. in 6 Ways to Master Entrepreneurial Uncertainty feil gehalten werden, sind in der Praxis wenig hilfreich.  Nur Reither macht deutlich, dass die Veränderung eingefahrener Verhaltens- und Denkmuster Geduld und Mühe erfordert. &#160; 1.  Franz Reither in Komplexitätsmanagement, Gerling Akademie Verlag 1997 Er identifiziert zunächst typische Verhaltensformen, Reaktionsmuster und Fehler an mehr als 7000 Führungskräften aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern. An solchen Mustern lassen sich praxisorientierte Konzepte entwickeln, mit denen der Umgang mit Ungewissheit realisiert werden kann. Reither stellt Bemühungen um die systematsiche Veränderung bisheriger Verhaltensmuster in den Vordergrund, wenn es um angemessenen Umgang mit Unsicherheit geht (S. 124f). Man müsse sich selbst in Situationen erlebt und erfahren haben, um aus den vorhandenen Einsichten praktisches Kapital schlagen zu können. Die täglichen Business-Situationen sind dafür aber wenig geeignet, weil der Feedback auf Verhalten unter Ungewissheit zu lang ist und keine Ressourcen investiert werden kann, um das eigene Verhalten angemessen zu reflektieren. Daher simuliert Reither in einer Lernlaborumgebung komplexe und ungewisse Situationen. Das Training mit diesen Simulationsverfahren liefert eine geschärfte Wahrnehmung für komplexe Situationen und verdeutlicht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/sechs-ansatze-zur-bewaltigung-von-ungewissheit/&title=Sechs Ansätze zur Bewältigung von Ungewissheit&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p><a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/Sign-Uncertainty-Ahead.jpg"><img class="size-full wp-image-1753 alignleft" title="Ungewissheitszeichen" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/Sign-Uncertainty-Ahead.jpg" alt="Ungewissheitszeichen" width="160" height="88" /></a>Im Folgenden fasse ich sechs Ansätze des Komplexitäts- und Ungewissheitsmanagements knapp zusammen. Sie zeigen, dass ernsthafte Ansätze stets über eine Verhaltensänderung gehen. Gute Sprüche, wie sie z.B. in <a href="http://www.copyblogger.com/insecurity/" target="_blank"><em>6 Ways to Master Entrepreneurial Uncertainty</em></a> feil gehalten werden, sind in der Praxis wenig hilfreich.  Nur Reither macht deutlich, dass die Veränderung eingefahrener Verhaltens- und Denkmuster Geduld und Mühe erfordert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1.  Franz Reither in <a href="(http://www.deplecto.de/start)" target="_blank"><em>Komplexitätsmanagement</em></a></strong>, Gerling Akademie Verlag 1997</p>
<p>Er identifiziert zunächst typische Verhaltensformen, Reaktionsmuster und Fehler an mehr als 7000 Führungskräften aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern. An solchen Mustern lassen sich praxisorientierte Konzepte entwickeln, mit denen der Umgang mit Ungewissheit realisiert werden kann.</p>
<p>Reither stellt Bemühungen um die systematsiche Veränderung bisheriger Verhaltensmuster in den Vordergrund, wenn es um angemessenen Umgang mit Unsicherheit geht (S. 124f). Man müsse sich selbst in Situationen erlebt und erfahren haben, um aus den vorhandenen Einsichten praktisches Kapital schlagen zu können. Die täglichen Business-Situationen sind dafür aber wenig geeignet, weil der Feedback auf Verhalten unter Ungewissheit zu lang ist und keine Ressourcen investiert werden kann, um das eigene Verhalten angemessen zu reflektieren. Daher simuliert Reither in einer Lernlaborumgebung komplexe und ungewisse Situationen.</p>
<p>Das Training mit diesen Simulationsverfahren liefert eine geschärfte Wahrnehmung für komplexe Situationen und verdeutlicht die eigenen Stärken und Schwächen im Umgang<a href="http://www.deplecto.de/demos_und_uebungsspiele/gesundheitsregion"><img class="size-full wp-image-1753 alignright" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/Zukunftslabor.jpg" alt="" width="160" height="88" /></a> mit Ungewissheit und Komplexität. Dem Trainingsansatz liegt die Idee zugrunde, dass Komplexitätsmanagement ein ganzheitlicher Prozess sei,  in welchem Denken, Wollen, Fühlen und Handeln zusammen spielen.<br />
Die notwendigen Strategien zur erfolgreichen Bewältigung von Ungewissheit lassen sich nicht als fest umrissener Wissenstoff vermitteln, sondern müssen in einem stetigen Erfahrungsprozess integriert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Ralph D. Stacey in <em>Unternehem am Rande des Chaos</em></strong>, Schäffer-Poeschel, 1997</p>
<p>Er gibt zuerst eine umfassende und etwas verwinkelte Einführung in die Theorie dynamischer Systeme (sog. Chaostheorie), die er Komplexitätstheorie nennt, und ist der Einzige, der auf die Bedeutung von Kontrollvariablen aufmerksam macht. Er nennt auch einige Beispiele von Kontrollvariablen in menschlichen Organisationen, wie etwa Geschwindigkeit des Informationsflusses, Grad der Vielfalt, Grad der Vernetzung, etc.</p>
<p>Am Schluss (S. 214) erklärt Stacey, dass er nicht über eine neue Führungsstrategie spreche und keine Erfolgsrezepte anbiete. Erfolgsformeln würden sowieso nur dazu führen, des eigenen Denken einzustellen. Alle Bausteine, die für eine neue Wahrnehmung vom Leben in Organisationen erforderlich sind, seien bereits hinreichend bekannt und praktisch erprobt. Neu an seinem Ansatz sei lediglich ein zusammenhängender Gesamtrahmen, der der Führungstätigkeit einen Sinn gebe.</p>
<p>Das Erfolgsrezept besteht also darin, die Erkenntnisse über Komplexitätsforschung als Rahmen für eine Selbstreflexion auf individueller-, gruppen- und organisationsweiter Ebene zu nutzen und im Dialog zu erörtern. Die Form der kritischen Selbstbeobachtung und Selbstanalyse bietet eine Gelegenheit, Management in Grenzsituationen zu verstehen.</p>
<p>Stacey schliesst mit der Bemerkung, dass ein Mensch, der seine Denkweise von grundauf ändert, mit grösster Wahrscheinlichkeit auch sein Verhalten ändert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Karl E. Weick in <em>Das Unerwartete managen</em></strong>. Klett-Cotta, 2001 (Neuauflage 2010)</p>
<div id="attachment_1753" class="wp-caption alignleft" style="width: 170px"><a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/unerwartet.jpg"><img class="size-full wp-image-1753 " title="Unerwartet" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/unerwartet.jpg" alt="Unerwartet" width="160" height="88" /></a><p class="wp-caption-text">unerwartet...</p></div>
<p>Er glaubt, dass sich hinter den Problemen, mit denen Führungskräfte zu kämpfen haben, die Unfähigkeit steckt, das Unerwartete zu managen (S. 14f). Er stellt fest, dass Menschen schlecht mit unerwarteten Ereignissen umgehen können und fragt, was es denn bedeutet, ein unerwartetes Ereignis erfolgreich zu managen. Seine Antwort: ein erfolgreiches Management des Unerwarteten ist ein achtsames Management des Unerwarteten. Wer achtsam ist, ist sich der grossen Bedeutung schwacher Signale stets bewusst und begegnet ihnen mit starken Reaktionen.<br />
Weik identifiziert fünf Merkmale hoher Zuverlässigkeit:</p>
<ul>
<li>Konzentration auf Fehler (Analyse von Zwischenfällen als Motivation zum Lernen)</li>
<li>Abneigung gegen vereinfachende Interpretation (Erklärungen differenzieren und Hang nach Bestätigung bekämpfen)</li>
<li>Sensibilität für betriebliche Abläufe (Aufdecken von Lücken in den Abläufen)</li>
<li>Streben nach Flexibilität (aus Fehlern lernen und Rückmeldungen rasch in Praxis umsetzen)</li>
<li>Respekt vor fachlichem Wissen und Können (in hektischen Phasen wandern die Entscheidungen zu den Experten)</li>
</ul>
<p>Er gibt zahlreiche Tips, wie man Wahrnehmung und Antizipation fördern kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Stefan Strohschneider in , <a href="www.anchor.ch/Ja_mach_nur_einen_Plan.pdf" target="_blank"><em>Ja mach´ nur einen Plan &#8230;</em></a></strong>, Version IV, 28. März 2001<br />
<a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/rumpelstilzchen_2.gif"><img class="size-full wp-image-1753 alignright" title="Rumpelstilzchen" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/rumpelstilzchen_2.gif" alt="" width="112" height="122" /></a><br />
Er stellt fest, dass in Situationen hoher Unbestimmtheit das aktuelle Kompetenzempfinden bedroht ist. Ist der Misserfolg gravierend finde eine Ressourcenprüfung statt: Kenne ich andere, bislang noch nicht ausprobierte Wege der Zielerreichung? Erlauben es mir die Situation und meine Unbestimmtheitstoleranz, es „einfach mal drauf ankommen zu lassen“? Entwickelt sich die Situation in einer Weise, dass ich unbedingt reagieren muss? Oder handelt es sich um eine Situation hoher „Effizienz-Divergenz“, in der ich eine Fülle anderer erfolgversprechender Handlungsmöglichkeiten habe?</p>
<p>Das Ergebnis dieser Prüfung entscheidet über das weitere Verhalten. Ist es positiv, so wird man versuchen, das aufgetauchte Problem zu lösen. Ist es negativ, beginnt eine Suche nach Bestimmtheit (z.B. durch Umdeutung von Information) und Vermeidung von Unbestimmtheit (z.B. durch aktive Informationsabwehr).</p>
<p>Im Ausgang dieser Ressourcenprüfung sieht Strohschneider den entscheidenden Unterschied zwischen ambiguitätstoleranten Personen und solchen, die sich durch Ungewissheit lähmen lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. DeMeyer, Loch und Pich in <a href="http://www.anchor.ch/Managing_Project_Uncertainity.pdf" target="_blank"><em>Managing Project Uncertainty</em></a></strong>, MIT SLOAN MANAGEMENT REVIEW, 2002</p>
<p>Sie unterscheiden zwischen</p>
<ul>
<li>Variation (lediglich Ungewissheit bezgl. Dauer der einzelnen Tasks)</li>
<li>Vorhersehbare Ungewissheit (sogenanntes Risiko)</li>
<li>Unvorhersehbare Ungewissheit (das Unerwartete, Schwarze Schwäne)</li>
<li>Chaos (quasi permanente Ungewissheit)</li>
</ul>
<p>Für den Umgang mit Projekten voller unvorhersehbarer Ungewissheiten (und Chaos) geben Sie Checklisten bezüglich bestimmter Verhaltensbereiche an. Z.B.</p>
<p>Rolle: Networker, Botschafter, Unternehmer, Wissensmanager</p>
<p>Managing Tasks: Iteratives Planen, Analyse schwacher Signale, laufende Überprüfung und Anpassung der Ziele,</p>
<p>Managing Relationshions: Netzwerk von Supportern und Experten unterhalten und ständig nach Helfern und Unterstützern Ausschau halten, flexible Beziehungen aufbauen und unterhalten, Partnerschaft statt Verträge, Einbeziehen aller Stakeholders in die Kommunikation</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6. Fritz Böhle, <em>Management der Ungewissheit</em></strong>, in Jeschke (Hrg) Enabeling Innovations,  2011<br />
In industriellen Gesellschaften wird bisher Ungewissheit primär als Defizit und Bedrohung gesehen. Entweder wird nach Wegen gesucht, trotz Ungewissheit zu planen oder es wird resignierend festgestellt, dass Ungewissheit eine bewusste Steuerung und Gestaltung der Organisation verunmöglicht.</p>
<p>Ein neuer Umgang mit Ungewissheit erfordert einen tiefgreifenden kulturellen Wandel und grundlegende Neuorientierung, die zwischen der Strategie der Beseitigung von Ungewissheit einerseits und Ohnmacht andererseits liegt. Das Konzept des planmässigen-rationalen Handelns wird durch das situative Handeln ersetzt.</p>
<p>Böhle zitiert z.T. Forschungsergebnisse, die hier ebenfalls bereits aufgelistet sind und leitet daraus ab, dass Strategien, wie</p>
<ul>
<li>Situatives Handeln</li>
<li>Festlegen von Zielen erst im und durch das praktische Handeln</li>
<li>Spürende und empfindende sinnliche Wahrnehmungen</li>
<li>Implizites Wissen</li>
</ul>
<p>zum zukünftigen Repertoire im Umgang mit Ungeweissheit gehören wird.<br />
<a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/intransparenz.JPG"><img class="size-full wp-image-1753 alignleft" title="Intransparenz" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/intransparenz.jpg" alt="Intransparenz" width="160" height="88" /></a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fsechs-ansatze-zur-bewaltigung-von-ungewissheit%2F&amp;title=Sechs%20Ans%C3%A4tze%20zur%20Bew%C3%A4ltigung%20von%20Ungewissheit" id="wpa2a_4"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unsicherheit im Management ist ein Killerkriterium &#8211; kann man das ändern?</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/unsicherheit-im-management-ist-ein-killerkriterium-kann-man-das-andern/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/unsicherheit-im-management-ist-ein-killerkriterium-kann-man-das-andern/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 10:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Addor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Worst Practice]]></category>

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		<description><![CDATA[Täglich erleben wir Überraschungen. In unserer Wahrnehmung wird die Welt zunehmend schnelllebiger, unübersichtlicher, dynamischer und volatiler. Es wird immer ungewisser, was als Nächstes passiert. Ungewissheit bedeutet, keine Gewissheit von dem zu haben, was kommt. Wenn ich weiss, was auf mich zukommt, kann ich planen. Wenn sogar die nähere Zukunft ungewiss ist, greift keine Planung mehr. Das macht vielen Leuten grosse Angst. Das ist Ungewissheit: Hier ein paar Tweets der letzten 24 Stunden zum Stichwort Ungewissheit: nicht schon wieder alles von vorne.. nicht schon wieder diese ganze ungewissheit.. nicht schon wieder.. Die Ungewissheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung schlägt inzwischen auf die Personalplanung vieler Firmen durch Die Ungewissheit der Zukunft macht mir Angst. Griechenland: Ungewissheit über neue Regierung Nur irgendwo, ist da dann wieder diese Ungewissheit, wieso er es überhaupt macht.. Besetzer in ständiger ungewissheit über räumungstermin lassen Diese Ungewissheit bringt mich um! Frag immer nur Wieso, Weshalb, Warum?.. Nach der Ungewissheit ist vor der Ungewissheit: Wie schon in den beiden Vormonaten trübte sich das Immobilienklima weiter ein Die Ungewissheit über den Fortgang der Schuldenkrise und konjunkturelle Risiken hat die Aktienmärkte im Griff Drei von diesen neun Tweets klingen wie Hilferufe. Andere sind eher sachlich, einer verwendet Ungewissheit sogar als Strategie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/unsicherheit-im-management-ist-ein-killerkriterium-kann-man-das-andern/&title=Unsicherheit im Management ist ein Killerkriterium &#8211; kann man das ändern?&srcURL=http://worpdressapi.com/">
<img width="50" height="58" alt="" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/google-buzz-button//images/google-buzz.png" original="http://wordpressapi.com/wp-content/plugins/google-buzz/google-buzz.png" style="display: inline;"/>
</a>
</div><p>Täglich erleben wir Überraschungen. In unserer Wahrnehmung wird die Welt zunehmend schnelllebiger, unübersichtlicher, dynamischer und volatiler. Es wird immer ungewisser, was als Nächstes passiert.</p>
<p>Ungewissheit bedeutet, keine Gewissheit von dem zu haben, was kommt. Wenn ich weiss, was auf mich zukommt, kann ich planen. Wenn sogar die nähere Zukunft ungewiss ist, greift keine Planung mehr. Das macht vielen Leuten grosse Angst.</p>
<p>Das ist Ungewissheit:<br />
<object width="309" height="255" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8MsK3czfB9c" /><embed width="309" height="255" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/8MsK3czfB9c" /> </object></p>
<p>Hier ein paar Tweets der letzten 24 Stunden zum Stichwort Ungewissheit:</p>
<blockquote><p>nicht schon wieder alles von vorne.. nicht schon wieder diese ganze ungewissheit.. nicht schon wieder..</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Ungewissheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung schlägt inzwischen auf die Personalplanung vieler Firmen durch</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Ungewissheit der Zukunft macht mir Angst.</p></blockquote>
<blockquote><p>Griechenland: Ungewissheit über neue Regierung</p></blockquote>
<blockquote><p>Nur irgendwo, ist da dann wieder diese Ungewissheit, wieso er es überhaupt macht..</p></blockquote>
<blockquote><p>Besetzer in ständiger ungewissheit über räumungstermin lassen</p></blockquote>
<blockquote><p>Diese Ungewissheit bringt mich um! Frag immer nur Wieso, Weshalb, Warum?..</p></blockquote>
<blockquote><p>Nach der Ungewissheit ist vor der Ungewissheit: Wie schon in den beiden Vormonaten trübte sich das Immobilienklima weiter ein</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Ungewissheit über den Fortgang der Schuldenkrise und konjunkturelle Risiken hat die Aktienmärkte im Griff</p></blockquote>
<p>Drei von diesen neun Tweets klingen wie Hilferufe. Andere sind eher sachlich, einer verwendet Ungewissheit sogar als Strategie (die Hausbesetzer in Ungewissheit über den Räumungstermin lassen).</p>
<p><a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/nebel1.jpg"><img class="size-full wp-image-1753 alignleft" title="Unsicherheit" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/nebel1.jpg" alt="Unsicherheit" width="297" height="160" /></a>Es scheint ein grundlegendes Verhalten von uns Menschen zu sein, dass wir aufgrund einer Prognose der Entwicklung unser Verhalten planen. Wenn wir daran gehindert werden, kommt es zu Fehlfunktionen. Etwa so, wie es zum Verhaltensrepertoire von vielen wechselwarmen Tieren gehört, an der Sonne zu liegen. Tun sie das nicht, erstarren sie mitunter in einem Kälteschlaf. Ein paar wenige können aber durch Muskelzittern Wärme erzeugen und sind dadurch weitgehend unabhängig von einer Wärmequelle.</p>
<p>Wir Menschen lassen uns von Ungewissheit lähmen, ohne eine alternative Gewissheitsquelle zu nutzen. Wir geben uns ach wie intelligent, benehmen uns aber wie eine irgendeine Kröte.</p>
<p>Gewissheit heisst, sich auf die Prognose verlassen zu können. Gewissheit hat etwas mit Verlässlichkeit zu tun. Worauf können wir uns verlassen, wenn nicht auf eine gewisse Stabilität der Entwicklung? Wenn in jeder Minute etwas anderes abläuft als erwartet, worauf ist denn noch Verlass? Vielleicht auf die Gewissheit, dass es uns gelingen wird, mit dem Unerwarteten fertig zu werden.</p>
<p>Das ist Gewissheit:<br />
<object width="310" height="255" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2dOxUwVTtl0" /><embed width="310" height="255" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/2dOxUwVTtl0" /></object></p>
<p>Philippe Vallat schreibt in seinem Artikel <em>Ist Krisenmanagement nur die Lösung zum gescheiterten Risikomanagement?</em> auf seinem <a href="http://komplexeprojekte.blogspot.com/2011/10/ist-krisenmanagement-nur-die-losung-zum.html" target="_blank">Blog über komplexe Projekte</a></p>
<blockquote><p>Die Fähigkeit, mit Nichtwissen, Unsicherheit und Komplexität umzugehen, lässt sich kaum prüfen oder zertifizieren: sie lässt sich nur im wirklichen Leben beweisen, nämlich wenn das in den Schulen erworbene Wissen nichts mehr nutzt: während der Krise</p></blockquote>
<p>Aber kann man diese Fähigkeit erwerben und trainieren?</p>
<p>Suchen Sie nicht nach einer Technik, um diese neue Gewissheit zu erlangen. Man kann sie nur antrainieren. Man muss immer wieder erleben, dass man erfolgreich mit unerwarteten Situationen umgeht, damit man es sich zutraut. Man lernt, in unerwarteten Situationen das Richtige zu tun, wie man lernt, Auto zu fahren oder Klavier zu spielen. Wenn Sie’s einmal gelernt haben, dann können Sie sich darauf verlassen, Probleme, die durch unerwartete Situationen entstanden sind, lösen zu können.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Funsicherheit-im-management-ist-ein-killerkriterium-kann-man-das-andern%2F&amp;title=Unsicherheit%20im%20Management%20ist%20ein%20Killerkriterium%20%26%238211%3B%20kann%20man%20das%20%C3%A4ndern%3F" id="wpa2a_6"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unmögliche Gruppenentscheidungen</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/unmogliche-gruppenentscheidungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 15:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Addor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppendenken]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppendruck]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppenentscheidungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was Gerhard Roth über Entscheidungen sagt, bezieht sich auf individuelles Entscheiden. Das ist jedoch gerade im wirtschaftlichen Umfeld eher selten. Management- und Projektteams fällen Entscheidungen kollektiv. Sogar im privaten Umfeld – etwa wenn wir eine neue Wohnung oder einen neuen Job suchen – fällen wir Entscheidungen selten im stillen Kämmerchen. Was ist der entscheidende Unterschied zwischen individuellen und Gruppenentscheidungen? Wir haben verstanden, dass gute individuelle Entscheidungen viel mit Intuition zu tun haben. Gibt es auch eine kollektive Intuition? Was könnte das sein? Über Gruppenentscheidungen ist viel geschrieben worden. Wer dazu gefragt wird, stellt Konsens in den Vordergrund und versteht darunter meist Abwesenheit von Einsprachen. Aber genügt das? Ist Konsens stets anzustreben? Das Abilene-Paradox von Jerry B. Harvey ist ein typischer Fall eines schädlichen Gruppenkonsens’. An einem heissen Nachmittag schlug ein Gruppenmitglied (aus Langeweile? zum Spass?) vor, man könnte in das über 85 Km entfernte Städtchen Abilene fahren, um dort zu essen. Alle fanden das eine gute Idee und unterstrichen diese Meinung mit einer persönlichen Zustimmung. Nach vier Stunden waren die Leute wieder zu Hause und gaben nun zu, dass es eine Schnappsidee war, nach Abilene zu fahren, um dort schlecht zu essen. In der Gruppe herrschte Konsens, etwas zu tun, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Was Gerhard Roth über <a href="http://www.anchor.ch/wordpress/denkmuster/wie-entscheiden-sie" target="_blank">Entscheidungen</a> sagt, bezieht sich auf individuelles Entscheiden. Das ist jedoch gerade im wirtschaftlichen Umfeld eher selten. Management- und Projektteams fällen Entscheidungen kollektiv. Sogar im privaten Umfeld – etwa wenn wir eine neue Wohnung oder einen neuen Job suchen – fällen wir Entscheidungen selten im stillen Kämmerchen.</p>
<div>
<p>Was ist der entscheidende Unterschied zwischen individuellen und Gruppenentscheidungen? Wir haben verstanden, dass gute individuelle Entscheidungen viel mit Intuition zu tun haben. Gibt es auch eine kollektive Intuition? Was könnte das sein?</p>
<p>Über Gruppenentscheidungen ist viel geschrieben worden. Wer dazu gefragt wird, stellt Konsens in den Vordergrund und versteht darunter meist Abwesenheit von Einsprachen. Aber genügt das? Ist Konsens stets anzustreben?</p>
<p>Das Abilene-Paradox von Jerry B. Harvey ist ein typischer Fall eines schädlichen Gruppenkonsens’. An einem heissen Nachmittag schlug ein Gruppenmitglied (aus Langeweile? zum Spass?) vor, man könnte in das über 85 Km entfernte Städtchen Abilene fahren, um dort zu essen. Alle fanden das eine gute Idee und unterstrichen diese Meinung mit einer persönlichen Zustimmung. Nach vier Stunden waren die Leute wieder zu Hause und gaben nun zu, dass es eine Schnappsidee war, nach Abilene zu fahren, um dort schlecht zu essen.</p>
<p>In der Gruppe herrschte Konsens, etwas zu tun, das keines der Gruppenmitglieder wollte. Irving Janis versteht unter Groupthink einen</p>
<blockquote><p>Denkmodus, den Personen verwenden, wenn das Streben nach Einmütigkeit in einer kohäsiven Gruppe derart dominant wird, dass es dahin tendiert, die realistische Abschätzung von Handlungsalternativen außer Kraft zu setzen</p></blockquote>
<p>Abilene-Paradox und Groupthink sind umso wahrscheinlicher, desto höher die Gruppenkohäsion ist, wie z.B. in Projektteams, die sich agilem Projektmanagement verschrieben haben<sup>1</sup>. Scrum Teams leiden oft unter dem Abilene-Paradox<sup>2</sup>.</p>
<p><a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/Gruppenentscheidung-300x183.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1753" title="Unmögliche Gruppenentscheidungen" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2011/11/Gruppenentscheidung-300x183.png" alt="Unmögliche Gruppenentscheidungen" width="346" height="187" /></a></p>
<p>Gruppenentscheidungen sind aber nicht nur Groupthink unterworfen. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts war das Condorcet-Paradox bekannt. Die Etablierung individueller Präferenzen in einer Gruppenpräferenz ist problembehaftet. Nehmen wir an, die Gruppe bestehe aus drei Personen, die als Gruppe drei Alternativen gewichten muss. Das können z.B. drei Projekttasks a, b und c sein, die notgedrungen nur seriell, also nacheinander durchgeführt werden können. Das Projektteam muss entscheiden, in welcher Reihenfolge die drei Tasks ausgeführt werden sollen.</p>
<ul>
<li>Person 1 möchte a vor b und b vor c durchführen, in Symbolen: a &lt; b &lt; c</li>
<li>Person 2 bevorzugt die Reihenfolge b &lt; c &lt; a und</li>
<li>Person 3 findet, dass man die drei Tasks nur in der Reihenfolge c &lt; a &lt; b durchführen dürfe.</li>
</ul>
<p>Stimmen wir ab! Wer ist für “a vor b”? Zwei sind dafür, einer dagegen, also entscheidet sich die Gruppe für a &lt; b. Wer ist für “b vor c”? Wiederum zwei dafür, einer dagegen. Also ist die Gruppenmeinung b &lt; c. Wer ist für “a vor c”? Nur einer. Wer ist also für “c vor a”? Da sind es auch zwei. Gruppenentscheidung ist also: c &lt; a.</p>
<p>Die Gruppenentscheidung, die durch Mehrheitsbeschluss zustande kam, lautet also:<br />
a &lt; b &lt; c &lt; a, was natürlich ein ausgekochter Blödsinn ist. Sie sagt aus, dass wir den Task a erst starten dürfen, wenn der Task c fertig ist, der aber eindeutig erst gestartet werden darf, nachdem b und vorher a fertig gestellt wurden.</p>
<p>Hier wäre dann ein Stichentscheid des Gruppenvorsitzenden gefragt. Wie er es aber auch wendet, er wird in jedem Fall eine Mehrheit nieder trampeln. Er hätte die Reihenfolge gerade so gut vor der Abstimmung diktatorisch festlegen können!</p>
<p>1951 bewies Kenneth Arrow, dass es im Allgemeinen überhaupt unmöglich ist, aus Individualpräferenzen eine Gruppenpräferenz abzuleiten (wenn diese einigen grundlegenden Voraussetzungen gehorchen soll, die Gruppe aus mehr als zwei Mitgliedern besteht und mehr als zwei Alternativen vorliegen). Das Arrow-Theorem ist meines Erachtens eine der ganz grossen Erkenntnisse, welche uns das 20. Jahrhundert beschieden hat, vergleichbar mit den Arbeiten von Axelrod (Kooperationen) und Gödel (Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit sind unvereinbar).</p>
<p>Man braucht sich also gar keine Mühe zu geben: Gruppenentscheidungen, die die individuellen Wünsche widerspiegeln, sind grundsätzlich unmöglich.</p>
<p>Es sei denn, es herrsche von Anfang an Friede, Freude, Eierkuchen, und alle hätten dieselbe Meinung. Das wäre dann Konsens par excellence. Das würde dann so ablaufen:</p>
<p>Jedes Gruppenmitglied entscheidet die anstehende Frage individuell nach der Methode des <a href="http://www.anchor.ch/wordpress/denkmuster/wie-entscheiden-sie" target="_blank">“aufgeschobenen intuitiven Entscheidens”</a>. Dann trifft sich die Gruppe und fragt die individuellen Entscheide ab. Stimmen alle überein, ist man fertig und kann den einstimmigen Gruppenentscheid umsetzen. Gibt es nur eine Abweichung, dann ist man in der Arrow-Situation. Ein Gruppenentscheid ist dann nicht möglich.</p>
<p>Man hofft nun, durch Argumentieren, die Meinungen zusammen führen zu können. Dadurch gewinnt die Meinung des charismatischten informellen Führers innerhalb der Gruppe. Wer seine Argumente am überzeugendsten, verständlichsten und authentischsten rüber bringen kann, dem folgen alle anderen Gruppenmitglieder, die dabei dem Attributionsfehler von Lee Ross erliegen.</p>
<p>Was ist der Unterschied zwischen einem charismatischen informellen Führer und einem Diktator? Der eine hat Talente, für die er nichts kann. Der andere hat sich talentlos genommen, was dem ersten automatisch in den Schoss fällt. Was denn besser sei….</p>
<p><sup>1</sup> J. McAvoy &amp; T. Butler. <a href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0950584907000146" target="_blank"><em>The impact of the Abilene Paradox on double-loop learning in an agile team</em></a>. In: Information and Software Technology, Volume 49, Issue 6, June 2007, Pages 552-563</p>
<p><sup>2</sup> oose.team. <a href="http://www.oose.de/teamblog/team/scrum-group-think/" target="_blank"><em>Scrum Group Think</em></a>. Jahr unbekannt, 2010 oder 2011</p>
</div>
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		<item>
		<title>Wie entscheiden Sie?</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/wie-entscheiden-sie/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 11:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Addor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Biologe und Hirnforscher Gerhard Roth erklärt sehr konkret, wie gute Entscheidungen zustande kommen: Nicht rational und nicht im Bauch, sondern als aufgeschobene intuitive Entscheidungen des Vorbewussten. Roth unterscheidet automatisierte Entscheidungen Bauchentscheidungen rationale Entscheidungen aufgeschobene intuitive Entscheidungen Eine automatisierte Entscheidungen ist es z.B., mit welchem Bein man anfängt zu gehen oder worauf man auf einer Herbstwanderung bei Kilometer 5,774 seine Aufmerksamkeit richten will. Zeitkritische Bauchentscheide sind vor allem dann angebracht, wenn es um Leben und Tod geht und die Situation schnelles Handeln erfordert. Das war vor allem in einer Zeit wichtig, als man noch von Säbelzahltigern und Höhlenbären gejagt wurde. Meistens berät uns das Gehirn in komplexen Situationen falsch, wenn es spontan entscheiden muss. Im Rahmen des Rational-Choice-Modells der Ökonomen und Manager ist eine Entscheidung umso besser, je mehr sie verstand- und vernuftgeleitet ist. Tatsächlich sind solche rationalen Entscheide nach Roth nur in Situationen von geringer Komplexität geeignet. Gefühle gelten bei rationalen Entscheidungen als störendes Beiwerk. Natürlich gibt es keine rein rationalen Entscheide. Die Letztentscheidung wird immer emotional getroffen, und dies bestimmt die Motive unseres Handels1 Es sind nicht “Ziele” oder “Visionen”, die unser Handeln bestimmen, sondern einfach nur Gefühle, Hoffnungen, Ängste. Und die sitzen tief! Sie können sie kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Der Biologe und Hirnforscher Gerhard Roth erklärt sehr konkret, wie gute Entscheidungen zustande kommen: Nicht rational und nicht im Bauch, sondern als <em>aufgeschobene intuitive Entscheidungen</em> des Vorbewussten.<br />
Roth unterscheidet</p>
<div>
<ul>
<li>automatisierte Entscheidungen</li>
<li>Bauchentscheidungen</li>
<li>rationale Entscheidungen</li>
<li>aufgeschobene intuitive Entscheidungen</li>
</ul>
<p>Eine <em>automatisierte Entscheidungen</em> ist es z.B., mit welchem Bein man anfängt zu gehen oder worauf man auf einer Herbstwanderung bei Kilometer 5,774 seine Aufmerksamkeit richten will.</p>
<p>Zeitkritische <em>Bauchentscheide</em> sind vor allem dann angebracht, wenn es um Leben und Tod geht und die Situation schnelles Handeln erfordert. Das war vor allem in einer Zeit wichtig, als man noch von Säbelzahltigern und Höhlenbären gejagt wurde. Meistens berät uns das Gehirn in komplexen Situationen falsch, wenn es spontan entscheiden muss.</p>
<p>Im Rahmen des Rational-Choice-Modells der Ökonomen und Manager ist eine Entscheidung umso besser, je mehr sie verstand- und vernuftgeleitet ist. Tatsächlich sind solche <em>rationalen Entscheide</em> nach Roth nur in Situationen von geringer Komplexität geeignet. Gefühle gelten bei rationalen Entscheidungen als störendes Beiwerk. Natürlich gibt es keine rein rationalen Entscheide.</p>
<blockquote><p>Die Letztentscheidung wird immer emotional getroffen, und dies bestimmt die Motive unseres Handels<sup>1</sup></p></blockquote>
<p><strong>Es sind nicht “Ziele” oder “Visionen”, die unser Handeln bestimmen, sondern einfach nur Gefühle, Hoffnungen, Ängste.</strong> Und die sitzen tief! Sie können sie kaum formen oder sonstwie darauf Einfluss nehmen.</p>
<p>Roth behauptet, dass in wirklich komplexen Situationen nur die <em>aufgeschobenen intuitiven Enscheidungen</em> weiterhelfen. Sie kommen dadurch zustande, dass wir uns bewusst intensiv mit der Situation befassen, rationale Argumente suchen, uns mit anderen beraten, etc., danach “darüber Schlafen” – d.h. das Problem ein paar Stunden ruhen lassen – und schliesslich intuitiv entscheiden.</p>
<p>Aufgeschobene intuitive Entscheidungen sind nicht zu verwechseln mit Bauchentscheidungen! Roth lokalisiert sie im <em>Vorbewussten</em>, das alles umfasst, was gerade nicht oder nicht mehr bewusst ist. Hierzu gehört das, was mit uns passiert ist und was wir an Wissen (passiv) verfügbar haben. Im Bewusstsein können wir zu einem Zeitpunkt nur wenige Einheiten verarbeiten und überblicken. Was grad nicht Platz hat, lagern wir ins Vorbewusste aus und vergessen oft, es wieder ins Bewusstsein zurück zu holen. Das Vorbewusste ist also eine Zwischenzone zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein.</p>
<blockquote><p>Unser Gehirn arbeitet mit vollkommener Konsequenz ökonomisch. Es versucht alles nach Möglichkeit zu vereinfachen und schonend mit seinen Ressourcen unzugehen. (S. 7f)</p></blockquote>
<p>Ich denke daher, dass alles, was einmal ins Vorbewusste abgleitet, gebündelt und vereinfacht wird, und dass unser Gehirn daraus bestimmte Handlungsregeln erstellt. Daher identifiziere ich das Vorbewusste mit Reasons regelbasierter Ebene<sup>2</sup>.</p>
<p><a href="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Gehirn.jpg"><img title="Gehirn" src="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/10/Gehirn-271x300.jpg" alt="" width="271" height="300" /></a></p>
<p>Entscheidungen und Handlungen sind das Resultat konkurrenzierender Prozesse in unserem Gehirn. Dieses Konkurrenzgeschehen läuft weitgehend unbewusst ab. Zunächst sind viele gleichstarke Strömungen vorhanden, die alle in einer anderen Richtungen ziehen. Vielleicht und hoffentlich setzt sich die eine oder andere Strömung als eine Art Mode durch und “versklavt”<sup>3</sup> die anderen Strömungen. Wenn das bei einem Menschen nicht eindeutig geschieht, gilt er als entscheidungsschwach.</p>
<blockquote><p>Im Bewusstsein erscheint von diesem Prozess nur so viel, wie dazwischengeschaltete Zensoren es erlauben. Auf die Bewertung der Zensoren haben wir bewusst keinen Einfluss. Freilich kann sich der Mensch durch Lernen verändern, und durch diese Erfahrungen werden auch andere Entscheidungen begünstigt (S. 8 )</p></blockquote>
<p>Das bedeutet für mich, dass es sinnvoll und wichtig ist, wenn Manager systemtheoretische Grundlagen lernen, wie z.B. Verzögerungskategorien, Unterschiede zwischen Korrelation und Kausalität, Unterschiede zwischen Fluss- und Bestandesgrössen, etc.</p>
<p>Somit können wir für Manager folgendes Fazit bereitstellen:</p>
<ol>
<li>Permanentes lernen und trainieren systemischer Zusammenhänge, die ruhig ins Vorbewusste absinken dürfen (3-5 Stunden pro Woche)</li>
<li>Entscheide in einem 1-2 tägigen Workshop aufbereiten (“aufkratzen”), danach ein paar Stunden nicht mehr daran denken (“überschlafen”) und schliesslich intuitiv entscheiden (der Workshop sollte jedoch “hirngerecht” moderiert sein).</li>
</ol>
<p><sup>1</sup>Roth, Gerhard et al. Kopf oder Bauch – Zur Biologie der Entscheidung. Vandenhoeck und Ruprecht. Göttingen, 2010<br />
<sup>2</sup> <a href="http://www.anchor.ch/wordpress/denkmuster/wo-kann-in-projekten-und-unternehmen-etwas-schief-gehen">http://www.anchor.ch/wordpress/denkmuster/wo-kann-in-projekten-und-unternehmen-etwas-schief-gehen</a><br />
<sup>3</sup> Ein Begriff aus der Theorie der Selbstorganisation. Aus vielen kleinen gleichstarken Fluktuationen setzt sich eine Mode durch, was dazu führt, dass sich das ganze System nach dieser Mode ausrichtet. Siehe <a href="http://www.anchor.ch/wordpress/komplexitat/komplexitat-revisited-2">http://www.anchor.ch/wordpress/komplexitat/komplexitat-revisited-2</a></p>
<p>Siehe auch <a href="http://www.anchor.ch/wordpress">Komplexitätsmanagement in Projekten und Unternehmen</a></p>
</div>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fwie-entscheiden-sie%2F&amp;title=Wie%20entscheiden%20Sie%3F" id="wpa2a_10"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nicht ohne Schauer greift des Menschen Hand in des Geschicks geheimnisvolle Urne</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/nicht-ohne-schauer-greift-des-menschen-hand-in-des-geschicks-geheimnisvolle-urne/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 16:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Addor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Führen heisst Entscheiden – sei das nun als CEO in einer Unternehmung, als Projektleiter oder bei der Ausführung eines Amtes in einem Verein. Wenn etwas Ungeplantes passiert, dann müssen wir entscheiden, was zu tun ist und welche Handlungsalternative wir als Erstes ergreifen. Aber wie treffen wir Entscheidungen? Einige wollen zuerst möglichst viele Daten sammeln und diese analysieren, um möglichst genaue Entscheidungsgrundlagen zu haben. Andere verweisen auf die Intuition1 und den gesunden Menschenverstand und zeigen, dass Bauchentscheide besser abschneiden als analytische2. Ungeachtet dessen, ob wir analytische Entscheidungen treffen oder Bauchentscheide, stets basieren unsere Entscheide auf unserer Einschätzung und Wahrnehmung der Lage. Das ist in höchstem Masse abhängig von unserem Empfinden, von unserer Erfahrung, von unserer Erziehung und unserer Kultur. Die Einschätzung der Lage ändert sich nicht wesentlich, wenn wir mehr Informationen haben, denn die Informationen müssen ja zuerst durch uns interpretiert werden, bevor wir sie überhaupt verstehen. Das ist wie bei der Musik. Ein Stück klingt bei jedem Musiker anders. Man nennt die Musiker daher auch Interpreten, weil sie die Absicht des Komponisten interpretieren, indem sie das Stück spielen. Eine Führungssituation können wir, wie alle Realität, nur bruchstückhaft wahrnehmen. Um dennoch entscheiden zu können, müssen wir die Bruchstücke zu einem Ganzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Führen heisst Entscheiden – sei das nun als CEO in einer Unternehmung, als Projektleiter oder bei der Ausführung eines Amtes in einem Verein. Wenn etwas Ungeplantes passiert, dann müssen wir entscheiden, was zu tun ist und welche Handlungsalternative wir als Erstes ergreifen.</p>
<div>
<p>Aber wie treffen wir Entscheidungen? Einige wollen zuerst möglichst viele Daten sammeln und diese analysieren, um möglichst genaue Entscheidungsgrundlagen zu haben. Andere verweisen auf die Intuition<sup>1</sup> und den gesunden Menschenverstand und zeigen, dass Bauchentscheide besser abschneiden als analytische<sup>2</sup>.</p>
<p>Ungeachtet dessen, ob wir analytische Entscheidungen treffen oder Bauchentscheide, stets basieren unsere Entscheide auf unserer Einschätzung und Wahrnehmung der Lage. Das ist in höchstem Masse abhängig von unserem Empfinden, von unserer Erfahrung, von unserer Erziehung und unserer Kultur. Die Einschätzung der Lage ändert sich nicht wesentlich, wenn wir mehr Informationen haben, denn die Informationen müssen ja zuerst durch uns interpretiert werden, bevor wir sie überhaupt verstehen. Das ist wie bei der Musik. Ein Stück klingt bei jedem Musiker anders. Man nennt die Musiker daher auch Interpreten, weil sie die Absicht des Komponisten interpretieren, indem sie das Stück spielen.</p>
<p>Eine Führungssituation können wir, wie alle Realität, nur bruchstückhaft wahrnehmen. Um dennoch entscheiden zu können, müssen wir die Bruchstücke zu einem Ganzen zusammen setzen. Was fehlt, erfinden wir schlichtweg in unserem Kopf! <sup>3</sup><br />
Klar, dass es viele mögliche Ergänzungen gibt. Unsere Entscheidung hängt wesentlich davon ab, wie wir die Wahrnehmung ergänzen.</p>
<p><a href="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Entscheiden.jpg"><img title="Entscheiden" src="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Entscheiden-300x124.jpg" alt="" width="300" height="124" /></a></p>
<p>Ich bin auch der Meinung, dass “unendliches” Sammeln von Daten und ihr analytisches Auswerten keine gute Entscheidungsstrategie ist. Wer jedoch keine Erfahrungen im Einschätzen von Verzögerungen, nichtlinearen Zeitverläufen, Wahrscheinlichkeiten oder Korrelationen hat, wird wesentlich schlechter entscheiden, als derjenige, der solche Dinge nicht nur kennt, sondern in “ungefährlicher” Übungsumgebung erlebt hat.</p>
<p>Hier ein kleiner Test:</p>
<p>1. Entscheiden Sie spontan (ohne nachzuschlagen), welche pakistanische Stadt mehr Einwohner hat: Islamabad oder Hyderabad? <sup>4</sup></p>
<p>2. Bevor Sie nachsehen, schätzen Sie, zu wieviel Prozent Sie mit Ihrer Antwort der Frage 1 sicher sind.</p>
<p>3. Wenn ein Staat mehr ausgibt als einnimmt, dann nennt man die Differenz von Ausgaben und Einnahmen <em>Staatsdefizit</em>. Entscheiden Sie, ob folgende Behauptung richtig ist: In dem Jahr, in welchem das Staatsdefizit Null Franken beträgt, haben die Staatsschulden ihren höchsten Stand erreicht <sup>5</sup></p>
<p>4. In einer Badewanne befinden sich 100 Liter Wasser. In den nächsten 16 Minuten lasse ich nacheinander während je vier Minuten 75 Liter und 25 Liter pro Minute einfliessen, also in den ersten vier Minuten 75 l/min, während den zweiten vier Minuten 25 l/min, in den dritten vier Minuten drehe ich den Hahn wieder auf 75 l/min auf und in den letzten vier Minuten lasse ich wiederum nur 25 l/min einfliessen.<br />
Leider habe ich vergessen, den Abfluss zu verschliessen. Es laufen ständig 50 Liter pro Minute aus. Zeichnen Sie den Verlauf des Badewanneninhalts! <sup>6</sup></p>
<p>5. Entscheiden Sie, welches Spiel Sie spielen wollen?<br />
a) Wenn Sie mit einem Würfel eine 4 oder eine 5 würfeln, erhalten Sie acht Franken,<br />
sonst nichts.<br />
b) Wenn Sie mit einem Würfel eine 2, 3, 4, 5 oder 6 würfeln, erhalten Sie drei Franken.<br />
Nur wenn Sie eine 1 würfeln, erhalten Sie nichts <sup>7</sup></p>
<p>6. Bei einem konstanten jährlichen Zins von 2% werden 1000 Franken angelegt. Nach 35 Jahren hat sich die Summe verdoppelt. Nach 100 Jahren sind es bereits über 7000 Franken. Schätzen Sie spontan (ohne nachzurechnen), wieviel es nach 500 Jahren sind<sup>8</sup></p>
<p>Titel nach F. Schiller</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><sup>1</sup>Zeuch, A. Feel it! Wiley, Weinheim 2010<br />
<sup>2</sup>Gigerenzer, G. Bauchentscheidungen. Goldmann, München 2008<br />
<sup>3</sup>Fine, C. Wissen Sie, was Ihr Gehirn denkt? Spektrum Verlag, München 2007<br />
<sup>4</sup>Beck, H. Die Logik des Irrtums. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2008. S. 64<br />
<sup>5</sup>Ossimitz, G. Staatsschulden vs. Nettodefizit (nach 2000),</p>
<p>http://www.webcitation.org/5ebLZMC7G</p>
<p><sup>6</sup>Booth Sweeney, L. &amp; Sterman, J.D. Bathtube Dynamics. In: System Dynamics Review 2000, S. 275<br />
www.webcitation.org/5ec9YWtKf und<br />
Addor, P. Projektdynamik – Komplexität im Alltag. Liebig Verlag, Frauenfeld 2010. S. 291f <sup><br />
7</sup>Anderson, J.R. Kognitive Psychologie. Springer Verlag. Berlin und Heidelberg 2007, S. 399<br />
und Addor, P. Projektdynamik – Komplexität im Alltag. Liebig Verlag, Frauenfeld 2010. S. 271<br />
<sup>8</sup>Addor, P. Projektdynamik – Komplexität im Alltag. Liebig Verlag, Frauenfeld 2010. S. 259f</p>
</div>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fnicht-ohne-schauer-greift-des-menschen-hand-in-des-geschicks-geheimnisvolle-urne%2F&amp;title=Nicht%20ohne%20Schauer%20greift%20des%20Menschen%20Hand%20in%20des%20Geschicks%20geheimnisvolle%20Urne" id="wpa2a_12"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Projektplanung mittels Roadmap: Strukturierte Wege zum Ziel</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/projektplanung-mittels-roadmap-strukturierte-wege-zum-ziel/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/projektplanung-mittels-roadmap-strukturierte-wege-zum-ziel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 20:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Projekterfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmethoden]]></category>
		<category><![CDATA[Projektplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Projektteam]]></category>
		<category><![CDATA[Projektziele]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Projektplanung ist eine der wichtigsten und zugleich herausfordernsten Aufgaben für den Projektmanager. Die wesentliche Frage, die dabei geklärt werden muss: Wie erreicht man ausgehend vom Ausgangszustand möglichst effizient und effektiv den gewünschten Zielzustand? Der Projektplan zerlegt den langen Weg eines Projekts in mehrerer kleine, leichter überschaubare Abschnitte, die jeweils mit einem Teilziel, einem Meilenstein, abschließen. Zudem teilt der Projektplan die Verantwortung für die einzelnen Teilabschnitte zu. An jedem Meilenstein hat das Team noch mal die Möglichkeit, seinen bisherigen Weg zu prüfen und eventuelle Fehler zu korrigieren. Üblicherweise fertigt der Projektmanager den Projektplan am Computer an und erstellt beispielsweise einen Gantt-Netzplan. Dieses Vorgehen bringt allerdings ein paar Nachteile mit sich: Zum einen ist ein umfangreicher und umfassender Netzplan schwierig zu visualisieren. Zum anderen bezieht diese Form der Planung die übrigen Projektbeteiligten kaum mit ein – was zu Schwierigkeiten führen kann, wenn es darum geht, den Projektplan effizient zu kommunizieren. Es besteht aber noch eine weitaus einfachere Möglichkeit, ein Projekt zu planen: Die Erstellung einer Roadmap. Diese „Straßenkarte“ ist im Prinzip nicht anders als ein Ablaufplan: Sie zeigt auf, wie man vom Ausgangspunkt A zum Zielpunkt B kommt. Der wesentliche Unterschied ist, dass die Roadmap von allen Projektbeteiligten gemeinsam erstellt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/projektplanung-mittels-roadmap-strukturierte-wege-zum-ziel/&title=Projektplanung mittels Roadmap: Strukturierte Wege zum Ziel&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Die Projektplanung ist eine der wichtigsten und zugleich herausfordernsten Aufgaben für den Projektmanager. Die wesentliche Frage, die dabei geklärt werden muss: Wie erreicht man ausgehend vom Ausgangszustand möglichst effizient und effektiv den gewünschten Zielzustand? <strong>Der Projektplan zerlegt den langen Weg eines Projekts in mehrerer kleine, leichter überschaubare Abschnitte, die jeweils mit einem Teilziel, einem Meilenstein, abschließen.</strong> Zudem teilt der Projektplan die Verantwortung für die einzelnen Teilabschnitte zu. An jedem Meilenstein hat das Team noch mal die Möglichkeit, seinen bisherigen Weg zu prüfen und eventuelle Fehler zu korrigieren.</p>
<p><strong>Üblicherweise fertigt der Projektmanager den Projektplan am Computer an und erstellt beispielsweise einen Gantt-Netzplan.</strong> Dieses Vorgehen bringt allerdings ein paar Nachteile mit sich: Zum einen ist ein umfangreicher und umfassender Netzplan schwierig zu visualisieren. Zum anderen bezieht diese Form der Planung die übrigen Projektbeteiligten kaum mit ein – was zu Schwierigkeiten führen kann, wenn es darum geht, den Projektplan effizient zu kommunizieren.<br />
<a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/12/Projektplanung-Roadmap.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1774" title="Projektplanung Roadmap" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/12/Projektplanung-Roadmap.jpg" alt="Projektplanung Roadmap" width="425" height="282" /></a><br />
Es besteht aber noch eine weitaus einfachere Möglichkeit, ein Projekt zu planen: Die Erstellung einer Roadmap. <strong>Diese „Straßenkarte“ ist im Prinzip nicht anders als ein Ablaufplan: Sie zeigt auf, wie man vom Ausgangspunkt A zum Zielpunkt B kommt.</strong> Der wesentliche Unterschied ist, dass die Roadmap von allen Projektbeteiligten gemeinsam erstellt und im Dialog überarbeitet wird.</p>
<h2><strong><br />
Vorgehensweise zur Erstellung einer Roadmap<br />
</strong></h2>
<p><strong>Dazu bietet sich ein Treffen aller Projektbeteiligten auf einem Workshop an. </strong>Zur besseren Visualisierung verwendet man statt einer digitalen <a href="http://www.braintool.com/a-plan.0.html">Projektmanagement Software</a> Papierbahnen und Moderations- oder Tischkärtchen. Auf den Papierbahnen wird der „Weg“ vorgezeichnet, verschiedene „Straßen“ markieren die unterschiedlichen Aufgabenbereiche.</p>
<p>Jeder Projektbeteiligte erhält nun eine Karte und notiert dort seine Aufgabe, das Start- und Enddatum sowie seinen Namen. Diese Karten werden anschließend nach Datum geordnet auf der Roadmap ausgelegt. So entsteht ein erster, grober Ablaufplan. Bei Bedarf können die Karten verschoben und Daten geändert werden.</p>
<p>Da sich jedes Teammitglied selbst seiner Aufgabe zuordnet, prägen sich diese besonders gut ein. Die Herausforderungen, die ein Projekt an die Beteiligten stellt, werden so allen deutlich. Zudem wirkt sich das gemeinsame Entwickeln von Teilzielen und Lösungen positiv auf Teambuilding aus.</p>
<h2><strong><br />
Grenzen der Roadmap<br />
</strong></h2>
<p><strong>Roadmapping kann allerdings immer nur ein Teil der Projektplanung sein. </strong>Einige wesentliche Eckdaten müssen vor der gemeinsamen Planung stehen. Auch muss jeder Projektbeteiligte grob seinen Aufgabenbereich kennen – ein Punkt, der besonders bei neu gebildeten Projektteams von Bedeutung ist. Die Kostenplanung kann eine Roadmap in dieser Form nicht leisten. Außerdem muss auch der so entstandene Ablaufplan im Verlauf des Projektes immer wieder auf seine Gültigkeit und Durchführbarkeit überprüft werden.</p>
<p><a href="http://www.pm-schluessel.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=45&amp;Itemid=208">Checkliste zur Roadmap-Erstellung </a>von pm-schluessel.com</p>
<p><img class="alignleft" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 10px; border: 10px solid white;" title="Steffen Jung - Leiter Marketing &amp; Kundenkommunikation" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/08/steffen-jung-braintool.jpg" alt="" width="99" height="110" /> <em>Über den Autor: Steffen Jung ist bei braintool software, einem führenden Anbieter von <a href="http://www.braintool.com" target="_blank">Projektmanagement Software</a>, verantwortlich für das Markting und die Kundenkommunikation. Er hat viele Jahre selbst im Projektmanagement von E-Business und Internet-Projekten gearbeitet, bevor er sich im Bereich <a href="http://www.gravima.de">Internet und Online Marketing</a> selbständig gemacht hat.</em></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fprojektplanung-mittels-roadmap-strukturierte-wege-zum-ziel%2F&amp;title=Projektplanung%20mittels%20Roadmap%3A%20Strukturierte%20Wege%20zum%20Ziel" id="wpa2a_14"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Effiziente Steuerung benötigt Modelle!</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/effiziente-steuerung-benotigt-modelle/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/effiziente-steuerung-benotigt-modelle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 15:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Addor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder Manager kennt Asbys Gesetz: Die Varietät des Steuerungssystems muss mindestens ebenso groß sein wie die Varietät der auftretenden Störungen. Oder etwas verständlicher: Deine Steuerungsmechanismen müssen mindestens ebenso raffiniert sein, wie das System, das gesteuert werden soll! Sehr oft wird Asbys Gesetzt so zitiert: Die Komplexität des Steuerungssystems muss mindestens ebenso hoch sein, die die Komplexität desjenigen Systems, das gesteuert werden soll. Diese Aussage ist etwas sehr salopp formuliert und kann so nicht aus dem Satz von Ashby abgeleitet werden. Das Varietätsgesetz lautet – um es wieder einmal in Erinnerung gerufen zu haben: wobei R die Anzahl der möglichen Steuerungsmöglichkeiten, K die Anzahl ihrer möglichen Auswirkungen und S die Anzahl der möglichen Störungen in einem System bezeichnen. Nehmen die Störungen zu – z.B. unvorhergesehene Ereignisse in einem Projektsystem – so werden bei gleichbleibender Anzahl Steuerungsmöglichkeiten auch die Konsequenzen der Interventionen zunehmen, auch die Anzahl der schlimmen, ungewollten Konsequenzen! Asbys Gesetz ist zwar schon über 40 Jahre alt, seine Aktualität nimmt mit zunehmender Komplexität aber stets zu. Nicht alles, was alt ist, ist auch veraltet. Unix, das als Linux weit verbreitet ist und als modernes Betriebssystem gilt, ist ebenfalls über 40 Jahre alt und der Satz von Pythagoras über das Verhältnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/effiziente-steuerung-benotigt-modelle/&title=Effiziente Steuerung benötigt Modelle!&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Jeder Manager kennt Asbys Gesetz: Die Varietät des Steuerungssystems muss mindestens ebenso groß sein wie die Varietät der auftretenden Störungen. Oder etwas verständlicher:</p>
<p>Deine Steuerungsmechanismen müssen mindestens ebenso raffiniert sein, wie das System, das gesteuert werden soll!</p>
<p>Sehr oft wird Asbys Gesetzt so zitiert: Die Komplexität des Steuerungssystems muss mindestens ebenso hoch sein, die die Komplexität desjenigen Systems, das gesteuert werden soll. Diese Aussage ist etwas sehr salopp formuliert und kann so nicht aus dem Satz von Ashby abgeleitet werden.<br />
Das Varietätsgesetz lautet – um es wieder einmal in Erinnerung gerufen zu haben:<br />
<a href="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Varietaet.jpg"><img title="Varietaet" src="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/07/Varietaet-150x88.jpg" alt="" width="62" height="37" /></a><br />
wobei R die Anzahl der möglichen Steuerungsmöglichkeiten, K die Anzahl ihrer möglichen Auswirkungen und S die Anzahl der möglichen Störungen in einem System bezeichnen. Nehmen die Störungen zu – z.B. unvorhergesehene Ereignisse in einem Projektsystem – so werden bei gleichbleibender Anzahl Steuerungsmöglichkeiten auch die Konsequenzen der Interventionen zunehmen, auch die Anzahl der schlimmen, ungewollten Konsequenzen!</p>
<p>Asbys Gesetz ist zwar schon über 40 Jahre alt, seine Aktualität nimmt mit zunehmender Komplexität aber stets zu. Nicht alles, was alt ist, ist auch veraltet. Unix, das als Linux weit verbreitet ist und als modernes Betriebssystem gilt, ist ebenfalls über 40 Jahre alt und der Satz von Pythagoras über das Verhältnis der Seiten in einem rechtwinkligen Dreieck, ist sogar über 2000 Jahre alt und immer noch gültig….</p>
<p>William Ross Ashby hat aber noch ein anderes Gesetzt entdeckt, das lautet:</p>
<blockquote><p>Every good regulator of a system must be a model of that system<sup>1</sup></p></blockquote>
<p>Unter einem Regulator versteht Ashby einfach das Steuerungssystem, z.B. das Management eines Unternehmens mitsamt seinen Steuerungsinstrumenten. Ashby zeigt, dass es eine Abbildung<br />
<em> h</em>:<em> S –&gt; R</em><br />
gibt von der Menge der Systemzustände in die Menge der Zustände des Regulators. Das heisst, jedem Systemzustand entspricht ein Regulatorzustand. Somit muss der Regulator ein Modell des Systems umfassen. Gilt das nicht, dann enthält der Regulator unnötige Komplexität.</p>
<p>Es ist also nicht optional, ob das Management von seinem Unternehmen oder der Projektleiter von seinem Projekt ein Modell macht; es ist notwendig, damit überhaupt mit möglichst geringem Grad an Komplexitat Einfluss genommen werden kann!<br />
Modelle sind nicht nur Vereinfachungen “der Realität da draussen”. Modelle sind für Menschen die einzige Möglichkeit, die Realität wahrzunehmen<sup>2</sup>. Unser Gehirn macht sich laufend ein Modell der Realität. Die Realität und die Wahrheit können wir nie direkt wahrnehmen. Wer also sagt, er brauche keine Modelle, denn diese vereinfachen sein System bloss, der vergisst, dass er höchstens anhand von Modellen sein System steuert. Sehr oft sind die Modelle aber falsch, die uns das Gehirn vorlegt. Daher empfiehlt es sich, zusätzlich etwas formalere Modelle zur Hand zu haben</p>
<p><sup>1</sup><a href="http://pespmc1.vub.ac.be/Books/Conant_Ashby.pdf" target="_blank">Roger C. Conant , W. Ross Ashby, </a><em><a href="http://pespmc1.vub.ac.be/Books/Conant_Ashby.pdf" target="_blank">Every good regulator of a system must be a model of that system</a></em>, Intl. J. Systems Science (1970), p89-97<br />
<sup>1</sup>P. Addor, <a href="http://www.anchor.ch/Projektdynamik" target="_blank"><em>Projektdynamik – Komplexität im Alltag</em></a>. Liebig Verlag, Frauenfeld 2010. S. 52</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Feffiziente-steuerung-benotigt-modelle%2F&amp;title=Effiziente%20Steuerung%20ben%C3%B6tigt%20Modelle%21" id="wpa2a_16"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Komplexität kommt nicht von aussen ins System</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/komplexitat-kommt-nicht-von-aussen-ins-system/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/komplexitat-kommt-nicht-von-aussen-ins-system/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 09:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Addor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Heinz Peter Wallner beschäftigt sich in einem interessanten Essay über Komplexität und das Leben löblicherweise mit Komplexität. Ich bin ihm dankbar und mehr als einverstanden, dass wir … in einer komplexen Welt [leben]. Der Grad der Komplexität unserer Welt steigt ständig. Wir Menschen können uns nur damit befassen, wie wir besser mit Komplexität umgehen lernen. Eine Vereinfachung der Komplexität (eine Reduktion) kann nur kurzfristig eine Erleichterung bringen. Langfristig kann sich niemand der Komplexität des Lebens entziehen Komplexität bestimmt das System Wallner stellt in seinem Blog die Frage, wieviel Komplexität ein System verträgt. Das ist eine Perspektive, die mir nicht hilfreich scheint, denn sie führt unweigerlich zur Notwendigkeit, gegen das Erreichen eines Komplexitätslimits einen Kampf zu führen, den Wallner dann prompt auch beschreibt. Wallner geht davon aus, dass ein System wie ein Gefäss ist, das ständig mit Komplexitätswasser gefüllt wird. Läuft es über, muss man wieder Komplexität ausgiessen (= reduzieren) und Platz schaffen für weitere Komplexität. Mir scheint, dass es genau diese Sichtweise ist, die uns über Komplexität stöhnen lässt. Für mich kann ein System keine Komplexität aufnehmen (und dann zusammen brechen, wenn es zuviel ist). Ein System ist Komplexität. System und Komplexität sind in gewisser Weise synonym. Anders ausgedrückt: der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/komplexitat-kommt-nicht-von-aussen-ins-system/&title=Komplexität kommt nicht von aussen ins System&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><div>Heinz Peter Wallner beschäftigt sich in einem interessanten Essay <a href="http://hpwallner.at/2011/05/29/ein-essay-uber-komplexitat-und-das-leben-teil-1/" target="_blank"><em>über Komplexität und das Leben</em></a> löblicherweise mit Komplexität. Ich bin ihm dankbar und mehr als einverstanden, dass</div>
<div>
<blockquote><p>wir … in einer komplexen Welt [leben]. Der Grad der  Komplexität unserer Welt steigt ständig. Wir Menschen können uns nur  damit befassen, wie wir besser mit Komplexität umgehen lernen. Eine  Vereinfachung der Komplexität (eine Reduktion) kann nur kurzfristig eine  Erleichterung bringen. Langfristig kann sich niemand der Komplexität des Lebens entziehen</p></blockquote>
<h3><strong><br />
Komplexität bestimmt das System</strong></h3>
<p>Wallner stellt in seinem Blog die Frage, wieviel Komplexität ein  System verträgt. Das ist eine Perspektive, die mir nicht hilfreich  scheint, denn sie führt unweigerlich zur Notwendigkeit, gegen das  Erreichen eines Komplexitätslimits einen Kampf zu führen, den Wallner  dann prompt auch beschreibt. Wallner geht davon aus, dass ein System wie  ein Gefäss ist, das ständig mit Komplexitätswasser gefüllt wird. Läuft  es über, muss man wieder Komplexität ausgiessen (= reduzieren) und Platz  schaffen für weitere Komplexität. Mir scheint, dass es genau diese  Sichtweise ist, die uns über Komplexität stöhnen lässt.</p>
<p>Für mich kann ein System keine Komplexität aufnehmen (und dann zusammen brechen, wenn es zuviel ist). Ein System <strong><em>ist</em></strong> Komplexität. System und Komplexität sind in gewisser Weise synonym.  Anders ausgedrückt: der Zustand eine Systems entspricht seinem  Komplexitätsgrad. Wenn ein System Komplexität aufnehmen könnte, dann  würde es sich verändern. Eine Stadt mit dem Komplexitätsgrad a und eine  Stadt mit dem Komplexitätsgrad b sind nicht dieselben Systeme. Wenn eine  Stadt mit dem Komplexitätsgrad a solange Komplexität von aussen  aufnehmen könnte, bis sie den Komplexitätsgrad b hat, dann wäre sie  nicht mehr dieselbe Stadt, die jetzt mit einem höheren Komplexitätsgrad  zu kämpfen hat. Nein: <strong>kein System braucht mit seiner Komplexität zu kämpfen</strong>, denn es ist gerade das System, das seinem Komplexitätsgrad entspricht! <strong><br />
</strong></p>
<h3><strong><br />
Selbstorganisation erzeugt Komplexität</strong></h3>
<p>Wenn einer kämpft, dann ist es der Mensch, der Komplexität noch nicht  verstanden hat. Das sind auffallenderweise viele Politiker und Manager,  also Menschen, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, zu  bestimmen, was sein soll und darf. Menschen also, die nichts von  Selbstorganisation wissen und sie stets mit Selbstmanagement  verwechseln. Wallner erklärt Selbstorganisation so:</p>
<blockquote><p>Dabei nehmen die Systeme in unserer Formenwelt immer  höhere Ordnungszustände ein, die sich aus dem Zusammenwirken der  Systemelemente selbst ergeben</p></blockquote>
<p>Viele Menschen lehnen diese Definition als materialistisch und  naturwissenschaftlich ab. Das ist falsch. Unser Klassifizierungswahn ist  nur ein Instrument der Komplexitätsreduktion. Die Welt kümmert sich  nicht um Schulfächer, wie Spiritualismus, Religion, Natur- und  Geisteswissenschaft. Sie funktioniert überall gleich. Auch der Geist ist  durch Selbstorganisation entstanden.</p>
<p>Wallner fragt, warum so viele Städt in ihren Slums und ihrem Müll  ersticken und findet keine Antwort. Die Antwort ist bekannt: Komplexität  entsteht durch einen ständigen Energie- und Warenstrom durch das  System. Eine Stadt muss täglich riesige Mengen von Energie und Waren  aufnehmen und Müll (es gibt auch Energiemüll – “Wärme” genannt)  abgegeben. Kommt dieser Strom zum Erliegen, sinkt die Komplexität und  das System erstickt in seinem Müll. Dann ensteht einfach ein System  niedrigerer Komplexität, bis hin zur Auflösung, d.h. bis zu einem  Nichtsystem mit Null Komplexität. Das zeigt schon, wie  Komplexitätsreduktion wirkt: sie zerstört ein System.<sup>1)</sup></p>
<p>Komplexität ist eine höchst willkommene Sache. Unser Gehirn ist  beispielsweise nur dank seiner Komplexität funktionsfähig und wer möchte  schon seine Intelligenz reduzieren?  Aber bei dem Aufbau von  Komplexität entsteht immer Unordnung und ein Durcheinander. <em><strong>Das</strong></em> ist der Auslöser unseres Unbehagens, nicht die willkommene Komplexität!  Wird das Durcheinander nicht abgebaut und die Unordnung ständig  aufgeräumt, kann nicht weiter Komplexität erzeugt werden. Das  “Ausmisten” ist aufwendig, teuer und benötigt Energie.</p>
<h3><strong><br />
Warum sind wir komplexitätsresistent?</strong></h3>
<p>Wallner meint, dass wir mit der Erzeugung von Energie aus fossilen  und atomaren Brennstoffen quasi auf Pump leben. Er nennt das  “Komplexität simulieren” und ist überzeugt, dass damit der Zusammenbruch  vorprogrammiert ist. Das ist ein sehr interessanter Gedanke, der nicht  von der Hand zu weisen ist. In meiner Wahrnehmung ist es aber nicht das  zentrale Problem. Eine Stadt ist eine Anhäufung menschlicher Individuuen  mitsamt ihrem Hab und Gut. Je mehr Energie durch diesen Haufen gepumpt  wird, desto höher die Komplexität der Stadt. Versiegt die Energiequelle,  weil z.B. kein Erdöl mehr vorhanden ist, wird einfach die Komplexität  der Stadt absinken. Aus der Sicht der Stadtpolitiker müsste man etwas  dagegen tun. Aber aus einer etwas grösseren Distanz betrachtet, hat sich  einfach ein System verändert oder aufgelöst. So what?</p>
<p>Wichtiger scheint mir für die Zukunft von Wirtschaft und  Gesellschaft, dass wir uns endlich mit dem unbekannten Wesen  “Komplexität” auseinander setzen, das uns dermassen zuzusetzen scheint.  Wir beschäftigen uns vorwiegend mit kontrollbringenden Tätigkeiten und  Geschäften. Hier ein paar Schlagzeilen aus einer aktuellen Tageszeitung:</p>
<ul>
<li> Berlusconi will weiterregieren (und die Kontrolle behalten)</li>
<li> Die Bonussteuer ist für die Wirtschaft kein Tabu mehr (Details sind überblickbar)</li>
<li> 20 Millionen für die WM2022 (Fussball gibt uns so viel  Kontrollillusion, dass wir wir ihn sogar in unsere ferne Zukunft  einplanen, obwohl es dannzumal vielleicht gar keinen Fussball mehr gibt)</li>
<li> Die Jagd auf Jörg Kachelmann (Promis, Sex and Crime sind beliebte Komplexitätsverweigerer)</li>
<li> Sepp Blatter hat die Komkurrenz ausgedribbelt (nochmals Promis, Sex and Crime und Fussball)</li>
<li> Ehren- und Familienmorde: bei beiden geht es um Männlichkeit (Gewalt hilft, Kontrolle zu bewahren)</li>
</ul>
<p>Stefan Strohschneider hat in seinem brillianten Artikel über  Kompetenzmotivation festgestellt, dass Menschen, wenn ihnen etwas über  den Kopf wächst, nur noch ihre Kompetenzhygiene pflegen und sich nicht  mehr um Sachgeschäfte kümmern<sup>2)</sup>. Wenn sich Menschen  überfordert fühlen und glauben, zu versagen, dann setzen sie alles  daran, um ihr Selbstwertgefühl wieder herzustellen und interessieren  sich nicht mehr für die tatsächlich wichtigen Dinge. Genau das beobachte  ich in der aktuellen Gesellschaft. Wir beschäftigen uns immer mehr mit  Bereichen, die unser Selbstwertgefühl heben sollen und uns Kontrolle  zurück bringen.</p>
<h3><strong><br />
Was können wir tun?</strong></h3>
<p>Wir müssen endlich beginnen, über Komplexität zu reden und sie zu  verstehen. Wie kann man das erreichen? Am besten in Schule und  Ausbildung. Die Medien hätten wohl auch entsprechende Möglichkeiten,  aber die beschäftigt sich lieber mit der Kompetenzhygienepflege der  Konsumenten. Wie sieht es an den Ausbildungsstätten heute aus? Bildung  wird Verkaufsobjekt. Die Studenten müssen Punkte wie Flugmeilen sammeln  (Kmptenzmotivation lässt grüssen). Ursula Pia Jauch schreibt im  Tagesanzeiger vom 31. Mai 2011 über das heutige Bildungssystem:</p>
<blockquote><p>Einer der letzten Lebensbereiche des Menschen, der  bislang noch nicht gänzlich von Nutzenlogik und Verkaufbarkeit  kolonialisiert war – nämlich das Lernen, das Studium, die Bildung -,  unterzieht sich nun auch noch dem Effizienzdenken</p></blockquote>
<p>Frau Jauch erinnert daran, dass im Lichthof der Universität Zürich  eine Athene steht. Doch Athene scheint sich selbst offenbar nur noch um  ihr Selbstwertgefühl zu kümmern. Heute denken allenfalls ein paar wenige  in ihren Blogs über Komplexität nach. Wenn sie aber in Vorlesungen  darüber reden, dann erhalten sie komische Blicke von den Studenten und  schlechte Bewertungen, das Modul sei zu anspruchsvoll und zu praxisfern.  So können wir natürlich nie mit der zunehmenden Komplexität leben.</p>
<p><sup>1)</sup> Addor, P. <a href="http://www.anchor.ch/Projektdynamik" target="_blank">Projektdynamik – Komplexität im Alltag</a>. Verlag Liebig. Frauenfeld, 2010<br />
<sup>2)</sup> Strohschneider, S. <a href="http://bit.ly/lBcBa6" target="_blank">Ja mach’ nur einen Plan</a>. Institut für Theoretische Psychologie, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2001</p>
</div>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fkomplexitat-kommt-nicht-von-aussen-ins-system%2F&amp;title=Komplexit%C3%A4t%20kommt%20nicht%20von%20aussen%20ins%20System" id="wpa2a_18"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die 6 wichtigsten systemischen Aspekte des Projektmanagements</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/die-6-wichtigsten-systemischen-aspekte-des-projektmanagements/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/die-6-wichtigsten-systemischen-aspekte-des-projektmanagements/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 12:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Addor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese sechs systemischen Aspekte sollte jede Person kennen, die sich mit (Projekt-)Management befasst: Ad-hocismus1: Wenn Menschen etwas machen müssen, dann machen sie sich sofort dahinter, ohne zuerst lange zu überlegen, zu planen und abzuschätzen. Beispiel: Zusammenbauen eines IKEA-Möbels. Was immer man tut, es scheint einem zu gering, um z.B. über Risiken nachzudenken. Das ist nur etwas für grosse Dinge und benötigt anscheindend viel Zeit und Aufwand. Wenn Planung und andere administrative Dinge nicht explizit vorgeschrieben sind, dann geht man lieber gleich an’s Eingemachte und versucht, es schnell hinter sich zu bringen. Wissenszunahme2: Während man am Projektgegenstand arbeitet, lernt man diesen immer besser kennen und versteht immer mehr, worauf man achten muss. Anfängliche Planungen und Überlegungen sind schnell überholt oder erweisen sich gar als falsch. Nicht selten startet ein Projekt als reines Technikunterfangen und endet in einem Prozess Redesign, der Machtstrukturen zur Disposition stellt. Übermässiges Vertrauen3: Wir haben immer zuviel Vertrauen in unsere Fähigkeiten, bzw. unterschätzen den Komplexitätsgrad unserer Vorhaben laufend. Infolge der Wissenszunahme erweisen sich alle Projekte – vom Zusammenbau eines IKEA-Möbels bis zum Mondflug – als kniffliger, als erwartet. Wie oft haben wir schon gedacht, dass ein Vorhaben schnell erledigt werden kann und mussten dann feststellen, dass wir uns [...]]]></description>
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</div><p>Diese sechs systemischen Aspekte sollte jede Person kennen, die sich mit (Projekt-)Management befasst:</p>
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<p><a href="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/falsches_Geleise.jpg"><img class="alignnone" title="falsches_Geleise" src="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/falsches_Geleise-300x257.jpg" alt="" width="300" height="257" /></a></p>
<p><strong>Ad-hocismus<sup>1</sup>:</strong> Wenn Menschen etwas machen  müssen, dann machen sie sich sofort dahinter, ohne zuerst lange zu  überlegen, zu planen und abzuschätzen. Beispiel: Zusammenbauen eines  IKEA-Möbels. Was immer man tut, es scheint einem zu gering, um z.B. über  Risiken nachzudenken. Das ist nur etwas für grosse Dinge und benötigt  anscheindend viel Zeit und Aufwand. Wenn Planung und andere  administrative Dinge nicht explizit vorgeschrieben sind, dann geht man  lieber gleich an’s Eingemachte und versucht, es schnell hinter sich zu  bringen.</p>
<p><strong><a href="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/Zunahme-Wissen.jpg"><img class="alignleft" title="Zunahme-Wissen" src="http://www.anchor.ch/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/Zunahme-Wissen-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" /></a>Wissenszunahme<sup>2</sup>:</strong> Während man am Projektgegenstand arbeitet, lernt man diesen immer  besser kennen und versteht immer mehr, worauf man achten muss.  Anfängliche Planungen und Überlegungen sind schnell überholt oder  erweisen sich gar als falsch. Nicht selten startet ein Projekt als  reines Technikunterfangen und endet in einem Prozess Redesign, der  Machtstrukturen zur Disposition stellt.</p>
<p><strong>Übermässiges Vertrauen<sup>3</sup>:</strong> Wir haben immer  zuviel Vertrauen in unsere Fähigkeiten, bzw. unterschätzen den  Komplexitätsgrad unserer Vorhaben laufend. Infolge der Wissenszunahme  erweisen sich alle Projekte – vom Zusammenbau eines IKEA-Möbels bis zum  Mondflug – als kniffliger, als erwartet. Wie oft haben wir schon  gedacht, dass ein Vorhaben schnell erledigt werden kann und mussten dann  feststellen, dass wir uns massiv getäuscht haben?</p>
<p><strong>Unvorhergesehenes<sup>4</sup>:</strong> Unvorhergesehenes ist  der Feind einer jeden Planung. Ich spreche nicht von Risiken. Diese  sind zumindest “vorherdenkbar”, wenn man auch nicht weiss, ob und wann  sie eintreten. Unvorhergesehen sind Ereignisse, an die man nie im Leben  gedacht hätte. Daher auch keinen Plan B in der Schublade hat, wenn sie  eintreffen. Unvorhergesehenes verlängert die Laufzeit der Projekte und  verringert jede Marge.</p>
<p><strong>Kompetenzmotivation<sup>5</sup>:</strong> Je mehr  Unvorhergesehenes auftaucht und je weniger unsere Pläne und unsere  Vorstellungen der Realität entsprechen, desto schlechter steht es mit  unserer Kompetenzhygiene. Wir zweifeln (zu recht) an uns und unseren  Fähigkeiten und haben nur noch ein Ziel: Unser Selbstvertrauen und  Kompetenzgefühl wieder herzustellen. Dazu kennen wir verschiedene  (zweifelhafte) Strategien. Das Präkäre ist aber, dass wir uns dann  überhaupt nicht mehr um die Sache kümmern, sondern nur noch unser  angeschlagenes Selbstwertgefühl pflegen.</p>
<p><strong>Rework Cycle<sup>6</sup>:</strong> Menschen sind keine  Maschinen, und sogar Maschinen können Fehler machen. Unsere Arbeit  erreicht nie 100% Qualität. Jedem von uns unterlaufen Patzer und  Schnitzer, auch wenn wir uns noch so Mühe geben. Je turbulenter die  Situation, je grösser der Zeitdruck und je schlechter unsere Motivation,  desto mehr Fehler passieren. Das führt zunächst zu unentdeckten Fehlern  in Arbeiten, die wir als erledigt betrachtet haben. Werden die Fehler  entdeckt, müssen wir sie ausbessern, was wiederum Zeit (und Nerven)  kostet. Sogar beim Ausbessern können wieder Fehler passieren, usw. Und  so durchlaufen wir dann mehrere “Ehrenrunden”, bis wir schliesslich  zwei- oder dreimal so viele Aufwendungen hatten, wie anfänglich  angenommen.</p>
<p><sup>1</sup>siehe z.B. D. Dörner. <em>Die Logik des Misslingens – Strategisches Denken in komplexen Situationen.</em> Rowohlt. Reinbek b. Hamburg, 1992. Seiten 42, 94, 294.<br />
<sup>2</sup> P. Addor. <a href="http://www.anchor.ch/Projektdynamik" target="_blank"><em>Projektdynamik – Komplexität im Alltag.</em></a> Liebig Verlag. Frauenfeld 2010. Seiten 57, 61<br />
<sup>3</sup> siehe z.B. H. Beck. <em>Die Logik des Irrtums – Wie uns das Gehirn täglich ein Schnippchen schlägt</em>. Verlag NZZ, Zürich 2008, Seite 63<br />
<sup>4</sup> siehe z.B. De Meyer, Loch, Pich. <em><a href="http://www.anchor.ch/Managing_Project_Uncertainity.pdf" target="_blank">Managing Project Uncertainty – From Variation to Chaos</a>. </em>MIT SLOAN MANAGEMENT REVIEW, 2002<br />
<sup>5</sup> S. Strohschneider. <a href="http://www.anchor.ch/Ja_mach_nur_einen_Plan.pdf" target="_blank"><em>Ja, mch’ nur einen Plan.</em></a> Inst. f. theoretische Psychologie der Univ. Bamberg, 2001<br />
<sup>6</sup> siehe z.B. P. Lancy. <a href="http://www.austlii.edu.au/au/journals/AUConstrLawNlr/1997/70.html" target="_blank"><em>Development Inefficiencies – Managing the Rework Cycles in Complex Projects</em></a>. ACLN #55, 1997</p>
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