OECD: Alles anschnallen zur unsanften Bremsung

10. September 2010
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Die Fed sieht einen Verlust der wirtschaftlichen Dynamik auf breiter Front. Jetzt schenkt uns auch die OECD im jüngsten Zwischenbericht rein(er)en Wein ein. “Die Weltwirtschaft verliert angesichts gewachsener Unsicherheit an Schwung”, lautet die Überschrift über dem am Donnerstag publizierten “Interim Economic Assessment”.

Die OECD korrigiert ihre Wachstumsprognose für die globale Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2010 von 1,75% (gestellt im Mai) auf jetzt 1,5% herunter. Der gebremste Schwung sei temporär, heißt es in dem Papier – und – “es ist unwahrscheinlich, dass wir einen weiteren Abschwung erleben”.

Hier ein Zitat aus der Pressemeldung der OECD zu dem Bericht:

“While consumer spending is set to remain weak, a combination of robust corporate profits and low business investment suggest that capital spending is unlikely to weaken further. Because inventories are now close to desired levels, a renewed depletion of stocks is also unlikely”.

In einem begleitenden Vortrag (aus dem die beiden Grafiken hier stammen) illustriert der Chefvolkswirt der OECD, Pier Carlo Padoan, die Lage der Weltwirtschaft. Demnach lässt in den wichtigsten Wirtschaftsräumen nicht nur die Zuversicht der Einkaufsmanager nach, auch die Industrieproduktion und die Immobilienmärkte verlieren in den meisten Ländern der Organisation an Schwung. Zudem hätten sich die öffentlichen Finanzen “signifikant” verschlechtert.

Padoans Vortrag enthält auch gute Nachrichten. So nimmt die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau nicht weiter zu, die Firmengewinne sind stark angestiegen und die Vorratslager der Firmen wurden im gewünschten Umfang abgebaut. Auch die Finanzsysteme hätten sich stabilisiert und die Inflation bleibe gering.

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