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	<title>BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE &#187; Finanzierungsklemme</title>
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	<description>1. Netzwerk deutschsprachiger Business-Blogger</description>
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		<title>Schweiz reguliert die Banken richtig!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 21:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ketzerisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bankenkrise]]></category>
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		<category><![CDATA[UBS]]></category>

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		<description><![CDATA[Großartige Neuigkeiten aus unserem kleinem Nachbarland. Die Schweiz hatte eine Kommission eingerichtet zur Erarbeitung von Vorschlägen zur besseren Bankenregulierung. Ziel muss es sein, dass der Staat keine Banken mehr im Fall der Fälle retten muss. Und dies schlägt die Kommission vor: The expert group outlined a raft of measures, including requiring higher capital and liquidity buffers, as well as a &#8220;balanced&#8221; approach to risk-taking. The government is expected to address the experts&#8217; recommendations as early as next week. Specific capital measures the commission is backing include having banks issue so-called contingent convertible bonds, which can convert into shareholders&#8217; equity in the event of a bank crisis. Banken sollen Wandelanleihen begeben, die im Krisenfall automatisch Eigenkapital werden. Das ist doch genau das, was ich seit langem vorschlage. Ich hoffe die Schweizer Politiker hören auf ihre Experten, denn das ist clevere Regulierung, die wirklich hilft. Liebe UBS, stell Dich schon mal auf höhere Eigenkapitalquoten ein. (Ein Artikel des Blogs Verlorene Generation)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/schweiz-reguliert-die-banken-richtig/&title=Schweiz reguliert die Banken richtig!&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Großartige Neuigkeiten aus unserem kleinem Nachbarland. Die Schweiz hatte eine Kommission eingerichtet zur Erarbeitung von Vorschlägen zur besseren Bankenregulierung. Ziel muss es sein, dass der Staat keine Banken mehr im Fall der Fälle retten muss. Und <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703876404575199653232541986.html">dies schlägt die Kommission</a> vor:</p>
<blockquote><p>
The expert group outlined a raft of measures, including requiring higher capital and liquidity buffers, as well as a &#8220;balanced&#8221; approach to risk-taking. The government is expected to address the experts&#8217; recommendations as early as next week.</p>
<p>Specific capital measures the commission is backing include <strong>having banks issue so-called contingent convertible bonds, which can convert into shareholders&#8217; equity in the event of a bank crisis</strong>.
</p></blockquote>
<p>Banken sollen Wandelanleihen begeben, die im Krisenfall automatisch Eigenkapital werden. Das ist doch genau das, was ich <a href="http://verlorenegeneration.de/2010/03/20/neue-bankenkrisen-verhindern/">seit langem vorschlage</a>. Ich hoffe die Schweizer Politiker hören auf ihre Experten, denn das ist clevere Regulierung, die wirklich hilft. Liebe UBS, stell Dich schon mal auf höhere Eigenkapitalquoten ein.</p>
<p>(Ein Artikel des Blogs <a href="http://verlorenegeneration.de/2010/04/24/schweiz-reguliert-die-banken-richtig/">Verlorene Generation</a>)</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fschweiz-reguliert-die-banken-richtig%2F&amp;title=Schweiz%20reguliert%20die%20Banken%20richtig%21" id="wpa2a_2"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Widerspr&#252;chliches zur Kreditklemme</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/shorty-widersprchliches-zur-kreditklemme/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 18:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierungsklemme]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt meldet, dass der Mittelstand verärgert ist, weil Firmen immer länger auf Kredite warten und obendrein mehr Zinsen zahlen müssen. Wie dazu die Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Kreditvergabe passen, können wohl nur die Notenbanker erklären. Sie erwarten, dass von der Kreditgewährung in Deutschland keine Bremswirkung auf die inländische Nachfrage ausgeht, meldete das Handelsblatt in der Printausgabe. Nach einer Umfrage der EZB erwarten erneut etwas mehr KMUs eine Verschlechterung ihres Zugangs zu Bankkrediten als eine Verbesserung (siehe Presseerklärung über Valuation in Germany). Von der Realität entfernt hat sich einmal mehr Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, der in der sinkenden Kreditnachfrage derzeit die maßgebliche Ursache für die rückläufige Kreditvergabe sieht. Etwas realistischer schätzt der neue Kreditmediator Hans-Joachim Metternich die Lage ein. Dazu schreibt die FTD: “Im Interview mit Impulse bemängelt er die eher zufällige Kreditvergabe an Unternehmen &#8211; und warnt, dass es noch in diesem Jahr noch zu flächendeckenden Engpässen bei der Finanzierung von Firmen kommen könnte.” Diese Widersprüche helfen den mittelständischen Unternehmen nicht, die derzeit kräftig um ihre Finanzierungen kämpfen. Dazu zuletzt im Blick Log: Keine Lösung der Finanzierungsklemme in Sicht. In diesem Beitrag hat der Blick Log nicht das erste Mal das Problem fälliger Mezzanine-Finanzierungen angesprochen. Diese Finanzierungslücke entdeckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/shorty-widersprchliches-zur-kreditklemme/&title=Widerspr&uuml;chliches zur Kreditklemme&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Die <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article6952966/Banken-veraergern-den-deutschen-Mittelstand.html" target="_blank">Welt meldet</a>, dass der Mittelstand verärgert ist, weil Firmen immer länger auf Kredite warten und obendrein mehr Zinsen zahlen müssen. Wie dazu die Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Kreditvergabe passen, können wohl nur die Notenbanker erklären. Sie erwarten, dass von der Kreditgewährung in Deutschland keine Bremswirkung auf die inländische Nachfrage ausgeht, meldete das Handelsblatt in der Printausgabe. Nach einer Umfrage der EZB erwarten erneut etwas mehr KMUs eine Verschlechterung ihres Zugangs zu Bankkrediten als eine Verbesserung (siehe <a href="http://valuation-in-germany.blogspot.com/2010/03/umfrageergebnisse-uber-den-zugang-von.html" target="_blank">Presseerklärung über Valuation in Germany</a>).</p>
<p>Von der Realität entfernt hat sich einmal mehr <a href="http://www.handelsblatt.com/buergschaftsbanken-verbuergte-kredite-sind-begehrt;2540443" target="_blank">Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle</a>, der in der sinkenden Kreditnachfrage derzeit die maßgebliche Ursache für die rückläufige Kreditvergabe sieht.</p>
<p>Etwas realistischer schätzt der neue Kreditmediator Hans-Joachim Metternich die Lage ein. <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:vergabe-von-foerdermitteln-mediator-warnt-vor-drohender-kreditklemme/50092476.html" target="_blank">Dazu schreibt die FTD</a>: “Im Interview mit Impulse bemängelt er die eher zufällige Kreditvergabe an Unternehmen &#8211; und warnt, dass es noch in diesem Jahr noch zu flächendeckenden Engpässen bei der Finanzierung von Firmen kommen könnte.”</p>
<p>Diese Widersprüche helfen den mittelständischen Unternehmen nicht, die derzeit kräftig um ihre Finanzierungen kämpfen. Dazu zuletzt im Blick Log: <a href="http://www.blicklog.com/2010/03/19/keine-lsung-der-finanzierungsklemme-in-sicht/">Keine Lösung der Finanzierungsklemme in Sicht</a>. In diesem Beitrag hat der Blick Log nicht das erste Mal das Problem fälliger Mezzanine-Finanzierungen angesprochen. Diese Finanzierungslücke entdeckt nun auch das Handelsblatt: <a href="http://www.handelsblatt.com/mezzanine-dem-mittelstand-droht-ein-milliardenproblem;2553448" target="_blank">Mezzanine: Dem Mittelstand droht ein Milliardenproblem</a>. Die dort genannte Summe von 760 fälligen Mezzanine-Darlehen zwischen 2011 und 2014 im Umfang von rund vier Mrd. Euro kommt mir allerdings viel zu niedrig vor.</p>
<p> <span id="more-464"></span>Unternehmen tun jedenfalls weiter gut daran, eine <a href="http://www.blicklog.com/2010/01/21/mit-diesem-beitrag-wird-die-reihe-%e2%80%9cmanagement-in-rauen-zeiten%e2%80%9d-ubersicht-hier-mit-dem-thema-finanz-und-liquiditatsplanung-fortgesetzt-in-wirtschaftlich-turbulenten-zeiten-geht-es-v/" target="_blank">mittel- bis langfristige Finanzplanung</a> zu erstellen und genau zu schauen, welche Finanzierungen in den nächsten Monaten und Jahren fällig bzw. benötigt werden. Erhellend kann auch eine Simulation der Finanzplanung sein (<a href="http://www.blicklog.com/2010/01/25/serie-management-in-rauen-zeiten-simulation-von-planungsrisiken/" target="_blank">mehr dazu hier</a>). Für die operative Hilfe hier außerdem <a href="../2010/02/01/serie-management-in-rauen-zeiten-manahmen-zum-working-capital-management-incl-mindmap/" target="_blank">Maßnahmen zum Working Capital Management</a> sowie die Mindmaps zum <a href="http://www.blicklog.com/wp-content/Managementpraxis/Kostenmanagement/map.htm" target="_blank">Kostenmanagement</a> und zu ausgewählten <a href="http://www.blicklog.com/wp-content/Managementpraxis/kapitalbedarf/map.htm" target="_blank">Maßnahmen zur Deckung des Kapitalbedarfs</a>.
<p>Artikel ursprünglich <a href="http://www.blicklog.com/2010/03/29/shorty-widersprchliches-zur-kreditklemme/" target="_blank">erschienen im Blick Log</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fshorty-widersprchliches-zur-kreditklemme%2F&amp;title=Widerspr%26uuml%3Bchliches%20zur%20Kreditklemme" id="wpa2a_4"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Keine Kreditklemme? Radikaler Einbruch bei Kreditvergabe &#8211;17% &#8211; 23% &#8211; Und das ist nicht das Ende</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/keine-kreditklemme-radikaler-einbruch-bei-kreditvergabe-17-23-und-das-ist-erst-der-anfang/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/keine-kreditklemme-radikaler-einbruch-bei-kreditvergabe-17-23-und-das-ist-erst-der-anfang/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 20:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierungsklemme]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditklemme]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute gibt es wieder einmal in Berlin einen Krisengipfel mit Ministern und Vertretern aus Wirtschaft und Banken zum Thema Kreditklemme. Ich bezweifele, dass dort viel herauskommt. Schon der letzte “Häppchengipfel” im Kanzleramt hat kaum Zählbares gebracht. Die in der Folge von der Deutschen Bank und der Sparkassenorganisation aufgelegten Eigenkapitalfonds überzeugen die Praxis angesichts des Finanzbedarfs nicht und werden vielfach als PR-Maßnahmen angesehen. Dabei hat die KfW in dieser Woche heftige Zahlen zum Rückgang des Kreditvolumens veröffentlicht. Banken haben in Deutschland im vierten Quartal 2009 knapp 18 Prozent weniger Darlehen an Unternehmen und Selbstständigen vergeben als im Schlussquartal des Vorjahres. Erwartet hatte die KfW einen Rückgang von 15%. Und die KfW erwartet eine Verschärfung des Rückgangs im laufenden Quartal um zwischen 17% und 23%. Im Januar soll das Neukreditvolumen sogar um 33 Prozent unter seinem Vorjahreswert (Quelle Bericht Handelsblatt) gelegen haben. Ein Blick auf die Statistiken der Deutschen Bundesbank bestätigt übrigens grundsätzlich diese Entwicklung, wenn auch nicht in der Schärfe (siehe dazu unten den exklusiven Chart von Gapa News). Econchart Firmenkredite 09032010 View more presentations from Gapa News. Erstaunlich, dass die KfW trotz ihrer eigenen Zahlen nicht von einer Kreditklemme sprechen mag. Nach ihrer Einschätzung schrumpfte das Darlehensgeschäft vor allem aufgrund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/keine-kreditklemme-radikaler-einbruch-bei-kreditvergabe-17-23-und-das-ist-erst-der-anfang/&title=Keine Kreditklemme? Radikaler Einbruch bei Kreditvergabe &ndash;17% &ndash; 23% &ndash; Und das ist nicht das Ende&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Heute gibt es wieder einmal in Berlin einen Krisengipfel mit Ministern und Vertretern aus Wirtschaft und Banken zum Thema Kreditklemme. Ich bezweifele, dass dort viel herauskommt. Schon der letzte “<a href="http://www.blicklog.com/2009/12/04/hppchengipel-im-kanzleramt-zur-finanzierungsklemme-erkennt-eigenkapitalproblem/">Häppchengipfel” im Kanzleramt </a>hat kaum Zählbares gebracht. Die in der Folge von der <a href="http://www.blicklog.com/2010/02/02/vergessen-banken-und-sparkassen-den-versprochenen-mittelstandsfonds/" target="_blank">Deutschen Bank</a> und der <a href="http://www.dsgv.de/de/aktuelles/Eigenkapital_Mittelstand.html" target="_blank">Sparkassenorganisation</a> aufgelegten Eigenkapitalfonds überzeugen die Praxis angesichts des Finanzbedarfs nicht und werden vielfach als PR-Maßnahmen angesehen.</p>
<p>Dabei hat die KfW in dieser Woche heftige Zahlen zum Rückgang des Kreditvolumens veröffentlicht. Banken haben in Deutschland im vierten Quartal 2009 knapp 18 Prozent weniger Darlehen an Unternehmen und Selbstständigen vergeben als im Schlussquartal des Vorjahres. Erwartet hatte die KfW einen Rückgang von 15%. Und die KfW erwartet eine Verschärfung des Rückgangs im laufenden Quartal um zwischen 17% und 23%. Im Januar soll das Neukreditvolumen sogar um 33 Prozent unter seinem Vorjahreswert (Quelle <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/business-monitor/konjunktur-deutsche-wirtschaft-steigert-wachstumstempo;2542402" target="_blank">Bericht Handelsblatt</a>) gelegen haben.</p>
<p>Ein Blick auf die <a href="http://www.bundesbank.de/download/statistik/bankenstatistik/S131ATIMB3031.PDF" target="_blank">Statistiken der Deutschen Bundesbank bestätigt</a> übrigens grundsätzlich diese Entwicklung, wenn auch nicht in der Schärfe (siehe dazu unten den exklusiven <a href="http://www.slideshare.net/markusgaertner/econchart-firmenkredite-09032010" target="_blank">Chart von Gapa News</a>). </p>
<div style="width: 425px" id="__ss_3378143"><strong style="margin: 12px 0px 4px; display: block"><a title="Econchart Firmenkredite 09032010" href="http://www.slideshare.net/markusgaertner/econchart-firmenkredite-09032010">Econchart Firmenkredite 09032010</a></strong><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=econchartfirmenkredite09032010-100309122919-phpapp02&amp;stripped_title=econchart-firmenkredite-09032010" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=econchartfirmenkredite09032010-100309122919-phpapp02&amp;stripped_title=econchart-firmenkredite-09032010" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="padding-bottom: 12px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; padding-top: 5px">View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/markusgaertner">Gapa News</a>.</div>
</p></div>
<p>Erstaunlich, dass die KfW trotz ihrer eigenen Zahlen nicht von einer Kreditklemme sprechen mag. Nach ihrer Einschätzung schrumpfte das Darlehensgeschäft vor allem aufgrund der niedrigeren Nachfrage der Unternehmen. Diese Aussage halte ich für nicht sachgerecht und schon fast zynisch. Sie widerspricht außerdem Aussagen im <a href="http://www.ecb.int/stats/pdf/blssurvey_201001.pdf?f75ba073e8b666f0c99fdab5d73c2669" target="_blank">Lending Survey der Europäischen Zentralbank</a>, deren Ergebnisse die <a href="http://www.bundesbank.de/download/ezb/pressenotizen/2010/20100216.kmu.pdf" target="_blank">Bundesbank wie folgt zusammenfasste</a>:</p>
<p> <span id="more-371"></span>
<p>&#160;</p>
<blockquote><p>Während die Hälfte der KMUs berichtete, dass ihr Bedarf an Bankkrediten im zweiten Halbjahr 2009 unverändert geblieben sei, meldeten ein Viertel von ihnen einen gestiegenen und knapp 10 % einen geringeren Bedarf gegenüber den vorangegangenen sechs Monaten. Eine breite Mehrheit der KMUs (75 %) gab an, den beantragten Kreditbetrag ganz oder teilweise erhalten zu haben, verglichen mit 77 % im ersten Halbjahr 2009. Bei den großen Unternehmen blieb die Erfolgsquote bei der Beantragung von Bankkrediten stabil.</p>
<p>In der zweiten Jahreshälfte 2009 verschlechterte sich die Verfügbarkeit von Bankkrediten für KMUs. So meldeten 42 % der KMUs im zweiten Halbjahr eine Verschlechterung (verglichen mit 43 % in den vorangegangenen sechs Monaten), während 10 % von einer Verbesserung berichteten (dieser Wert blieb gegenüber dem ersten Halbjahr unverändert). Bei den Großunternehmen fiel die Einschätzung hinsichtlich der Verfügbarkeit von Bankkrediten weniger negativ aus.</p>
</blockquote>
<p>Man könnte die Debatte akademisch führen, wovon ich angesichts der Probleme in der Praxis nichts halte. Natürlich handelt es sich nicht um eine Kreditklemme im wissenschaftlichen Sinn. Von der wird nur dann gesprochen, wenn die Banken aufgrund von Geldmangel selbst nicht mehr in der Lage sind, Kredite zu vergeben. Die Zurückhaltung derzeit wird aber meist damit begründet, dass viele Unternehmen die gestiegenen Anforderungen für die Kreditvergabe bei schlechterer Wirtschaftssituation nicht erfüllen. Aus Sicht vieler Unternehmen ist die Debatte Kreditklemme ja oder nein, schlicht irrelevant, weil sie in einer Finanzierungsklemme stecken.</p>
<h5>Echte Kreditklemme vor der Tür</h5>
<p>Aber eine Kreditklemme im Definitionssinne ist sehr wahrscheinlich, wenn man auf Big Points der nächsten Jahre an den Finanzierungsmärkten schaut.&#160; Im folgenden einige Punkte, die in den nächsten Monaten und Jahren die Kapitalengpässe deutlich verschärfen dürften:</p>
<ul>
<li>auslaufende Mezzanine-Programme für mittelständische Unternehmen </li>
<li>auslaufende Garantieanleihen öffentlicher Banken, die bei Refinanzierung mit zusätzlichem Eigenkapital unterlegt werden müssen </li>
<li>verschärfte Eigenkapitalanforderungen durch Basel III </li>
<li>fällig werdende mittelfristige Kredite und Kontokorrentzusagen </li>
<li>steigender Finanzierungsbedarf der Wirtschaft durch Wachstum (Investitionen und Betriebsmittel) </li>
</ul>
<p>Für zusätzlich Anspannungen könnten außerdem die Exit-Strategien von Beteiligungsgesellschaften sorgen. Viele haben bis Mitte 2008 ihre Beteiligungen mit Krediten finanziert, die in den nächsten Jahren fällig werden dürften. Über das Volumen habe ich zwar keine Informationen zur Hand, ich rechne aber mit einem mittleren zweistelligen Milliardenbetrag. </p>
<p>All diese Punkte bedürfen einer Refinanzierung bzw. einer Anschlussfinanzierung. Das <a href="http://www.blicklog.com/2008/11/17/deleveraging-der-hebel-zur-finanzkrise/" target="_blank">Deleveraging</a> wird außerdem das Kreditwachstum begrenzen. Den Akteuren an den Finanzmärkten und großen Unternehmen sind diese Probleme sehr wohl bewusst. </p>
<h5>Staatliche Maßnahmen verpuffen</h5>
<p>Ob die im Vorfeld diskutierten Maßnahmen, wie staatliche Garantien für Kreditverbriefungen, Verschiebung von Basel III etc. tatsächlich Abhilfe schaffen, ist zweifelhaft. Schon jetzt funktioniert der sogenannte Deutschlandfonds, bei dem die KfW Banken Bürgschaften für Kredite an Unternehmen gibt, nicht richtig. Die FTD berichtete am 5.2.10 (Titel Ausgebremst) darüber, dass die Banken nicht wirklich mitziehen bei den KfW-Sonderprogrammen. Wie die Praxis mit den Bürgschaften aussieht, hatte ich aus eigener Erfahrung <a href="http://www.blicklog.com/2009/06/11/so-sieht-die-wirkliche-praxis-der-staatsbrgschaften-aus/" target="_blank">bereits im vergangenen Sommer</a> berichtet. </p>
<h5>Neue Ansätze offenbar nicht gefragt</h5>
<p>Der Weg über Verbriefungen ist sicher ein folgerichtiger Ansatz, wird aber auch schon seit einem Jahr diskutiert. Ausreichen wird er nicht. Vorschläge wie vom Bielefelder Professor Rainer Lenz (dargestellt in Beitrag <a href="http://www.blicklog.com/2009/08/14/vom-neustart-des-finanzsystems/">Vom Neustart des Finanzsystems</a>) oder im <a href="http://www.blicklog.com/2010/03/10/gedanken-zur-eigenkapitalfinanzierung-2-0-teil-2-ein-modell/" target="_blank">Blick Log zur Eigenkapitalfinanzierung</a> sind derzeit für die von der Wirtschaftspraxis entfremdeten Vertreter aus Verbänden und Politik zu revolutionär. </p>
<p>Die Funktionäre in solchen Runden achten lieber peinlich genau auf die persönliche Präsentation vor der Presse. Man positioniert sich mit eigenen Ideen, die aber in der Praxis nicht weiter verfolgt oder lieblos umgesetzt werden. Die unten aufgeführte Historie der Beiträge zur Kreditklemme zeigt, dass die Probleme sehr lange bekannt sind. Außer heißer Luft und Häppchen ist in den letzten 18 Monaten aber kaum etwas bewegt worden. </p>
<p>Schön wäre es, wenn die Wirtschaftsjournalisten auf der anschließenden PK einmal nicht die üblichen Schuldzuweisungen in ihre Blöcke notieren, sondern hartnäckig nach konkreten Vereinbarungen, Maßnahmen und der Verantwortung fragen. </p>
<h5>Mittelstand muss sich rechtzeitig vorbereiten</h5>
<p>Angesichts der vorgenannten Entwicklung sollten Unternehmen nicht warten bis Politik und Verbände sich bewegen. So weist etwa Andreas Buschmeier in einem Beitrag für Wirtschaft Nordhessen (nur Print) auf die Notwendigkeit einer professionellen und aktiven Finanzkommunikation hin. </p>
<p>Banken betrachten zwar traditionell schwerpunktmäßig Vergangenheitsdaten, schauen aber immer häufiger, ob eine sachgerechte und realistische Finanzplanung für die nächsten Jahre vorliegt (siehe dazu <a href="http://www.blicklog.com/2010/01/21/mit-diesem-beitrag-wird-die-reihe-%E2%80%9Cmanagement-in-rauen-zeiten%E2%80%9D-ubersicht-hier-mit-dem-thema-finanz-und-liquiditatsplanung-fortgesetzt-in-wirtschaftlich-turbulenten-zeiten-geht-es-v/" target="_blank">auch diesen Beitrag mit Hinweisen</a>). Wer es richtig professionell machen will, geht sogar noch einen Schritt weiter und erweitert seine Planung um die <a href="http://www.blicklog.com/2010/01/25/serie-management-in-rauen-zeiten-simulation-von-planungsrisiken/">Simulation von Planungsrisiken</a>. </p>
<p>Mittelständische Unternehmen, die sich keine Gedanken machen über die Finanzierungssituation in den nächsten Jahren, werden eher Probleme bekommen, wenn sie zusätzlichen Finanzierungsbedarf feststellen. Weitere Hinweise, was Unternehmen tun könnten, sind <a href="http://www.blicklog.com/business-und-praxis/krisenmangement-fur-unternehmen/" target="_blank">über diese Einstiegsseite</a> zu finden. </p>
<p>Beitrag ursprünglich <a href="http://www.blicklog.com/2010/03/11/keine-kreditklemme-radikaler-einbruch-bei-kreditvergabe-17-23-und-das-ist-erst-der-anfang/" target="_blank">erschienen im Blick Log</a></p>
<p>_____________________________________________</p>
<h5>Beiträge im Blick Log zum Thema</h5>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/12/01/kanzlerrunde-zur-finanzierungsklemme-wann-wird-verantwortung-gezeigt/">Kanzlerrunde zur Finanzierungsklemme: Zeigt die “Funktionselite” endlich Verantwortung?</a> (1.12.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/11/26/finanzierungsklemme-mittelstand-im-stich-gelassen-und-alle-schauen-betreten-weg/">Mittelstand im Stich gelassen: Betreten wird weggeschaut</a> (26.11.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/09/10/endlich-richtige-feststellung-sparkassenprsident-sieht-drohende-eigenkapitalklemme/">Endlich richtige Feststellung: Sparkassenpräsident sieht drohende Eigenkapitalklemme</a> (10.9.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/09/03/neue-kreditmanahmen-der-bundes-helfen-nicht-gegen-eigenkapitalklemme/">Neue Kreditmaßnahmen der Bundes helfen nicht gegen Eigenkapitalklemme</a> (3.9.09) </p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/08/27/auch-mangelnde-planungsunterlagen-fhren-zu-verzgerungen-bei-kreditvergabe/">Auch mangelnde Planungsunterlagen führen zu Verzögerungen bei Kreditvergabe</a> (27.8.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/08/21/bankenverband-sieht-engpsse-bei-der-kreditvergabe/">Bankenverband sieht Engpässe bei der Kreditvergabe</a> (21.8.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/08/19/die-kfw-wei-es-schon-lnger-wirtschaftskrise-belastet-eigenkapital-der-unternehmen/">Die KfW weiß es schon: Wirtschaftskrise belastet Eigenkapital der Unternehmen</a> (19.8.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/07/22/es-geht-ja-doch-banken-wollen-verbriefungsmarkt-frdern-als-teillsung-fr-die-finanzierungsklemme/">Es geht ja doch: Banken wollen Verbriefungsmarkt fördern als Teillösung für die Finanzierungsklemme</a> (22.7.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/07/15/alte-ideen-gegen-die-finanzierungsklemme-des-mittelstands-wieder-aufgefrischt/">Alte Ideen gegen die Finanzierungsklemme des Mittelstands wieder aufgefrischt</a> (15.7.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/07/13/kredit-und-finanzierungsklemme-mittelstand-sucht-eigenkapital-hier-ein-musterfall-der-finanzkrise/">Kredit- und Finanzierungsklemme – Mittelstand sucht Eigenkapital: Hier ein Musterfall der Finanzkrise</a> (13.7.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/07/09/beerdigt-den-streit-um-die-kreditklemme-es-geht-nmlich-anders-und-besser/">Beerdigt den Streit um die Kreditklemme: Es geht nämlich anders und besser</a> (9.7.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/07/07/armseliges-ping-pong-zwischen-politik-und-banken-zur-kreditklemme/">Armseliges Ping Pong zwischen Politik und Banken zur Kreditklemme</a> (7.7.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/06/26/der-dicke-hals-des-mittelstands-mit-dem-deutschlandsfonds/">Insolvenzwelle: Der dicke Hals des Mittelstands mit dem Deutschlandsfonds</a> (26.6.09)</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2009/06/11/so-sieht-die-wirkliche-praxis-der-staatsbrgschaften-aus/">So sieht die wirkliche Praxis der Staatsbürgschaften aus</a> (11.6.09)</p>
<p>Viel mehr Berichte sind auf dieser Seite zur <a href="http://www.blicklog.com/business-und-praxis/finanzierungs-und-kreditklemme-fr-unternehmen/">Finanzierungs- und Kreditklemme</a> zusammengestellt. </p>
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		<title>Die z&#228;he Eigenkapitalbeschaffung mittelst&#228;ndischer Unternehmen</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 20:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beteiligungsgesellschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenkapital]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenkapitalfinanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierungsklemme]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditklemme]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema Finanzierungsklemme und Eigenkapitallücke beschäftigt viele Unternehmen. Sie hadern derzeit mit ihren Banken, weil diese Fremdmittel nicht in gewünschter Höhe bereitstellen. Allerdings ist die Finanzierungsklemme nur zum Teil auf die restriktive Kreditvergabepraxis der Banken zurückzuführen ist. Seit Monaten beobachten wir in der Beratungspraxis neben der vielzitierten Zurückhaltung der Banken eine Eigenkapitalklemme bei vielen mittelständischen Unternehmen. Der Weg zum frischen Eigenkapital ist freilich schwieriger als gedacht. Dies hatte bereits vor einigen Jahren eine Arbeitsgruppe unter Federführung der KfW diagnostiziert und entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen. Festgestellt wurde damals eine Lücke im Beteiligungsmarkt (siehe hier), die vor allem zeigt, dass Unternehmen mit mittleren Kapitalbedarfsgrößen Beschaffungsprobleme haben. Prinzipiell, so ist immer wieder zu hören und zu lesen, sei mittlerweile genügend Kapital da. Hunderte von Private-Equity-Firmen, Family-Offices und Mezzanine-Investoren sitzen auf Liquidität, die investiert werden will. Dennoch fließen die Mittel nicht dorthin, wo der Bedarf besteht. Über die Gründe wird viel nachgedacht und geschrieben (auch in dieser Studie der Deutschen Börse). Häufig beschränken sich die Gründe auf steuerliche und institutionelle Rahmenbedingungen, die Beteiligungen erschweren. Schaut man in die Praxis, dann ergeben sich aber zahlreiche weitere Ursachen, die ich hier kurz skizzieren will: Kein geübter Umgang mit Investoren Das Gro der mittelständischen Unternehmen ist es nicht [...]]]></description>
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</div><p>Das Thema Finanzierungsklemme und Eigenkapitallücke beschäftigt viele Unternehmen. Sie hadern derzeit mit ihren Banken, weil diese Fremdmittel nicht in gewünschter Höhe bereitstellen. Allerdings ist die Finanzierungsklemme nur zum Teil auf die restriktive Kreditvergabepraxis der Banken zurückzuführen ist. Seit Monaten beobachten wir in der Beratungspraxis neben der vielzitierten Zurückhaltung der Banken eine Eigenkapitalklemme bei vielen mittelständischen Unternehmen.</p>
<p>Der Weg zum frischen Eigenkapital ist freilich schwieriger als gedacht. Dies hatte bereits vor einigen Jahren eine Arbeitsgruppe unter Federführung der KfW diagnostiziert und entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen. Festgestellt wurde damals eine Lücke im Beteiligungsmarkt <a href="http://www.blicklog.com/2009/07/15/alte-ideen-gegen-die-finanzierungsklemme-des-mittelstands-wieder-aufgefrischt/">(siehe hier</a>), die vor allem zeigt, dass Unternehmen mit mittleren Kapitalbedarfsgrößen Beschaffungsprobleme haben.</p>
<p>Prinzipiell, so ist immer wieder zu hören und zu lesen, sei mittlerweile genügend Kapital da. Hunderte von Private-Equity-Firmen, Family-Offices und Mezzanine-Investoren sitzen auf Liquidität, die investiert werden will. Dennoch fließen die Mittel nicht dorthin, wo der Bedarf besteht. Über die Gründe wird viel nachgedacht und geschrieben (auch in <a href="http://www.cefs.de/files/20091109_Studie_Wachstum_Unab_EK_Finanz.pdf" target="_blank">dieser Studie der Deutschen Börse</a>). Häufig beschränken sich die Gründe auf steuerliche und institutionelle Rahmenbedingungen, die Beteiligungen erschweren. Schaut man in die Praxis, dann ergeben sich aber zahlreiche weitere Ursachen, die ich hier kurz skizzieren will:</p>
<h5>Kein geübter Umgang mit Investoren</h5>
<p>Das Gro der mittelständischen Unternehmen ist es nicht gewohnt, Eigenkapital von Investoren einzuwerben. Sie wollen dazu weder ihre Geschäftspolitik offenlegen noch sich den “Regeln der Finanzmärkte” unterwerfen. Insbesondere Familienunternehmen hegen eine große Abneigung dagegen, die Mehrheit an der eigenen Firma abzugeben. Dies fordern aber immer noch zu viele Investoren (freilich längst nicht alle), um so ihren eigenen Kapitalgebern eine Sicherheit per Einflussnahme zu bieten.</p>
<p>Ob eine Mehrheitsbeteiligung jeweils notwendig ist, sollten die Beteiligungsgesellschaften einmal überdenken, denn sie profitieren meist vom Engagement der Alteigentümer. Deren Gestaltungswille lässt allerdings deutlich nach, wenn ihr Entscheidungsspielraum eingeengt wird oder der bisher freie Entscheidungen gewohnte Alteigentümer sich mit einem Beteiligungsbetreuer abstimmen soll.</p>
<h5>Vorurteile auf Basis spektakulärer Fälle</h5>
</p>
<p> <span id="more-249"></span>Wenig hilfreich für die Praxis war die “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heuschreckendebatte" target="_blank">Heuschreckendebatte</a>”. Diese stellte Beteiligungsinvestoren als geldgierige Blutsauger dar, die ausschließlich an der möglichst gehebelten und kurzfristigen Maximierung der Investitionen interessiert seien. Ich persönlich kenne solche Beteiligungsunternehmen nicht aus der eigenen Zusammenarbeit.
</p>
<p>Gleichwohl gibt es Fälle (etwa das Beispiel Märklin), die wenig fruchtbar oder sogar schädlich für die Unternehmen waren. <a href="http://www.blicklog.com/2009/03/04/marklin-wenn-es-sich-unternehmensberater-und-investoren-zu-einfach-machen-%e2%80%a6/" target="_blank">Märklin</a> sorgte ja bekanntlich deswegen für Schlagzeilen, weil die Investoren ständige neue und vor allem hochbezahlte Interim Manager im Unternehmen platzierten. Dadurch saugten die Berater hohe Summen ab und trieben das Unternehmen gleichzeitig in die Insolvenz. Wenn dann die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen gerade nur die Beraterhonorare abdecken, wird man sich kaum Freunde im Unternehmen machen.</p>
<h5>Mängel in den Planungsprozessen</h5>
<p>Kapitalgeber wollen vor allem ein Gefühl dafür bekommen, ob ein Unternehmen in der Lage ist, künftig Gewinne auszuschütten bzw. den Wert steigern kann, um es mit deutlichen Aufschlägen verkaufen zu können. Um dies einigermaßen systematisch beurteilen zu können, bedarf es <a href="http://www.blicklog.com/2010/01/21/mit-diesem-beitrag-wird-die-reihe-%E2%80%9Cmanagement-in-rauen-zeiten%E2%80%9D-ubersicht-hier-mit-dem-thema-finanz-und-liquiditatsplanung-fortgesetzt-in-wirtschaftlich-turbulenten-zeiten-geht-es-v/" target="_blank">geeigneter Planungsunterlagen</a>. Von jedem Gründer, der Mittel einwerben will, wird heute ein Businessplan verlangt. Viele Unternehmen planen aber nach wie vor unzureichend oder gar nicht.</p>
<p>Kürzlich berichtete mir der Kreditleiter einer Bank, er erhalte nur von etwa 12% seiner Kreditnehmer zufriedenstellende Planungsunterlagen. Ein mittelständischer Familienunternehmer dagegen sagte mir vor ein paar Monaten. “Wieso aufgeschriebene Planung? Ich habe die Planung im Kopf. Ich weiß genau, was ich in den nächsten Jahren machen will und muss.”</p>
<p>Für potentielle Kapitalgeber entsteht so der Eindruck, es regiere das vielgerühmte Bauchgefühl. Wer die Halbwertzeit vieler Planungen kennt, der wird sogar zustimmen, dass ein gutes Bauchgefühl mehr Wert sein kann, als noch so ausgefeilte Controlling-Systeme. Gleichwohl, Kapitalgeber beurteilen keine Investition allein anhand von Bauchgefühlen, denn auch sie müssen über ihre Investitionsentscheidungen Rechenschaft ablegen.</p>
<h5>Einigen Investoren fehlt es an der Mittelstandsorientierung</h5>
<p>Viele Investoren sind zwar versiert in der Strukturierung großer Transaktionen und deren Finanzierung, sie verstehen aber häufig nicht, wie Mittelständler ticken. Natürlich, den Mittelständler gibt es nicht. Nach meiner persönlichen und sicher nicht repräsentativen Wahrnehmung zeichnen sich die Eigentümer und Leiter mittelständischer Unternehmen neben einer klaren Vision für ihre Produkte und Leistungen durch langfristige Denke, hohe Verantwortung für Unternehmen, Mitarbeiter und Region aus.</p>
<p>Zur Kritik Anlass gibt vor allem das Auftreten der Vertreter einiger Beteiligungsgesellschaften, wie ich in der Praxis immer mal wieder höre. Gerade zu “kleineren Unternehmen” werden “Junioren” geschickt, die mit theoretischem Halbwissen und ohne praktische Erfahrung einem Senior-Boss oder altgedientem kaufmännischen Leiter gegenübersitzen. Anhand reiner Kennzahlenanalyse wird den Seniors dann “nachgewiesen”, wie schlecht das Unternehmen laufe und was man alles besser zu machen gedenke. Das Winken mit Abschlüssen renommierter Business-Schools beeindruckt übrigens einen deutschen mittelständischen Unternehmer überhaupt nicht. Wenn ein smarter Berater ein Unternehmen einfach nur in eine Balanced Scorecard pressen will, dann regen sich schnell Widerstände.</p>
<p>Scheitert ein Projekt an diesen Faktoren, dann wird es für Investoren Zeit, ihre Vorgehen zu überdenken und ihre Wissen um die Strukturen des Mittelstands erhöhen, denn gerade bei mittelständischen Unternehmen winken durch niedrigerer EBIT-Multiples deutlich höhere Renditen.</p>
<h5>Machtbalance und mögliche Verteilungskonflikte</h5>
<p>Nicht unterschätzen sollte man die Machtbalance in mittelständischen Unternehmen, die sich durch einen externen Eigenkapitalgeber deutlich verändern kann. Eng damit zusammen hängen antizipierter Verteilungskonflikte zwischen Alt- und Neueigentümer. Mit diesen rechnen jedenfalls die bisherigen Gesellschafter, wenn sie nach der Kapitalzufuhr einen spektakulären Erfolg erwarten und diesen nicht teilen wollen. Die Alteigentümer trauen ihrem Unternehmen aufgrund ihres Erkenntnisvorsprungs (und weil sie möglicherweise Risiken eher ausblenden) wesentlich mehr zu als ein Investor, der nur nüchtern Daten und Märkte analysiert. Diesen “erwarteten” Mehrerfolg möchte aber kaum ein Alteigentümer teilen. Daher werden liebend gern Eigenmittel gesucht, die das Beteiligungskapital nicht verändern wie <a href="http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/stille_gesellschaft.htm" target="_blank">stille Beteiligungen</a> oder Mezzanine-Finanzierungen.</p>
<p>In diese Kategorie könnte man auch die Abneigung vieler Familienunternehmen aufnehmen, ihr “Lebenswerk” nicht unter Wert verkaufen zu wollen.</p>
<h5>Kosten des Eigenkapitals und steuerliche Diskriminierung</h5>
<p>Eng mit dem vorgenannten Punkt hängen die Kosten des Eigenkapital zusammen. Diese sind, sehen wir einmal von staatlichen Fördermaßnahmen ab, deutlich höher als die Kosten für Fremdkapital. Dazu kommt noch die steuerliche “Diskriminierung des Eigenkapitals”. Finanziert ein Unternehmen seine Investitionen durch eine Kreditaufnahme, so sind die Zinsen grundsätzlich als Betriebsausgaben abzugsfähig, und die Erträge der die Kredite refinanzierenden Anleger sind lediglich mit der Abgeltungssteuer von rd. 27,4 % belastet. Finanziert es die Investitionen dagegen durch Ausgabe von Eigenkapital, so kommt es sowohl bei Kapital- als auch bei Personengesellschaften zu einer steuerlichen Gesamtbelastung auf Unternehmens- plus Gesellschafterebene von nahe 50 % (mehr <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=211916.html?view=renderPrint" target="_blank">dazu hier mit</a> weiteren Details).</p>
<p>Die Kapital suchenden Unternehmen übersehen leider häufig, dass eine gute Eigenkapitalausstattung die Fremdkapitalkosten senken kann, weil sich die Risikosymmetrie zu Gunsten der Banken verbessert.</p>
<h5>Intransparenter Markt und hohe Transaktionskosten</h5>
<p>Der Markt für Eigenkapital für mittlere Losgrößen ist intransparent. Allein die Transaktionskosten für die Beschaffung schrecken viele Unternehmen ab und das zu Recht. Der Prozess, einen Investor zu suchen und aufzunehmen will wohlüberlegt und geplant sein. Sie müssen zunächst einmal ein geeignetes Konzept entwerfen, dann eine Art Verkaufsunterlage mit Businessplan erstellen, die Drittvergleichen stand hält und vieles mehr, bevor Kapital fließt (siehe <a href="http://www.blicklog.com/wp-content/Managementpraxis/beteiligungstransaktion/map.htm" target="_blank">diese Mindmap für die verschiedenen Phasen</a>). Zentraler Angelpunkt dabei ist es, das “richtige” Beteiligungsunternehmen zu finden.</p>
<p>Dazu gilt es aus einer Vielzahl von Kapitalanlagegesellschaften den potentiellen Partner für den Erstkontakt heraussuchen. Dabei helfen (neben Beratern) umfangreiche Übersichten wie etwa die vom <a href="http://www.bvkap.de/privateequity.php/cat/4/title/Mitglieder" target="_blank">Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften</a>. Es ist in der Praxis jedoch alles andere als einfach, den geeigneten Investor herauszufiltern. Dies gilt insbesondere dann, allem wenn es nicht um die Start-up-Finanzierung eines vielversprechenden oder gehypten High-Tech-Geschäftsfeldes geht, sondern etwa um ganz klassischen Maschinenbau. Solche Investitionsfelder sehe viele Investoren, die ja mit bestimmten “Anlagetrends” selbst Geld einwerben müssen, häufig nicht als “sexy” an.</p>
<p>Erstaunlich ist, dass sich hier bisher trotz moderner Informationstechnik keine Informationsplattform für mittelständische Gesellschaften durchgesetzt hat, die die Zusammenführung von Kapitalnehmern und Kapitalgebern deutlich erleichtert.</p>
<p>Praktiker wissen, hat man eine passende Gesellschaft gefunden, bedeutet dies noch lange nicht, dass es überhaupt zu einer Kontaktaufnahme, geschweige denn zu einem Abschluss kommt.<em> </em>Die Gesellschaften erwarten in der Regel gewissen Mindeststandards der Unterlagen, die hinreichend professionell aufgemacht und vor allem konsistent sein sollten.</p>
<p>Neben diesem Vorbereitungs- und Suchaufwand&#160; fallen in der Folge erhebliche weitere Kosten an (Due Diligence, Rechtsberatung etc.) bis es zu einem Beteiligungsabschluss kommt. Die eigentlich notwendige Verhandlung mit mehreren Beteiligungsgesellschaften verbietet sich hier schon fast von selbst. Erschwerend kommt hier hinzu, dass jede Gesellschaft hier eigene Anforderungen an Unterlagen hat. Es wundert also nicht, wenn die Suche nach Eigenkapital erst ab bestimmten Beträgen lukrativ wird,</p>
<h5>Verpasse Chancen und neue Formen der Finanzintermediation</h5>
<p>Nicht widerlegt werden diese Thesen durch eine Studie der Unternehmensberatung Intes, <a href="http://www.ftd.de/karriere-management/management/:trotz-massiven-werbens-familienunternehmen-misstrauen-beteiligungsfirmen/50051760.html" target="_blank">über die die FTD schrieb</a>. Danach würden zur Restrukturierung nur 20% der befragten mittelständischen Unternehmen die Hilfe von Unternehmerkollegen oder unternehmereigenen Beteiligungsgesellschaften annehmen. Einen Private-Equity-Fonds würden nur acht Prozent in die Firma lassen, sollte diese in Schieflage geraten &#8211; unbeliebter sind nur Staatsfonds.</p>
<p>Natürlich lassen sich auch immer wieder Beispiele finden, bei denen die Suche anders und leichter verläuft, wie etwa wenn über persönliche Netzwerke auf Kapitalgeber z.B. über oder stille Einlagen zurückgegriffen werden kann (siehe auch <a href="http://www.ftd.de/karriere-management/management/:familienunternehmen-sparen-in-der-zeit-haben-in-der-not/50050889.html" target="_blank">diesen Artikel in der FTD</a> über Familienunternehmen, die gut mit Kapital ausgestattet sind). Einfacher erscheint hingegen die Kapitalbeschaffung für Start-ups, insbesondere wenn sie ein “Modethema” bedienen. Gleichwohl spricht auch hier eine <a href="http://www.exist.de/imperia/md/content/studien/gruendveranst-bpws_lang.pdf" target="_blank">Studie im Auftrags des Bundeswirtschaftsministerium</a> (pdf) von einer “Intransparenz des Marktes”.</p>
<p>Die Kapitalbeschaffung für mittelständische Unternehmen und Gründer bleibt also schwer. Und dieser Druck wird in den nächsten Monaten zunehmen, weil der aus Auftragssteigerungen und Investitionswünschen folgende Finanzbedarf steigt. Die damit einhergehenden finanzwirtschaftlichen Risiken erfordern einen höheren Risikopuffer in Form von Eigenmitteln. Auf der anderen Seite suchen institutionelle und private Investoren händeringend nach Anlagemöglichkeiten in neuen Assetklassen. Der Mittelstand bietet diese.</p>
<p>Investoren und Kapitalnehmer könnten sich das Leben erleichtern, wenn sie mehr aufeinander zugehen. Unternehmen, die das nicht wollen, bezahlen dies im Zweifel mit stagnierendem Wachstum. Investoren, die nicht die Bedürfnisse und Sprache mittelständischer Unternehmen verstehen, verpassen interessante Investments. Wünschenswert wäre es, wenn der Staat diese Annäherung mit erleichterten Rahmenbedingungen flankieren könnte.</p>
<p>Ich bin indes sicher, der Marktdruck auf beiden Seiten wird zu einer Annäherung führen. Zusätzlich befördert wird dies, weil sich Banken aufgrund der <a href="http://www.blicklog.com/2010/02/16/wem-die-regulierung-im-finanzsektor-wirklich-nutzt/" target="_blank">erwarteten Regulierung</a> noch stärker aus Risikoengagements zurückziehen und daher ein größerer Teil der Finanzintermediation an den regulierten Instituten vorbeilaufen wird. Peer-2-Peer-Kreditbörsen <a href="http://www.smava-blog.de/2010/02/09/jetzt-neu-die-smava-umschuldung/" target="_blank">wie etwa Smava</a> bilden hier bereits die Vorhut zu einer neuen hochinteressanten Marktentwicklung.</p>
<p>Dieser Beitrag ist zuerst erschienen im <a href="http://www.blicklog.com/2010/02/17/warum-die-eigenkapitalbeschaffung-fr-mittelstndische-unternehmen-so-schwer-ist/" target="_blank">Blick Log</a>. </p>
<p><a href="http://markusgaertner.wordpress.com/2010/01/22/resistenter-mittelstand/" target="_blank"></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutsche Bank ver&#246;ffentlicht Details zum Mittelstandsfonds (Update Presseerkl&#228;rung)</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/vergessen-banken-und-sparkassen-den-versprochenen-mittelstandsfonds/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/vergessen-banken-und-sparkassen-den-versprochenen-mittelstandsfonds/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 05:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ackermann]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenkapital]]></category>
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		<category><![CDATA[Mittelstandsfonds]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute will der Deutschland-Chef der Deutschen Bank Jürgen Fitschen Einzelheiten zum sogenannten Mittelstandsfonds (aka Eigenkapitalfonds für den Mittelstand) vorstellen (Details dazu im Nachtrag). Der auf einem “Gipfel Anfang Dezember im Kanzleramt” großzügig von Banken und Sparkassen angekündigte Mittelstandsfonds hat schon für Nachfragen gesorgt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie übte bereits Kritik, weil das konkrete Konzept dazu nicht vorankomme (vgl. Süddeutsche). Der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, setzte nach. &#34;Bislang sind allerdings nicht einmal die Startlöcher zu sehen, in denen der Fonds angeblich stehen soll.&#34;&#160; (Süddeutsche) Josef Ackermann sah sich nach der Kritik genötigt, die Wogen zu glätten und kündigte den Start noch im ersten Quartal an. Dieses Versprechen wird er einhalten. Sein Haus, das 300 Mio. Euro beisteuern will, habe vor Weihnachten dem Bundesfinanz- und dem Wirtschaftsministerium die Grundzüge des Fonds vorgestellt. (Quelle: FTD). Aus dem Fonds, in den Privatbanken und Versicherer einzahlen sollten, sollen mittelständische Firmen Eigenkapital zur Stärkung ihrer Kreditwürdigkeit bekommen können. Der Fonds ein wichtiger Stellhebel für den Erfolg mittelständiger Unternehmen, sagte der Bank-Chef. (Quelle: Welt). Staatsmittel soll der Fonds nicht benötigen, die Bundesregierung solle aber eine koordinierende Rolle spielen (Quelle: Focus). Dennoch kommt die Vorstellung spät. Das zum Jahresanfang geäußerte Versprechen, der deutsche Mittelstand solle bereits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Heute will der Deutschland-Chef der <a>Deutschen Bank</a> Jürgen Fitschen Einzelheiten zum sogenannten Mittelstandsfonds (aka Eigenkapitalfonds für den Mittelstand) vorstellen (<a href="http://www.blicklog.com/2010/02/02/vergessen-banken-und-sparkassen-den-versprochenen-mittelstandsfonds/#Nachtrag">Details dazu im Nachtrag</a>).</p>
<p>Der auf einem <a href="http://www.blicklog.com/2009/12/04/hppchengipel-im-kanzleramt-zur-finanzierungsklemme-erkennt-eigenkapitalproblem/">“Gipfel Anfang Dezember im Kanzleramt</a>” großzügig von Banken und Sparkassen angekündigte Mittelstandsfonds hat schon für Nachfragen gesorgt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie übte bereits Kritik, weil das konkrete Konzept dazu nicht vorankomme <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/931/500201/text/" target="_blank">(vgl. Süddeutsche</a>). Der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, setzte nach. &quot;Bislang sind allerdings nicht einmal die Startlöcher zu sehen, in denen der Fonds angeblich stehen soll.&quot;&#160; (<a href="http://www.sueddeutsche.de/Y5v388/3226463/Mittelstand-draengt-auf-Fonds.html" target="_blank">Süddeutsche</a>)</p>
<p>Josef Ackermann sah sich nach der Kritik genötigt, die Wogen zu glätten und kündigte den Start noch im ersten Quartal an. Dieses Versprechen wird er einhalten. Sein Haus, das 300 Mio. Euro beisteuern will, habe vor Weihnachten dem Bundesfinanz- und dem Wirtschaftsministerium die Grundzüge des Fonds vorgestellt. (<a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:eigenkapital-fuer-mittelstaendler-mittelstandsfonds-startet-im-ersten-quartal/50060834.html" target="_blank">Quelle: FTD</a>). Aus dem Fonds, in den Privatbanken und Versicherer einzahlen sollten, sollen mittelständische Firmen Eigenkapital zur Stärkung ihrer Kreditwürdigkeit bekommen können. Der Fonds ein wichtiger Stellhebel für den Erfolg mittelständiger Unternehmen, sagte der Bank-Chef. <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article5854521/BDI-Praesident-kritisiert-Deutsche-Bank-Chef-Ackermann.html" target="_blank">(Quelle: Welt</a>). Staatsmittel soll der Fonds nicht benötigen, die Bundesregierung solle aber eine koordinierende Rolle spielen (<a href="http://www.focus.de/finanzen/finanz-news/deutsche-bank-josef-ackermann-kapitalhilfefonds-steht-in-den-startloechern_aid_470828.html" target="_blank">Quelle: Focus</a>).</p>
<p>Dennoch kommt die Vorstellung spät. Das <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand_aktuell/deutsche-bank-mittelstand-erhaelt-eigenkapitalfonds;2512992" target="_blank">zum Jahresanfang geäußerte Versprechen</a>, der deutsche Mittelstand solle bereits im ersten Quartal auf den Fonds zugreifen können, wird wohl kaum einzuhalten sein. Selbst wenn heute die Einzelheiten skizziert werden, wird der Zeitplan aus logistischen und ablauforganisatorischen Gründen sehr knapp.</p>
<p>Sparkassen und Genossenschaftsbanken wollen sich übrigens nicht an dem Projekt der Deutschen Bank beteiligen. Die Institutsgruppen verfolgen eigene Lösungen. So wollen etwa die Sparkassen ein Eigenkapitalprogramm in Form von Nachrangdarlehen auflegen. Die Mittel haben Eigenkapitalcharakter und würden damit die Chancen der Unternehmen erhöhen, Kredite zu erhalten (Quelle Handelsblatt Print v. 15.1.10, Achtung <a href="http://www.handelsblatt.com/_d=HB011015119,_p=1174,_t=ft_archive" target="_blank">Link Paid Content</a>). Neu ist dies freilich nicht, denn schon jetzt haben die Sparkassen Mezzanine-Finanzierungen (siehe <a href="http://www.sparkasse-nuernberg.de/firmenkunden/corporate_finance/mezzanine_finanzierung" target="_blank">Beispiel der Sparkasse Nürnberg</a>) oder Eigenkapitalprogramme über ihre Beteiligungsgesellschaften.</p>
<p> <span id="more-130"></span>Wer schon einmal mit einer Sparkasse über solche Mittel verhandelt hat, der weiß, dass die Bedingungen für solche Finanzierungen sehr restriktiv sind. Dass ausgerechnet durch die Finanzkrise angeschlagene Unternehmen über diesen Weg einfacheren Zugang zu Finanzmitteln erhalten sollen, halte ich für ausgesprochen unrealistisch.
</p>
<p>Immerhin hat jetzt die Daimler AG erklärt, sich an dem Fonds der Deutschen Bank beteiligen zu wollen, zumindest werde dies geprüft, <a href="http://www.handelsblatt.com/eigenkapitalfonds-der-deutschen-bank-daimler-offen-fuer-hilfe-an-mittelstaendler;2522075" target="_blank">hieß es gestern</a>. Dazu müssten aber zunächst konkrete Informationen vorliegen. Auch für Daimler Benz ist das übrigens kein Novum, denn schon jetzt ist Daimler etwa am <a href="http://www.bvkap.de/privateequity.php/cat/26/mgdl/286/Name/High-Tech_Gruenderfonds_Management_GmbH" target="_blank">High-Tech Gründerfonds</a> beteiligt.</p>
<p>Egal, was heute vorgestellt wird, Herr Ackermann, der an allen Fronten kämpft, wird wohl wieder mit Kritik rechnen müssen. Bereits im Dezember hatten “Experten” das Projekt kritisiert. “Die Geldinstitute würden sich lediglich hinter dem Vehikel verstecken, eine Ausweitung der Kreditvergabe müsse von den Banken selber ausgehen,” <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/experten-banken-fonds-verhindert-kreditklemme-nicht;2494669" target="_blank">schrieb das Handelsblatt</a>. Solche Kritik ist verfrüht und nicht sachgerecht, denn der Fonds lässt sich ohne Kenntnis von Details gar nicht kritisieren. Auch der von der Deutschen Bank angekündigte Betrag in Höhe von 300 Mio. € (ich rechne allerdings mit einem deutlich höheren Betrag) ist niedrig. Bleibt zu hoffen, dass sich andere Banken und Unternehmen ebenfalls mit nennenswerten Beträgen beteiligen.</p>
<p>Die vom Blick Log favorisierte Lösung, nämlich eine “<a href="http://www.blicklog.com/2009/06/29/eigenkapitalfinanzierung-20-wie-man-unternehmen-mit-risikokapital-frdern-kann/" target="_blank">Peer-to-peer-Plattform für Eigenkapital</a>” (siehe dazu auch den Beitrag <a href="http://www.blicklog.com/2009/08/14/vom-neustart-des-finanzsystems/" target="_blank">Vom Neustart des Finanzsystems</a>) wird es wohl nicht sein. Das wäre auch zu revolutionär für unsere Finanzlandschaft. Dabei hätten gerade die jetzt in Rede stehenden Beträge den Anschub darstellen und dann ein sich selbst tragendes Modell initialisieren können.</p>
<p>Dennoch, ich begrüße die Initiative der Deutschen Bank, selbst wenn sie heute von Kritikern gleich wieder als PR-Maßnahme geschmäht wird. Die Finanzierungsklemme wird dadurch zwar nur unwesentlich gemildert, dennoch hilft jeder zusätzliche Euro einem mittelständischen Unternehmen sich zu rekapitalisieren. Gleichwohl wird es weiterhin viele Unternehmen geben, die sich Alternative Gedanken zur Finanzierung machen müssen. Die finanzierungsklemme wird so also nicht gelöst werden. Aber seien wir doch erst einmal neugierig und schauen, was Herr Fitschen heute vorstellt.</p>
<h4><a name="Nachtrag"></a>Nachtrag</h4>
<p>Mittlerweile sind Einzelheiten bekannt gegeben worden. Aus Zeitgründen kann ich nur auf die Pressemeldungen verweisen. Kurze Zusammenfassung <a href="http://valuation-in-germany.blogspot.com/2010/02/eigenkapital-durch-deutsche-bank.html" target="_blank">auf Valuation-in-Germany.</a></p>
<p>Bemerkenswert, dass zwar hervorgehoben wird, dass das Fond &#8211; Management <a href="http://www.mcap-finance.de/">M Cap Finance<img id="snap_com_shot_link_icon" alt="" src="http://i.ixnp.com/images/v6.19.0.1/t.gif" /></a> zwar mit erfahrenen Bankern arbeitet, von Fachleuten aus dem Mittelstand ist aber nicht die Rede. Schade eigentlich, denn mittelständische Unternehmen haben aus verschiedenen Gründen Vorbehalte gegen diese Art Eigenkapitalfonds und Finanzinvestoren (dazu aber demnächst ein eigener Beitrag).</p>
<p>Aus der Presseerklärung: <a href="http://www.deutsche-bank.de/presse/de/content/presse_informationen_2010_4845.htm">Deutsche Bank stellt &quot;Mittelstandsfonds für Deutschland&quot; vor</a>:</p>
<blockquote><div>&quot;Deutsche Bank stellt &quot;Mittelstandsfonds für Deutschland&quot; vor</div>
<div>Ziel ist die Stärkung der Eigenkapitalausstattung im Mittelstand / Fonds ist offen für weitere Investoren und nimmt im ersten Quartal seine Arbeit auf / M Cap-Finance als externer Fondsbetreiber sichert Unabhängigkeit</div>
<div><!--ParseCity-->Frankfurt am Main,<!--EndParseCity--> <!--ParseDate-->2. Februar 2010<!--ParseRegion1--><!--Deutschland--><!--EndParseRegion1--><!--ParseRegion2--><!----><!--EndParseRegion2--></div>
<div id="topNewsText">
<div id="topNewsTextInner"><!--ParseNewsText-->Die Deutsche Bank hat heute den &quot;Mittelstandsfonds für Deutschland&quot; vorgestellt. Mittelständische Unternehmen erhalten aus dem Fonds Eigenkapital in Form von Genussrechten zu attraktiven Konditionen. Damit leistet der Fonds einen wichtigen Beitrag, die Eigenkapitalbasis des Mittelstands in Deutschland zu stärken.&quot;Durch eine Stärkung&#160; des Eigenkapitals verbessert sich die Bonitätseinschätzung und der Finanzierungsspielraum eines Unternehmens erhöht sich&quot;, erläutert Jürgen Fitschen, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank bei der Vorstellung des Fonds. &quot;Das externe Management durch M Cap Finance, der als externer Fondsbetreiber den Fonds verwaltet, erleichtert die Einbeziehung weiterer Investoren&quot; so Fitschen. Zurzeit finden Gespräche mit weiteren potenziellen Investoren statt. &quot;Wichtig ist uns, möglichst schnell am Markt zu sein, damit wir Unternehmen zeitnah unterstützen können&quot; so Fitschen.
<p>Der Mittelstandsfonds für Deutschland ist mit anfänglich 300 Mio Euro ausgestattet und nimmt schon im ersten Quartal seine Arbeit auf. Er richtet sich branchenübergreifend an zukunftsfähige mittelständische Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 100 Mio Euro. Mittel aus dem Fonds stehen auch Nichtkunden der Deutschen Bank zur Verfügung. Die Tranchen für eine Eigenkapitalbeteiligung liegen zwischen 2 Mio Euro und 10 Mio Euro. Der Fokus liegt dabei auf der Eigenkapitalstärkung, der Stabilisierung der Gesamtfinanzierung und der Wachstums- und Investitionsfinanzierung von mittelständischen Unternehmen. Die Laufzeit der Genussrechte liegt bei 7 Jahren. Da der Fonds Unternehmen Eigenkapital in Form von Genussrechten zur Verfügung stellt, bleiben die Mittelständler unabhängig in ihren unternehmerischen Entscheidungen.</p>
<p>M Cap Finance verwaltet als externer Fondsbetreiber den Mittelstandsfonds für Deutschland. Auf Grundlage der Investitionskriterien des Fonds trifft ein unabhängiger Investitionsausschuss die Anlageentscheidungen.</p>
</p></div>
</p></div>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/756/501995/text/" target="_blank">SZ: Finanzindustrie Deutsche Bank feiert tapfer Mittelstandsfonds</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E8573D1C203F44849888E6192C27F42D0~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ: Genussrechte &#8211; Kapital für den Mittelstand</a></p>
<p>FTD: Kampf gegen Kreditklemme <a title="Kampf gegen Kreditklemme: Deutsche Bank hilft Mittelstand mit ..." href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:kampf-gegen-kreditklemme-deutsche-bank-hilft-mittelstand-mit-mini-fonds/50068883.html" name="lid_50068883_lpos_2000000000499-R-COL-headline-269866540">Deutsche Bank hilft Mittelstand mit Mini-Fonds </a></p>
<p>Eigenkapital ist über den Kapitalmarkt oder Private-Equity-Beteiligungen aktuell nur für den gehobenen Mittelstand darstellbar. Öffentliche Förderprogramme mit Eigenkapitalcharakter sind meist nur in kleinteiligen Losgrößen vorhanden. Ein Teil der Wirtschaft wird somit von den vorhandenen Eigenkapitalangeboten bisher nicht ausreichend ab-gedeckt. Hier setzt der der Mittelstandsfonds für Deutschland an und schließt eine      <br />Lücke.</p>
</blockquote>
<p><!--</p>
<div id="topNewsTeaser" style="margin-top:13px" mce_style="margin-top: 13px;">Die Deutsche Bank hat heute den &#8220;Mittelstandsfonds f&uuml;r Deutschland&#8221; vorgestellt. Mittelst&auml;ndische Unternehmen erhalten aus dem Fonds Eigenkapital in Form von Genussrechten zu attraktiven Konditionen. Damit leistet der Fonds einen wichtigen Beitrag, die Eigenkapitalbasis des Mittelstands in Deutschland zu st&auml;rken<br />
//&#8211;></div></p>
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