Business-Networking: Zeit zum Entrümpeln

4. Januar 2011
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Emergency "Twitter was down so I wrote my...
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Geht Ihnen das auch so? Man blickt zum Jahreswechsel auf seine Kontaktdaten und fragt sich, wer sich da alles im Laufe eines Jahres so “hineingeschlichen” hat. Jede Menge von “Kontakten”, die vormals wichtig erschienen waren, sich im Laufe der Zeit aber als absolut überflüssiger Datenmüll entpuppt haben. Geht los mit dem Smartphone: Runter von 2.100 auf 1159. (Funzt auf dem iPhone übrigens am besten mit der Groups-App, weil es den Einzellösch-Mechanismus dramatisch verkürzt) XING? Ausmisten? Weshalb? Liegt ja nicht auf dem eigenen Rechner oder Telefon, stört also nicht weiter. Je länger man sich auf Plattformen wie der Superdatenblase Facebook tummelt, desto mehr verstärkt sich der persönliche Eindruck: Viel zu viele nutzen das Netz immer noch wie in Zeiten des “Steinzeit-Marketings”: Botschaft ‘rausmüllen, egal an wen, Hauptsache: viele. Weil in der Folge auch mein E-Mail-Postfach davon ohnehin täglich überquillt, gibt es gleich den ersten guten Vorsatz, der ab sofort täglich umgesetzt wird: Newsletter, Spammer, Tröter und andere Lautsprecher werden ab sofort mit täglich 10 Minuten abbestellt, aussortiert, entfernt und ‘rausgeputzt. Kann man sich ungefähr vorstellen wie die tägliche Reinigung der Küche oder anderer häuslicher Lokalitäten, muss also auch im Unternehmen tägliche Übung werden! Denn diese Form der Networking-Hygiene schafft, was eigentlich bezweckt wird: Sie steigert nicht nur die Qualität der Kontakte, sondern bringt auch jede Menge Zeitgewinn über Monate!

Bleibt der Blick auf die Aufgaben. Welche ist Aufgabe der Fachkraft? Welche des Managers? Und welche des Unternehmers? Welche Aufgaben soll ich mir persönlich als dringend und welche als wichtig markieren? Welche gehören in den Tagesplan, welche in den Wochen- und welche in den Monatsplan, last not least: Jahresplan? Alle gleichzeitig gewiss nicht. Nach dem Motto: “Dringend ist alles, was durch die Tür kommt und unten zwei Beine hat”, empfiehlt sich für 2011: Achten Sie darauf, daß Sie doch einfach die wichtigen Aufgaben künstlich selbst zu “dringenden” erklären – dann tricksen Sie alle Lautschreier nämlich mit der eigenen Waffe aus: “Tut mir leid, habe gerade einen dringenden Termin”. Das schafft Zeit für das Wesentliche.

So gesehen ist auch für das Bloggerforum-Wirtschaft jetzt nicht die Zeit für großartige selbstlobende Rückblicke. Viel mehr stellt sich die Frage: Wie weit kommen deutschsprachige Wirtschaftsblogger eigentlich in diesem Jahr? Mit welchem Anspruch? Und welcher (Breiten-)Wirkung? Dieses Forum hat es im abelaufenen Jahr “geschafft”, auf mehr als 300 Leser täglich zu kommen. Legt man die Messlatte hoch an: eine winzige Zahl. Das aber erscheint mir als Bewertung zu kurz gesprungen. Denn mit jeder einzelnen Story lässt sich durchaus eine Diskussion anstoßen, die via Twitter, Facebook, XING, Linkedin zusätzlich verbreitet werden kann. Ein eigenes Blog zu betreiben, bleibt allerdings nicht nur für leidenschaftliche Web-Publizisten eine Herausforderung: Denn Relevanz erlangt man nicht durch tägliche Stimmungsberichte, sondern vielmehr durch die Qualität der weiterhelfenden Information. Die Autoren unseres Forums haben hierzu im vergangenen Jahr zum Teil Enormes geleistet, absolut unentgeltlich, nur aus innerem Antrieb heraus. Das finde ich beeindruckend! Und hilfreich! Und es eröffnet eine völlig neue Dimension der Kommunikation: Niemand ist mehr darauf beschränkt, auf die öffentlich Reaktion etablierter Medien zu warten, um eine gute Story zu platzieren. Andererseits gelten, wie in jedwedem Publikationsbetrieb auch besondere Regeln – und dass einzelne Blogger sich hier mitunter auf sehr schmalem Grat bewegen, dafür gab es im vergangenen Jahr Beispiele genug.

Welche Reaktionen ungeliebte Publikationen zur Folge haben können, hat die Aufregung um WIKILEAKS gezeigt. Der ORF hat hierzu eine sehr gute Dokumentation gezeigt:

WikiLeaks – Rebellen im Netz from netzpolitik on Vimeo.

Nun ist das Bloggerforum-Wirtschaft explizit kein WIKILEAKS. Allerdings darf und soll es, so meine ich, durchaus dazu beitragen, relevante Informationen für den Einzelnen und für Unternehmen zu präsentieren. Ob uns das gelingt, müssen wir täglich neu belegen, jeder nach besten Kräften! Das Abenteuer “Business-Networking” ist dabei immer mitgedacht und auch gewollt! Langeweile allerdings ist verboten. Wenn Sie mitwirken wollen und sich zutrauen, mit Ihrem Blog zum Kreis der Bloggerforum-Wirtschaft-Autoren gehören zu wollen: Lassen Sie es uns wissen!

Und wenn wir uns dabei vernetzen, besser kennenlernen, gemeinsam etwas anschieben oder uns “auseinandersetzen”: Nur zu! Ich freue mich darauf!

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