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	<title>BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE &#187; Wirtschaftsblog</title>
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	<description>1. Netzwerk deutschsprachiger Business-Blogger</description>
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		<title>Ohne Schulden läuft nichts</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 16:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Korus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Am verlängerten Wochenende ein Buch lesen können ist auch in Zeiten von WEB 2.0, Bloggophilie und Twittermania für mich immer noch ein Hochgenuss &#8211; wenn das Buch was taugt: &#8220;Ohne Schulden läuft nichts&#8221; von Thomas Strobl ist ein solches Buch, das ich Ihnen unbedingt ans Herz legen möchte. Nicht, weil ich privat oder geschäftlich so ein Schuldenfan wäre &#8211; ganz im Gegenteil: wer mich kennt, weiß daß ich &#8211; inzwischen &#8211; heilfroh bin, wenn ich darum möglichst einen weiten Bogen machen kann &#8211; und es im übrigen durchaus kritisch sehe, wenn unsere Hauptschuldenbarone alias &#8220;Politiker&#8221; mit unserem Geld nur so um sich werfen, idealerweise für zockende Großbanken und deren sogenannte systemrelevante Großanleger, statt endlich in dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen wie Ausbau der Verkehrswege auf Schiene und Straße, Hochgeschwindigkeitsdatennetze oder neue Energietrassen zu investieren &#8211; um auf diese Weise das derzeit ja angeblich grassierende Wachstum zumindest doch nachhaltig abzusichern. Wie der Titel des Buches bereits ankündigt, geht es darum, daß der moderne Finanzkapitalismus unserer Prägung ohne ein ausgefeiltes Schuldensystem überhaupt kein Wachstum schaffen könnte. Denn in einer reinen Tauschwirtschaft &#8211; Motto: 5 Kilo Kartoffeln gegen 5 Kilo Eier &#8211; könne ja auch kein Mehrwert entstehen. Daß eine solch provokative These in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/ohne-schulden-lauft-nichts/&title=Ohne Schulden läuft nichts&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</div><p><a rel="attachment wp-att-1631" href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/ohne-schulden-lauft-nichts/weissgarnix/"><img class="alignright size-medium wp-image-1631" title="weissgarnix" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/11/weissgarnix-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" /></a>Am verlängerten Wochenende ein Buch lesen können ist auch in Zeiten von WEB 2.0, Bloggophilie und Twittermania für mich immer noch ein Hochgenuss &#8211; wenn das Buch was taugt: &#8220;Ohne Schulden läuft nichts&#8221; von<strong> <a href="http://www.weissgarnix.de/" target="_blank">Thomas Strobl</a></strong> ist ein solches Buch, das ich Ihnen unbedingt ans Herz legen möchte. Nicht, weil ich privat oder geschäftlich so ein Schuldenfan wäre &#8211; ganz im Gegenteil: wer mich kennt, weiß daß ich &#8211; inzwischen &#8211; heilfroh bin, wenn ich darum möglichst einen weiten Bogen machen kann &#8211; und es im übrigen durchaus kritisch sehe, wenn unsere Hauptschuldenbarone alias &#8220;Politiker&#8221; mit unserem Geld nur so um sich werfen, idealerweise für zockende Großbanken und deren sogenannte systemrelevante Großanleger, statt endlich in dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen wie Ausbau der Verkehrswege auf Schiene und Straße, Hochgeschwindigkeitsdatennetze oder neue Energietrassen zu investieren &#8211; um auf diese Weise das derzeit ja angeblich grassierende Wachstum zumindest doch nachhaltig abzusichern.</p>
<p>Wie der Titel des Buches bereits ankündigt, geht es darum, daß der moderne Finanzkapitalismus unserer Prägung ohne ein ausgefeiltes Schuldensystem überhaupt kein Wachstum schaffen könnte. Denn in einer reinen Tauschwirtschaft &#8211; Motto: 5 Kilo Kartoffeln gegen 5 Kilo Eier &#8211; könne ja auch kein Mehrwert entstehen. Daß eine solch provokative These in den Tagen der Extremverschuldung von Staaten sogleich den pawlowschen Beißreflex der klassischen Medien triggert (die ja von der jüngsten Finanzkrise wie wir alle vollständig überrascht waren) lässt sich z.B. an <a href="http://gffstream-1.vo.llnwd.net/c1/m/1288086025/radio/redezeit/wdr5_redezeit_20101026.mp3" target="_blank">diesem Interview</a> mit dem &#8220;Weissgarnix&#8221;-Blogger Strobl mit dem WDR nachhören &#8211; der flüchtige Hörer mag die Fragen des WDR-Reporters für berechtigt halten. Wer das Buch dagegen aufmerksam gelesen hat, weiß, daß Strobl hier in keiner Weise der exzessiven Staatsverschuldung das Wort redet, sondern auf sehr erfrischende und damit erhellende Weise einen Erklärungsansatz für unser heutigees Wirtschaftssystem liefert, wie ihn in dieser Deutlichkeit kaum je ein Ökonom unserer Tage einer breiteren Öffentlichkeit  präsentiert hätte.</p>
<p>Denn &#8211; sine ira et studio: Strobl beschreibt, wie unser gesamtes Wirtschaften überhaupt immer darauf fußt, daß einer &#8211; der Entrepreneur bzw. Unternehmer &#8211; sich verschuldet, um im Idealfall klug zu investieren. Diese Verschuldung allerdings wird immer und gnadenlos (für den Unternehmer) fällig zum späteren Termin &#8211; die wegen der Verzinsung aber angewachsene Schuld lässt sich nur bedienen, wenn das Kalkül des Unternehmers aufgeht, daß er durch die Investition deutlich mehr an Gewinn erzielt. Das alleine ist nicht unbedingt neu, allerdings schließt Strobl den Kreis doch auf verblüffende Weise, weil er deutlich macht, daß jeder von uns ja für sein Geld, seine Ersparnisse, auch wiederum möglichst viel zurück bekommen möchte &#8211; und diese daher wiederum &#8220;investiert&#8221;, anlegt, und sei es in Renten oder Lebensversicherungen oder Aktien dieses Unternehmens, wie auch immer. Und weil hierzulande &#8211; bzw. im gesamten Westen &#8211; so unglaubliche Reichtümer angehäuft sind, suchen diese Reichtümer im schönen Kapitalismus auch permanent nach neuen Möglichkeiten, noch besser angelegt zu werden, um wiederum Mehrwert zu bringen.</p>
<p>Abgekürzt: Des einen Verschuldung ist des anderen Gewinn, den dieser andere wiederum für neue Verschuldung eines anderen &#8220;investiert&#8221;, in der Hoffnung darauf, morgen einen &#8220;Mehrwert&#8221; zurückzubekommen. Weil das aber alle so machen, und Unternehmen schon deshalb investieren, weil sie sich im Wettbewerb mit anderen befinden, um also &#8220;im Rennen zu bleiben&#8221;, brauchen sie Kredite &#8211; und wenn einer dann auf die Idee kommt, dem anderen keinen solchen &#8220;Kredit&#8221; mehr auszubezahlen, weil er nicht mehr an die Zukunft glaubt, dann rennen wir alle los wie die Lemminge und stürzen uns kollektiv in den Sparwut-Kreditklemm-Abgrund.</p>
<p>Dann heißt es plötzlich nicht mehr &#8220;Taler, Taler, Du musst wandern&#8221;, sondern: Kein frisches Geld, kein Einkommen, damit keine weiteren Ausgaben (Investitionen) möglich, Absturz, Baisse, Niedergang und Stillstand. Andersherum: Wenn alle zahlen, investieren und an die Zukunft glauben, ernährt sich die Hausse von selbst.</p>
<p>Es ist Strobls Verdienst, diese im Grunde einfach zu verstehende Tatsache in aller Deutlichkeit neu herausgearbeitet zu haben: Unser Wirtschaften funktioniert &#8211; in der Gesamtheit &#8211; nur, wenn sich viele verschulden und viele dafür Geld ausgeben, daß sie an die Zukunft und Gewinnerwartungen jeweils vieler Schuldner &#8211; nicht aller -  glauben. Erst dann lässt sich überhaupt so etwas wie eine Wachstumsspirale in Gang setzen. &#8211; Die immer nach oben geht? Eben nicht, weiß Strobl zu verdeutlichen, denn in einem solchen System ist wegen der unabweisbaren Fälligkeit jedes Kredits ein Absturz immer wieder neu: systemimmanent. Daß die versammelte Ökonomenzunft einen solchen Absturz weltweit nicht auf dem Radarschirm hatte, mag dem einen beängstigend erscheinen, dem anderen Anlass zum Spott geben. Ich fand den Querverweis auf den Truthahn lehrreich, der 1000 Tage lang gemästet jeden Tag seine Wahrnehmung bestätigt findet &#8211; um dann am Thanksgivingday den Erkenntnisschock zu erleiden, im Bratofen zu landen. Soviel zu &#8220;Experten&#8221;, die nicht sehen konnten, was, laut Strobl, systemimmanent war: Zum Kapitalismus und zur Wachstumserwartung gehört der Absturz und die Krise als wesentlicher Bestandteil. Und: Vorsicht ist bei all jenen Experten geboten, die immer nur davon sprechen, daß der Markt &#8220;stabil&#8221; sei, weil alle daran glauben.</p>
<p>Soll man sich aber deshalb von den Experten abwenden? Kann man es jemandem verdenken, daß er &#8211; wie alle &#8211; versucht, auf fahrende Züge aufzuspringen, die ins Land unglaublicher Gewinne fahren? Wenn ich Strobl richtig verstehe: Man darf Experten hören, ja, jedoch, sich klarzumachen, daß die Blasen platzen können, in die man investiert hat, um selbst möglichst &#8220;viel davon zu haben&#8221;, schadet nicht. &#8220;Zahlen und fröhlich sein&#8221;, so ein Zockerwort &#8211; in diesem Sinne: Viel Spaß bei der Auswahl Ihres nächsten Anlageprodukts <img src='http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fohne-schulden-lauft-nichts%2F&amp;title=Ohne%20Schulden%20l%C3%A4uft%20nichts" id="wpa2a_2"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gedanken zur Wirtschaftsblogszene in Deutschland</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 07:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Blick Log]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftsblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Peer2Peer-Kreditbörse Smava ist gerade dabei den Finance Blog of the Year zu küren. Natürlich ist dies vor allem eine PR-Aktion für Smava. Gleichwohl ist die ein willkommener Anlass, sich ein paar Gedanken zum Stand der Wirtschaftsblogszene in Deutschland zu machen. Gute Qualität, mangelnde Wahrnehmung? Über die Qualität der deutschen Wirtschaftsblogszene hat es bisher nur wenige Reflektionen gegeben. Die einzige Debatte, die ich kenne, haben ausgerechnet zwei US-Blogger, nämlich Felix Salmon und Edward Harrison gestartet. Meinen Beitrag dazu habe ich “Bloggerstreit mit Süddeutscher und Spiegel Online” gegeben. Von meiner damals geäußerten Auffassung brauche ich nicht abrücken: Die deutschsprachigen Wirtschaftsblogs haben weniger ein Qualitätsproblem als ein Wahrnehmungsproblem. Sie werden von den etablierten Medien weitestgehend ignoriert. Das ist bedauerlich und auch erstaunlich, weil sicher ein Teil des “Linkgewichts” der Webseiten von Handelsblatt, FTD, FAZ und vielen weiteren Sites durch Wirtschaftsblogs recht umfangreich gespeist wird. Aber bevor mit jetzt jemand ein Taschentuch reichen möchte, so wild ist das nicht. Wirtschaftsblogs tun nämlich gut daran, die eigene Bedeutung nicht an der Resonanz in etablierten Medien zu messen. Immerhin lesen doch viele Vertreter der Medienzunft in Wirtschaftsblogs (siehe dazu diese Untersuchung), um Anregungen für Themen zu erhalten und Hintergründe zu recherchieren. Warum sie dennoch Blogs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Die Peer2Peer-Kreditbörse Smava ist gerade dabei den Finance Blog of the Year zu küren. Natürlich ist dies vor allem eine PR-Aktion für Smava. Gleichwohl ist die ein willkommener Anlass, sich ein paar Gedanken zum Stand der Wirtschaftsblogszene in Deutschland zu machen.</p>
<h5>Gute Qualität, mangelnde Wahrnehmung?</h5>
<p>Über die Qualität der deutschen Wirtschaftsblogszene hat es bisher nur wenige Reflektionen gegeben. Die einzige Debatte, die ich kenne, haben ausgerechnet zwei US-Blogger, nämlich <a href="http://blogs.reuters.com/felix-salmon/2009/04/19/10-reasons-for-the-lack-of-german-econobloggers/" target="_blank">Felix Salmon</a> und <a href="http://www.creditwritedowns.com/2009/04/the-german-econblogger-space-is-just-fine.html" target="_blank">Edward Harrison</a> gestartet. Meinen Beitrag dazu habe ich “<a href="http://www.blicklog.com/2009/05/10/putziger-bloggerstreit-mit-sddeutscher-und-spiegel-online/" target="_blank">Bloggerstreit mit Süddeutscher und Spiegel Online</a>” gegeben.</p>
<p>Von meiner damals geäußerten Auffassung brauche ich nicht abrücken: Die deutschsprachigen Wirtschaftsblogs haben weniger ein Qualitätsproblem als ein Wahrnehmungsproblem. Sie werden von den etablierten Medien weitestgehend ignoriert. Das ist bedauerlich und auch erstaunlich, weil sicher ein Teil des “Linkgewichts” der Webseiten von Handelsblatt, FTD, FAZ und vielen weiteren Sites durch Wirtschaftsblogs recht umfangreich gespeist wird. </p>
<p>Aber bevor mit jetzt jemand ein Taschentuch reichen möchte, so wild ist das nicht. Wirtschaftsblogs tun nämlich gut daran, die eigene Bedeutung nicht an der Resonanz in etablierten Medien zu messen. Immerhin lesen doch viele Vertreter der Medienzunft in Wirtschaftsblogs (siehe dazu <a href="http://www.wp-online.de/snippet/09/07.pdf" target="_blank">diese Untersuchung</a>), um Anregungen für Themen zu erhalten und Hintergründe zu recherchieren. Warum sie dennoch Blogs nicht ab und zu einmal zitieren, weiß nur der Abendwind.</p>
<p>Es könnte gar an dem typisch deutschen “Renommier-Komplex” liegen, der fast täglich bei der Zeitungslektüre auffällt. Man zitiert gern “renommierte Quellen”, “anerkannte Fachleute”, “ausgewiesene Experten” oder “prominente Kenner”. Wenn man nicht durch Zufall, die Bild, die FAZ (dazu <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/wie-frank-schirrmacher-sich-seine-experten-aufblast/" target="_blank">Knüwers lesenswerter Beitrag: Wie Frank Schirrmacher sich seine Experten aufbläst</a>) oder ein anderes Leitmedium dazu “gemacht” wird, dann hat man es schwer, diesen Status zu erreichen. Sich auf einen Wirtschaftsblog zu berufen, ist in Deutschland (noch?) nicht angesagt. Von der in den USA zu beobachtende sich gegenseitig befruchtende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsblogs und Medien ist hier leider weit und breit nichts zu sehen (Ausnahme Weissgarnix).</p>
<p>Ich bleibe dennoch bei meiner Auffassung, dass die inhaltliche Qualität vieler nationaler und internationaler Blogs mittlerweile ausgesprochen hoch ist. Möglicherweise liegt aber aber genau darin die Ursache des Wahrnehmungsproblems der Wirtschaftsblogs. Viele schreiben nicht in leicht konsumierbaren Häppchen, sondern holen manchen schwer verdaulichen Brocken an die Oberfläche und bohren an vielen Stellen deutlich tiefer als dies etablierte Medien tun, die meist auch Nichtfachleute adressieren müssen.</p>
<h5>Mangelnde Verlinkung und Vertweetung<span id="more-250"></span></h5>
<p>Der etablierte Wirtschaftsblogger <a href="http://egghat.blogspot.com">egghat</a> wies in einem Kommentar zum <a href="http://www.blicklog.com/2010/01/29/zum-start-des-bloggerforums-wirtschaft-gedanken-zu-deutschen-wirtschaftsblogs/" target="_blank">Start des Bloggerforums Wirtschaft</a> auf das Problem der mangelnde Verlinkung der Wirtschaftsblogs hin. Der anonym schreibende Egghat liegt hier richtig und spricht damit ein Thema an, an dem die Wirtschaftsblogs selbst schuld sind. Sie nehmen sich nämlich gegenseitig kaum wahr und führen, anders als etwa die <a href="http://www.deutscheblogcharts.de" target="_blank">Top 100 Blogger</a>, viel seltener Diskussionen mit- oder gegeneinander (siehe auch “<a href="http://www.blicklog.com/2009/01/23/erfahrungen-eines-neulings-unter-den-wirtschaftsbloggern/" target="_blank">Erfahrungen eines neuen Wirtschaftsblogs</a>”). Viele verlinken eher auf die etablierte Wirtschaftspresse, auf US-Blogs oder am liebsten gar nicht, als auf themenähnliche Blogs im deutschsprachigen Raum. </p>
<p>Die mangelnde Verlinkung der Wirtschaftsblogs gilt übrigens auch für deren Blogrolls. Es sind doch diverse Sites in der <a href="http://www.mindmeister.com/35349483/mindmap-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs-by-http-www-blicklog-com" target="_blank">Mindmap deutscher Wirtschaftsblogs</a> zu finden, die gar keine Blogs auf ihren Empfehlungslisten haben.</p>
<h5>Und was macht jetzt einen guten Wirtschaftblog aus?</h5>
<p>Eigentlich wollte ich dieser Frage ausweichen, fand aber den Beitrag ohne einen Streifzug zur Qualität unvollständig. Objektiv lässt sich die Frage kaum beantworten, daher kann ich hier nur meine persönlichen Geschmacksnerven sprechen lassen.</p>
<p>Wirtschaftsblogs befassen sich inhaltlich etwa mit Themen aus der Ökonomie, dem betrieblichen Alltag, der Managementpraxis oder verschiedensten Märkten. Die Vielfalt der Themengebiete, wie sie etwa in der Mindmap <a href="http://www.mindmeister.com/35349483/mindmap-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs-by-http-www-blicklog-com">Deutsche Wirtschaftsblogs</a> zum Ausdruck kommt, ist erstaunlich hoch. Die Inhalte selbst lassen sich kaum noch ordnen. </p>
<p>Ich mag Blogbeiträge, wenn sie kein <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/09/11/online-news-reines-copy-paste/">Copy und Paste</a> anderer Medien sind und entweder neue Themen hervorholen, bekannte Sachverhalte neu belichten oder eine kritische Position zum Mainstream einnehmen. Häufig freue ich mich schon, wenn bestehende News mit zusätzlichen Hintergrundinformationen und Links auf Primärquellen versehen sind (übrigens eine große Schwäche der etablierten Medien) oder sie über Themen berichten, die bisher nicht den Weg in deutsche (Online-) Medien gefunden haben.</p>
<p>Natürlich wird mir jemand, dem bei meinen Lobeshymnen die Hutschnurr platzt, mich ebenfalls mit Beispielen qualitativ schlechter Beiträge zuschütten können. Aber ich bezweifele gar nicht, dass es auch jede Menge schlechte Beiträge und Blogs gibt. Wie bei Autos, Banken, klassischen Medienseiten oder Politikern, gibt es halt auch Wirtschaftsblogs unterschiedlichste Qualitäten. Und am ende entscheidet der Leser, was er lesen will. </p>
<p>Einen letzten wichtigen Gedanken zu Wirtschaftsblogs hebe ich für einen späteren Beitrag auf, in dem es um die (nicht vorhandene) Kultur in Deutschland geht, Wissen mit anderen zu teilen. Ich glaube nämlich, hier liegt noch ein Hemmschuh für Wirtschaftsblogs. </p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fgedanken-zur-wirtschaftsblogszene-in-deutschland%2F&amp;title=Gedanken%20zur%20Wirtschaftsblogszene%20in%20Deutschland" id="wpa2a_4"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Mindmap deutschsprachiger Wirtschaftsblogs</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/mindmap-der-deutschen-wirtschaftsblogs/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/mindmap-der-deutschen-wirtschaftsblogs/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 20:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen hatte der Blick Log einen Gastbeitrag mit einer Darstellung der US-Wirtschaftsblogs. (siehe “The Periodic Table of US-Finance Bloggers”) veröffentlicht. Mir ist dazu aufgefallen, dass es keine vergleichbare Darstellung für deutschsprachige Wirtschaftsblogs gibt. Klar, es gibt viele themenbezogene Verzeichnisse mit Blogs, aber die Wirtschaftsblogs, wie ich sie verstehe, gehen da meist unter. So listet etwa die Bloggerei derzeit 443 Webseiten unter der Kategorie Wirtschaftsblogs. Darunter sind aber viele Verbraucher- oder Ratgeberblogs, die ich genau so wenig zu den Wirtschaftsblogs rechne, wie Blogs, die ihren Besuchern wie auch immer geartete (Dienst-)Leistung vermitteln wollen. Nach meinem Verständnis berichten oder kommentieren Wirtschaftsblogs ökonomische Sachverhalte. Dazu gehören etwa Themen über Markt- oder Konjunkturentwicklungen, Beiträge aus dem Alltag finanz- und betriebswirtschaftlicher Fragen sowie zum Management von Unternehmen. Mir ist schon bewusst, dass wie immer man eine solche Map strukturiert, man diese auch anders darstellen kann. Dies gilt erst recht für die Auswahl der Blogs, die ich nach meinem persönlichen Geschmack ausgewählt habe und dafür keine Definitionshoheit beanspruche. Nicht berücksichtigt sind Unternehmensblogs, die in Ergänzung zu einer Unternehmenswebsite betrieben werden und vorwiegend PR-Zwecken dienen, sowie Blogs, die in den letzten vier Wochen nicht aktualisiert wurden Die unten dargestellte Mindmap, die in diesem Beitrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/mindmap-der-deutschen-wirtschaftsblogs/&title=Mindmap deutschsprachiger Wirtschaftsblogs&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Vor ein paar Wochen hatte der <a href="http://www.blicklog.com/2009/11/08/the-periodic-table-of-us-finance-bloggers/" target="_blank">Blick Log einen Gastbeitrag</a> mit einer Darstellung der US-Wirtschaftsblogs. (siehe “<a href="http://www.blicklog.com/2009/11/08/the-periodic-table-of-us-finance-bloggers/">The Periodic Table of US-Finance Bloggers”</a>) veröffentlicht. Mir ist dazu aufgefallen, dass es keine vergleichbare Darstellung für deutschsprachige Wirtschaftsblogs gibt. Klar, es gibt viele themenbezogene Verzeichnisse mit Blogs, aber die Wirtschaftsblogs, wie ich sie verstehe, gehen da meist unter. </p>
<p>So listet etwa die Bloggerei derzeit 443 Webseiten unter der <a href="http://www.bloggerei.de/rubrik_1_Wirtschaftsblogs" target="_blank">Kategorie Wirtschaftsblogs</a>. Darunter sind aber viele Verbraucher- oder Ratgeberblogs, die ich genau so wenig zu den Wirtschaftsblogs rechne, wie Blogs, die ihren Besuchern wie auch immer geartete (Dienst-)Leistung vermitteln wollen. Nach meinem Verständnis berichten oder kommentieren Wirtschaftsblogs ökonomische Sachverhalte. Dazu gehören etwa Themen über Markt- oder Konjunkturentwicklungen, Beiträge aus dem Alltag finanz- und betriebswirtschaftlicher Fragen sowie zum Management von Unternehmen. </p>
<p>Mir ist schon bewusst, dass wie immer man eine solche Map strukturiert, man diese auch anders darstellen kann. Dies gilt erst recht für die Auswahl der Blogs, die ich nach meinem persönlichen Geschmack ausgewählt habe und dafür keine Definitionshoheit beanspruche. Nicht berücksichtigt sind Unternehmensblogs, die in Ergänzung zu einer Unternehmenswebsite betrieben werden und vorwiegend PR-Zwecken dienen, sowie Blogs, die in den letzten vier Wochen nicht aktualisiert wurden </p>
<p>Die <a href="http://www.mindmeister.com/35349483/mindmap-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs-by-http-www-blicklog-com" target="_blank">unten dargestellte Mindmap</a>, die in diesem Beitrag nur in Ausschnitten eingebettet werden kann, ist dynamisch. Ich passe sie von Zeit zu Zeit an. In der Map erscheint immer die jeweils aktuellste Fassung. Der Pfeil hinter dem Namen gibt eine Vorschau frei und enthält den direkten Link auf den jeweiligen Blog. Ich freue mich natürlich auf Hinweise zu weiteren Wirtschaftsblogs. So fehlen mir insbesondere Blogs mit Schwerpunktthemen Unternehmensberatung und Versicherungen. </p>
<p> <iframe style="overflow: hidden" height="400" src="http://www.mindmeister.com/maps/public_map_shell/35349483?width=600&amp;height=400&amp;zoom=1" frameborder="0" width="600" scrolling="no"></iframe>
<p>Für die Navigation in der Mindmap: Auf das Symbol <a href="file:///C:/Users/dirk/AppData/Local/Temp/WindowsLiveWriter-429641856/supfiles1FA0113/image2.png"><img title="image_thumb" border="0" alt="image_thumb" src="http://www.blicklog.com/wp-content/uploads/2009/04/d348019fcea0_14F81/image_thumb.png" width="46" height="37" /></a> klicken, um die Ansicht zu vergrößern. Durch Drücken der linken Maustaste kann man in der Mindmap navigieren und die entsprechenden Links sind natürlich anklickbar. Wer möchte, der kann die Map auch in seine Website einbinden über folgenden Code:</p>
<p>&lt;iframe width=&quot;600&quot; height=&quot;400&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;<a href="http://www.mindmeister.com/maps/public_map_shell/35349483?width=600&amp;height=400&amp;zoom=1&quot;">http://www.mindmeister.com/maps/public_map_shell/35349483?width=600&amp;height=400&amp;zoom=1&quot;</a> scrolling=&quot;no&quot; style=&quot;overflow:hidden&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;</p>
<p>Dieser Beitrag ist eine redaktionell leicht überarbeitete Fassung des gleichnamigen <a href="http://www.blicklog.com/2009/12/03/mindmap-der-deutschen-wirtschaftsblogs/" target="_blank">Beitrags im Blick Log</a>. </p>
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