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	<title>BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE &#187; Finanzkrise</title>
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	<description>1. Netzwerk deutschsprachiger Business-Blogger</description>
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		<title>Gefahren für die Eurozone</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 20:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ketzerisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Euroraum]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Januar 2009, lange bevor von den Medien das Ende des Euros herbei beschworen wurde, habe ich die Gefahren für die Eurozone beleuchtet. Zeit für ein Review und Update. Die Zunahme der Verschuldung bei einzelnen Ländern sowie die Unsicherheit über die Einnahmen und den Zustand der Wirtschaft führt zu den unterschiedlichen Risikoeinschätzungen. Für Länder in der Eurozone gilt dies im besonderen Maße. Die Euroländer haben ihre Währungshoheit an die EZB abgetreten. Im Gegensatz zu anderen Ländern können sie sich daher nicht einfach über eine höhere Inflationsrate und einer Währungsabwertung entschulden. Diese einfach Erkenntnis müssen nun viele Euroländer machen. Da die Währungsabwertung nicht möglich ist, haben viele Länder inzwischen den Weg der &#8220;internen Abwertung&#8221; eingeschritten und Gehälter und Sozialleistungen gekürzt. Euroländer haben daher eigentlich nur eine Möglichkeit ihre Zahlungsfähigkeit zu bewahren: Sie müssen mehr Geld einnehmen als ausgeben. Brechen die Steuereinnahmen im Zuge der Krise stark weg, so kann so mancher Eurostaat gezwungen sein, mitten in der Krise zu sparen. Besonders wenn er schon auf einem hohen Verschuldungsniveau steht oder sich durch Konjunkturpakete und kostspieligen Bankrettungen auf ein solches begibt. Griechenland und Portugal sind inzwischen als Typ 1 erkannt und Irland als Typ 2. Griechenland und Irland galten schon damals als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/gefahren-fur-die-eurozone/&title=Gefahren für die Eurozone&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Im Januar 2009, lange bevor von den Medien das Ende des Euros herbei beschworen wurde, habe ich die <a href="http://verlorenegeneration.de/2009/01/19/eurozone-in-gefahr/">Gefahren für die Eurozone</a> beleuchtet. Zeit für ein Review und Update.<br />
<span id="more-1948"></span></p>
<blockquote><p>
Die Zunahme der Verschuldung bei einzelnen Ländern sowie die Unsicherheit über die Einnahmen und den Zustand der Wirtschaft führt zu den unterschiedlichen Risikoeinschätzungen.</p>
<p>Für Länder in der Eurozone gilt dies im besonderen Maße. Die Euroländer haben ihre Währungshoheit an die EZB abgetreten. Im Gegensatz zu anderen Ländern können sie sich daher nicht einfach über eine höhere Inflationsrate und einer Währungsabwertung entschulden.
</p></blockquote>
<p>Diese einfach Erkenntnis müssen nun viele Euroländer machen. Da die Währungsabwertung nicht möglich ist, haben viele Länder inzwischen den Weg der &#8220;internen Abwertung&#8221; eingeschritten und Gehälter und Sozialleistungen gekürzt.</p>
<blockquote><p>
Euroländer haben daher eigentlich nur eine Möglichkeit ihre Zahlungsfähigkeit zu bewahren: Sie müssen mehr Geld einnehmen als ausgeben. Brechen die Steuereinnahmen im Zuge der Krise stark weg, so kann so mancher Eurostaat gezwungen sein, mitten in der Krise zu sparen. Besonders wenn er schon auf einem hohen Verschuldungsniveau steht oder sich durch Konjunkturpakete und kostspieligen Bankrettungen auf ein solches begibt.
</p></blockquote>
<p>Griechenland und Portugal sind inzwischen als Typ 1 erkannt und Irland als Typ 2. Griechenland und Irland galten schon damals als gefährdet. Die Slowakei hatte ich damals noch auf der Liste, aber sie hat sich inzwischen gefangen. Spanien ist damals wie heute gefährdet aber noch nicht kritisch.</p>
<blockquote><p>
Haben die Länder nicht genug politischen Willen für Sparanstrengungen und die damit zwangsläufig verbundenen Strukturreformen, so gibt es mit dem Austritt aus der Eurozone noch den Heldennotausgang. Die Verlockung: Mit einem Austritt könnte man wieder eine eigene Währung haben und sich dann über eine Abwertung entschulden. Praktisch ist das nicht so einfach und hochgradig gefährlich. Erstens liegen viele Schulden in Euro vor. Devisenschulden wird der Staat über eine Abwertung aber nicht los. Hier müsste ein Staatsbankrott erklärt werden.
</p></blockquote>
<p>Diese Meinung habe ich noch immer. Ein Austritt aus dem Euro wäre für die meisten Kandidaten zwangsläufig mit einem Staatsbankrott verbunden. Nur wenn die sowieso einen Staatsbankrott bekommen, wieso sollten sie dann überhaupt austreten? Viel geschickter ist es, den Euro zu behalten und die Staatspleite direkt zu erklären. Entgegen weit verbreiteter Märchen ist dies auch nicht gleichbedeutend mit einer sozialen Katastrophe. Wenn der Staat einen primären Haushaltsüberschuss hat, also ohne Berücksichtigung der Zinsen mehr Steuereinnahmen als -ausgaben, dann müssen die Sozialleistungen sogar gar nicht gekürzt werden. Schade entsteht erst einmal nur bei den Gläubigern des Staates und das sind reiche Inländer und Ausländer.</p>
<p>Der Staat müssten dann reformiert werden und irgendwann seinen Schuldendienst wieder aufnehmen.</p>
<blockquote><p>
Zudem wäre ein Land mit eigener Währung der globalen Finanzkrise noch viel stärker ausgesetzt. Exporteure würde zwar von niedrigeren Wechselkursen profitieren, aber wäre auch dem Risiko von hohen Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Die Zinsen in der Währung würden steigen und eine große Belastung für die Wirtschaft des Landes darstellen. Alles keine erstrebenswerten Zustände. Daher halte ich einen freiwilligen Austritt derzeit noch für unwahrscheinlich.
</p></blockquote>
<p>Das sehe ich immer noch so. Allerdings gibt es Tendenzen, dass die starken Ländern den Euro verlassen. Diese könnten dies natürlich weitgehend ohne Probleme tun.</p>
<blockquote><p>
Es gibt aber auch andere Stimmen. Die EU-Kommission hat Sorgen, dass die stark steigende Verschuldung den Stabilitätspakt schaden könnte. Haben die Euroländer erst einmal das Gefühl, dass der Pakt im Zweifel nicht so streng ausgelegt wird, so könnte aus dem aktuellem Schuldenproblem ein strukturelles werden. Viele typische Schuldenländer drängen schon auf eine laxe Handhabung des Paktes. Setzt sich eine neue Schuldenpolitik langfristig durch, so sind der EU-Kommission die Hände gebunden. Echte Sanktionsmöglichkeiten sind schwer durchzusetzen. Die EZB müsste die Schuldenpolitik mit höheren Zinsen bekämpfen. Ein Vorgehen, welches Druck auf deren Unabhängigkeit auslösen könnte.
</p></blockquote>
<p>Hier war ich sträflich optimistisch. Die EU-Kommission hat nicht einmal versucht den Stabilitätspakt zu verteidigen und strebt scheinbar strukturelle Transfermechanismen unter dem &#8220;Rettungsschirm&#8221; an. Die südländische Schuldenkultur hat sich damit klar durchgesetzt in der EU. Allen Brusttrommeln von Frau Merkel zum trotz. Besonders falsch habe ich die Rolle der EZB eingeschätzt. Nicht nur hat sie nicht die Zinsen erhöht, als das Pendel Richtung Staatsverschuldung schlug, sie hat sogar mit dem Aufkauf von Staatsanleihen Schulden direkt monetarisiert und sich damit in eine riskante Position gebracht. Es besteht die Gefahr, dass sie Verluste aus dem eingegangenen Kreditrisiko erleidet, die dann ihren Handlungsspielraum bei der Inflationsbekämpfung einschränken.</p>
<blockquote><p>
Bei der Wettbörse InTrade kann man bereits Wetten auf ein Austreten eines Eurostaates bis Ende 2010 abschließen. Die aktuelle eingpreiste Wahrscheinlichkeit ist 30%. Wer das für unrealistisch hält ist eingeladen dagegen zu wetten.
</p></blockquote>
<p>Wie wir inzwischen wissen, ist bei Ende 2010 kein Staat aus dem Euro ausgetreten. Aber InTrade hat inzwischen neue Wetten aufgelegt. Danach ist die Wahrscheinlichkeit, dass bis Ende 2014 ein Land den Euro verlässt bei 47%. Die Gefahr ist also nicht vom Tisch. Ein Fehler wäre es meiner Meinung nach aber immer noch.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.intrade.com/jsp/intrade/common/c_cd.jsp?conDetailID=589672&amp;z=1232156219706"><img title="Intrade Kurs" src="http://data.intrade.com/graphing/closingChart.gif?contractId=589672&amp;intradeChart=true&amp;transBackground=true&amp;transBackground=true" alt="Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2010 aufgibt." width="300" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Intrade: Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2010 aufgibt.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.intrade.com/jsp/intrade/common/c_cd.jsp?conDetailID=713738&amp;z=1298847151834"><img title="Intrade Kurs" src="http://data.intrade.com/graphing/closingChart.gif?contractId=713738&amp;intradeChart=true&amp;transBackground=true&amp;transBackground=true" alt="Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2011 aufgibt." width="300" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Intrade: Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2011 aufgibt.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.intrade.com/jsp/intrade/common/c_cd.jsp?conDetailID=713737&amp;z=1298847210803"><img title="Intrade Kurs" src="http://data.intrade.com/graphing/closingChart.gif?contractId=713737&amp;intradeChart=true&amp;transBackground=true&amp;transBackground=true" alt="Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2012 aufgibt." width="300" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Intrade: Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2012 aufgibt.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.intrade.com/jsp/intrade/common/c_cd.jsp?conDetailID=713736&amp;z=1298847271281"><img title="Intrade Kurs" src="http://data.intrade.com/graphing/closingChart.gif?contractId=713736&amp;intradeChart=true&amp;transBackground=true&amp;transBackground=true" alt="Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2013 aufgibt." width="300" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Intrade: Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2013 aufgibt.</p></div>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.intrade.com/jsp/intrade/common/c_cd.jsp?conDetailID=713578&amp;z=1298847344324"><img title="Intrade Kurs" src="http://data.intrade.com/graphing/closingChart.gif?contractId=713578&amp;intradeChart=true&amp;transBackground=true&amp;transBackground=true" alt="Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2014 aufgibt." width="300" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Intrade: Entwicklung der Wahrscheinlichkeit das ein Euroland den Euro bis Ende 2014 aufgibt.</p></div>
<p>(Cross-Posting: Ursprünglich <a href="http://verlorenegeneration.de/2011/02/27/gefahren-fur-die-eurozone/">veröffentlicht</a> im Blog Verlorene Generation)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zwei Jahre nach Lehman und AIG: &#8220;Gier der Anleger&#8221; als vergessene Ursache der Finanzkrise</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/zwei-jahre-nach-lehman-gier-der-anleger-als-vergessene-ursache-der-finanzkrise/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 04:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Börsen]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gier]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Implosion der Finanzmärkte liegt inzwischen zwei Jahre zurück und es ist ruhiger um das Thema und vor allem um die Aufarbeitung der Krise geworden. In den vergangenen zwei Jahren hat es viele mechanische Schuldzuweisungen gegeben. Jeder hatte eine Erklärung, warum es an ihn nicht und nur an den jeweils anderen gelegen hat. Die Politik war Schuld wegen der mangelhaften Regulierungsvorschriften, die Aufsichtsbehörden wegen zu laxer Kontrolle. Manager und Angestellte in Banken wurden der Bonusgier bezichtigt und die Aktionäre der Finanzhäuser und Fonds waren zu ausschüttungsorientiert. Ich bin weiterhin der Meinung, dass sehr viel mehr als nur die Finanzhäuser ihren Anteil an der Finanzkrise hatten. Ich habe aus dem Anlass der unerfreulichen Jahrestages noch einmal meine Entschuldigung an Banken und Steuerzahler vom Oktober 2008 gelesen. Damals habe ich dargestellt, wie fast jeder von uns seinen Beitrag geleistet hat. Jetzt, zwei Jahre danach, stellt das Handelsblatt wieder fest, dass auch die privaten Bankkunden längst wieder in alte Verhaltensschemata zurück gefallen sind. In “Die Gier der Kunden ist zurück” stellen sie dar, wie viele Bankkunden sich von Lockangeboten für Tages- und Festgeld ködern lassen. Besonders ausländische Institute fallen wieder durch Hochzinsangebote auf und es werden wieder vielfach Traumkonditionen auf Kosten der Einlagensicherung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Die Implosion der Finanzmärkte liegt inzwischen zwei Jahre zurück und es ist ruhiger um das Thema und vor allem um die <a href="http://www.mindmeister.com/maps/show/46576919" target="_blank">Aufarbeitung der Krise</a> geworden. In den vergangenen zwei Jahren hat es viele mechanische Schuldzuweisungen gegeben. Jeder hatte eine Erklärung, warum es an ihn nicht und nur an den jeweils anderen gelegen hat. Die <a href="http://www.ordnungspolitik.ch/2008/09/26/finanzkrise-korrigiert-staatsversagen/">Politik war Schuld wegen der mangelhaften Regulierungsvorschriften, </a>die Aufsichtsbehörden wegen zu laxer Kontrolle. Manager und Angestellte in Banken wurden der <a href="http://www.mastertraders.de/trading-depot/2008/09/22/warum-die-gier-gesund-ist/">Bonusgier bezichtigt</a> und die Aktionäre der Finanzhäuser und Fonds waren zu ausschüttungsorientiert.</p>
<p>Ich bin weiterhin der Meinung, dass sehr viel mehr als nur die Finanzhäuser ihren Anteil an der Finanzkrise hatten. Ich habe aus dem Anlass der unerfreulichen Jahrestages noch einmal meine <a href="http://www.blicklog.com/2008/10/15/liebe-banken-liebe-steuerzahler-entschuldigung-fur-mein-verhalten-das-euch-erst-in-die-finanzkrise-getrieben-hat/" target="_blank">Entschuldigung an Banken und Steuerzahler</a> vom Oktober 2008 gelesen. Damals habe ich dargestellt, wie fast jeder von uns seinen Beitrag geleistet hat.</p>
<p>Jetzt, zwei Jahre danach, stellt das Handelsblatt wieder fest, dass auch die privaten Bankkunden längst wieder in alte Verhaltensschemata zurück gefallen sind. In “<a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/private-geldanlage-die-gier-der-kunden-ist-zurueck;2650944">Die Gier der Kunden ist zurück” </a>stellen sie dar, wie viele Bankkunden sich von Lockangeboten für Tages- und Festgeld ködern lassen. Besonders ausländische Institute fallen wieder durch Hochzinsangebote auf und es werden wieder vielfach Traumkonditionen auf Kosten der Einlagensicherung geboten.</p>
<p> <span id="more-1530"></span>Die Ursachen für die Finanzkrise sind sehr vielfältig und komplex miteinander vernetzt. In den Mindmaps “<a href="http://www.blicklog.com/wp-content/Finanzkrise/Ursachen/map.htm" target="_blank">Fundamentale Ursachen</a>” und “<a href="http://www.blicklog.com/wp-content/Finanzkrise/Mindset/map.htm" target="_blank">Mindset</a>” hat der Blick Log viele Punkte zusammen getragen, die in verschiedensten Veröffentlichungen eine Rolle gespielt haben könnten. Trotz der Vielfalt ist die Darstellung sicher nicht komplett. Aber dass die “Gier der Anleger” (egal ob Kleinanleger oder professioneller Investor) nach Rendite eine zentrale Rolle gespielt hat, dürfte kaum angezweifelt werden können.
</p>
<p>Und die Benennung der “Gier” hier soll nicht nach Vorwurf oder gar moralisierend klingen. Die Gier ist, <a href="http://www.faz.net/s/RubF0E19050B066464AB68BBD3CCF4AEB16/Doc~E140E6A697C8A4511943779E4DE20F0E6~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell" target="_blank">wie die FAZ einmal schrieb</a>, “die populärste Erklärung der Wirtschaftskrise und zugleich die rätselhafteste.” <a href="http://starke-meinungen.de/blog/2010/01/28/gier-ist-gut-jetzt-erst-recht/" target="_blank">“Gier” ist eine zentrale Antriebsfeder</a> unserer Wirtschaftsordnung. Und wer sich ehrlich genau anschaut, der wird sie in vielen Verhaltensweisen bei sich selbst entdecken, selbst wenn er/sie dies nicht als “Gier” ansieht. Und das ist nicht überraschend, denn Gier ist neurologisch erklärbar. Wer sich dafür interessiert, der schaue in den Beitrag “<a href="http://www.blicklog.com/2008/12/02/fur-unser-hirn-gilt-geld-sex-drogen-gier/" target="_blank">Für unser Hirn gilt: Geld = Sex = Drogen = Gier</a>”, höre im Deutschlandfunk “<a href="http://www.dradio.de/">Hauptsache immer mehr</a>” oder schlage in dem gut zu lesen Buch von Jason Zweig: “<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446412239?ie=UTF8&amp;tag=blilog-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3446412239">Gier. Neuroökonomie: Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht</a>” nach.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fzwei-jahre-nach-lehman-gier-der-anleger-als-vergessene-ursache-der-finanzkrise%2F&amp;title=Zwei%20Jahre%20nach%20Lehman%20und%20AIG%3A%20%26ldquo%3BGier%20der%20Anleger%26rdquo%3B%20als%20vergessene%20Ursache%20der%20Finanzkrise" id="wpa2a_4"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit motivierten Projektteams zu mehr Projekterfolg!</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/motivierte-projektteams-mehr-projekterfolg/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 15:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mittelstand]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Zeiten, auch im Projektmanagement, in denen alles rund läuft. Auf Anhieb funktioniert alles bestens, das Projektteam hat Erfolg und der Chef ist zufrieden. Schöne heile Welt!

Doch ebenso wie die Hochs, gibt es, erst recht im Projektgeschäft, auch die Tiefs. Vor allem in Krisenzeiten, aber auch in Zeiten stark zunehmender Auftragszahlen ist nicht immer eine Hochstimmung anzutreffen. Der Druck steigt, nichts möchte funktionieren und die Firmenleitung ist häufig unzufrieden. Und die Motivation des Teams ist am Boden. In solchen Situationen muss der Projektleiter sich zu helfen wissen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/motivierte-projektteams-mehr-projekterfolg/&title=Mit motivierten Projektteams zu mehr Projekterfolg!&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Es gibt Zeiten, auch im Projektmanagement, in denen <strong>alles rund läuft</strong>. Auf Anhieb funktioniert alles bestens, das Projektteam hat Erfolg und der Chef ist zufrieden. Schöne heile Welt!</p>
<p>Doch ebenso wie die Hochs, gibt es, erst recht im Projektgeschäft, auch die Tiefs. Vor allem in Krisenzeiten, aber auch in Zeiten stark zunehmender Auftragszahlen ist nicht immer eine Hochstimmung anzutreffen. Der Druck steigt, nichts möchte funktionieren und die Firmenleitung ist häufig unzufrieden. Und die <strong>Motivation des Teams ist am Boden</strong>. In solchen Situationen muss der Projektleiter sich zu helfen wissen!</p>
<p><strong>Doch wie können Sie Ihr Team in solchen Zeiten noch motivieren?</strong></p>
<p><img class="alignnone size-large wp-image-1475" title="Motivierte Projektteams (Quelle flickr.com @clspeace)" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/09/projekt-team-motivation-600x400.jpg" alt="" width="600" height="400" /></p>
<p><strong>Zuhören und Teamwissen einbeziehen</strong></p>
<p>Ihre Mitarbeiter haben Ideen und Meinungen, die sie gerne mitteilen möchten. Hören Sie als Projektleiter Ihrem Team gut zu. Vertrauen Sie auf die Fachkompetenz ihres Teams und setzen Sie gute  Ideen auch um. Die Mitarbeiter fühlen, dass ihr Wissen geschätzt wird und spüren, dass sie gebraucht werden. Jedes Team-Mitglied hat ein eigenes Fachgebiet, auf das Sie stets vertrauen sollten.</p>
<p><strong>Feedback-Kultur schaffen</strong></p>
<p>Wenn die Arbeit einmal nicht so zufriedenstellend war, kritisieren sie den Mitarbeiter nicht direkt vor dem Team und stellen diesen bloß, sondern reden Sie mit ihm unter vier Augen darüber. Konstruktives Feedback wird in der Regel hoch geschätzt. Denn die meisten Mitarbeiter sind sehr offen für Feedback um ihre Arbeit zu verbessern.</p>
<p><strong>Investieren in Aus- und Weiterbildung</strong></p>
<p>Grund mancher weniger guten Arbeit könnte fehlendes Fachwissen sein. Schulen Sie nicht nach dem Gießkannenprinzip sondern besprechen Sie gezielt mit den einzelnen Projektmitarbeitern welcher Lernbedarf besteht. Dadurch können fehlende Wissenslücken gefüllt und künftige Projekte mit größerer Fachkompetenz ausgestattet werden. Das Projektteam wird dadurch noch selbständiger und die Leistung steigt.</p>
<p><strong>Übrigens: Investition in Weiterbildung muss nicht teuer sein!</strong><br />
Bitten Sie doch mal ein Mitglied aus Ihrem Team zu einem bestimmten Fachgebiet sein Wissen an die Kollegen weiter zu geben.</p>
<p><strong>Das Team zusammen schweißen</strong></p>
<p>Ein weiterer guter Tipp die Teamleistung zu verbessern, ist ein Firmenausflug. Ein aktuelles Ergebnis der Gehirnforschung legt dar, dass der Mensch am nachhaltigsten lernt und auf andere Menschen sich einlassen kann, wenn das Erlebte mit starken Emotionen verbunden ist! Eine geführte Canyoning-Tour,  ein Survivaltraining oder ein Klettererlebnis im Hochseilgarten, bei dem Aufgaben im Team bewältigt werden können, schweißt die Gruppe zusammen. Schwierige Situationen im Arbeitsleben können dadurch im Team besser gelöst werden.</p>
<p><strong>Seien Sie mehr Mentor als Chef</strong></p>
<p>Erlauben Sie, dass ihre Mitarbeiter ihre Probleme selbst nachforschen und lassen Sie die Entscheidungen durchaus selbst treffen. Der wichtige Teil, den Sie jedoch leisten sollten, ist die Unterstützung. Bieten Sie ihre Hilfe an; vermeiden Sie jedoch wenn möglich, allzu einengende Vorschriften was zu welchem Zeitpunkt wie genau getan werden muss!</p>
<p><strong>Schweigen ist Silber, Reden ist Gold</strong></p>
<p>Sie als Team-Leiter müssen mit ihrem Team reden, im Kontakt bleiben und immer wissen, auf welchem aktuellen Stand sich das Projekt befindet. In Zeiten von Web 2.0 ist der persönliche Dialog wichtiger denn je. Ein kurzes Gespräch unter vier Augen oder ein Telefonat sind oftmals mehr wert als beispielsweise eine E-Mail oder eine Chatsitzung. Eine offene Kommunikation wird sehr geschätzt und sollte in vielen Firmen viel mehr gelebt werden. Die richtige Kommunikation mit den Mitarbeitern ist eine wichtige Aufgabe zur Motivation.</p>
<p><strong>Motivation durch belohnen</strong></p>
<p>Belohnungen als Motivation sind im Allgemeinen gut, motivieren jedoch nur kurzzeitig wenn sie nicht regelmäßig ausgesprochen werden. Dabei müssen es nicht einmal immer materielle Belohnungen wie gemeinsame Mittagessen, Büchergutscheine oder sonstige kleine Aufmerksamkeiten sein &#8211; auch wenn diese natürlich positiv angenommen werden. Es reicht in der Regel völlig aus, wenn man gute Arbeit einfach immer wieder lobend erwähnt. Schärfen Sie Ihre Sinne einfach mal mehr auf die positiven Seiten Ihres Teams &#8211; Sie werden erstaunt sein, wie viele sich davon finden lassen.</p>
<p>Zusammenfassend kann man folgende Punkte für eine gute Motivation nennen:</p>
<ul>
<li>Zuhören &amp; Teamwissen einbeziehen</li>
<li>Vertrauen in das Team und deren Fachkompetenz</li>
<li>Feedback geben (und auch annehmen)</li>
<li>Investitionen in Aus- und Weiterbildung</li>
<li>Das Team zusammen schweißen</li>
<li>Seien Sie mehr Mentor und weniger Chef</li>
<li>Offene Kommunikation</li>
<li>Sparen Sie nicht mit Lob</li>
</ul>
<p>Eine gute Teammotivation wird nicht im Schnellverfahren erreicht, sondern ist ein langfristiger Prozess &#8211; ähnlich einer Pflanze die regelmäßiger Pflege und Zuneigung bedarf. Achten Sie darauf, dass Ihre <strong>Motivationspflanze stetig wächst</strong> und nicht verwelkt. Denn wenn Ihr Team perfekt aufeinander eingestellt ist und gut motiviert ist, werden Sie mehr Erfolg und Spaß bei der Arbeit haben. <strong>Und das motiviert noch mehr!</strong></p>
<p><strong>Wie motivieren Sie Ihr Team in schwierigen Zeiten?</strong></p>
<p><img class="size-full wp-image-1165 alignleft" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 10px; border: 10px solid white;" title="Steffen Jung - Leiter Marketing &amp; Kundenkommunikation" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/08/steffen-jung-braintool.jpg" alt="" width="99" height="110" /> <em>Über den Autor: Steffen Jung ist bei braintool software, einem führenden Anbieter von <a href="http://www.braintool.com" target="_blank">Projektmanagement Software</a>, verantwortlich für das Markting und die Kundenkommunikation. Er hat viele Jahre selbst im Projektmanagement von E-Business und Internet-Projekten gearbeitet, bevor er sich im Bereich <a href="http://www.gravima.de">Internet und Online Marketing</a> selbständig gemacht hat.</em></p>
<div class="zemanta-pixie" style="margin-top: 10px; height: 15px;"><a class="zemanta-pixie-a" title="Enhanced by Zemanta" href="http://www.zemanta.com/"><img class="zemanta-pixie-img" style="border: medium none; float: right;" src="http://img.zemanta.com/zemified_e.png?x-id=24def326-c952-4fa4-881c-0fedf7b174eb" alt="Enhanced by Zemanta" /></a><span class="zem-script more-related pretty-attribution"><script src="http://static.zemanta.com/readside/loader.js" type="text/javascript"></script></span></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Finanzmarktsteuer kommt nicht und ist im Gegensatz zur Bankenabgabe nicht sinnvoll</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/finanzmarktsteuer-kommt-nicht-und-ist-im-gegensatz-zur-bankenabgabe-nicht-sinnvoll/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 19:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Börsen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarktsteuer]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast zwei Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman wird immer noch über die Konsequenzen der Finanzkrise für die Regulierung geredet. Viele würden gern sehen, wenn die Finanzindustrie bzw. die Nutznießer ihrer Leistungen mit einer wie auch immer gestalteten Finanzmarktsteuer in die Pflicht genommen wird. Ich sehe das etwas differenzierter. Richtig wäre es, die Finanzhäuser, die explizit oder implizit von einer quasi staatlichen Garantie profitieren, für diese Garantie einen marktgerechten Preis zahlen zu lassen. Diese Garantie ist prinzipiell nichts anderes ist als eine Bürgschaftsprämie, für die jedes andere Unternehmen in einer Marktwirtschaft einen risikogerechten Preis zahlen müsste. In Deutschland soll dies durch die Bankenabgabe erfolgen, deren Höhe nach meiner Schätzung nicht marktgerecht, sondern vermutlich viel zu niedrig ausfällt. Während die Bankenabgabe aber in einen Fonds fließen soll, der für die Rettung von Banken sein Kapital zur Verfügung stellt, soll mit einer Finanzmarktsteuer (oder auch Finanzmarkttransaktionsteuer) zu Gunsten der Staatskasse Geld eingesammelt werden. Dies ist eine Art Strafsteuer, die eher populistische Bedürfnisse befriedigt, ökonomisch aber unsinnig wirkt. Die EU-Kommission in Person von Steuer-Kommissar Algirdas Semeta hat sich nun gegen eine solche Steuer ausgesprochen. Das Handelsblatt zitiert dazu aus einem Gutachten der EU-Kommission: “Die Steuer drohe die Finanzierungskosten für Unternehmen und Regierungen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Fast zwei Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman wird immer noch über die Konsequenzen der Finanzkrise für die Regulierung geredet. Viele würden gern sehen, wenn die Finanzindustrie bzw. die Nutznießer ihrer Leistungen mit einer wie auch immer gestalteten Finanzmarktsteuer in die Pflicht genommen wird. Ich sehe das etwas differenzierter.</p>
<p>Richtig wäre es, die Finanzhäuser, die explizit oder implizit von einer quasi staatlichen Garantie profitieren, für diese Garantie einen marktgerechten Preis zahlen zu lassen. Diese Garantie ist prinzipiell nichts anderes ist als eine Bürgschaftsprämie, für die jedes andere Unternehmen in einer Marktwirtschaft einen risikogerechten Preis zahlen müsste.</p>
<p>In Deutschland soll dies durch die Bankenabgabe erfolgen, deren Höhe nach meiner Schätzung nicht marktgerecht, sondern vermutlich viel zu niedrig ausfällt. Während die Bankenabgabe aber in einen Fonds fließen soll, der für die Rettung von Banken sein Kapital zur Verfügung stellt, soll mit einer Finanzmarktsteuer (oder auch Finanzmarkttransaktionsteuer) zu Gunsten der Staatskasse Geld eingesammelt werden. Dies ist eine Art Strafsteuer, die eher populistische Bedürfnisse befriedigt, ökonomisch aber unsinnig wirkt.</p>
<p>Die EU-Kommission in Person von Steuer-Kommissar Algirdas Semeta hat sich nun gegen eine solche Steuer ausgesprochen. Das <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-steuerkommissar-bruessel-haelt-nicht-viel-von-der-finanzmarktsteuer;2645642" target="_blank">Handelsblatt zitiert dazu</a> aus einem Gutachten der EU-Kommission:</p>
</p>
<p> <span id="more-1445"></span>
</p>
<blockquote><p>“Die Steuer drohe die Finanzierungskosten für Unternehmen und Regierungen in die Höhe zu treiben, warnt der Kommissar. Außerdem könne die Aktivität an den Finanzmärkten zurückgehen. Eine sinkende Zahl von Finanzmarktgeschäften mache es für die Akteure an den Börsen schwieriger, Abnehmer für ihre Produkte zu finden, und dies führe letztlich „zu mehr Kursvolatilität“, fürchtet Semeta.</p>
<p>Die Steuer stoße auch auf technische Probleme. Beispielsweise könnten Anleger auf innovative Finanzprodukte ausweichen, um die Abgabe zu umgehen. Zudem treffe die Steuer Finanzpapiere um so härter, je häufiger sie gehandelt würden. Deshalb hätten „zum Beispiel Aktien großer Unternehmen mit vielen Anteilseignern eine höhere Steuerlast zu tragen“ als andere Wertpapiere. Zudem sei keineswegs garantiert, dass die Steuer nur wohlhabende Anleger und Spekulanten treffe, meint die Kommission. Schließlich müsse die Abgabe auch von Pensionsfonds oder Lebensversicherungen entrichtet werden. Die wiederum könnten die Kosten an ihre Kunden aus den mittleren und unteren Einkommensschichten weitergeben.”</p>
</blockquote>
<p>Zumindest der Beitrag geht nicht darauf ein, wie aufwendig die Umsetzung einer solchen Steuer ist. In Deutschland sind aber noch die Probleme mit der Umsetzung der Abgeltungsteuer in frischer Erinnerung. Es ist kaum anzunehmen, dass eine Finanzmarkt- bzw. Finanzmarkttransaktionsteuer in der Umsetzung weniger komplex ist. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>USA sauer über Europas Spar-Orgie</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/usa-sauer-uber-europas-spar-orgie/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 16:17:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Korus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Börsen]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltwirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Image via Wikipedia Der Euro im Sinkflug, die deutsche Exportwirtschaft wittert bereits wieder Morgenluft &#8211; alles hofft, daß der Konjunkturmotor auch in Deutschland anspringt, um endlich, endlich auch wieder die durch überbordende Milliarden-Rettungspakete für Banken leergefegte öffentlichen Kassen aufzufüllen. In Zeiten wie diesen denkt man als einfacher Steuerzahler, daß es ja vielleicht hilfreich wäre, wenn die wichtigsten Industriestaaten in so einer Krise an einem Strang zögen. Doch weit gefehlt &#8211; am Wochenende krachte es beim G 20-Gipfel und die vielbeschworene Einigkeit ist weiter entfernt denn je. Ich wollte deshalb von unserem Nordamerika-Blogger und Welt-Reporter Markus Gärtner wissen, was der sinkende Euro denn für Auswirkungen auch auf das deutsch-amerikanische Verhältnis hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><div class="zemanta-img" style="margin: 1em; display: block;">
<div>
<dl class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://commons.wikipedia.org/wiki/File:Coat_of_Arms_of_Germany.svg"><img title="Coat of arms of the Federal Republic of Germany." src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/80/Coat_of_Arms_of_Germany.svg/300px-Coat_of_Arms_of_Germany.svg.png" alt="Coat of arms of the Federal Republic of Germany." width="300" height="390" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd zemanta-img-attribution" style="font-size: 0.8em;">Image via <a href="http://commons.wikipedia.org/wiki/File:Coat_of_Arms_of_Germany.svg">Wikipedia</a></dd>
</dl>
</div>
</div>
<p>Der Euro im Sinkflug, die deutsche Exportwirtschaft wittert bereits wieder Morgenluft &#8211; alles hofft, daß der Konjunkturmotor auch in <a class="zem_slink" title="Germany" rel="geolocation" href="http://maps.google.com/maps?ll=52.5166666667,13.3833333333&amp;spn=10.0,10.0&amp;q=52.5166666667,13.3833333333%20%28Germany%29&amp;t=h">Deutschland</a> anspringt, um endlich, endlich auch wieder die durch überbordende Milliarden-Rettungspakete für Banken leergefegte öffentlichen Kassen aufzufüllen. In Zeiten wie diesen denkt man als einfacher Steuerzahler, daß es ja vielleicht hilfreich wäre, wenn die wichtigsten Industriestaaten in so einer Krise an einem Strang zögen. Doch weit gefehlt &#8211; am Wochenende krachte es beim G 20-Gipfel und die vielbeschworene <a class="zem_slink" title="Die Einigkeit" rel="wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Die_Einigkeit">Einigkeit</a> ist weiter entfernt denn je. Ich wollte deshalb von unserem Nordamerika-Blogger und Welt-Reporter Markus Gärtner wissen, was der sinkende Euro denn für Auswirkungen auch auf das deutsch-amerikanische Verhältnis hat.</p>
<p><object id="scPlayer" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="491" height="370" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashVars" value="thumb=http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/FirstFrame.jpg&amp;containerwidth=783&amp;containerheight=589&amp;content=http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/00000025.mp4" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="scale" value="showall" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="base" value="http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/" /><param name="src" value="http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/jingh264player.swf" /><param name="flashvars" value="thumb=http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/FirstFrame.jpg&amp;containerwidth=783&amp;containerheight=589&amp;content=http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/00000025.mp4" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="scPlayer" type="application/x-shockwave-flash" width="491" height="370" src="http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/jingh264player.swf" base="http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/" allowscriptaccess="always" scale="showall" allowfullscreen="true" flashvars="thumb=http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/FirstFrame.jpg&amp;containerwidth=783&amp;containerheight=589&amp;content=http://content.screencast.com/users/mediendachs/folders/Jing/media/43ec04dd-c16c-441b-92c6-22e261b77b4a/00000025.mp4" bgcolor="#FFFFFF" quality="high"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ackermann best&#228;tigt &quot;Griechenlandunterst&#252;tzung&quot; indirekt als Bankenhilfe und setzt sich mit Bankingbashing-Klischees auseinander</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/ackermann-besttigt-griechenlanduntersttzung-indirekt-als-bankenhilfe-und-setzt-sich-mit-bankingbashing-klischees-auseinander/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 05:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ackermann]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits in der letzten Woche zeigten sich viele Beobachter skeptisch angesichts des mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit verkündeten “Beistands” deutscher Institute für Griechenland (siehe dazu Die Bankensichselbsthilfe für Griechenland = Finanzmarktstabilisierungsgesetz 2.0). Nun bestätigt ausgerechnet der in der vergangenen Woche seiner Kooperationsbereitschaft gerühmte Chef der Deutschen Bank Dr. Josef Ackermann diese Unterstützung als reine PR-Maßnahme. Letzte Woche ließ sich Ackermann gern etwa vom Handelsblatt feiern mit “Ackermann-Zusage: Deutsche Banken helfen Athen mit „beträchtlichen Summen“. So entstand beim flüchtigen Beobachter “ der Eindruck, Banken seien plötzlich großzügig geworden. Diesen Eindruck, den viele Banken vielleicht selbst gar nicht vermitteln wollten, haben allerdings nur wenige eingeordnet und entsprechend relativiert. Tatsächlich handelte es sich bei den vergangenen Woche versprochenen “Zusagen” nicht um großzügige Beiträge, sondern um bankpolitische Notwendigkeiten. Dies hat nun indirekt Ackermann bestätigt. Er erwartet, dass Griechenland nicht die Kraft habe, seine Kredite in vollem Umfang zurückzuzahlen. Dies jedenfalls hat er in einem Interview bei “Maybrit Illner” gesagt und dafür weltweit Schelte erhalten. Illner konfrontiert ihn übrigens auch mit der “Selbstlosigkeit” des Konzepts. Genüsslich spielen Illners Redakteure dazu Beiträge von unvermeidlichen Experten wie Hans Werner Sinn und Wolfgang Gerke ein, die deutlich machen, dass die Banken keinen substantiellen Beitrag leisten. Sie verschweigen, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/ackermann-besttigt-griechenlanduntersttzung-indirekt-als-bankenhilfe-und-setzt-sich-mit-bankingbashing-klischees-auseinander/&title=Ackermann best&auml;tigt &quot;Griechenlandunterst&uuml;tzung&quot; indirekt als Bankenhilfe und setzt sich mit Bankingbashing-Klischees auseinander&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/414#/beitrag/video/1043366/Retten-wir-den-Euro-oder-die-Spekulanten"><img style="border-right-width: 0pt; display: inline; border-top-width: 0pt; border-bottom-width: 0pt; margin-left: 0px; border-left-width: 0pt; margin-right: 0px" title="image" border="0" alt="image" align="left" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/05/image_thumb.png" width="404" height="262" /></a>
<p>Bereits in der letzten Woche zeigten sich viele Beobachter skeptisch angesichts des mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit verkündeten “Beistands” deutscher Institute für Griechenland (siehe dazu <a href="http://www.blicklog.com/2010/05/06/die-bankensichselbsthilfe-fr-griechenland-finanzmarktstabilisierungsgesetz-2-0/" target="_blank">Die Bankensichselbsthilfe für Griechenland = Finanzmarktstabilisierungsgesetz 2.0</a>). Nun bestätigt ausgerechnet der in der vergangenen Woche seiner Kooperationsbereitschaft gerühmte Chef der Deutschen Bank Dr. Josef Ackermann diese Unterstützung als reine PR-Maßnahme.</p>
<p>Letzte Woche ließ sich Ackermann gern etwa vom Handelsblatt feiern mit <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/ackermann-zusage-deutsche-banken-helfen-athen-mit-betraechtlichen-summen;2574118" target="_blank">“Ackermann-Zusage: Deutsche Banken helfen Athen mit „beträchtlichen Summen“</a>. So entstand beim flüchtigen Beobachter “ der Eindruck, Banken seien plötzlich großzügig geworden. Diesen Eindruck, den viele Banken vielleicht selbst gar nicht vermitteln wollten, haben allerdings nur wenige eingeordnet und entsprechend relativiert. Tatsächlich handelte es sich bei den vergangenen Woche versprochenen “Zusagen” nicht um großzügige Beiträge, sondern um bankpolitische Notwendigkeiten.</p>
<p>Dies hat nun indirekt Ackermann bestätigt. Er erwartet, dass Griechenland nicht die Kraft habe, seine Kredite in vollem Umfang zurückzuzahlen. Dies jedenfalls <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,694681,00.html" target="_blank">hat er in einem Interview</a> bei <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/414#/beitrag/video/1043366/Retten-wir-den-Euro-oder-die-Spekulanten" target="_blank">“Maybrit Illner” gesagt</a> und dafür <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/ackermann_soll_den_mund_halten_1.5716253.html" target="_blank">weltweit Schelte</a> erhalten.</p>
<p> <span id="more-675"></span>Illner konfrontiert ihn übrigens auch mit der “Selbstlosigkeit” des Konzepts. Genüsslich spielen Illners Redakteure dazu Beiträge von unvermeidlichen Experten wie Hans Werner Sinn und Wolfgang Gerke ein, die deutlich machen, dass die Banken keinen substantiellen Beitrag leisten. Sie verschweigen, dass die Institute gar keinen freiwilligen Beitrag leisten können, wenn sich nicht die Vorstandschefs der Untreue verdächtig machen wollen. Erst bei Zahlungsunfähigkeit können sie über einen Schuldverzicht nachdenken. Diese Zahlungsunfähigkeit hat aber nun gerade die europäische Politik abgewendet.&#160; Damit gibt es quasi keinen legalen Weg mehr für die Finanzinstitute, einen “freiwilligen” Beitrag zu leisten.
</p>
<p>Ackermann bestätigt in dem Interview mehrfach indirekt, dass die Hilfe für Griechenland letztlich auch eine Hilfe für die Finanzbranche war, denn viele Institute hätten hohe (Teil-)Zahlungsausfalle gar nicht verkraften können.</p>
<p>Ansonsten lohnt ein Blick in das Interview, denn Illner fährt die ganze Bandbreite der aktuellen Bankingbashing-Klischees gegen Ackermann auf, der wie so oft in den vergangenen 24 Monaten, mal wieder den Kopf für die Branche hinhält. Das macht er einmal mehr ausgesprochen souverän, sachlich und vor allem ohne Ausflüchte. Sogar zu mehrfachen Applaus rafft sich das Publikum auf.</p>
<p>Das Interview bestätigt aber auch die Defizite in der öffentlichen Wahrnehmung vieler Aktivitäten auf den Finanzmärkten. Und diese Wahrnehmungsdefizite kann nicht allein der ständig den Kopf hinhaltende Josef Ackermann ändern.</p>
<h5>Weitere Berichte und Kommentare zum Interview</h5>
<p><a href="http://egghat.blogspot.com/2010/05/ackermann-ich-werfe-8-mrd-in-ein-fass.html">Egghat: Ackermann: &quot;Ich werfe 8 Mrd. in ein Fass ohne Boden&quot;</a></p>
<div><a href="http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc%7EE72EB8E472EA6494991E66F4D6C97599C%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">FAZ: Ackermann pessimistisch &#8211; Kaum Chancen für Griechenland: </a>Wird Griechenland irgendwann einmal seine Schulden an EU und IWF zurückzahlen können? Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sagt: wahrscheinlich nicht. Trotzdem sei es richtig gewesen, Griechenland zu retten, ansonsten hätte die Krise zu „einer Art Kernschmelze“ geführt.<a href="http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc%7EE72EB8E472EA6494991E66F4D6C97599C%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" rel="nofollow"><img alt="" src="http://www.faz.net/f30/Images/LinkIcons/linkwinkel.gif" /></a></div>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/griechenland-debatte-wirtschaftsforscher-greift-ackermann-an;2580789">HB: Griechenland-Debatte: Wirtschaftsforscher greift Ackermann an</a></p>
<p>FTD: <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:ackermann-einfach-mal-den-mund-halten/50113992.html">Ackermann: Einfach mal den Mund halten</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/schuldenkrise-ackermann-zweifelt-an-griechenland;2580279">Schuldenkrise: Ackermann zweifelt an Griechenland</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fackermann-besttigt-griechenlanduntersttzung-indirekt-als-bankenhilfe-und-setzt-sich-mit-bankingbashing-klischees-auseinander%2F&amp;title=Ackermann%20best%26auml%3Btigt%20%26quot%3BGriechenlandunterst%26uuml%3Btzung%26quot%3B%20indirekt%20als%20Bankenhilfe%20und%20setzt%20sich%20mit%20Bankingbashing-Klischees%20auseinander" id="wpa2a_10"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Griechenland, Portugal und mehr: Am Tipping Point der Liquidit&#228;tskrise? (+ Presse und Blogschau)</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 21:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die schrillen Meldungen zu Griechenland (Auswahl siehe unten), Portugal und Spanien verformen sich derzeit zu einem seit Monaten nicht mehr erlebten Informationsbrei. Der Sirtaki mit Griechenland steuert auf einen neuen Höhepunkt, der den Bund angeblich bis zu 30 Mrd. Euro Kosten soll, was ich bezweifele*. Jedenfalls will ich den Informationsbrei um eine eigene Prise erweitern. Unten außerdem ein Blick in Presse und Blogs zum Thema. Aus meiner Sicht riecht die derzeitige “Marktpanik” nämlich deutlich nach einer Liquiditätskrise und nicht ausschließlich nach einer Bonitätskrise. Genauer müsste man sagen, es riecht nach bonitätsinduzierter Liquiditätskrise. Eine solche Krise ist im Verhalten der Kapitalmarktakteure begründet und zurückzuführen auf Komplexität und verschiedene weiter Mechanismen, die Rick Bookstaber sehr eindrucksvoll in seinem Buch “Teufelskreis der Finanzmärkte” darstellt (siehe zu dem Buch hier) ist. Ein wichtiger Teil dieses Mechanismus ist der Liquiditätsbedarf. Der sich ergebene Teufelskreis geht aus von einem bestimmten Ereignis (Gladwell würde das Tipping Point nennen), wie hier die Rating-Herabstufungen und die Unsicherheit über die Rettungskredite für Griechenland. Es kommt es zu einem ersten Druck auf die Vermögenspreise der betroffenen Wertpapiere. Sind diese Papiere etwa als Sicherheiten für Kredite verpfändet, entsteht Handlungsdruck, weil Kreditgeber nun zusätzliche Sicherheiten oder die Rückführung von Krediten verlangen. Die Rückführung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/griechenland-portugal-und-mehr-am-tipping-point-der-liquidittskrise-presse-und-blogschau/&title=Griechenland, Portugal und mehr: Am Tipping Point der Liquidit&auml;tskrise? (+ Presse und Blogschau)&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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<p>Die schrillen Meldungen zu Griechenland (Auswahl siehe unten), Portugal und Spanien verformen sich derzeit zu einem seit Monaten nicht mehr erlebten Informationsbrei. Der Sirtaki mit Griechenland steuert auf einen neuen Höhepunkt, der den Bund <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gipfel-zu-griechenland-rettung-bund-drohen-belastungen-bis-30-milliarden-euro;2570524">angeblich bis zu 30 Mrd. Euro Kosten</a> soll, was ich bezweifele*. Jedenfalls will ich den Informationsbrei um eine eigene Prise erweitern. Unten außerdem ein Blick in Presse und Blogs zum Thema.</p>
<p> <span id="more-651"></span>Aus meiner Sicht riecht die derzeitige “Marktpanik” nämlich deutlich nach einer Liquiditätskrise und nicht ausschließlich nach einer Bonitätskrise. Genauer müsste man sagen, es riecht nach bonitätsinduzierter Liquiditätskrise. Eine solche Krise ist im Verhalten der Kapitalmarktakteure begründet und zurückzuführen auf Komplexität und verschiedene weiter Mechanismen, die Rick Bookstaber sehr eindrucksvoll in seinem Buch “Teufelskreis der Finanzmärkte” darstellt (siehe <a href="http://www.blicklog.com/2010/04/12/der-teufelskreis-der-finanzmrkte-oder-warum-die-banken-schweigen/" target="_blank">zu dem Buch hier</a>) ist. Ein wichtiger Teil dieses Mechanismus ist der Liquiditätsbedarf.
</p>
<p>Der sich ergebene Teufelskreis geht aus von einem bestimmten Ereignis (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tipping-Point" target="_blank">Gladwell würde das Tipping Point</a> nennen), wie hier die Rating-Herabstufungen und die Unsicherheit über die Rettungskredite für Griechenland. Es kommt es zu einem ersten Druck auf die Vermögenspreise der betroffenen Wertpapiere. Sind diese Papiere etwa als Sicherheiten für Kredite verpfändet, entsteht Handlungsdruck, weil Kreditgeber nun zusätzliche Sicherheiten oder die Rückführung von Krediten verlangen. Die Rückführung von Krediten löst einen zusätzlichen Druck aus, weil sich Banken (und zum Teil auch bestimmte institutionelle Investoren) notwendige Liquidität über den Verkauf anderer Vermögensgegenstände beschaffen müssen. Das müssen nicht zwingend griechische Anleihen sein, sondern können beliebige andere Titel sein, weswegen der Druck auch weitere Assetklassen erfasst.</p>
<p>Die sonst üblichen “Liquiditätslieferanten” (vulga institutionelle Investoren) halten sich aufgrund der unsicheren Lage und der Erwartung weite fallender Preise mit Engagements zurück. Damit wird weiterer Druck auf die Vermögenspreise ausgeübt. Die weiter fallenden Vermögenspreise erhöhen in einer weiteren Runde noch einmal die Nachforderungen nach Sicherheiten bzw. Kreditkündigungen, die wiederum nur durch Vermögensverkäufe kompensiert werden können.</p>
<p>Dieser Prozess läuft erst einmal weiter über zahlreiche Runden und kommt irgendwann zum Stillstand. Meines Wissens gibt es keine Theorie darüber, wann eine solche Abwärtsbewegung zu Ende ist (wäre ja auch zu schön). Jedenfalls behaupte ich, dass ein Teil des in den letzten Tagen gesehenen Drucks nicht realwirtschaftlich begründet werden kann, sondern im Liquiditätsbedarf einiger Finanzmarktakteuer liegt. (sehr detailliert beschreibt Bookstaber dies in <a href="http://www.financebooks.de/upload_financebooks_sr01_alless01/9783938350645_4390.pdf" target="_blank">einer frei erhältliche Leseprobe</a> des oben genannten Buches).</p>
<p>Es ist daher nicht auszuschließen, dass der <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:ticker-zur-krise-in-der-eurozone-anleger-fuerchten-domino-effekt/50107000.html" target="_blank">Dominoeffekt</a> so noch ein paar Tage oder sogar Wochen weitergeht. Dazu kommt weiterer Liquiditätsbedarf, der daraus resultiert, dass Banken aufgrund von Abschreibungen nun zusätzliches Eigenkapital beschaffen müssen.</p>
<p>________________________________________</p>
<p>* Die Verwechselung von Krediten und Kosten hatte der <a href="http://www.blicklog.com/2010/04/26/rettung-griechenlands-kostet-deutschland-hchstens-500-mio-euro/">Blick Log bereits am vergangenen Montag</a> ausreichend gewürdigt. Angesichts der höherer Kreditbeträge und höherer Absicherungskosten, müsste man die Grenze jetzt deutlich höher als auf 500 Mio. Euro für drei Jahre setzen. Ich schätze mal mindestens auf 2 Mrd. Euro.</p>
<p>Diese Berechnungen folgen natürlich engen Annahmen und berücksichtigte keine Folgekosten der Griechenlandkrise. Zu den Annahmen gehörte etwa, dass sich Deutschland und andere Länder der Eurozone rechtzeitig mit entsprechenden Credit Default Swaps eingedeckt haben und es am Markt entsprechende Angebote gibt. Ob dies tatsächlich der Fall war, ist öffentlich zumindest nicht bekannt.</p>
<h5>Presse- und Blogberichte zur PIGS-Krise</h5>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/krise-in-portugal-sos-aus-dem-armenhaus-europas;2570474">Krise in Portugal: SOS aus dem Armenhaus Europas</a></p>
<p>Spon: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,691901,00.html">Rating-Agentur S&amp;P stuft auch Spanien herab</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitaege/regierungschef-zapatero-spanien-wird-opfer-bringen;2569996">Regierungschef Zapatero: Spanien wird Opfer bringen </a></p>
<p>Spekulantenblog: <a href="http://feedproxy.google.com/%7Er/Spekulantenblog/%7E3/2JurN9nxBxI/">Nun sind es also schon 135 Milliarden für Griechenland</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:euro-zone-spaniens-sonne-verfinstert-sich/50072748.html">Spaniens Sonne verfinstert sich </a></p>
<p>Egghat: <a href="http://egghat.blogspot.com/2010/04/s-das-i-fehlt-noch.html">An S&amp;P: Das I fehlt noch &#8230;</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/anleihen-griechenland-renditen-steigen-immer-weiter;2570221">Anleihen: Griechenland-Renditen steigen immer weiter</a></p>
<p>FinanceBlog: <a href="http://feedproxy.google.com/%7Er/financeblogch/%7E3/zFPrez_JSVk/">Inverse CDS-Kurven. Nun auch bei TBTF-Finanzwerten</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc%7EE92948CA3B75E4C7B9D4780C811B67FB0%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">Griechenland braucht 120 Milliarden Euro bis 2012</a></p>
<p><a href="http://acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com/2010/04/turkei-landerrating-und-cds-pramien.html" target="_blank">acemaxx-analytics: Türkei: Länderrating und CDS-Prämien</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/marktberichte/marktbericht-frankfurt-dax-bricht-aufholjagd-ab;2570064">Marktbericht Frankfurt: Dax bricht Aufholjagd ab</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/merkel-weiter-zoegerlich-dramatischer-appell-aus-athen-135-milliarden-nothilfe;2570524">Merkel weiter zögerlich: Dramatischer Appell aus Athen – 135 Milliarden Nothilfe?</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/aktien-im-fokus/angst-vor-dem-haircut-bankaktien-schmieren-ab;2570247">Angst vor dem „Haircut“: Bankaktien schmieren ab</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/anleihen-panik-an-den-maerkten;2570221">Anleihen: Panik an den Märkten</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-panik-ratingagenturen-unter-beschuss;2570281">Griechenland-Panik: Ratingagenturen unter Beschuss</a></p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/umschuldung-deutsche-banken-fuerchten-den-hair-cut;2570263">Umschuldung: Deutsche Banken fürchten den „Hair-Cut“</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fgriechenland-portugal-und-mehr-am-tipping-point-der-liquidittskrise-presse-und-blogschau%2F&amp;title=Griechenland%2C%20Portugal%20und%20mehr%3A%20Am%20Tipping%20Point%20der%20Liquidit%26auml%3Btskrise%3F%20%28%2B%20Presse%20und%20Blogschau%29" id="wpa2a_12"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schweiz reguliert die Banken richtig!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 21:21:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Großartige Neuigkeiten aus unserem kleinem Nachbarland. Die Schweiz hatte eine Kommission eingerichtet zur Erarbeitung von Vorschlägen zur besseren Bankenregulierung. Ziel muss es sein, dass der Staat keine Banken mehr im Fall der Fälle retten muss. Und dies schlägt die Kommission vor: The expert group outlined a raft of measures, including requiring higher capital and liquidity buffers, as well as a &#8220;balanced&#8221; approach to risk-taking. The government is expected to address the experts&#8217; recommendations as early as next week. Specific capital measures the commission is backing include having banks issue so-called contingent convertible bonds, which can convert into shareholders&#8217; equity in the event of a bank crisis. Banken sollen Wandelanleihen begeben, die im Krisenfall automatisch Eigenkapital werden. Das ist doch genau das, was ich seit langem vorschlage. Ich hoffe die Schweizer Politiker hören auf ihre Experten, denn das ist clevere Regulierung, die wirklich hilft. Liebe UBS, stell Dich schon mal auf höhere Eigenkapitalquoten ein. (Ein Artikel des Blogs Verlorene Generation)]]></description>
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</a>
</div><p>Großartige Neuigkeiten aus unserem kleinem Nachbarland. Die Schweiz hatte eine Kommission eingerichtet zur Erarbeitung von Vorschlägen zur besseren Bankenregulierung. Ziel muss es sein, dass der Staat keine Banken mehr im Fall der Fälle retten muss. Und <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703876404575199653232541986.html">dies schlägt die Kommission</a> vor:</p>
<blockquote><p>
The expert group outlined a raft of measures, including requiring higher capital and liquidity buffers, as well as a &#8220;balanced&#8221; approach to risk-taking. The government is expected to address the experts&#8217; recommendations as early as next week.</p>
<p>Specific capital measures the commission is backing include <strong>having banks issue so-called contingent convertible bonds, which can convert into shareholders&#8217; equity in the event of a bank crisis</strong>.
</p></blockquote>
<p>Banken sollen Wandelanleihen begeben, die im Krisenfall automatisch Eigenkapital werden. Das ist doch genau das, was ich <a href="http://verlorenegeneration.de/2010/03/20/neue-bankenkrisen-verhindern/">seit langem vorschlage</a>. Ich hoffe die Schweizer Politiker hören auf ihre Experten, denn das ist clevere Regulierung, die wirklich hilft. Liebe UBS, stell Dich schon mal auf höhere Eigenkapitalquoten ein.</p>
<p>(Ein Artikel des Blogs <a href="http://verlorenegeneration.de/2010/04/24/schweiz-reguliert-die-banken-richtig/">Verlorene Generation</a>)</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fschweiz-reguliert-die-banken-richtig%2F&amp;title=Schweiz%20reguliert%20die%20Banken%20richtig%21" id="wpa2a_14"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Können neue Drachmen Griechenland helfen?</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 21:17:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ketzerisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In nigecus&#8217; Blog bin ich auf den Vorschlag gestoßen, dass Griechenland nicht aus dem Euro austritt, aber neues eigenes Geld ausgibt. Alle Zahlungen der Regierung erfolgen dann in dieser Währung. Gleichzeit strebt es eine Umschuldung in Form eines Kapitalschnitts mit den Alt-Gläubigern an. Der Vorteil ist, dass die Privatwirtschaft nicht durch eine Währungsreform enteignet wird und nur der absurd große Staatssektor schrumpft. Ich habe es noch nicht ganz zuende durchdacht, aber mir ein paar Gedanken zur möglichen Ausgestaltung gemacht. Erste Frage wäre, wodurch das neue Geld gedeckt? Eine harte Deckung scheidet aus, denn das würde der gewünschten Abwertung widersprechen. Wäre das neue Geld zum Beispiel goldgedeckt, so könnte es gegenüber dem Euro ja sogar steigen. Ungedeckt wäre das Geld vermutlich wertlos. Entscheidend auch: Wie wird das neue Geld wieder eingesammelt? Bzw. Wie kann es gegen die Deckung eingelöst werden? Die Idee war es ja Griechenland in der Eurozone zu halten. Dann muss ein Übergang zurück zum Euro existieren. Eine Möglichkeit wäre es, das Geld an den Euro zu binden &#8211; aber natürlich nicht 1:1. Die Tauschquote sollte dem Haarschnitt bei der Umschuldung der jetzigen Schulden entsprechen. Das entspricht der Emission von Schuldscheinen, die der Altschuld gleichrangig ist. Bis zur Vereinbarung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>In <a href="http://techinno.wordpress.com">nigecus&#8217; Blog</a> bin ich auf den Vorschlag gestoßen, dass <a href="http://techinno.wordpress.com/2010/04/15/feedback-on-mr-schachtschneider-and-the-greece-govt-debt-problem%E2%80%8F/">Griechenland nicht aus dem Euro austritt, aber neues eigenes Geld ausgibt</a>. Alle Zahlungen der Regierung erfolgen dann in dieser Währung. Gleichzeit strebt es eine Umschuldung in Form eines Kapitalschnitts mit den Alt-Gläubigern an. Der Vorteil ist, dass die Privatwirtschaft nicht durch eine Währungsreform enteignet wird und nur der absurd große Staatssektor schrumpft.</p>
<p>Ich habe es noch nicht ganz zuende durchdacht, aber mir ein paar Gedanken zur möglichen Ausgestaltung gemacht.<br />
<span id="more-642"></span><br />
Erste Frage wäre, wodurch das neue Geld gedeckt? Eine harte Deckung scheidet aus, denn das würde der gewünschten Abwertung widersprechen. Wäre das neue Geld zum Beispiel goldgedeckt, so könnte es gegenüber dem Euro ja sogar steigen. Ungedeckt wäre das Geld vermutlich wertlos.</p>
<p>Entscheidend auch: Wie wird das neue Geld wieder eingesammelt? Bzw. Wie kann es gegen die Deckung eingelöst werden? Die Idee war es ja Griechenland in der Eurozone zu halten. Dann muss ein Übergang zurück zum Euro existieren.</p>
<p>Eine Möglichkeit wäre es, das Geld an den Euro zu binden &#8211; aber natürlich nicht 1:1. Die Tauschquote sollte dem Haarschnitt bei der  Umschuldung der jetzigen Schulden entsprechen. Das entspricht der Emission von Schuldscheinen, die der Altschuld gleichrangig ist. Bis zur Vereinbarung mit den Gläubigern notiert die neue Währung damit variabel zum Euro. Nach der Umschuldung ist der Wechselkurs fixiert und die Umtausch in Euros kann erfolgen. Griechenland ist wieder Euroland. Die Koppelung an die Umtauschvereinbarung erhöht auch den Druck auf die Gläubiger eine Vereibarung anzunehmen. Denn je länger die neue Währung existiert, je mehr davon ausgegeben wird, desto schlechter wird der Haarschnitt für die Gläubiger ausfallen, weil ausstehende Kreditsumme de facto um das ausgegebene neue Geld vergrößert wird.</p>
<p>Im Endeffekt ist dies eine Kürzung der Staatsausgaben nach der Rasenmähermethode. Zumindest der Staatsausgaben, die nicht als Sachleistungen erfolgen. Die Idee gefällt mir und ist in anderer Form schon mal von Kalifornien ausprobiert worden. Aber ich muss noch weiter darüber sinnieren.</p>
<p>(Ein Artikel des Blogs <a href="http://verlorenegeneration.de/2010/04/27/konnen-neu-drachmen-griechenland-helfen/">Verlorene Generation</a>)</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fkonnen-neue-drachmen-griechenland-helfen%2F&amp;title=K%C3%B6nnen%20neue%20Drachmen%20Griechenland%20helfen%3F" id="wpa2a_16"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der Teufelskreis der Finanzm&#228;rkte oder warum Banken lieber schweigen</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/der-teufelskreis-der-finanzmrkte-oder-warum-die-banken-schweigen/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 15:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe bisher mit Ausnahme von Storbecks Jahrhundertkrise bewusst kaum Bücher zur jüngsten Finanzkrise gelesen, weil ich ziemlich sicher bin, dass die gesamten Zusammenhänge dieser Krise weder klar noch verstanden sind. Die besten Bücher, die bestimmte Ereignisse und Versäumnisse erklären können sind vor der Krise erschienen. Dazu gehören nach meiner Ansicht Talebs “Narren des Zufalls”, Jason Zweigs “Gier” sowie die Bücher von Robert Shiller, dessen gemeinsam mit George Akerlof geschriebenes Buch “Animal Spirits” zwar nach der Lehman-Pleite veröffentlicht wurde, jedoch langer vorher begonnen wurde. Ein weiteres sehr lesenswertes Buch habe ich über Ostern in der leider schlecht übersetzten deutschen Fassung gelesen: “Teufelskreis der Finanzmärkte: Märkte, Hedgefonds und die Risiken von Finanzinnovationen” . Die Originalausgabe ist mit dem Titel “A Demon of Our Own Design” im April 2007 erschienen. Bookstaber kannte ich bereits von einigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus meiner Studienzeit. Er schreibt in dem Buch aus erster Hand über die Praxis aus Investmentbanken und Handelsmaklern und ihre Rollen in den zentralen Finanzkrisen und Börsencrashs seit 1987. Er selbst geht sogar einen Schritt weiter und macht sich selbst mit verantwortlich für den Crash 1987 und das LTCM-Debakel von 1998. Bookstaber, der mittlerweile als Senior Policy Adviser für die US-Börsenaufsicht SEC arbeitet, erlaubt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</div><div class="wp-caption alignleft" style="width: 248px"><a href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/04/image.png"><img style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0pt none;" title="image" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/04/image_thumb3.png" border="0" alt="image" width="238" height="369" align="left" /></a><p class="wp-caption-text">Grüne Ampel an der Wall Street. Rot für Fußgänger</p></div>
<p>Ich habe bisher mit Ausnahme von <a href="http://www.blicklog.com/2009/11/13/olaf-storbecks-jahrhundertkrise-erntet-erste-gute-kritiken/" target="_blank">Storbecks Jahrhundertkrise</a> bewusst kaum Bücher zur jüngsten Finanzkrise gelesen, weil ich ziemlich sicher bin, dass die gesamten Zusammenhänge dieser Krise weder klar noch verstanden sind. Die besten Bücher, die bestimmte Ereignisse und Versäumnisse erklären können sind vor der Krise erschienen. Dazu gehören nach meiner Ansicht Talebs “Narren des Zufalls”, Jason Zweigs “Gier” sowie die Bücher von Robert Shiller, dessen gemeinsam mit George Akerlof geschriebenes Buch “Animal Spirits” zwar nach der Lehman-Pleite veröffentlicht wurde, jedoch langer vorher begonnen wurde.</p>
<p><span style="color: #000000;">Ein weiteres sehr lesenswertes Buch habe ich über Ostern in der leider schlecht übersetzten deutschen Fassung gelesen: “<a href="http://www.amazon.de/Teufelskreis-Finanzm%C3%A4rkte-Hedgefonds-Risiken-Finanzinnovationen/dp/3938350644/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1270458634&amp;sr=1-1">Teufelskreis der Finanzmärkte: Märkte, Hedgefonds und die Risiken von Finanzinnovationen</a>” . Die Originalausgabe ist mit dem Titel “<a href="http://www.amazon.de/Demon-Our-Own-Design/dp/B001SES838/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1270458634&amp;sr=1-2">A Demon of Our Own Design</a>” im April 2007 erschienen. Bookstaber kannte ich bereits von einigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus meiner Studienzeit. Er schreibt in dem Buch aus erster Hand über die Praxis aus Investmentbanken und Handelsmaklern und ihre Rollen in den zentralen Finanzkrisen und Börsencrashs seit 1987. Er selbst geht sogar einen Schritt weiter und macht sich selbst mit verantwortlich für den Crash 1987 und das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/LTCM" target="_blank">LTCM-Debakel von 1998</a>.</span></p>
<p><span id="more-591"></span><span style="color: #000000;"><a href="http://www.blogger.com/profile/01753622527319607465" target="_blank">Bookstaber</a>, der mittlerweile als Senior Policy Adviser für die US-Börsenaufsicht SEC arbeitet, erlaubt einen sehr intimen und detailreichen Einblick in die Mikropolitik der Top Player der Wall Street. Dieses Buch erhellt verschiedenste Facetten der Finanzindustrie. Bookstaber lässt dabei glücklicherweise den moralischen Zeigefinger unten, wundert sich aber, dass die </span>Kluft zwischen den Erträgen auf normale Vermögensanlagen und den Erträgen der Proﬁs von der Wall Street immer größer wird.</p>
<p>Bookstaber beleuchtet die zum Teil perfide aber auch intelligente Kreativität, mit der es immer wieder einzelnen Instituten bzw. Teams gelingt, Marktineffizienzen vorübergehend auszunutzen. Ich hatte bereits an anderer Stelle einmal geschrieben, dass Finanzgeschäfte im Prinzip unglaublich simple sind, denn es geht einzig um die Modellierung bedingter und unbedingter Zahlungsströme in Gegenwart und Zukunft sowie den den dazu notwendigen Vereinbarungen. Welche Komplexität und welche Abhängigkeiten daraus entstehen können, zeigt Bookstaber anhand verschiedener Marktkrisen sehr eindrucksvoll.</p>
<p>Anhand verschiedener Beispiele wird deutlich, wie die großen Marktteilnehmer Abweichungen von den postulierten Ergebnissen der Effizienzmarktthese versuchen, für sich gewinnbringend zu nutzen. Irgendjemand entdeckt eine Marktineffizienz, die sich durch wie auch immer gestaltete Trading-, Hedging- oder Arbitragestrategien für eine bestimmte Zeit ausnutzen lässt. Manche dieser Ineffizienzfenster sind nur für Minuten offen, andere über Jahre.</p>
<p>Aber gerade die über Jahre erfolgreichen Strategien bergen die größten Risiken, weil sie irgendwann aus welchen Gründen auch immer zusammenbrechen. In den meisten Fällen, die Bookstaber, der im Risikomanagement von Morgan Stanley und Salomon Brothers gearbeitet hat, darstellt, sind es erklärbare oder unerklärbare Modellfehler, kleine Parameter in den Berechnungen, deren Annahmen sich geändert haben oder schlicht versagende Technik, die zu einem Crash führen können.</p>
<p>Sehr eindrucksvoll skizziert Bookstaber den Liquiditätseffekt von Informationen über Bestände und Transaktionen. Als Salomon Smith Barney etwa 1998 sein über lange Zeit sehr erfolgreiches und hoch bezahltes Arbitrageteam auflöste, weil es nur noch hohe Verluste einfuhr, sprach sich dies sehr schnell am Markt herum. Dazu wies der damalige CEO von Salomon Smith Barney, Jamie Dimon (heute CEO von JP Morgan), an, diese Information öffentlich zu machen. Da wesentliche Mitspieler und Konkurrenten wussten, welche Bestände hinter den Arbitragegeschäften steckten, begann der Handel in diesen Instrumenten zu stocken. Niemand wollte der erste sein, der Salomon Swaps, Anleihebestände etc. abnahm, weil man aufgrund der Größe des Portfolios damit rechnete, dass der erhebliche Preisdruck sich verstärken würde. Verstärkt wurde damals dies Marktstockung durch die Russlandkrise, die ihrerseits die Unsicherheit erhöhte.</p>
<p>Die Auflösung des Arbitrageportfolios und die Russlandkrise wiederum setzen damals den Hedge Fonds “<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Long-Term_Capital_Management" target="_blank">Long-Term Capital Management</a>” unter starken Druck. Dieser Fonds geriet dadurch und aufgrund falscher Modellberechnungen bzw. Fehleinschätzungen der Russlandkrise in einer Liquiditätskrise, die wiederum einen Börsencrash auslöste.</p>
<p>Die Lektüre des Buches unterstreicht einmal mehr, warum Finanzhäuser in Krisenzeiten besonders still sind. Sie fürchten zu Recht, wenn andere Marktteilnehmer ihre Bestände kennen und dazu wissen, dass sich ein Institut in einer schwierigen Situation befindet, dass dies unmittelbaren Einfluss auf die Marktpreise und damit auch auf die Liquidierbarkeit von Beständen hat. Es ist wie bei einem Pokerspiel. Ein “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tell_%28Poker%29" target="_blank">Tell</a>” lässt den Mitspielern Rückschlüsse auf Bestände und Verhalten zu und kann damit erheblichen Einfluss auf die Bewertungen und vor allem auf die Liquidität haben. Bevor also etwas verraten werden könnte, zeigt man eher gar keine Regung, setzt also ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pokerface" target="_blank">Pokerface</a> auf und verheimlicht so Missstände. Dieses Verhalten halte ich für vollkommen rational.</p>
<p>Erstaunlich an den Schilderungen von Bookstaber ist, welche nachgeordnete Rolle institutionelle Anleger in verschiedenen Krisen gespielt haben. Bookstaber bezeichnet sie als Liquiditätslieferanten, die insbesondere dann willkommen sind, wenn sich großer Häuser geräuschlos von Beständen trennen wollen. Selbst beste institutionelle Investoren erhalten im Zweifel, nämlich dann, wenn es der Investmentbank schadet bzw. nicht nützt, nicht alle notwendigen Informationen über bestimmte Geschäfte bzw. deren mittel- bis langfristige Konsequenzen.</p>
<p>Bookstaber kommt bereits <a href="http://www.financebooks.de/upload_financebooks_sr01_alless01/9783938350645_4390.pdf" target="_blank">in dieser Probe nachlesbaren</a> Einleitung seines Buches zu dem Schluss, dass die großen Krisen nicht vorbei sind. Damit hat er ohne Zweifel 2007 recht gehabt. Und dies wird auch für die weitere Zukunft gelten.</p>
<p>Trotz modernster Informationstechnik sind die Informationsasymmetrien immer noch erheblich. Die umfangreiche Marktregulierung führt außerdem dazu, dass es immer wieder Ineffizienzen geben wird. Daneben wird man nie das komplette Risiko kontrollieren können, denn “das wahre Risiko ist dasjenige, das man nicht sieht.”</p>
<p>Das Buch strotz nur so vor weiteren Anregungen, die hier unberücksichtigt bleiben müssen und genügend Stoff für viele weitere Beiträge geben. Bookstaber entlarvt mit dem Werk aber auch die die post-hoc-Erklärungen der Finanzberichterstattung sowie die Arbeit von Finanzanalysten als Anekdoten, die den Blick von den eigentlichen Hintergründen ablenken.</p>
<h5>PS</h5>
<p>Bookstaber hatte übrigens gemeinsam mit Nassim Nicholas Taleb einen Auftritt vor einem Ausschuss des US-Kongresses. Siehe dazu Bericht <a href="http://www.blicklog.com/2009/09/17/taleb-vor-dem-us-kongress-ber-value-at-risk/" target="_blank">im Blick Log</a>.</p>
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