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	<title>BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE &#187; mgaertner</title>
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	<description>1. Netzwerk deutschsprachiger Business-Blogger</description>
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		<title>Sorry Mr. Bernanke, die Inflation liegt bei 10,15%</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 00:42:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[An der Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology werden Preisdaten von 5 Mio. Produkten bei 300 Einzelhändlern in 70 Ländern gesammelt, von Ex-Studenten und Freiwilligen, die ständig die Daten einschicken. Die Daueraktion heißt übrigens &#8220;The Billion Prices Project&#8221; und hat schöne Charts, von denen wir hier einen &#8211; den über die USA &#8211; zeigen. Daten werden übrigens auch für Deutschland gesammelt, sie reichen aber offenbar noch nicht für einen täglichen Preisindex. Einen solchen bietet das MIT für folgende Länder an: Argentinien, Brasilien, Australien, Chile, Kolumbien, Frankreich, Italien, Russland, Türkei, USA und Venezuela. Die Grafiken sind interaktiv, man kann also schön die Kurve abfahren und bekommt für jeden Tag einen Indexwert angezeigt. Der zeigt für die USA am letzten Tag des Jahres 2010 exakt 101,122 Indexpunkte. Am 17. Februar 2011 &#8211; diese Woche am Donnerstag &#8211; zeigte der Index bereits 102,3914 Punkte an. Das ist ein Anstieg von 1,2694 Punkten, der Anstieg für die ersten sechs Wochen des Jahres. Wenn man das annualisiert, also erst durch 6 teilt und dann das Ergebnis Mal 4 nimmt, um auf einen Monat zu kommen, und schließlich mit 12 Monaten multipliziert, dann ergibt sich eine Jahresinflationsrate von 10,15%. Schmeißt endlich Bernanke raus, liebe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</div><p>An der Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology werden Preisdaten von 5 Mio. Produkten bei 300 Einzelhändlern in 70 Ländern gesammelt, von Ex-Studenten und Freiwilligen, die ständig die Daten einschicken. Die Daueraktion heißt übrigens &#8220;<a href="http://bpp.mit.edu/daily-price-indexes/">The Billion Prices Project</a>&#8221; und hat schöne Charts, von denen wir hier einen &#8211; den über die USA &#8211; zeigen. Daten werden übrigens auch für Deutschland gesammelt, sie reichen aber offenbar noch nicht für einen täglichen Preisindex. Einen solchen bietet das MIT für folgende Länder an: Argentinien, Brasilien, Australien, Chile, Kolumbien, Frankreich, Italien, Russland, Türkei, USA und Venezuela.</p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2011/02/2011-02-18_1559.png"><img title="2011-02-18_1559" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2011/02/2011-02-18_1559.png" alt="" width="664" height="518" /></a></p>
<p>Die Grafiken sind interaktiv, man kann also schön die Kurve abfahren und bekommt für jeden Tag einen Indexwert angezeigt. Der zeigt für die USA am letzten Tag des Jahres 2010 exakt 101,122 Indexpunkte. Am 17. Februar 2011 &#8211; diese Woche am Donnerstag &#8211; zeigte der Index bereits 102,3914 Punkte an. Das ist ein Anstieg von 1,2694 Punkten, der Anstieg für die ersten sechs Wochen des Jahres. Wenn man das annualisiert, also erst durch 6 teilt und dann das Ergebnis Mal 4 nimmt, um auf einen Monat zu kommen, und schließlich mit 12 Monaten multipliziert, dann ergibt sich eine Jahresinflationsrate von 10,15%.</p>
<p>Schmeißt endlich Bernanke raus, liebe Amerikaner, der Mann hat sowieso langsam einen richtigen Genozid auf dem Gewissen. Weltweit wurden laut der Weltbank seit Juni 2010 satte 44 Mio. Menschen durch höhere Nahrungsmittelpreise in die Armut getrieben. Ganz zu schweigen von den Opfern der vielen Demonstrationen, mit denen ungezählte Menschen derzeit um Freiheit, Würde und erschwingliche Lebensmittel kämpfen.</p>
<p>Dieser Preis ist nicht akzeptabel. Lässt uns als nächstes der Wall Street endlich strengere Regeln für ihre Spielzeuge geben. Ich kann nur hoffen, dass wenigstens die Europäer mehr in diese Richtung puschen, aus Amerika ist nicht mehr als das Wenige zu erwarten. Warum, kann man übrigens schön im neuesten Artikel von <a href="http://www.rollingstone.com/politics/news/why-isnt-wall-street-in-jail-20110216?page=1">Matt Taibbi nachlesen</a>. Das ist der investigative Journalist, der beim Rolling Stone arbeitet und Goldman Sachs als die &#8220;Vampir-Krake im Angesicht der Menschheit&#8221; bezeichnet hat.</p>
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		<title>Hohe Kurse, leere Mägen, düstere Warnungen</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 04:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergesst 2012, vergesst die Inflation und die Deflation, vergesst auch den möglichen Börsencrash. Was uns in den kommenden Jahren die größten Sorgen bereiten wird, sind die Nahrungsmittel und deren Preise. Während die Wall Street darauf vertraut, dass Monsieur Bernanke auch dieses Problem lösen wird &#8211; und die Chinesen in gewohnter Manier es ebenfalls irgendwie richten werden &#8211; naht sich ein unheilvolles Datum, das weitaus mehr als nur unsere geliebten Börsenkurse und das Wohl von Firmen und Arbeitsplätzen betreffen wird: Hunger, Unterernährung, Food-Inflation, wie wir sie noch nie gesehen haben. Am 13. Februar wird Thomas Robert Malthus 245 Jahre alt. Der britische Nationalökonom und Sozialphilosoph ist uns allen für seine Kernthese bekannt: Der Menschheit werden die Vorräte irgendwann nicht mehr ausreichen. Bis heute hat er nicht Recht gehabt. Und manche sagen, er wird auch nie Recht bekommen. Mein Gefühl sagt mir, bei 80 Mio. Menschen mehr auf diesem Planeten jedes Jahr, plus Klimakapriolen, plus Flächenverbrauch für Wohnhäuser, wird der verfügbare Boden zum kultivieren von Weizen, Kartoffeln Knoblauch und Kopfsalat immer weniger werden. Auch bessere Düngemittel können das absehbare Defizit zwischen Angebot und Nachfrage nicht eliminieren. Wenn Öl erst bei 150 Dollar je Barrel angekommen ist und darüber hinaus weiter ansteigt, macht [...]]]></description>
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<p>Vergesst 2012, vergesst die Inflation und die Deflation, vergesst auch den möglichen Börsencrash. Was uns in den kommenden Jahren die größten Sorgen bereiten wird, sind die Nahrungsmittel und deren Preise. Während die Wall Street darauf vertraut, dass Monsieur Bernanke auch dieses Problem lösen wird &#8211; und die Chinesen in gewohnter Manier es ebenfalls irgendwie richten werden &#8211; naht sich ein unheilvolles Datum, das weitaus mehr als nur unsere geliebten Börsenkurse und das Wohl von Firmen und Arbeitsplätzen betreffen wird: Hunger, Unterernährung, Food-Inflation, wie wir sie noch nie gesehen haben.</p>
<p>Am 13. Februar wird Thomas Robert Malthus 245 Jahre alt. Der britische Nationalökonom und Sozialphilosoph ist uns allen für seine Kernthese bekannt: Der Menschheit werden die Vorräte irgendwann nicht mehr ausreichen. Bis heute hat er nicht Recht gehabt. Und manche sagen, er wird auch nie Recht bekommen.</p>
<p>Mein Gefühl sagt mir, bei 80 Mio. Menschen mehr auf diesem Planeten jedes Jahr, plus Klimakapriolen, plus Flächenverbrauch für Wohnhäuser, wird der verfügbare Boden zum kultivieren von Weizen, Kartoffeln Knoblauch und Kopfsalat immer weniger werden. Auch bessere Düngemittel können das absehbare Defizit zwischen Angebot und Nachfrage nicht eliminieren. Wenn Öl erst bei 150 Dollar je Barrel angekommen ist und darüber hinaus weiter ansteigt, macht der Transport von Agrarprodukten auf einigen Strecken keinen Sinn mehr und wird dann auch für einige Einfuhrländer zu teuer.</p>
<p>Der Druck auf die Menschheit wird gewaltig werden. Bis in 15 Jahren haben die meisten Länder Geburtenbeschränkungen wie China eingeführt, auch wenn uns allen das Gruseln dabei überkommt (ich habe drei Kinder, fürs Protokoll, um mich von eventuellen Vorwürfen frei zu halten). Statt Emissions-rechten werden dann Geburtenrechte gehandelt. Und wenn die Wall Street so weitermacht, wird daraus eine ganz neue Assetklasse. Und wenn wir alle so weitermachen wie bisher, wird jeder zwar darüber meckern, aber nicht auf die Straße gehen.</p>
<p>Dass die Nahrung &#8211; und damit auch das Wasser, weil die Agrarwirtschaft der größte Verbraucher ist &#8211; das Schlüsselproblem der Menschheit wird, geht auch aus einer Rede hervor, die am Dienstag Unilever-CEO Paul Polman halten wird. Der <a href="http://www.telegraph.co.uk/finance/financetopics/davos/8261856/Unilever-chief-warns-over-global-crisis-in-food-output.html">britische Telegraph hat sich</a> offenbar vorab das Manuskript besorgt.</p>
<p><img title="2011-01-15_1848" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2011/01/2011-01-15_1848.png" alt="" width="484" height="320" /></p>
<p>Der Bericht im Telegraph löst bei mir richtig Gänsehaut aus, selbst wenn der Unilever-Chef sicher auch höhere Preise im Sinn hat, wenn er für den direkten Info-Konsum der Kapitalmärkte schroffe Knappheiten zu Protokoll gibt. Demnach wird Polman nicht nur die europäischen Agrarsubventionen attackieren, das wäre allein fast keine Schlagzeile mehr. Er wird sagen, wie im Telegraph-Interview, dass die Nahrungsmittelproduktion eine &#8220;Gefahrenzone&#8221; erreicht hat und die Nachfrage das Angebot zu überholen droht.</p>
<p>Im Klartext: Zu Peak Oil gesellt sich jetzt das Problem Peak Steak, Peak Kartoffeln, Tomaten und Getreide hinzu. Wir erleben erst die Anfänge davon indem wir sehen, wie steigende Preise das Budget der 5 Mrd. Menschen zertrampeln, die weniger als 3.000 Dollar im Jahr verdienen. Als nächstes sind wir selbst dran, weil die steigenden Preise zu internationalen Konflikten und Kämpfen führen werden.</p>
<p>Polman kritisiert laut dem Telegraph, dass Spekulanten die Preise hochtreiben und damit vielen Menschen, die ein würdiges Leben führen wollen, eben dieses Leben schwer machen. Er erzählt, dass sein Unternehmen wegen des Klimawandels prüft, ob es weiterhin in Südeuropa Tomaten anbauen kann (Unilever kauft 6% des weltweiten Angebots für seine Knorr-Suppen und andere Produkte). Polman greift auch anhaltende Agrar-Subventionen in Europa und Biokraftstoff-Subventionen in den USA an.</p>
<p>Als Chef eines der größten Nahrungsmittelproduzenten der Welt haben seine Worte Gewicht, der Mann kennt den Markt über den er redet.</p>
<p>Mosambik, Algerien und Tunesien sind die jüngsten Beispiele für Unruhen, die zumindest zum Teil etwas mit steigenden Preisen für Nahrungsmittel zu tun haben. 2008, als die Preise zum vorerst letzten Mal so eskalierten, gab es Unruhen in 30 Ländern. Schon jetzt brodelt es in vielen Ländern: Russland hat Getreideexporte bis zur nächsten Ernte ausgesetzt; Südkorea und die Philippinen haben Einfuhrpreise auf einige Nahrungsmittel suspendiert, um die Preise zu dämpfen; einige chinesische Städte haben bereits die angedrohten Preiskontrollen eingeführt; Sri Lanka hat im Dezember Reis aus der strategischen Reserve frei gegeben und Preisobergrenzen wieder eingeführt; im Nahen Osten und im Norden von Afrika haben einige Länder die Subventionen hochgefahren. In Argentinien droht derweil die Neuauflage eines <a href="http://www.reuters.com/article/idUSTRE70F00L20110116?feedType=RSS&amp;feedName=topNews&amp;WT.tsrc=Social%20Media&amp;WT.z_smid=twtr-reuters_TopNews&amp;WT.z_smid_dest=Twitter">Konflikts zwischen Bauern, Exporteuren und Regierung</a> um Mais, Weizen und Sojabohnen, der 2008 kräftig zur Eskalation der globalen Preise beitrug.</p>
<p>Wenn, wie jüngst in Indien, Zwiebelpreise binnen einer Woche um 80% steigen, können ganz schnell Umstürze drohen. Die Washington Post hat sich am Samstag gründlich mit dem Themenkomplex befasst, hier geht es <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2011/01/14/AR2011011406859.html">zu dem Artikel</a>.</p>
</div>
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		<title>Ein halbes Prozent der Menschheit besitzt 36% des globalen Vermögens</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/ein-halbes-prozent-der-menschheit-besitzt-36-des-globalen-vermogens/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 01:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Man sollte den Bericht nicht vor dem Frühstück lesen, aber unbedingt bisweilen vor dem Schlafengehen zur Hand nehmen: Dem &#8220;Global Wealth Report&#8221; der Credit Suisse zufolge verdienen über drei Milliarden Menschen weniger als 10.000 Dollar im Jahr. Die Hälfte der Menschheit besitzt damit zusammen nur 4,2% des globalen Vermögens. Das ist die Realität am Boden der globalen Einkommenspyramide. Oben, an der Spitze, sieht es so aus: Die reichsten 0,5%, mit Vermögen von jeweils über einer Million Dollar, besitzen 35,6% des weltweiten Vermögens. Die nächsten 334 Millionen Menschen (7,5% der Menschheit) vereinen nochmal knapp 44% auf sich. Damit ist das globale Vermögen noch drastischer konzentriert als schon in den USA, wo die 10% Best-verdienenden die Hälfte des Volkseinkommens einstreichen, das reichste Prozent der Bevölkerung ein ganzes Viertel. Umgekehrt gesagt: Um zur reicheren Hälfte der Menschheit zu zählen, muss ein Erwachsener lediglich 4.000 Dollar besitzen &#8211; nach Abzug von Schulden, versteht sich. Doch um zu den Top 10% weltweit zu gehören, muss man schon 72.000 Dollar haben, und über 588.000, um zum erlesenen Kreis der reichsten 1% zu gehören. Im Klartext: Es ist dieser krasse Einkommensunterschied, vor allem zu den armen und Schwellen-ländern, der uns alle im Westen so leben lässt. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Man sollte den Bericht nicht vor dem Frühstück lesen, aber unbedingt bisweilen vor dem Schlafengehen zur Hand nehmen: Dem &#8220;<a href="https://emagazine.credit-suisse.com/app/shop/index.cfm?fuseaction=OpenShopDetail&amp;aoid=291481&amp;lang=EN">Global Wealth Report</a>&#8221; der Credit Suisse zufolge verdienen über drei Milliarden Menschen weniger als 10.000 Dollar im Jahr. Die Hälfte der Menschheit <img title="More..." src="http://blog.markusgaertner.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />besitzt damit zusammen nur 4,2% des globalen Vermögens. Das ist die Realität am Boden der globalen Einkommenspyramide.</p>
<p>Oben, an der Spitze, sieht es so aus: Die reichsten 0,5%, mit Vermögen von jeweils über einer Million Dollar, besitzen 35,6% des weltweiten Vermögens. Die nächsten 334 Millionen Menschen (7,5% der Menschheit) vereinen nochmal knapp 44% auf sich.</p>
<p>Damit ist das globale Vermögen noch drastischer konzentriert als schon in den USA, wo die 10% Best-verdienenden die Hälfte des Volkseinkommens einstreichen, das reichste Prozent der Bevölkerung ein ganzes Viertel.</p>
<p><img title="2010-10-11_1957" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/10/2010-10-11_1957.png" alt="" width="650" height="400" /></p>
<p>Umgekehrt gesagt: Um zur reicheren Hälfte der Menschheit zu zählen, muss ein Erwachsener lediglich 4.000 Dollar besitzen &#8211; nach Abzug von Schulden, versteht sich. Doch um zu den Top 10% weltweit zu gehören, muss man schon 72.000 Dollar haben, und über 588.000, um zum erlesenen Kreis der reichsten 1% zu gehören.</p>
<p>Im Klartext: Es ist dieser krasse Einkommensunterschied, vor allem zu den armen und Schwellen-ländern, der uns alle im Westen so leben lässt. Die untere Hälfte der globalen Einkommenspyramide &#8211; das ist die gute Nachricht &#8211; zeichnet sich nicht nur durch lächerlich geringe Vermögensanteile aus, sondern auch durch hohe Zuwächse. Das ist vor allem der Effekt von rasant wachsenden großen Schwellenländern wie Indien und China.</p>
<p><img title="2010-10-11_2000" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/10/2010-10-11_2000.png" alt="" width="650" height="500" /></p>
<p>Chinas Präsenz in der Spitze der globalen Pyramide ist noch nicht stark, aber im mittleren Abschnitt dominiert das Land bereits. Dennoch: China hat in der Top 10% der globalen Reichenskala bereits mehr Vertreter als jedes andere Land, außer den USA, Japan und Deutschland.</p>
<p>Die Credit Suisse zieht im Vorspann zu der Studie ein <a href="https://emagazine.credit-suisse.com/app/shop/index.cfm?fuseaction=OpenShopDetail&amp;aoid=291481&amp;lang=EN">erstaunliches Fazit</a>, was den Vermögensaufbau im abgelaufenen Jahrzehnt angeht: Trotz mehrerer Börsencrashs und trotz der geplatzten Immobilien-blase hat sich das globale Vermögen seit dem Jahr 2000 um 72% vermehrt. Und dieser Wohlstands-effekt &#8211; miserabel verteilt, wie er ist &#8211; geht nicht nur auf die explodierende Mittelschicht in den Schwellen-ländern zurück. Die Hälfte dieses Zuwachses, so die Bank, komme vom schwachen Dollar, der alle Assets außerhalb Amerikas aufwertet.</p>
<div id="_mcePaste">&#8220;Despite a decade of near-zero real returns on equities, several equity bear markets and the collapse of housing bubbles, we find that global wealth has risen by 72% since 2000. While nearly half of this change has been caused by the weaker dollar, strong economic growth and rising population levels in emerging nations have also been important drivers. The head of the (per adult) wealth league table is dominated by smaller, open economies – Singapore, Switzerland, Norway, as well as Australia and France.&#8221;</div>
<p>Despite a decade of near-zero real returns on equities, several equitybear markets and the collapse of housing bubbles, we find that globalwealth has risen by 72% since 2000. While nearly half of this change hasbeen caused by the weaker dollar, strong economic growth and rising populationlevels in emerging nations have also been important drivers.The head of the (per adult) wealth league table is dominated by smaller,open economies – Singapore, Switzerland, Norway, as well as Australiaand France.</p>
<p>Hier kommt noch ein sehr <a href="https://emagazine.credit-suisse.com/app/shop/index.cfm?fuseaction=OpenShopDetail&amp;aoid=291481&amp;lang=EN">vielsagender Chart</a>. Er zeigt die Aufteilung des Vermögens in einzelnen Ländern in verschiedene Assetklassen. Während in Schwellenländern die &#8220;non-financial&#8221; assets &#8211; vor allem Häuser und bäuerliches Land &#8211; stark überwiegend, dominieren in entwickelten Ländern die Finanzassets, Aktien, Bonds, etc. Dieser dunkle Balken, der die Finanzassets zeigt, ist bei den USA besonders lang.</p>
<p>Damit ist klar, warum die Fed mit Zähnen und Klauen die Wall Street hochpeppelt. In Amerika steht einem beträchtlichen Finanzvermögen ein relativ hoher Schuldenberg gegenüber. Eine Deflation würde einen großen Teil des Vermögens auslöschen.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1600" href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/ein-halbes-prozent-der-menschheit-besitzt-36-des-globalen-vermogens/2010-10-11_2002/"><img class="aligncenter size-large wp-image-1600" title="2010-10-11_2002" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/10/2010-10-11_2002-436x400.png" alt="" width="436" height="400" /></a></p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/10/2010-10-11_2002.png"></a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fein-halbes-prozent-der-menschheit-besitzt-36-des-globalen-vermogens%2F&amp;title=Ein%20halbes%20Prozent%20der%20Menschheit%20besitzt%2036%25%20des%20globalen%20Verm%C3%B6gens" id="wpa2a_6"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fed-Minutes:  &#8220;Angemessen&#8221;, die Schleusen zu öffnen</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/fed-minutes-angemessen-die-schleusen-zu-offnen/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 01:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit Spannung erwarteten Fed Minutes des Federal Open Market Committee von der Sitzung am 21. September sind gerade publiziert worden. Wie groß die Kanonen freilich sein werden, die die Fed bereits in Stellung bringt, wird freilich auch in diesem Protokoll trotz all der gelobten Transparenz nicht verraten &#8230; Hier der zentrale Satz zur Mehrheitsmeinung im Offenmarktausschuss, wonach weitere Geldexpan-sion angemessen sei, wenn das BIP-Wachstum nicht ausreicht um die Arbeitslosigkeit zu reudzieren oder wenn die Inflation weiter unterhalb der Zielgrößen der Fed bleibt: Participants discussed the medium-term outlook for monetary policy and issues related to monetary policy implementation. Many participants noted that if economic growth remained too slow to make satisfactory progress toward reducing the unemployment rate or if inflation continued to come in below levels consistent with the FOMC’s dual mandate, it would be appropriate to provide additional monetary policy accommodation. Nachfolgend der wichtigste Satz zum Thema Inflation aus dem FOMC-Protokoll: With respect to the statement to be released following the meeting, members agreed that it was appropriate to adjust the statement to make it clear that underlying inflation had been running below levels that the Committee judged to be consistent with its mandate for maximum employment and price stability, in part to help anchor inflation expectations. Nearly all members agreed [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Die mit Spannung erwarteten Fed Minutes des Federal Open Market Committee von der Sitzung am 21. September sind gerade publiziert worden. Wie groß die Kanonen freilich sein werden, die die Fed bereits in Stellung bringt, wird freilich auch in diesem Protokoll trotz all der gelobten Transparenz nicht verraten &#8230;</p>
<p>Hier <a href="http://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/fomcminutes20100921.pdf">der zentrale Satz </a>zur Mehrheitsmeinung im Offenmarktausschuss, wonach weitere Geldexpan-sion angemessen sei, wenn das BIP-Wachstum nicht ausreicht um die Arbeitslosigkeit zu reudzieren oder wenn die Inflation weiter unterhalb der Zielgrößen der Fed bleibt:</p>
<p>Participants discussed the medium-term outlook for monetary policy and issues related to monetary policy implementation. Many participants noted that if economic growth remained too slow to make satisfactory progress toward reducing the unemployment rate or if inflation continued to come in below levels consistent with the FOMC’s dual mandate, it would be appropriate to provide additional monetary policy accommodation.</p>
<p>Nachfolgend <a href="http://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/fomcminutes20100921.pdf">der wichtigste Satz </a>zum Thema Inflation aus dem FOMC-Protokoll:</p>
<p>With respect to the statement to be released following the meeting, members agreed that it was appropriate to adjust the statement to make it clear that underlying inflation had been running below levels that the Committee judged to be consistent with its mandate for maximum employment and price stability, in part to help anchor inflation expectations. Nearly all members agreed that the statement should reiterate the expectation that economic conditions were likely to warrant exceptionally low levels of the federal funds rate for an extended period.</p>
<p>Und hier das Eingeständnis, dass die Fed nun mit einem geringeren Wachstum für die zweite Hälfte 2010 rechnet und ihre frühere Prognose nach unten revidiert hat:</p>
<p>In the economic forecast prepared for the September FOMC meeting, the staff lowered its projection for the increase in real economic activity over the second half of 2010. The staff also reduced slightly its forecast of growth next year but continued to anticipate a moderate strengthening of the expansion in 2011 as well as a further pickup in economic growth in 2012. The softer tone of incoming economic data suggested that the underlying level of demand was weaker than projected at the time of the August meeting.</p>
<p>Und hier noch der <a href="http://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/fomcminutes20100921.pdf">Nachweis der Gefechtslage </a>in der Fed, mit dem Beleg, dass der Präsident der Fed in Kansas City, Thomas Hoenig, der einzige in dem Blasebalg-Ausschuss ist, dem noch nicht die Vernunft abhanden kam:</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1595" href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/fed-minutes-angemessen-die-schleusen-zu-offnen/2010-10-12_1146/"><img class="aligncenter size-large wp-image-1595" title="2010-10-12_1146" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/10/2010-10-12_1146-415x400.png" alt="" width="415" height="400" /></a></p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/10/2010-10-12_1146.png"></a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Ffed-minutes-angemessen-die-schleusen-zu-offnen%2F&amp;title=Fed-Minutes%3A%20%20%26%238220%3BAngemessen%26%238221%3B%2C%20die%20Schleusen%20zu%20%C3%B6ffnen" id="wpa2a_8"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Arnold, Siemens und die Japan-Kredite</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/arnold-siemens-und-die-japan-kredite/</link>
		<comments>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/arnold-siemens-und-die-japan-kredite/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 15:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Siemens]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwarzenegger lässt es wieder mal krachen. Der Gouverneur von Kalifornien brach am vergangenen Donnerstag zu einer 6tägigen Reise nach Asien auf, wo er gleich drei superschnelle Eisenbahnverbin-dungen ausprobiert. Der frühere Haudrauf-Star und Bodybuilder hat 100 Topleute aus Hollywood, der Tourismusbranche und Silicon Valley dabei. Er will sich in Asien als &#8220;salesman in chief&#8221; präsentieren und Kaliforniens Produkte anpreisen. Angesichts eines sich abzeichnenden Handelskonfliktes mit China und eines taufrischen bilateralen Han-delsabkommens mit Südkorea keine schlechte Idee. Doch das wichtigste Projekt, über das Schwarzen-egger mit Regierungschefs und Ministern in Seoul, Peking und Tokyo redet, ist ein Import, ein Bullet Train. Die Reise des Gouvernators findet in den US-Medien starken Niederschlag. Geht es doch in erster Linie um das 40-Mrd.-Dollar-Projekt einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von San Francisco nach Los Angeles. Obwohl Kalifornien im laufenden Haushalt 19 Mrd. Dollar Defizit ausweist, will es schon 2012 mit dem Bau der Strecke beginnen. Sie soll in einer zweiten Phase einmal bis San Diego ausgebaut werden. Wie massiv das Projekt ist, zeigen die Projektionen: Bis 2035 sollen auf der Schnellstrecke jährlich 39 Mill. Passagiere befördert werden. In der Bauphase sollen 160.000 Arbeitsplätze entstehen, später 450.000 permanente Arbeitsplätze. Hier eine Illustrierung des Milliarden-Projektes auf der Webseite der California High-Speed Rail Authority: Hierfür hat der Bundesstaat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/arnold-siemens-und-die-japan-kredite/&title=Arnold, Siemens und die Japan-Kredite&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><div>
<p>Schwarzenegger lässt es wieder mal krachen. Der Gouverneur von Kalifornien brach am vergangenen Donnerstag zu einer 6tägigen Reise nach Asien auf, wo er gleich drei superschnelle Eisenbahnverbin-dungen ausprobiert. Der frühere Haudrauf-Star und Bodybuilder hat 100 Topleute aus Hollywood, der Tourismusbranche und Silicon Valley dabei. Er will sich in Asien als &#8220;<a href="http://news.yahoo.com/s/afp/20100909/ts_alt_afp/ustradeasiachinaeconomyschwarzenegger_20100909234337">salesman in chief</a>&#8221; präsentieren und Kaliforniens Produkte anpreisen.</p>
<p>Angesichts eines sich abzeichnenden Handelskonfliktes mit <a href="http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5jvcVDCEpZyt5Bk75vNc98An2CdGwD9I66VNO1">China </a>und eines taufrischen bilateralen Han-delsabkommens mit Südkorea keine schlechte Idee. Doch das wichtigste Projekt, über das Schwarzen-egger mit Regierungschefs und Ministern in Seoul, Peking und Tokyo redet, ist ein Import, ein Bullet Train.</p>
<p>Die Reise des Gouvernators findet in den US-Medien starken Niederschlag. Geht es doch in erster Linie um das 40-Mrd.-Dollar-Projekt einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von San Francisco nach Los Angeles. Obwohl Kalifornien im laufenden Haushalt <a href="http://www.csmonitor.com/USA/2010/0622/California-faces-19-billion-budget-deficit-despite-massive-cuts">19 Mrd. Dollar Defizit</a> ausweist, will es schon 2012 mit dem Bau der Strecke beginnen. Sie soll in einer zweiten Phase einmal bis San Diego ausgebaut werden.</p>
<p>Wie massiv das Projekt ist, zeigen die Projektionen: Bis 2035 sollen auf der Schnellstrecke jährlich 39 Mill. Passagiere befördert werden. In der Bauphase sollen 160.000 Arbeitsplätze entstehen, später 450.000 permanente Arbeitsplätze.</p>
<p>Hier eine Illustrierung des Milliarden-Projektes auf der Webseite der <a href="http://www.cahighspeedrail.ca.gov/">California High-Speed Rail Authority</a>:</p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/09/2010-09-13_1743.png"><img title="2010-09-13_1743" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/09/2010-09-13_1743.png" alt="" width="669" height="451" /></a></p>
<p>Hierfür hat der Bundesstaat 2,3 Mrd. aus dem 8 Mrd. Dollar umfassenden Topf der Obama-Administration für High Speed-Zugverbindungen im Land bekommen. Es ist der größte einzelne Etatposten im gesamten Obama-Programm.</p>
<p>Bloomberg meldet, dass Japans Verkehrsminister Seiji Maehara zu Wochenbeginn Kredite angeboten hat, um beim Bau der Strecke zu helfen. Ein gutes Verkaufsargument, gelten doch die Japaner mit ihrer Technologie als zuverlässig aber teuer.</p>
<p>Die Chinesen trumpfen dagegen auf der Preisseite auf. Und mit einem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Beijing%E2%80%93Tianjin_Intercity_Railway">Geschwindigkeits-Weltrekord</a>, den sie auf der jungen Super-Schnellstrecke zwischen Peking und der Hafenstadt Tianjin aufgestellt haben, kann das Reich der Mitte ebenfalls trumpfen.</p>
<p>Kalifornien, so berichtet Bloomberg, habe asiatische Firmen, darunter die East Japan Railway, die China South Locomotive &amp; Rolling Stock Corp. sowie die Hyundai Rotem Co. ermuntert, für das Projekt zu bieten. Insgesamt würden bei den Amerikanern etwa 10 Angebote erwartet.</p>
<p>Doch wo immer man nachliest, der Name Siemens taucht derzeit in Bezug auf das Projekt nicht häufig auf. Trotz der langen Erfahrung als Weltklasse-Zuganbieter fällt der Name in den US-Medien nicht so oft wie er es sollte, wo es doch jetzt in eine heiße Phase geht. In verschiedenen Zeitungsberichten in den USA liest man den Hinweis, europäische Technologie sei teuer und <a href="http://asia.cnet.com/blogs/sinobytes/post.htm?id=63020750&amp;scid=rvhm_ms">die Chinesen hätten</a> sich ja in punkto Technologie kräftig bei Siemens und Alstom in ihren chinesischen Joint Venture-Firmen bedient. Das klingt so wie: Aus China kriegt Ihr das genauso gut, aber billiger.</p>
<div id="__ss_5195025"><a title="Econchart  Kalifornien Bullet Train  14092010" href="http://www.slideshare.net/markusgaertner/econchart-kalifornien-bullet-train-14092010-5195025">Econchart Kalifornien Bullet Train 14092010</a><img title="&quot;id&quot;:&quot;__sse5195025&quot;,&quot;allowFullScreen&quot;:&quot;true&quot;,&quot;allowScriptAccess&quot;:&quot;always&quot;,&quot;src&quot;:&quot;http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=econchartkalifornienbullettrain14092010-100913222053-phpapp02&amp;stripped_title=econchart-kalifornien-bullet-train-14092010-5195025&quot;,&quot;name&quot;:&quot;__sse5195025&quot;,&quot;allowfullscreen&quot;:&quot;true&quot;" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/media/img/trans.gif" alt="" width="650" height="550" /> </div>
<div>View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/markusgaertner">Gapa News</a>.</div>
</div>
<p>Komisch: Selbst auf der Webseite der California High-Speed Rail Authority muss man nach dem Namen Siemens suchen, obwohl <a href="http://www.cahighspeedrail.ca.gov/images/chsr/20100506120452_CEO%20BIO%20and%20Factsheet%205-6-10.pdf">der neue Chef der Behörde</a>, Roelof van Ark, der im Mai sein Amt antrat, zuvor Nordamerikachef von Alstom war und auch jahrelang als <a href="http://www.cahighspeedrail.ca.gov/news/Press-Release----CEO-Announcement-5-6-10.pdf">Projekt-Ingenieur und Manager für Siemens</a> in Deutschland und Südafrika fungierte, schließlich sogar als CEO von <a href="http://www.cahighspeedrail.ca.gov/news/Press-Release----CEO-Announcement-5-6-10.pdf">Siemens Transportation Systems in Sacramento</a>, von 1999 bis 2002. In der Online-Bibliothek der Behörde findet sich nur der <a href="http://www.cahighspeedrail.ca.gov/images/chsr/20080123120939_Agenda_Item_6.pdf">Hinweis</a> auf eine Präsentation, die Siemens-Manager am 7. Mai 2002 über die ICE-Technologie machten.</p>
<p>Wer auf <a href="http://www.google.ca/search?hl=de&amp;rlz=1T4SUNC_enCA381CA381&amp;prmdo=1&amp;tbs=nws%3A1&amp;q=siemens+kalifornien+california+hig-speed+rail+authority&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;gs_rfai=">Google die Suchworte &#8220;Siemens&#8221;</a>, &#8220;Kalifornien&#8221; und &#8220;California High-Speed Rail Authority&#8221; eingibt, bekommt ebenfalls nicht besonders viel.</p>
<p>Auch im <a href="http://www.cahsrblog.com/2010/09/arnold-schwarzenegger-and-the-asian-hsr-connection/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=arnold-schwarzenegger-and-the-asian-hsr-connection">&#8220;California High-Speed Rail Blog&#8221;</a> wird man nur bedingt fündig. Siemens wolle den zusätzlichen Bau von Zugteilen in seinem Werk in Sacramento zugesagt haben, falls es bei der Strecke zum Zug komme. Details darüber gibt es nicht.</p>
<p>Man muss in der Suchmaschine auf der<a href="http://search.siemens.com/cgi-bin/search.asp?uil=de&amp;collapse=true&amp;class=search%2Cbanner&amp;q=california+high+speed+rail+authority"> Siemens-Webseite</a> graben, um schließlich fündig zu werden. In einer Pressemitteilung vom 18. Februar 2010 kündigt der deutsche Konzern an, er werde als Reaktion auf die Hochgeschwindigkeits-Pläne der Obama-Administration seine Produktion in den USA ausbauen, um den künftigen Bedarf für Züge und Schienenweg-Infrastruktur zu decken.</p>
<p>&#8220;Wir applaudieren der Obama-Administration zur Entscheidung, das Netz von Hochgeschwindigkeits-Zügen zu bauen&#8221;, heißt es dort, &#8220;Siemens ist bereit, nicht nur seine bewährte Technologie für Hochge-schwindigkeits-Züge auf den US-Markt zu bringen, sondern hier in den USA zu fertigen&#8221;.</p>
<p>Neben der existierenden Fabrik in Sacramento seien 20 weitere acres (80.940 qm) für eine Expansion gekauft worden. Auch die zusätzliche Stromversorgung aus erneuerbarer Energie werde bereit gestellt. <a href="http://www.mobility.siemens.com/usa/en/pub/home.htm">Siemens gilt in den USA als Marktführer</a> für leichte Schienenfahrzeuge &#8211; Stadtbahnen, S-Bahnen, Nahverkehrszüge etc. &#8211; mit einem Anteil von 50% an der aktuellen Produktion. Der Münchener Konzern stellt seine Technologie &#8211; vor allem das Modell Valero, mit dem es Weltmarktführer bei vergleichbaren Zügen ist &#8211; auf einer eigenen Webseite vor und zeigt, wie gut es auf das Riesenprojekt vorbereitet ist.</p>
<p>Doch gemessen an dieser prächtigen Marktposition ist die Sichtbarkeit des Unternehmens als poten-zieller Lieferant für die Hochgeschwindigkeitsstrecken wie in Kalifornien und Florida derzeit zu gering. Hoffentlich nicht zum Nachteil des Konzerns.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Farnold-siemens-und-die-japan-kredite%2F&amp;title=Arnold%2C%20Siemens%20und%20die%20Japan-Kredite" id="wpa2a_10"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wächst die Unsicherheit oder die Manipulation ?</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/wachst-die-unsicherheit-oder-die-manipulation/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 15:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Econchart]]></category>
		<category><![CDATA[Gaertner´s Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gapa News]]></category>
		<category><![CDATA[Reuters Ökonomen Prognosen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/?p=1500</guid>
		<description><![CDATA[Reuters gebührt ein großes Lob. Die Nachrichtenagentur hat sich die Mühe gemacht, mal die Spannweite in den Prognosen der von ihr regelmäßig befragten 80 Ökonomen zu vergleichen. Und zwar im Schnitt der Jahre 2005-2010 und für dieselben Leute nur für das Jahr 2010. Resultat: Die Prognosen fallen im laufenden Jahr deutlich weiter auseinander. Das lässt eigentlich nur zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder hat die Unsicherheit in der Prognose zugenommen, was durch Ben Bernankes Hinweis auf die &#8220;ungewöhnliche Unsicherheit&#8221; gestützt würde &#8211; eine Schlussfolgerung, die Reuters zieht &#8211; oder die Manipulation der Wahrnehmung durch die keines-wegs &#8220;unabhängige&#8221; Gilde hat zugenommen. Diesen letzten Punkt wirft Reuters nicht auf. Ich habe die Beispiele, die Reuters in seinem Bericht nennt, im folgenden ECONCHART illustriert. Hier kommen Sie zu dem Bericht. Econchart analysten liegen daneben 14092010 View more presentations from Gapa News. Econchart analysten liegen daneben 14092010 View more presentations from Gapa News.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/wachst-die-unsicherheit-oder-die-manipulation/&title=Wächst die Unsicherheit oder die Manipulation ?&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><div>
<p><a rel="attachment wp-att-1514" href="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/wachst-die-unsicherheit-oder-die-manipulation/prognosen/"><img class="alignright size-medium wp-image-1514" title="Prognosen" src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/09/Prognosen-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a>Reuters gebührt ein großes Lob. Die Nachrichtenagentur hat sich die Mühe gemacht, mal die Spannweite in den Prognosen der von ihr regelmäßig befragten 80 Ökonomen zu vergleichen. Und zwar im Schnitt der Jahre 2005-2010 und für dieselben Leute nur für das Jahr 2010. Resultat: Die Prognosen fallen im laufenden Jahr deutlich weiter auseinander.</p>
<p>Das lässt eigentlich nur zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder hat die Unsicherheit in der Prognose zugenommen, was durch Ben Bernankes Hinweis auf die &#8220;ungewöhnliche Unsicherheit&#8221; gestützt würde &#8211; eine Schlussfolgerung, die Reuters zieht &#8211; oder die Manipulation der Wahrnehmung durch die keines-wegs &#8220;unabhängige&#8221; Gilde hat zugenommen. Diesen letzten Punkt wirft Reuters nicht auf.</p>
<p>Ich habe die Beispiele, die Reuters in seinem Bericht nennt, im folgenden ECONCHART illustriert. Hier kommen Sie <a href="http://www.reuters.com/article/idUSTRE68C3QN20100913">zu dem Bericht</a>.</p>
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<p><a title="Econchart  analysten liegen daneben 14092010" href="http://www.slideshare.net/markusgaertner/econchart-analysten-liegen-daneben-14092010">Econchart analysten liegen daneben 14092010</a><img title="&quot;id&quot;:&quot;__sse5195539&quot;,&quot;allowFullScreen&quot;:&quot;true&quot;,&quot;allowScriptAccess&quot;:&quot;always&quot;,&quot;src&quot;:&quot;http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=econchartanalystenliegendaneben14092010-100914003954-phpapp02&amp;stripped_title=econchart-analysten-liegen-daneben-14092010&quot;,&quot;name&quot;:&quot;__sse5195539&quot;,&quot;allowfullscreen&quot;:&quot;true&quot;" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/media/img/trans.gif" alt="" width="650" height="550" /></p>
<div>View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/markusgaertner">Gapa News</a>.</div>
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<div id="__ss_5195539" style="width: 650px;"><strong><a title="Econchart  analysten liegen daneben 14092010" href="http://www.slideshare.net/markusgaertner/econchart-analysten-liegen-daneben-14092010">Econchart analysten liegen daneben 14092010</a></strong><object id="__sse5195539" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="650" height="550" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=econchartanalystenliegendaneben14092010-100914003954-phpapp02&amp;stripped_title=econchart-analysten-liegen-daneben-14092010" /><param name="name" value="__sse5195539" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse5195539" type="application/x-shockwave-flash" width="650" height="550" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=econchartanalystenliegendaneben14092010-100914003954-phpapp02&amp;stripped_title=econchart-analysten-liegen-daneben-14092010" name="__sse5195539" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
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		<title>Jetzt werden die ersten US-Industrien beerdigt</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 04:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die von mir viel geschätzte Huffington Post bringt heute ein Stück, in dem sie 10 Industrien in den USA aufzählt, die als schlicht verloren eingestuft werden. Darunter sind Auto, Bau, Pharmazie, Makler – und auch Zeitungen. Ich geh´ jetzt einen neuen Job suchen …]]></description>
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</div><p>Die von mir viel geschätzte <a href="http://www.huffingtonpost.com/2010/09/09/10-american-industries-wh_n_709954.html#s136639">Huffington Post</a> bringt heute ein Stück, in dem sie 10 Industrien in den USA aufzählt, die als schlicht verloren eingestuft werden. Darunter sind Auto, Bau, Pharmazie, Makler – und auch Zeitungen. Ich geh´ jetzt einen neuen Job suchen …</p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/09/2010-09-09_1504.png"><img title="2010-09-09_1504" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/09/2010-09-09_1504.png" alt="" width="650" height="550" /></a></p>
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		<title>OECD: Alles anschnallen zur unsanften Bremsung</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 04:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Fed sieht einen Verlust der wirtschaftlichen Dynamik auf breiter Front. Jetzt schenkt uns auch die OECD im jüngsten Zwischenbericht rein(er)en Wein ein. “Die Weltwirtschaft verliert angesichts gewachsener Unsicherheit an Schwung”, lautet die Überschrift über dem am Donnerstag publizierten “Interim Economic Assessment”. Die OECD korrigiert ihre Wachstumsprognose für die globale Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2010 von 1,75% (gestellt im Mai) auf jetzt 1,5% herunter. Der gebremste Schwung sei temporär, heißt es in dem Papier – und – “es ist unwahrscheinlich, dass wir einen weiteren Abschwung erleben”. Hier ein Zitat aus der Pressemeldung der OECD zu dem Bericht: “While consumer spending is set to remain weak, a combination of robust corporate profits and low business investment suggest that capital spending is unlikely to weaken further. Because inventories are now close to desired levels, a renewed depletion of stocks is also unlikely”. In einem begleitenden Vortrag (aus dem die beiden Grafiken hier stammen) illustriert der Chefvolkswirt der OECD, Pier Carlo Padoan, die Lage der Weltwirtschaft. Demnach lässt in den wichtigsten Wirtschaftsräumen nicht nur die Zuversicht der Einkaufsmanager nach, auch die Industrieproduktion und die Immobilienmärkte verlieren in den meisten Ländern der Organisation an Schwung. Zudem hätten sich die öffentlichen Finanzen “signifikant” verschlechtert. Padoans Vortrag enthält auch gute Nachrichten. So [...]]]></description>
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</div><p>Die Fed sieht einen Verlust der wirtschaftlichen Dynamik auf breiter Front. Jetzt schenkt uns auch die OECD im <a href="http://www.oecd.org/dataoecd/32/24/45968339.pdf">jüngsten Zwischenbericht </a>rein(er)en Wein ein. “Die Weltwirtschaft verliert angesichts gewachsener Unsicherheit an Schwung”, lautet die Überschrift über dem am Donnerstag publizierten “Interim Economic Assessment”.</p>
<p><img title="2010-09-09_1802" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/09/2010-09-09_1802.png" alt="" width="650" height="500" /></p>
<p>Die OECD korrigiert ihre Wachstumsprognose für die globale Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2010 von 1,75% (gestellt im Mai) auf jetzt 1,5% herunter. Der gebremste Schwung sei temporär, heißt es in dem Papier – und – “es ist unwahrscheinlich, dass wir einen weiteren Abschwung erleben”.</p>
<p>Hier ein Zitat <a href="http://www.oecd.org/document/60/0,3343,en_2649_34109_45967548_1_1_1_37443,00.html">aus der Pressemeldung</a> der OECD zu dem Bericht:</p>
<blockquote><p>“While consumer spending is set to remain weak, a combination of robust corporate profits and low business investment suggest that capital spending is unlikely to weaken further. Because inventories are now close to desired levels, a renewed depletion of stocks is also unlikely”.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/09/2010-09-09_1806.png"><img title="2010-09-09_1806" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/09/2010-09-09_1806.png" alt="" width="650" height="500" /></a></p>
<p>In einem <a href="http://www.oecd.org/dataoecd/22/10/45971907.pdf">begleitenden Vortrag</a> (aus dem die beiden Grafiken hier stammen) illustriert der Chefvolkswirt der OECD, Pier Carlo Padoan, die Lage der Weltwirtschaft. Demnach lässt in den wichtigsten Wirtschaftsräumen nicht nur die Zuversicht der Einkaufsmanager nach, auch die Industrieproduktion und die Immobilienmärkte verlieren in den meisten Ländern der Organisation an Schwung. Zudem hätten sich die öffentlichen Finanzen “signifikant” verschlechtert.</p>
<p>Padoans Vortrag enthält auch gute Nachrichten. So nimmt die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau nicht weiter zu, die Firmengewinne sind stark angestiegen und die Vorratslager der Firmen wurden im gewünschten Umfang abgebaut. Auch die Finanzsysteme hätten sich stabilisiert und die Inflation bleibe gering.</p>
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		<title>Bilanzen, Blödsinn und Bernanke</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 18:02:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe heute morgen die jüngsten Quartalszahlen der kanadischen Banken für die Börsenzeitung kommentiert. Dabei wurde mir einmal mehr klar, wie verworren und manipuliert unsere Wahrnehmung geworden ist. Ergebnisse von Publikumsfirmen werden nicht mehr am Vorquartal gemessen, oder am selben Zeitraum des Vorjahres, sondern an den Prognosen, die Analysten gestellt haben, jene Analysten, die zuvor von den Investor Relations-Leuten in jenen Firmen gefüttert wurden, die sie nun bewerten sollen. Im Klartext: Um die wirtschaftliche Leistung eines Unternehmens abzubilden, betrachten wir nicht mehr einfach den Zeitverlauf der Kennziffern im Lichte des Marktumfeldes. Nein, wir überlassen die Vermessung der Performance einer kleinen, manipulierten Gilde. Die wird von den Unternehmen kräftig massiert, und natürlich schön zu Ausflügen eingeladen. Währenddessen sitzen ungezählte Journalisten in ihren Newsräumen und Korrespondenten-Büros und wiederkäuen dieselben Zahlen, weil Dienstreisen zu teuer geworden sind. Dieser Stubenhocker-Journalismus endet dann damit &#8211; Verzeihung für den etwas lokalen und nicht in der Finanzwelt angesiedelten Vergleich &#8211; dass die Lokalreporter der Vancouver Sun an meinem &#8220;Dienstort&#8221; plötzlich &#8220;hören&#8221;, dass die oberen sieben von elf Stockwerken des Rathauses der Stadt seit einem Jahr leerstehen, während die Engineering-Abteilung sich für 48 Mill. Dollar in ein externes Gebäude eingemietet hat. Wo haben die eigentlich die ganze Zeit &#8220;recherchiert&#8221;, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><div>
<p>Ich habe heute morgen die jüngsten Quartalszahlen der kanadischen Banken für die Börsenzeitung kommentiert. Dabei wurde mir einmal mehr klar, wie verworren und manipuliert unsere Wahrnehmung geworden ist. Ergebnisse von Publikumsfirmen werden nicht mehr am Vorquartal gemessen, oder am selben Zeitraum des Vorjahres, sondern an den Prognosen, die Analysten gestellt haben, jene Analysten, die zuvor von den Investor Relations-Leuten in jenen Firmen gefüttert wurden, die sie nun bewerten sollen.</p>
<p>Im Klartext: Um die wirtschaftliche Leistung eines Unternehmens abzubilden, betrachten wir nicht mehr einfach den Zeitverlauf der Kennziffern im Lichte des Marktumfeldes. Nein, wir überlassen die Vermessung der Performance einer kleinen, manipulierten Gilde. Die wird von den Unternehmen kräftig massiert, und natürlich schön zu Ausflügen eingeladen. Währenddessen sitzen ungezählte Journalisten in ihren Newsräumen und Korrespondenten-Büros und wiederkäuen dieselben Zahlen, weil Dienstreisen zu teuer geworden sind.</p>
<p>Dieser Stubenhocker-Journalismus endet dann damit &#8211; Verzeihung für den etwas lokalen und nicht in der Finanzwelt angesiedelten Vergleich &#8211; dass die Lokalreporter der Vancouver Sun an meinem &#8220;Dienstort&#8221; plötzlich &#8220;hören&#8221;, dass die oberen sieben von elf Stockwerken des Rathauses der Stadt <a href="http://www.vancouversun.com/sports/Vancouver+city+hall+houses+seven+empty+floors/3430185/story.html">seit einem Jahr leerstehen</a>, während die Engineering-Abteilung sich für 48 Mill. Dollar in ein externes Gebäude eingemietet hat. Wo haben die eigentlich die ganze Zeit &#8220;recherchiert&#8221;, wenn keiner von ihnen 12 Monate lang im Rathaus über den vierten Stock hinauskam ?</p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-08-27_1040.png"><img title="2010-08-27_1040" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-08-27_1040.png" alt="" width="650" height="550" /></a></p>
<p>Dass Beobachtungen leicht verfügbar sind, aber in Mogelpackungen verkleidet oder durch sträfliche Nachlässigtkeit überhaupt nicht an die Leser weiter gereicht werden, haben wir auch in der Finanzwelt, beziehungsweise im Finanzjournalismus, oft genug beobachtet. Als ich Anfang 1997 meinen Job als Finanzkorrespondent der ARD in Frankfurt aufgab um auf eigene Faust nach Südostasien umzusiedeln und das Geheimrezept der wachstumswütigen Tigerstaaten zu ergründen, fand ich ein Kartenhaus vor. Acht Wochen bevor Thailand am 1. Juli 1997 schlagartig den Baht abwertete und damit die asiatische Finanzkrise einleitete &#8211; wir waren erst zwei Monate im Land &#8211; bot ich der ARD Berichte über das heraufziehende Gewitter an.</p>
<p><img title="2010-01-22_1225" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-01-22_1225.png" alt="" width="500" height="500" /></p>
<p>Niemand wollte ein Stück haben. Keine Nachrichtenagentur hatte darüber berichtet, also war es noch kein Thema. Es hatte auch kein aufgeregter Analyst in den Newsräumen in Deutschland angerufen. Und die gesamte ARD hatte in Südostasien nur einen fest angestellten Korrespondenten sitzen, das war ein Politikjournalist. Freunde in den Redaktionen des Bayerischen Rundfunks erzählten mir später, dass man in den Redaktionskonferenzen in großer Runde herzlich lachte, als Markus Gärtner von Kuala Lumpur aus Berichte über eine nahende Katastrophe anbot. Nach dem Motto: Jetzt ist er frei dort unten tätig und muss die Nachrichten &#8220;ein bisschen aufbocken&#8221;, um Aufträge zu bekommen.</p>
<p>Kurz darauf krachte es. Der Rest ist bekannt.</p>
<p>Seitdem &#8211; und auch davor &#8211; hat meine Zunft viele Finanzkatastrophen nicht kommen sehen. Auch die jetzige nicht, da sie ja kein Fed-Chairman, keine Nachrichtenagentur und kein Analyst annoncierte.</p>
<p>Warum schauen wir nicht öfter hinter den Zaun ?</p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-04-10_1801.png"><img title="2010-04-10_1801" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-04-10_1801.png" alt="" width="397" height="450" /></a></p>
<p>Das hat vor allem damit zu tun, wie wir &#8211; und damit komme ich zum Ausgangspunkt &#8211; mit Zahlen umgehen. Wir lassen uns von Ämtern, Investmentbanken und Lobbyorganisationen wie Verbänden mieses Zahlenmaterial andrehen und nehmen es für bare Münze. Wir haben auch keine Zeit, tiefer in dicken Quartals- und Jahresberichten zu graben. Das habe ich erst richtig gemerkt, als ich anfing diesen Blog aufzubauen und Themen zu recherchieren, für die Zeitungen keine Zeit haben.</p>
<p>Weitere Beispiele: Wir alle kauen regelmäßig die Konsum- und Einzelhandelszahlen aus den USA wieder, vor allem die &#8220;Same Store Sales&#8221;, die den privaten Konsum in jenen Läden und Supermärkten messen, die es seit mindestens einem Jahr gibt. Das suggeriert verlässliche Zahlenreihen. Richtig ? Blödsinn ! Diese Betrachtungsweise berücksichtigt nämlich nur jene Umsätze im Einzelhandel, die in den noch existierenden Läden getätigt werden. Natürlich sind das mehr als vor einem Jahr, wenn inzwischen einige andere Läden &#8211; die damit aus der Statistik herausfallen &#8211; von den Kunden nicht mehr frequentiert werden.</p>
<p>Genauso lassen wir uns von der Fed einfach die M3-Zahlen stehlen, die wichtige Aufschlüsse über die wirtschaftliche Aktivität erlauben. Genauso schlucken wir regelmäßig &#8220;annualisierte&#8221; &#8211; also geglättete &#8211; Zahlen, die einfach schöner aussehen sollen als die nackten und oft unappetitlichen Monatszahlen. Genauso nehmen wir auch &#8211; manchmal mit Murren &#8211; Inflationszahlen hin, obwohl die von allen genutzte Messlatte CPI &#8211; Kerninflation &#8211; wichtige Ausgabenposten der privaten Haushalte gar nicht enthält. Nahrung, Energie, Immobilienpreise und Wertpapiere werden völlig unzulänglich oder gar nicht abgebildet.</p>
<p>Als ich kurz nach der Währungsumstellung auf den Euro ein Interview mit dem damaligen Chefvolkswirt der Deutsche Bank &#8211; Norbert Walter (der hier auch schon geschrieben hat) &#8211; führte, hatten wir ein Streitgespräch über die meiner Ansicht nach versteckte Inflation, die mich damals sehr aufregte. Walter legte mir mit &#8220;seinen&#8221; Statistiken dar, dass ich völlig danebenlag. Er räumte aber ein, dass seine Frau ihm immer nach dem Einkaufen eine Vorlesung über die erneut gestiegenen Preise hielt.</p>
<p>&#8230; es war doch eine Bubble.</p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-05-19_17361.png"><img title="2010-05-19_1736" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-05-19_17361.png" alt="" width="511" height="356" /></a></p>
<p>Sehr oft betrügen wir uns auch mit verquerem Denken selbst. So wie heute Bloomberg bei der Meldung über die revidierte Quartalszahl für das Vierteljahr bis Juni. Es ging um das BIP-Wachstum in den USA, ursprünglich mit 2,4% gemeldet, jetzt auf 1,6% nach unten revidiert. Eine ziemlich deprimierende Korrektur, wie ich finde. Doch Bloomberg meldete, &#8220;das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im zweiten Quartal weniger als erwartet&#8221;. Wow, so leicht macht man daraus eine positive Nachricht.</p>
<p>Als Oberpriester der Verdrehung und Volkspropaganda entpuppen sich dabei immer wieder Fedchef Ben Bernanke und Finanzminister Timothy Geithner. Geithner sieht die US-Wirtschaft &#8220;auf dem Wege der Erholung&#8221;. &#8220;Nein, da sind wir nicht&#8221;, schrieb ihm dafür Nobelpreisträger Paul Krugman am Donnerstag per New York Times-Kommentar ins Protokoll.</p>
<p>Krugman greift in dem Meinungsstück &#8211; Titel: &#8220;Dies ist keine Erholung&#8221; &#8211; beherzt in die Tasten: &#8220;Warum überziehen Leute, die es besser wissen müssen, die ökonomische Realität mit einem Zuckerguss ?&#8221;. Krugman macht sich in dem lesenswerten Stück auch über die Diskussion zum &#8220;Double Dip&#8221; lustig: &#8220;Wird das BIP infolge eines Double Dip wirklich schrumpfen ? Wen interessiert das ? Wenn die Arbeitslosigkeit für den Rest des Jahres zunimmt, was wahrscheinlich ist, dann ist es doch völlig egal, ob die BIP-Zahlen leicht im Plus oder leicht im Minus sind&#8221;.</p>
<p>Und Bennyboy hielt am Freitag seine viel beachtete Rede in Jackson Hole, dem Shangri-La für Noten-banker aus aller Welt: Schöne Berge, herrliche Golfplätze, dicke Steaks und viele brave Wirtschaftsjournalisten, die begierig zuhören. Das Wirtschaftswachstum, so ließ sich Bernanke in Wyoming vernehmen, sei &#8220;in der jüngsten Zeit irgendwie etwas weniger lebhaft&#8221;. Besser hätte das kein chinesischer Propaganda-Minister verdrehen können. Der Unterschied ist: Alle Chinesen wissen, dass sie einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Viele Finanzmedien und deren Leser im Westen sind ahnungslos oder zumindest schwer von Verdrängung geplagt.</p>
</div>
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		<title>Zeit, in die Berge zu flüchten ?</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/zeit-in-die-berge-zu-fluchten/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 04:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mgaertner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Meteorologen kennen das Phänomen: Am Anfang sehen sie den nahenden Wirbelsturm als kleinen wabernden Fleck auf ihrem Monitor – zarte Hinweise, dass sich da etwas zusammenbraut. Dann wächst das Ding plötzlich, türmt sich auf wie ein Atompilz. Schließlich wird die Erscheinung real und zieht vom Horizont heran wie eine Walze: Riesig, bedrohlich, überdimensioniert – eine schwarze Wand. Am Ende rollt das Ungetüm wie eine biblische Welle alles platt, was sich in den Weg zu stellen wagt. Am Börsenhorizont baut sich derzeit in den Augen vieler Beobachter so ein Monster auf. Der US-Starblogger Philip Davis beschäftigte sich zu Wochenbeginn mit der Flucht der Anleger in den Bondmarkt und zeigte eine Karikatur, in der ein am Blasebalg pumpender Notenbanker in die Kugel schaut, die er gerade aufgebläht hat: “Erst die Anleihen, dann der Dollar”, flüstert er furchterfüllt, “und dann – aus Verzweiflung – eine neue Weltordnung”. Ganz klar, was mit der Karikatur gemeint ist: Erst der kollabierende Bondmarkt, dann der Infarkt des Dollars werden alles hinwegfegen und schließlich einen Neuanfang erlauben. Im selben Blog, Seeking Alpha, fragt Andrew Butter “ist es Zeit, in die Berge zu flüchten ?”. Konfusion, Ratlosigkeit, Angstpsychosen: Sie sind 16 Monate nach dem Börsentief vom März 2009 mit voller Wucht [...]]]></description>
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</div><p>Meteorologen kennen das Phänomen: Am Anfang sehen sie den nahenden Wirbelsturm als kleinen wabernden Fleck auf ihrem Monitor – zarte Hinweise, dass sich da etwas zusammenbraut. Dann wächst das Ding plötzlich, türmt sich auf wie ein Atompilz. Schließlich wird die Erscheinung real und zieht vom Horizont heran wie eine Walze: Riesig, bedrohlich, überdimensioniert – eine schwarze Wand. Am Ende rollt das Ungetüm wie eine biblische Welle alles platt, was sich in den Weg zu stellen wagt.</p>
<p><strong>Am Börsenhorizont baut sich derzeit in den Augen vieler Beobachter so ein Monster auf.</strong></p>
<p><a href="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-06-04_0529_001.png"><img title="2010-06-04_0529_001" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-06-04_0529_001.png" alt="" width="614" height="410" /></a></p>
<p>Der US-Starblogger<a href="http://seekingalpha.com/article/222001-technically-troubling-tuesday?source=feed"> Philip Davis</a> beschäftigte sich zu Wochenbeginn mit der Flucht der Anleger in den Bondmarkt und zeigte eine Karikatur, in der ein am Blasebalg pumpender Notenbanker in die Kugel schaut, die er gerade aufgebläht hat: “Erst die Anleihen, dann der Dollar”, flüstert er furchterfüllt, “und dann – aus Verzweiflung – eine neue Weltordnung”.</p>
<p><img title="2010-08-24_1514" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-08-24_1514.png" alt="" width="594" height="371" /></p>
<p>Ganz klar, was mit der Karikatur gemeint ist: Erst der kollabierende Bondmarkt, dann der Infarkt des Dollars werden alles hinwegfegen und schließlich einen Neuanfang erlauben. Im selben Blog, Seeking Alpha, fragt Andrew Butter <a href="http://seekingalpha.com/article/221779-is-it-time-to-head-for-the-hills">“ist es Zeit, in die Berge zu flüchten ?”</a>.</p>
<p>Konfusion, Ratlosigkeit, Angstpsychosen: Sie sind 16 Monate nach dem Börsentief vom März 2009 mit voller Wucht zurück. Und das, obwohl (noch) keine Banken gerettet und keine Autofirmen gestützt werden müssen. Für manche ist der jetzige Zustand aber sogar schlimmer: Denn sie wissen nicht, was als nächstes kommt. Es ist die große, beklemmende und nagende Ungewissheit. Börsianer zehrt so etwas auf. Erst ihre Rendite, dann ihre Seele.</p>
<p>Es sei eine <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/e4f6bf42-ac7b-11df-8582-00144feabdc0.html">“frustrierende Zeit” für Aktienanleger</a>, befindet James Mackintosh in der Financial Times. In der USA Today beschreibt derweil Rick Newman, “<a href="http://news.yahoo.com/s/usnews/20100823/ts_usnews/howtosurviveazombieeconomy">wie man eine Zombie-Wirtschaft überlebt</a>“.</p>
<p>Schon der Einstieg in den Bericht, in dem Newman das Gespenst einer “<a href="http://news.yahoo.com/s/usnews/20100823/ts_usnews/howtosurviveazombieeconomy">Japanifizierung</a>” der US-Wirtschaft beschreibt, spricht Bände über den Abgrund, der sich vor dem geistigen Auge vieler Anleger und professioneller Beobachter der Kapitalmärkte auftut: “Stell´ Dir vor, die US-Wirtschaft wächst bis 2030 nur jeweils 1% pro Jahr. Der DOW fällt währenddessen um 60% auf unter 4.000 Punkte. Der Durchschnittspreis für unsere Häuser halbiert sich derweil.” Das ist ein Gefühl wie es einer hat, der im Traum ohne Schirm aus dem Flugzeug fällt.</p>
<p>Das sind fast apokalyptische Phantasien, Zombiegespinste wie im Gruselkino. Doch sie kommen immer häufiger.</p>
<p>“Was wenn ?”, schreibt der <a href="http://seekingalpha.com/article/221831-what-if-planning-for-an-unpredictable-market">Blogger Steve Reitmeister</a>, und denkt laut nach über das “Planen für einen unvorhersehbaren Markt”. Natürlich geht das per Definition gar nicht.</p>
<p><strong>Laut Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz müssen die vorherrschenden Theorien mit neuen Stellschrauben versehen werden.</strong></p>
<p><img title="2010-04-21_1618" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-04-21_1618.png" alt="" width="497" height="335" /></p>
<p>Dabei beschreibt Reitmeister drei mögliche Szenarien und stellt für mich vielsagend das Armageddon-Szenario voran: “Was, wenn das eine Bärenrally war und wir noch weitere 30-50% fallen ?”. Allein die Frage wäre vor kurzem – im allgemeinen Green Shoots-Rausch als ketzerisch und weltfremd abgetan worden. Jetzt ist sie Mainstream-Albtraum.</p>
<p>Da klingt es fast schon harmlos, wenn die Nachrichtenagentur<a href="http://hosted.ap.org/dynamic/stories/U/US_WALL_STREET?SITE=AP&amp;SECTION=HOME&amp;TEMPLATE=DEFAULT"> Associated Press</a> die allgemeine Flucht in Anleihen und die zugrunde liegende Angst als “Investors Malaise” bezeichnet. Doch kann das nur eine Malaise sein, wenn sogar einer der berühmtesten Hedgefonds-Manager (<a href="http://www.guardian.co.uk/business/2010/aug/19/black-wednesday-victor-druckenmiller-quits-hedge">Stan Druckenmiller</a>) das Hand-tuch wirft ? Wenn Ben Bernanke eine “<a href="http://www.theaustralian.com.au/business/markets/federal-reserve-chief-ben-bernanke-warns-of-weaker-us-outlook/story-e6frg91o-1225895379461">ungewöhnliche Unsicherheit</a>” ausmacht ? Und wenn Nobelpreisträger wie <a href="http://ineteconomics.org/blog/joseph-stiglitz-need-new-economic-paradigms">Joseph Stiglitz</a> einräumen müssen, dass selbst die besten ökonomischen Denkmodelle derzeit einfach versagen und wir neue brauchen ?</p>
<p><strong>Im Visier verunsicherter Anleger: Die nächste Blase – für viele ist es der Bondmarkt.</strong></p>
<p><img title="2010-04-21_1627" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-04-21_1627.png" alt="" width="498" height="215" /></p>
<p>Wenn die Best and Brightest der Wirtschaftswelt schon beklagen, dass plötzlich die Kompassnadel zittert und schwankt, was sollen wir dann sagen, einfache, nur grob informierte Anleger ?</p>
<p>Dass ein und dieselbe Börse die gleiche Wirtschaftswelt <a href="http://www.hedgehogs.net/pg/newsfeeds/hhwebadmin/item/4617460/credit-equity-markets-on-quotdifferent-planetsquot-amid-uncertainty-deutsche-bank-says-alerts-home-retail-group">völlig unterschiedlich interpretiert</a>, sagt doch eigentlich schon alles. Glaubt man dem Bondmarkt, wo die Zinsen fallen wie die Kegel bei der Bowling-Weltmeisterschaft, dann rast die globale Wirtschaft auf ein Kliff zu.</p>
<p><strong>Neue Ansätze sind gefragt. Schwierige Zeiten verlangen unkonventionelle Ideen:</strong></p>
<p><img title="2010-04-15_0843" src="http://blog.markusgaertner.com/wp-content/uploads/2010/08/2010-04-15_0843.png" alt="" width="487" height="568" /></p>
<p>Sieht man dagegen die starrsinnigen Aktienindizes der Wall Street, fühlt man sich von verrückt gewordenen Alarmisten umgeben. Die gleichen Leute, die beherzt in Bonds investieren um ihr Geld zu retten, haben plötzliche eine rosa Brille auf, wenn sie zum Ordern ein paar Schritte weiter an den Aktienschalter gehen ?</p>
<p>Ja, was nun ? – Keiner weiß es. Das ist das eigentlich Beunruhigende.</p>
<p>Wir alle navigieren derzeit wie portugiesische und spanische Seefahrer zu Beginn der Neuzeit bei der Umsegelung Afrikas, als sie fürchteten, beim <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cape_Bojador">Kap Bojador </a>(arabisch Abu Khatar = Vater der Gefahr) westlich von Afrika von der Erdplatte runter zu fallen.</p>
<div><strong><a title="Willkommen in der ära u" href="http://www.slideshare.net/markusgaertner/willkommen-in-der-ra-u">Willkommen in der ära u</a></strong><object id="__sse5049293" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="450" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><embed id="__sse5049293" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="450"></embed></object></div>
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