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	<title>BLOGGERFORUM-WIRTSCHAFT.DE &#187; delsner</title>
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	<description>1. Netzwerk deutschsprachiger Business-Blogger</description>
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		<title>Hypo Real Estate vor dem Aus? Existenzberechtigung durch EU-Kommission und Gutachten f&#252;r Bundesregierung doppelt angezweifelt</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 16:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
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		<description><![CDATA[Als der Blick Log im Oktober vergangenen Jahres von der Bewertungsverschleierung bei der Übertragung von Vermögensgegenständen in eine Bad Bank schrieb, interessierte dies zwar vergleichsweise viele Leser (und eine Zeitschrift druckte den Beitrag sogar ab), eine öffentliche Diskussion wurde dadurch allerdings nicht ausgelöst. Leider, denn es ging hier um sehr hohe Risiken für den Steuerzahler. Das ändert sich derzeit. Vier Monate nach der Übertragung von Anleihen, Krediten, CDOs, ABS-Paketen etc. im Wert von 173 Mrd. Euro ist nun der EU-Kommission aufgefallen, dass hier möglicherweise zu hoch bewertet worden ist. Die EU untersucht nun den Transfer von Vermögenstiteln an die Bad Bank mit dem Namen “FMS Wertmanagement”. Wurden die Positionen zu gut bewertet, dann bedeutet dies, die Hypo Real Estate hat eine unerlaubte Beihilfen erhalten, die zurück gezahlt werden muss (siehe dazu unten den Hintergrund). Das würde aber vermutlich das Aus für die Bank bedeuten, wenn sie nicht eine weitere Kapitalzufuhr vom Bund erhalten würde. Daher ist es nicht überraschend, dass ein bisher unveröffentlichtes Gutachten für die Bundesregierung zu dem Schluss kommt, “eine Abwicklung der gesamten Hypo Real Estate-Gruppe &#8211; unter Einschluss der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) &#8211; sehr ernsthaft in Betracht zu ziehen&#34;, wie das Handelsblatt zitiert. Ob eine solche Abwicklung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/hypo-real-estate-vor-dem-aus-existenzberechtigung-durch-eu-kommission-und-gutachten-fr-bundesregierung-doppelt-angezweifelt/&title=Hypo Real Estate vor dem Aus? Existenzberechtigung durch EU-Kommission und Gutachten f&uuml;r Bundesregierung doppelt angezweifelt&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Als der <a href="http://www.blicklog.com/" target="_blank">Blick Log</a> im Oktober <a href="http://www.blicklog.com/2010/10/05/hypo-real-estate-skandal-liegt-nicht-in-bonizahlungen-sondern-in-bewertungsverschleierung-und-glubigerbevorzugung/" target="_blank">vergangenen Jahres von der Bewertungsverschleierung</a> bei der Übertragung von Vermögensgegenständen in eine Bad Bank schrieb, interessierte dies zwar vergleichsweise viele Leser (und eine <a href="http://www.humane-wirtschaft.de/zeitschriftenarchiv/ausgaben-2010/?page_id=2178" target="_blank">Zeitschrift druckte den Beitrag sogar ab</a>), eine öffentliche Diskussion wurde dadurch allerdings nicht ausgelöst. Leider, denn es ging hier um sehr hohe Risiken für den Steuerzahler.</p>
<p>Das ändert sich derzeit. Vier Monate nach der Übertragung von Anleihen, Krediten, CDOs, ABS-Paketen etc. im Wert von 173 Mrd. Euro ist nun der EU-Kommission aufgefallen, dass hier möglicherweise zu hoch bewertet worden ist. Die EU untersucht nun den Transfer von Vermögenstiteln an die Bad Bank mit dem Namen “<a href="http://www.soffin.de/de/soffin/leistungen/massnahmen-aktuell/fms-wertmanagement.html">FMS Wertmanagement</a>”. Wurden die Positionen zu gut bewertet, dann bedeutet dies, die Hypo Real Estate hat eine unerlaubte Beihilfen erhalten, die zurück gezahlt werden muss (siehe dazu unten den Hintergrund).</p>
<p>Das würde aber vermutlich das Aus für die Bank bedeuten, wenn sie nicht eine weitere Kapitalzufuhr vom Bund erhalten würde. Daher ist es nicht überraschend, dass ein bisher unveröffentlichtes <a href="http://www.finanzzeug.de/expertengutachten-zur-hypo-real-estate-gruppe-abwicklung-sie-muss-weg-26725" target="_blank">Gutachten für die Bundesregierung</a> zu dem Schluss kommt, “eine Abwicklung der gesamten Hypo Real Estate-Gruppe &#8211; unter Einschluss der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) &#8211; sehr ernsthaft in Betracht zu ziehen&quot;, <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/gutachten-zur-hypo-real-estate-experten-senken-den-daumen-ueber-hre;2750736" target="_blank">wie das Handelsblatt zitiert</a>.</p>
<p>Ob eine solche Abwicklung für den Steuerzahler tatsächlich besser ist, sei einmal dahin gestellt. Ebenfalls wird es wenig nutzen, wenn die HRE nun die Beihilfen zurück zahlen würde, denn sie könnte dann ihr Geschäft ebenfalls nicht weiter betreiben und müsste abgewickelt oder durch einen neuen Eigentümer rekapitalisiert werden. In allen Fällen wäre das Geld der Steuerzahler weg. Der Fall zeigt, dass die Rettung einer notleidenden Bank eigentlich nicht möglich ist, insbesondere dann, wenn man ihr Vermögen nicht bewerten kann.</p>
<p>Eine weitere Einschätzung <a href="http://spekulantenblog.de/rettung-der-hypo-real-estate-expertenkommision-stellt-vernichtendes-urteil-aus/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Spekulantenblog+%28Spekulantenblog%29" target="_blank">kommt vom Spekulantenblog</a>:</p>
<blockquote><p>“Die Rettungen durch den deutschen Steuerzahler bei den Banken wirken so im Nachhinein nicht gerade effektiv und als Verschwendung von Steuergeldern. Gerade einmal der durch den Staat geretteten Commerzbank bescheinigt die Kommission eine profitable Geschäftstätigkeit. Doch auch hier empfehlen die Experten eine weitere Kapitalerhöhung, um die Summen die der Staat in die Bank eingebracht hat zurückzuzahlen. Der Gewinn allein reicht dazu nicht. Ein Armutszeugnis für staatliche Bankenrettung in Deutschland. In anderen Ländern dagegen sei der Ausstieg des Staates aus den geretteten Banken wesentlich schneller und mit Gewinn erfolgt.”</p>
</blockquote>
<p>&#160;</p>
<p>  <span id="more-1929"></span><br />
<h4><strong>Zum Hintergrund (</strong><a href="http://elearn.jku.at/wiki/index.php/Verbot_staatlicher_Beihilfen_-_Art_87_ff_EG" target="_blank"><strong>siehe elearn.at</strong></a><strong>):</strong></h4>
<p>Das Wettbewerbsrecht der Europäischen Union verbietet den Mitgliedstaaten, in den freien Wettbewerb durch staatliche Beihilfen an die Unternehmen einzugreifen. Dieses Verbot wird in <a href="http://dejure.org/gesetze/EG/87.html" target="_blank">Artikel 87 Abs. 1</a> (Regel) des EG-Vertrags formuliert, der besagt: &quot;Soweit in diesem Vertrag nicht etwas anderes bestimmt ist, sind staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Begünstigungen bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige den Wettbewerb verfälschen oder zu verfälschen drohen, mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar, soweit sie den Handel zwischen Mitgliedsstaaten beeinträchtigen.&quot;</p>
<p>Das heißt nicht, dass jede staatliche Beihilfe absolut europarechtswidrig ist und der Staat überhaupt nicht in den freien Markt eingreifen kann. Vielmehr sind unter europarechtlichen Gesichtspunkten staatlich Beihilfen und Förderungen sehr wohl möglich aber nur, wenn diese mit bestimmten, von der EU wünschenswerte Ziele, erreicht werden. Diesbezüglich normiert Art 87 Abs. 2 (Ausnahme) Legalmaßnahmen beziehungsweise Ermessenstatbestände in Art 87 Abs. 3 (Ausnahme).</p>
<p>Weitere Rechte der Kommission sind in den <a href="http://www.wien-konkret.at/wirtschaft/eu-beihilfenrecht/eg-vertrag/" target="_blank">Artikeln 88 und 89 dazu</a> festgelegt.</p>
<h4>Blick Log zur Hypo Real Estate</h4>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2010/10/01/hypo-real-estate-erhht-heute-deutschlands-staatsverschuldung-um-8-und-die-altglubiger-feiern-still/" target="_blank">Hypo Real Estate erhöht heute Deutschlands Staatsverschuldung um 8% und die Altgläubiger feiern still</a></p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2010/10/05/hypo-real-estate-skandal-liegt-nicht-in-bonizahlungen-sondern-in-bewertungsverschleierung-und-glubigerbevorzugung/" target="_blank">Hypo Real Estate: Skandal liegt nicht in Bonizahlungen, sondern in “Bewertungsverschleierung” und Gläubigerbevorzugung</a></p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/2010/09/30/die-kosten-der-faktischen-staatsgarantie-fr-kreditinstitute/" target="_blank">Die Kosten der faktischen Staatsgarantie für Kreditinstitute</a></p>
<h4>Aktuelle Presseberichte</h4>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/gutachten-zur-hypo-real-estate-experten-senken-den-daumen-ueber-hre;2750736" target="_blank">HB: Gutachten zur Hypo Real Estate: Experten senken den Daumen über HRE:</a><strong> </strong>Das Gutachten könnte nicht vernichtender für die HRE ausfallen. Um die Zukunft des Immobilienfinanzierers ist es schlecht bestellt. Experten sehen nur noch einen Ausweg: abwickeln.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,743551,00.html" target="_blank">Spon: EU-Analyse &#8211; Hypo Real Estate soll unerlaubte Hilfen erhalten haben:</a> Hat die Hypo Real Estate unerlaubte Beihilfen von der Bundesregierung bekommen? Davon geht laut &quot;Handelsblatt&quot; die EU-Kommission aus. In diesem Fall müsste der Finanzminister einen Teil seiner Milliarden-Unterstützung für die Bank abschreiben.</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:bewertungsdifferenzen-hypo-real-estate-in-der-beihilfefalle/60008619.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=/" target="_blank">FTD: Bewertungsdifferenzen &#8211; Hypo Real Estate in der Beihilfefalle:</a> Wie schon bei der WestLB vermutet die EU-Kommission bei der Immobilienbank unerlaubte Subventionen. Es geht um mehr als 10 Mrd. Euro.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fhypo-real-estate-vor-dem-aus-existenzberechtigung-durch-eu-kommission-und-gutachten-fr-bundesregierung-doppelt-angezweifelt%2F&amp;title=Hypo%20Real%20Estate%20vor%20dem%20Aus%3F%20Existenzberechtigung%20durch%20EU-Kommission%20und%20Gutachten%20f%26uuml%3Br%20Bundesregierung%20doppelt%20angezweifelt" id="wpa2a_2"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Mindmap des Banking und Finance 2.0</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 20:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf dem gestrigen Finance Day der Hamburg School of Business Administration (HSBA) wurde ich u.a. gefragt, was denn eigentlich Banking 2.0 überhaupt ist und welche Rolle es künftig spielen wird. Ich hatte dazu gestern bereits etwas geschrieben. Auf der sehr interessanten Tagung ging vor allem auch um die Zukunft der Unternehmensfinanzierung unter dem künftigen Regime von Basel III. Ein Tenor, der sich durch alle Vorträge zog war, dass sich die Finanzierungstrukturen und –kosten der Unternehmen verändern werden. Dabei werden, so klang dies in einigen Statements an, auch Finanzierungen eine größere Rolle spielen, die von außerhalb des regulierten Bankensektors vergeben und vermittelt werden. Neben Private Equity und Verbriefungen kommt hier Finance 2.0 ins Spiel. Aber dies soll jetzt kein Tagungsbericht werden. Ich will hier nur meine am Wochenende gestartete Mindmap zur Verfügung stellen, die auf einer Seite erstmalig einen Überblick der Zukunft des Bankings zeigt. Dabei habe ich mich nicht auf die Finanzierungsseite beschränkt, sondern habe in die Struktur auch Anlage, Zahlungsverkehrs- und weitere Dienstleistungen aufgenommen. Banking 2.0? Hier darf man übrigens gern ein Fragezeichen setzen. Die Aktivitäten verschiedenster Unternehmen haben zwar viel mit Finanzdienstleistungen zu tun. Aber bei einem genauen Blick auf die Spieler fällt auf, dass sich darunter nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/die-mindmap-des-banking-und-finance-2-0/&title=Die Mindmap des Banking und Finance 2.0&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Auf dem gestrigen <a href="http://www.hsba-finance-conference.de/die-konferenz.php" target="_blank">Finance Day der Hamburg School of Business Administration</a> (HSBA) wurde ich u.a. gefragt, was denn eigentlich Banking 2.0 überhaupt ist und welche Rolle es künftig spielen wird. Ich hatte dazu <a href="http://www.blicklog.com/2011/02/07/erhht-goldman-sachs-facebook-deal-das-interesse-fr-banking-2-0/" target="_blank">gestern bereits etwas geschrieben</a>. Auf der sehr interessanten Tagung ging vor allem auch um die Zukunft der Unternehmensfinanzierung unter dem künftigen Regime von Basel III. Ein Tenor, der sich durch alle Vorträge zog war, dass sich die Finanzierungstrukturen und –kosten der Unternehmen verändern werden. Dabei werden, so klang dies in einigen Statements an, auch Finanzierungen eine größere Rolle spielen, die von außerhalb des regulierten Bankensektors vergeben und vermittelt werden. Neben Private Equity und Verbriefungen kommt hier Finance 2.0 ins Spiel.</p>
<p>Aber dies soll jetzt kein Tagungsbericht werden. Ich will hier nur meine am Wochenende gestartete Mindmap zur Verfügung stellen, die auf einer Seite erstmalig einen Überblick der Zukunft des Bankings zeigt. Dabei habe ich mich nicht auf die Finanzierungsseite beschränkt, sondern habe in die Struktur auch Anlage, Zahlungsverkehrs- und weitere Dienstleistungen aufgenommen.</p>
<p>Banking 2.0? Hier darf man übrigens gern ein Fragezeichen setzen. Die Aktivitäten verschiedenster Unternehmen haben zwar viel mit Finanzdienstleistungen zu tun. Aber bei einem genauen Blick auf die Spieler fällt auf, dass sich darunter nur eine einzige Bank befindet (die Fidor Bank). Es schicken sich immer mehr Unternehmen von außen an, in die oligopolistischen Strukturen der Finanzdienstleistungen einzudringen. So wagt sogar Facebook den Startschuss in Zahlungsleistungen. Hatte ich im Frühjahr 2010 noch darüber spekuliert, <a href="http://www.blicklog.com/2010/03/25/wie-facebook-mit-banking-2-0-die-finanzbranche-aufmischen-knnte/">wie <em>Facebook</em> mit <em>Banking</em> 2.0 die Finanzbranche aufmischen könnte</a>, hat <a href="http://www.computerwoche.de/netzwerke/web/2356324/" target="_blank">Facebook mittlerweile angefangen</a> die damals geäußerte Idee, die riesige Community für Zahlungstransaktionen und mehr zu nutzen, gemeinsam mit Paypal umzusetzen.</p>
<p>Hier jetzt die Mindmap, die noch weit davon entfernt ist vollständig und perfekt zu sein. Aber wie im Web 2.0 üblich, entwickelt sich so etwas. Die <strong><a href="http://www.mindmeister.com/80331781/banking-und-finance-2-0-by-http-www-blicklog-com" target="_blank">Mindmap &quot;Banking und Finance 2.0 kann auch hier</a></strong> abgerufen werden<strong>.</strong></p>
<p><iframe style="overflow: hidden" height="400" src="http://www.mindmeister.com/maps/public_map_shell/80331781/banking-und-finance-2-0-by-http-www-blicklog-com?width=500&amp;height=400&amp;zoom=0" frameborder="0" width="500" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Ein besonderes Merkmale der Nutzung der Web 2.0 oder Social-Media-Technologien ist neben der Nutzung neuerer Webtechnologien vor allem eine erweiterte Philosophie im Umgang mit Kunden. Diese zeichnet sich durch offene und möglichst gleichberechtigte Kommunikation, hohe Transparenz über Leistungen und Gegenleistungen sowie Einbeziehung der Kunden in den Leistungsprozess aus. Ein Kern Banking 2.0-Philosophie liegt also darin, Kunden deutlich aktiver in die Leistungserbringung zu integrieren.</p>
<p>Schaut man auf die rechte Seite dieser Mindmap, dann wird schnell deutlich, warum es rein gar nichts mit Banking 2.0 zu tun hat, wenn Finanzhäuser sich lediglich in Sozialen Netzwerken bewegen und Informationen per Twitter versenden oder eine Facebook-Seite betreiben. Wenn diese Kanäle nur als einseitiges Instrument eingesetzt werden, um typische Werbebotschaften Botschaften bei den Zielgruppen zu platzieren (siehe dazu “<a href="http://www.blicklog.com/2010/11/02/allein-das-image-mit-facebook-twitter-und-blogs-aufwerten-reicht-nicht-fr-erfolg-im-banking-2-0/">Allein das Image mit Facebook, Twitter und Blogs aufwerten reicht nicht für Erfolg im Banking 2.0</a>”), dann mag man dies in einigen Häusern zwar für modern halten, tatsächlich bewegt man sich damit aber keinen Millimeter in die Zukunft. Ich empfehle dazu einen Blick in den Beitrag von Lothar Lochmaier zu werfen: “<a href="http://lochmaier.wordpress.com/2011/02/04/volksbanken-partizipatives-fitnessprogramm-via-social-media/">Volksbanken: Partizipatives Fitnessprogramm via Social Media?</a>”. Die darin geäußerte berechtigte Kritik kann man durchaus auf nahezu alle Kreditinstitute übertragen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fdie-mindmap-des-banking-und-finance-2-0%2F&amp;title=Die%20Mindmap%20des%20Banking%20und%20Finance%202.0" id="wpa2a_4"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Welt der deutschsprachigen Wirtschaftsblogs Anfang 2011 (mit Mindmap)</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 20:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Zeit, einmal wieder auf die Welt der deutschsprachigen Wirtschaftsblogs zu schauen und hier das Update der Mindmap zu posten. Zum Jahresanfang verzeichnete die Mindmap des Blick Logs 165 Blogs in deutscher Sprache, die sich mit den verschiedensten Themen rund um die Wirtschaft befassen. Vor knapp einem Jahr beinhaltete die Übersicht nicht einmal 100 Blogs. Neuer Boom der Wirtschaftsblogs? Stehen wir also vor einem neuen Boom der Blogs mit Wirtschaftsthemen? Leider nein, denn weiterhin werden die meisten Blogs, soweit das ersichtlich ist, privat und nebenbei betrieben. Professionelle Blogs, die hierzulande die Standardwirtschaftsberichterstattung im Stile etwa der US Blogs Zero Hedge, Businessinsider oder Credit Writedowns aufmischen könnten sind weit und breit leider nicht auszumachen. Dabei empfinde ich die Qualität vieler Blogbeiträge, gemessen an meinen persönlichen Erwartungen an ein anspruchsvolles Lesevergnügen, als ausgesprochen hoch. Die deutschsprachigen Wirtschaftsblogs haben in vielen ihrer Beiträgen weniger ein Qualitätsproblem als ein Wahrnehmungsproblem. Sie erreichen nicht die Masse der Leser, die sie sich eigentlich verdient hätten und werden von den etablierten Medien weitestgehend ignoriert. Gleichwohl lässt sich die Szene dadurch nicht entmutigen und misst die eigene Bedeutung nicht an der Resonanz öffentlicher Wahrnehmung. Immerhin lesen viele Vertreter der Medienzunft in Wirtschaftsblogs (siehe dazu diese Untersuchung), um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/die-welt-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs/&title=Die Welt der deutschsprachigen Wirtschaftsblogs Anfang 2011 (mit Mindmap)&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Es ist Zeit, einmal wieder auf die Welt der deutschsprachigen Wirtschaftsblogs zu schauen und <a href="http://www.mindmeister.com/35349483/mindmap-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs-by-http-www-blicklog-com" target="_blank">hier das Update der Mindmap</a> zu posten. Zum Jahresanfang verzeichnete die Mindmap des <a href="http://www.blicklog.com" target="_blank">Blick Logs</a> 165 Blogs in deutscher Sprache, die sich mit den verschiedensten Themen rund um die Wirtschaft befassen. Vor knapp einem Jahr beinhaltete die Übersicht nicht einmal 100 Blogs. </p>
<p> <iframe style="overflow: hidden" height="400" src="http://www.mindmeister.com/maps/public_map_shell/35349483/mindmap-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs-by-http-www-blicklog-com?width=600&amp;height=400&amp;zoom=0&amp;live_update=1&amp;no_logo=1" frameborder="0" width="600" scrolling="no"></iframe><br />
<h4>Neuer Boom der Wirtschaftsblogs?</h4>
<p>Stehen wir also vor einem neuen Boom der Blogs mit Wirtschaftsthemen? Leider nein, denn weiterhin werden die meisten Blogs, soweit das ersichtlich ist, privat und nebenbei betrieben. Professionelle Blogs, die hierzulande die Standardwirtschaftsberichterstattung im Stile etwa der US Blogs <a href="http://www.zerohedge.com/" target="_blank">Zero Hedge</a>, <a href="http://www.businessinsider.com/" target="_blank">Businessinsider</a> oder <a href="http://www.creditwritedowns.com/" target="_blank">Credit Writedowns</a> aufmischen könnten sind weit und breit leider nicht auszumachen.</p>
<p>Dabei empfinde ich die Qualität vieler Blogbeiträge, gemessen an meinen persönlichen Erwartungen an ein anspruchsvolles Lesevergnügen, als ausgesprochen hoch. Die deutschsprachigen Wirtschaftsblogs haben in vielen ihrer Beiträgen weniger ein Qualitätsproblem als ein Wahrnehmungsproblem. Sie erreichen nicht die Masse der Leser, die sie sich eigentlich verdient hätten und werden von den etablierten Medien weitestgehend ignoriert.</p>
<p>Gleichwohl lässt sich die Szene dadurch nicht entmutigen und misst die eigene Bedeutung nicht an der Resonanz öffentlicher Wahrnehmung. Immerhin lesen viele Vertreter der Medienzunft in Wirtschaftsblogs (siehe dazu <a href="http://www.wp-online.de/snippet/09/07.pdf">diese Untersuchung</a>), um Anregungen für Themen zu erhalten und Hintergründe zu recherchieren. Warum sie dennoch Blogs nicht ab und zu einmal zitieren, weiß nur der Abendwind.</p>
<h4>Deutscher Renommiert-Komplex</h4>
<p>  <span id="more-1886"></span><br />
<h4></h4>
<p>Es könnte gar an dem typisch deutschen “Renommiert-Komplex” liegen, der fast täglich bei der Zeitungslektüre auffällt. Man zitiert gern “renommierte Quellen”, “anerkannte Fachleute”, “ausgewiesene Experten” oder “prominente Kenner”. Wenn man nicht durch Zufall, die Bild, die FAZ (dazu <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/wie-frank-schirrmacher-sich-seine-experten-aufblast/">Knüwers lesenswerter Beitrag: Wie Frank Schirrmacher sich seine Experten aufbläst</a>) oder ein anderes Leitmedium dazu “gemacht” wird, dann hat man es schwer, diesen Status zu erreichen. Sich auf einen Wirtschaftsblog zu berufen, ist in Deutschland (noch?) nicht angesagt. Von der in den USA zu beobachtende sich gegenseitig befruchtende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsblogs und Medien ist hier leider weit und breit nichts zu sehen (die Ausnahme <a href="http://www.weissgarnix.de/" target="_blank">Weissgarnix</a> bestätigt die Regel). </p>
<p>Ich bleibe dennoch bei meiner Auffassung, dass die inhaltliche Qualität vieler nationaler und internationaler Blogs mittlerweile ausgesprochen hoch ist. Möglicherweise liegt aber aber genau darin die Ursache des Wahrnehmungsproblems der Wirtschaftsblogs. Viele schreiben nicht in leicht konsumierbaren Häppchen, sondern holen manchen schwer verdaulichen Brocken an die Oberfläche und bohren an vielen Stellen deutlich tiefer als dies etablierte Medien tun, die meist auch Nichtfachleute adressieren müssen.</p>
<h4><strong>Und was macht jetzt einen guten Wirtschaftsblog aus?</strong></h4>
<p>Eigentlich wollte ich dieser Frage ausweichen, fand aber den Beitrag ohne einen Streifzug zur Qualität unvollständig. Objektiv lässt sich die Frage kaum beantworten, daher kann ich hier nur meine persönlichen Geschmacksnerven sprechen lassen.</p>
<p>Ich mag Blogbeiträge, wenn sie kein <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/09/11/online-news-reines-copy-paste/">Copy und Paste</a> anderer Medien sind und entweder neue Themen hervorholen, bekannte Sachverhalte neu belichten oder eine kritische Position zum Mainstream einnehmen. Häufig freue ich mich schon, wenn bestehende News mit zusätzlichen Hintergrundinformationen und Links auf Primärquellen versehen sind (übrigens weiter eine große Schwäche der etablierten Medien) oder sie über Themen berichten, die bisher nicht den Weg in deutsche (Online-) Medien gefunden haben.</p>
<p>Natürlich finden Kritiker, wie in jedem Medium, viele qualitativ schlechte Beiträge in der Blogszene. Das lässt sich gar nicht vermeiden. Wie bei Autos, Banken, klassischen Medienseiten oder Politikern, gibt es halt auch Wirtschaftsblogbeiträge unterschiedlichste Qualitäten. </p>
<h4>Professionelles Wissen Teilen ist nicht angesagt</h4>
<p>Abschließend noch eine Auffälligkeit, für die ich noch keine so rechte Erklärung habe. In Deutschland mangelt es weiterhin an einer Kultur, Wissen mit anderen zu teilen. Berufsprofis halten sich in der ganz überwiegenden Mehrheit zurück und schreiben nicht für Blogs. Das ist eigentlich schade, denn gerade zu vielen professionellen Wirtschaftsthemen wünsche ich mir einen viel intensiveren Austausch mit der Netz-Community. </p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fdie-welt-der-deutschsprachigen-wirtschaftsblogs%2F&amp;title=Die%20Welt%20der%20deutschsprachigen%20Wirtschaftsblogs%20Anfang%202011%20%28mit%20Mindmap%29" id="wpa2a_6"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wer &quot;spekuliert&quot; eigentlich gegen Portugal?</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 20:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Portugal]]></category>
		<category><![CDATA[Währungskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Anleiheauktion Portugals lief gestern deutlich besser, als dies viele Beobachter erwartet haben. Aus dem Zinsschnäppchen für Investoren ist also vorerst nichts geworden. Ob es wirklich nur eine kurze Atempause ist, wie die Wiwo glaubt, oder damit so eine Art Turnaround der EURO-Schuldner geschafft ist, wird man frühestens in einigen Monaten wissen. Den Skeptikern muss man aber nicht zwingend glauben schenken, wie ich finde. Es war aber klar, dass im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Refinanzierungsrunde im europäischen Schuldendomino wieder ein Schlaglicht auf die Finanzmärkte fällt und die “Spekulanten” in den Mittelpunkt rücken. “Finanzmärkte nehmen Portugal in die Zange” titelte das Manager Magazin auf seiner Webseite. Es fehlen eigentlich noch die typischen Empörungen gegen die Marktteilnehmer, die Portugal, Spanien und Italien zu Fall bringen wollen. Die Märkte, so ein immer wieder geäußerter Vorwurf, ignorieren die Anstrengungen der Eurozone oder die Finanzmärkte haben sich gegen den Euro oder Portugal verschworen, sind die wiederkehrenden Plattitüden. Unklar bleibt stets, wer eigentlich mit den “Märkten” gemeint ist. Tatsächlich ist die Frage, wer eigentlich “gegen” Portugal oder den Euro &#34;spekuliert&#34; ganz einfach zu beantworten. Das sind zunächst einmal ganz normale Marktteilnehmer, wie Banken, Investmentfonds, Versicherer, Pensionskassen, Staatsfonds und natürlich auch Privatpersonen. Portugiesische Anleihen fallen im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/wer-spekuliert-eigentlich-gegen-portugal/&title=Wer &quot;spekuliert&quot; eigentlich gegen Portugal?&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Die Anleiheauktion Portugals lief <a href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/erfolgreiche-anleiheauktion-investoren-geben-portugal-luft-zum-atmen;2729402" target="_self">gestern deutlich besser</a>, als dies viele Beobachter erwartet haben. Aus dem Zinsschnäppchen für Investoren ist also vorerst nichts geworden. Ob es wirklich nur eine kurze Atempause ist, <a href="http://www.wiwo.de/finanzen/nur-eine-kurze-atempause-fuer-portugal-453083/" target="_blank">wie die Wiwo glaubt</a>, oder damit so eine Art Turnaround der EURO-Schuldner geschafft ist, wird man frühestens in einigen Monaten wissen. Den Skeptikern muss man aber nicht zwingend glauben schenken, wie ich finde.</p>
<p>Es war aber klar, dass im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Refinanzierungsrunde im europäischen Schuldendomino wieder ein Schlaglicht auf die Finanzmärkte fällt und die “Spekulanten” in den Mittelpunkt rücken. “<a href="http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/0,2828,738736,00.html" target="_blank">Finanzmärkte nehmen Portugal in die Zange</a>” titelte das Manager Magazin auf seiner Webseite. Es fehlen eigentlich noch die typischen Empörungen gegen die Marktteilnehmer, die Portugal, Spanien und Italien zu Fall bringen wollen. Die Märkte, so ein immer wieder geäußerter Vorwurf, ignorieren die Anstrengungen der Eurozone oder die Finanzmärkte haben sich gegen den Euro oder Portugal verschworen, sind die wiederkehrenden Plattitüden. Unklar bleibt stets, wer eigentlich mit den “Märkten” gemeint ist.</p>
<p>Tatsächlich ist die Frage, wer eigentlich “gegen” Portugal oder den Euro &quot;spekuliert&quot; ganz einfach zu beantworten. Das sind zunächst einmal ganz normale Marktteilnehmer, wie Banken, Investmentfonds, Versicherer, Pensionskassen, Staatsfonds und natürlich auch Privatpersonen. Portugiesische Anleihen fallen im Preis (vice versa steigt der Zins), wenn die Nachfrage nach diesen Papieren zurück geht. Und ist es Spekulation, wenn ein Lebensversicherer, der das Geld seiner Kunden ja irgendwie anlegen will, nicht in portugiesische Anleihen investiert, sondern in aus seiner Sicht sicherere Produkte in anderen Währungen? Wohl kaum. Aber gerade auch diese Zurückhaltung bestimmter Investoren erzeugt den Preisdruck auf die Anleihen.</p>
<p>  <span id="more-1885"></span>
<p>Und diese Zurückhaltung wird gerade durch die hyperventilierenden Diskussionen der europäischen Politik verstärkt. Deutschland und Frankreich wollten Portugal möglichst bald unter den Rettungsschirm drängen, <a href="http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,738517,00.html" target="_blank">ist zu lesen</a>. Die EU-Kommission dementiert dies. Und die <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,738512,00.html" target="_blank">Portugiesen selbst wehren</a> sich gegen die deutsche Pleite-Prognose und <a href="http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E81ED66DB741141398015023323DFB711~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">weisen Spekulationen zurück</a>, wonach das Land den Euro-Rettungsschirm in Anspruch nehmen werde. Das erinnert irgendwie an Irland. Hier hatte die Regierung bekanntlich ebenfalls wenige Tage vor der Inanspruchnahme des Rettungsschirm den Unterstützungsbedarf noch dementiert. Und tatsächlich bröckelt die Front bereits, denn nach einem <a href="http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:schuldenkrise-portugals-abwehrfront-gegen-eu-hilfen-broeckelt/50213683.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=/" target="_blank">Bericht der FTD</a> schert die Notenbankerin Teodora Cardoso aus der Ablehnungshaltung aus.</p>
<p>Natürlich ist das der Stoff, aus dem an Finanzmärkten Zurückhaltung gefördert wird. Investoren mögen die Unsicherheit genau so wenig, wie Kleinanleger. Warum soll ich morgen portugiesische Anleihen zeichnen, wenn ich übermorgen die gleichen Titel mit einer Garantie des europäischen Rettungsfonds bekommen kann.</p>
<p>Natürlich gibt es andere Marktteilnehmer, die genau auf diese Form der Verunsicherung setzen und versuchen, daraus Gewinne zu erzielen. Als bekanntester Devisenmarkt-Spekulant ist der Hedge-Fonds-Manager George Soros in die Geschichte eingegangen, als er gegen das britische Pfund spekulierte und damit 1 Mrd. US$ verdient haben soll. Möglich, dass sein Platz von John Taylor eingenommen wird, Gründer des Devisen-Hedge-Fonds FX Concepts LLC mit Sitz in New York. Taylor gilt als Dollar-Fan und soll überzeugt sein, dass der Euro fallen wird. Entsprechend positioniert er seine Investments und verstärkt damit den Trend. Ist das zu verurteilen? Daneben gibt es vermutlich Hedge-Fonds, die auf eine europäische Erholung setzen und sich genau entgegengesetzt zu Taylor positionieren.</p>
<p>Daneben gibt es viele weitere Investoren, die in welcher Form auch immer Gelder für sich, ihre Kunden, Versicherten oder ihre Staatsbürger verwalten. Im vergangenen Jahr stellte der Blog <a href="http://www.zerohedge.com/article/meet-15-institutional-investors-matter-most-morgan-stanley">Zero Hedge eine Präsentation zur Verfügung</a>, mit den 15 wichtigen institutionellen Investoren, deren Verhalten ebenfalls auf die Märkte beeinflusst:</p>
<p><a style="margin: 12px auto 6px; display: block; font: 14px helvetica,arial,sans-serif; text-decoration: underline; font-size-adjust: none; font-stretch: normal; -x-system-font: none" title="View MS 15 Investors That Matter on Scribd" href="http://www.scribd.com/doc/28887114/MS-15-Investors-That-Matter">MS 15 Investors That Matter</a></p>
<p> <object id="doc_91103562136636" style="outline: none;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100%" height="500" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="doc_91103562136636" /><param name="data" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="document_id=28887114&amp;access_key=key-1s2vc0uheauwndlh41eu&amp;page=1&amp;viewMode=list" /><param name="src" value="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="doc_91103562136636" style="outline: none;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%" height="500" src="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf" flashvars="document_id=28887114&amp;access_key=key-1s2vc0uheauwndlh41eu&amp;page=1&amp;viewMode=list" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" wmode="opaque" bgcolor="#ffffff" name="doc_91103562136636" data="http://d1.scribdassets.com/ScribdViewer.swf"></embed></object><br />
<h4>Presseberichte zur Euro- und Portugalkrise</h4>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E0069EA5F825C45CD9AF8FF90FE406181~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ: Finanzschwache EU-Länder &#8211; Aufatmen nach gelungener Anleiheemission (12.1.11):</a> Die EU-Kommission zeigt sich optimistisch, dass Portugal nach seiner gelungenen Anleiheemission ohne Hilfe anderer Mitgliedsstaaten auskommt. Von diesem Jahr an soll ein Wachstumsbericht die Grundlage für die Wirtschafts- und Haushaltspolitik der Staaten bilden.</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:euro-krise-volkswirte-halten-maerkte-fuer-verrueckt/50213985.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=/" target="_blank">FTD: Euro-Krise &#8211; Volkswirte halten Märkte für verrückt (12.1.11):</a> Die Reaktionen der Anleihemärkte auf die europäische Schuldenkrise sind total überzogen: Diese These findet unter Ökonomen viele Anhänger. Ihr Argument: Die USA sind höher verschuldet als Portugal oder Spanien.</p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/klammes-portugal-vor-haertetest;2729035">Klammes Portugal vor Härtetest</a>: Portugal will am Mittwoch neue Staatsanleihen am Kapitalmarkt platzieren. Dort machen derweil Gerüchte über eine Flucht des Landes unter den EU-Rettungsschirm die Runde. Ministerpräsident Sokrates betonte allerdings, sein Land werde keine internationale Finanzhilfe anfordern.</p>
<p>FAZ: <a href="http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/Doc%7EE6C35C14E08A24AACAC07155C00C208F0%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">Anleihenmärkte</a> &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/Doc%7EE6C35C14E08A24AACAC07155C00C208F0%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">Fonds meiden Euro-Krisenländer</a>: Zahlreiche Marktteilnehmer erwarten seit dem vergangenen Sommer, dass sich die Schuldenkrise der Peripherie-Länder im ersten Quartal dieses Jahres ausweiten wird. Viele Fondsmanager rühren daher keine Staatsanleihen aus der Euro-Peripherie mehr an.</p>
<p>HB: <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/wirtschaftswissenschaft-theorien-fuer-die-bekaempfung-der-euro-krise;2718355">Wirtschaftswissenschaft: Theorien für die Bekämpfung der Euro-Krise</a>: Viele Wirtschaftswissenschaftler haben sich 2010 mit der Finanzkrise beschäftigt. Mit konkreten Empfehlungen beeinflussten sie die Debatte zur Euro-Schuldenkrise. Die Politik griff diese Ideen auf &#8211; und sorgte mitunter für Furore.</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/portugal-stemmt-sich-gegen-den-markt-/3694296.html" target="_blank">Tagesspiegel: Portugal stemmt sich gegen den Markt:</a> Deutschland, Frankreich und andere Eu-Staaten drängen darauf, dass das Land EU-Hilfen annimmt. Dadurch soll vor allem ein Übergreifen der Krise auf den größten Kreditgeber Portugals, das Nachbarland Spanien, verhindert werden.</p>
<p><a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/wird-der-euro-ueberleben-452853/" target="_blank">Wiwo: Ökonomengipfel Wird der Euro überleben?</a> Die Schuldenkrise in Europa und die Sorgen um den Fortbestand der Europäischen Währungsunion schlagen auch in den USA hohe Wellen. Auf dem Jahrestreffen der American Economic Association in Denver, dem größten Ökonomentreffen der Welt, diskutierten die Experten kontrovers, ob der Euro eine Überlebenschance hat.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E4278F642C5D243CCA461731150CD0762~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ: Euro-Krise &#8211; Gläubiger der Banken zittern mit Portugal:</a> Geraten jetzt europäische Großbanken ins Wanken? Die Sorge wegen der Portugal-Krise wächst jedenfalls. Am Montag stiegen die Kosten für die Absicherung von Forderungen gegen Banken auf einen Höchstwert. Die EZB ist alarmiert und kauft verstärkt portugiesische Anleihen.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article12073871/Gutachter-fordern-Plan-fuer-Pleite-von-Euro-Staaten.html" target="_blank">Welt: Währungskrise &#8211; Gutachter fordern Plan für Pleite von Euro-Staaten:</a> Deutsche Regierungsberater halten eine harte Insolvenzordnung in Europa für unumgänglich. EU-Länder sollten eine Schuldenbremse einführen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fwer-spekuliert-eigentlich-gegen-portugal%2F&amp;title=Wer%20%26quot%3Bspekuliert%26quot%3B%20eigentlich%20gegen%20Portugal%3F" id="wpa2a_8"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>WikiLeaks vs. Wall Street: Kommt es wirklich zu einem Showdown, der eine Bank in die Tiefe rei&#223;t?</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/wikileaks-vs-wall-street-kommt-es-wirklich-zu-einem-showdown-der-eine-bank-in-die-tiefe-reit/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 20:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bank of America]]></category>
		<category><![CDATA[Goldman Sachs]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Spannung der Wirtschaftsmedien steigt. Am Freitag fragte der TV-Sender CNBC bereits: Is Wikileaks About to Release Its Bank Cache? Die größte US-Bank, die Bank of America, gehört bekanntlich zu den Finanzinstituten, denen für Anfang dieses Jahres angekündigten neue Enthüllungen gelten sollen. Neben der US-Großbank, über die WikiLeaks laut eigenen Angaben Daten die Festplatte eines Geschäftsführers besitzen soll, könnten, so wird in Netzkreisen spekuliert, Goldman Sachs oder die Citibank das Ziel der Veröffentlichung vertraulicher Daten sein. Der Ausschuss des US-Kongresses zur Aufarbeitung der Finanzkrise etwa hatte Goldman Sachs um Dokumente gebeten hatte und hat anschließend mehrere Terabyte an Daten erhalten hat. Ob darin brisante Informationen schlummern ist allerdings nicht bekannt. Assange selbst hat kurz vor Weihnachten bestätigt, WikiLeaks verfüge über viel Material über die Bank of America, dies werde Anfang des Jahres veröffentlicht. &#34;Ein oder zwei Banken könnte es in die Tiefe reißen&#34;, erklärte Julian Assange Ende November in einem viel beachteten Interview mit dem Blog des Forbes Magazin. Man wolle Anfang nächsten Jahres ein &#34;Ökosystem der Korruption&#34; offenlegen (Zusammenfassung des Interviews hier bei Meedia). Über die Art die Enthüllungen ist noch nichts bekannt und wird munter spekuliert. Glaubt man Medienberichten, dann zittert die Wall Street bereits (Spiegel Online) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/wikileaks-vs-wall-street-kommt-es-wirklich-zu-einem-showdown-der-eine-bank-in-die-tiefe-reit/&title=WikiLeaks vs. Wall Street: Kommt es wirklich zu einem Showdown, der eine Bank in die Tiefe rei&szlig;t?&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Die Spannung der Wirtschaftsmedien steigt. Am Freitag fragte der TV-Sender CNBC bereits: <a href="http://www.cnbc.com//id/40966333" target="_blank">Is Wikileaks About to Release Its Bank Cache?</a> D<a href="http://www.infoplease.com/toptens/usbanks.html" target="_blank">ie größte US-Bank</a>, die <strong>Bank of America,</strong> gehört bekanntlich zu den Finanzinstituten, denen für Anfang dieses Jahres <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,731903,00.html" target="_blank">angekündigten neue Enthüllungen gelten</a> sollen. Neben der US-Großbank, über die <a href="http://derstandard.at/1292462607968/Wie-die-US-Finanzwelt-Wikileaks-mundtot-machen-kann" target="_blank">WikiLeaks laut eigenen Angaben Daten</a> die Festplatte eines Geschäftsführers besitzen soll, könnten, so wird in Netzkreisen spekuliert, <strong>Goldman Sachs</strong> oder die <strong>Citibank</strong> das Ziel der Veröffentlichung vertraulicher Daten sein. <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,700021,00.html" target="_blank">Der Ausschuss </a>des US-Kongresses zur Aufarbeitung der Finanzkrise etwa hatte Goldman Sachs um Dokumente gebeten hatte und hat anschließend mehrere Terabyte an Daten erhalten hat. Ob darin brisante Informationen schlummern ist allerdings nicht bekannt. Assange selbst hat <a href="http://asia.news.yahoo.com/afp/20101221/twl-us-diplomacy-wikileaks-assange-swede-7e07afd.html" target="_blank">kurz vor Weihnachten bestätigt</a>, WikiLeaks verfüge über viel Material über die Bank of America, dies werde Anfang des Jahres veröffentlicht.</p>
<p>&quot;<a href="http://meedia.de/details-topstory/article/wikileaks-chef--jetzt-sind-die-banken-dran_100031812.htm">Ein oder zwei Banken</a> könnte es in die Tiefe reißen&quot;, erklärte Julian Assange Ende November in einem viel beachteten <a href="http://blogs.forbes.com/andygreenberg/2010/11/29/an-interview-with-wikileaks-julian-assange/" target="_blank">Interview mit dem Blog des Forbes Magazin</a>. Man wolle Anfang nächsten Jahres ein &quot;Ökosystem der Korruption&quot; offenlegen (Zusammenfassung <a href="http://meedia.de/details-topstory/article/wikileaks-chef--jetzt-sind-die-banken-dran_100031812.htm" target="_blank">des Interviews hier bei Meedia</a>).</p>
<p>Über die Art die Enthüllungen ist noch nichts bekannt und wird munter spekuliert. Glaubt man Medienberichten, dann <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,733070,00.html" target="_blank">zittert die Wall Street bereits</a> (Spiegel Online) und hat sich <a href="http://www.faz.net/s/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Doc~E2D93F28FA4F14570B5C12B3CCC4FDCE9~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">laut FAZ längst</a> dafür entschieden, dass es die Bank of America treffen werde. Tatsächlich gab es einen Schluckauf der Aktie, diesen hat das Institut aber längst verdaut.</p>
<p>  <span id="more-1887"></span> Derweil fragt man sich nicht nur in der Finanzwelt, welche dunklen Neuheiten aus dem US-Finanzsystem wirklich so sensationell sein könnten. Die Wall Street-Institute haben ihr Image durch die Finanzkrise bereits nachhaltig beschädigt. Ungezählte Enthüllungsstories, Bücher, offizielle Kongressanhörungen und Anklageschriften zeugen vom ausgeprägten opportunistischen Verhalten eines Teils der Finanzindustrie. Geschadet hat dies der Branche bisher nicht, wenn man ihre Wertentwicklung zum Maßstab nimmt. Die Kurse ihrer Aktien haben sich seit Ende 2008 wieder nachhaltig erholt.
<p>Tatsächlich spielt das öffentliche Ansehen einer Bank nur eine untergeordnete Rolle für die Geschäftsentwicklung, wenn sie sich an die Regeln hält. Was die Institute viel mehr im Zuge negativer Veröffentlichungen fürchten sind freilich Schadenersatzklagen von sich benachteiligt fühlenden Kunden. Daneben drohen indirekte Schäden durch andere große Marktteilnehmer, wenn etwa Teile der Asset- und Handelsstrategien bekannt werden.</p>
<p>Zu einem wirklichen Knalleffekt werden die <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/neue-geheimdokumente-wikileaks-will-us-grossbank-blossstellen;2702232">Veröffentlichung der angekündigten Internas </a>eher nicht führen (<a href="http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/2010/11/wikileaks-schiet-auf-die-banken.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+EgghatsBlog+%28Die+wunderbare+Welt+der+Wirtschaft%29">so übrigens auch Egghat</a>) und damit wohl &quot;kein Institut <a href="http://www.sueddeutsche.de/geld/wikileaks-eine-bank-in-angst-1.1030610" target="_blank">in die Tiefe reißen</a>&quot;. Gleichwohl wird es interessant zu beobachten sein, wie sich die Finanzhäuser nach den Veröffentlichungen positionieren werden. Banken wurden ja während der Finanzkrise gerade wegen ihres ausgeprägten Schweigens und ihrer Intransparenz kritisiert. An der Intransparenz ihrer Aktivitäten hat sich aber trotz vollmundiger Ankündigungen nichts geändert. Daher sind bei Veröffentlichung der Dokumente neben Juristen vor allem PR-Fachleute und –Berater der Häuser gefragt, die Schäden zu begrenzen. Die Bank of America, so war <a href="http://www.nytimes.com/2011/01/03/business/03wikileaks-bank.html?_r=1" target="_blank">letzte Woche in der New York Times</a> zu lesen, bereitet sich jedenfalls mit einem großen Team vor.</p>
<p>Davon abgesehen werden die Dokumente sicher helfen, weiteres Licht in die Ursachen und den Verlauf der großen Finanzkrise zu bringen.</p>
<p>Noch nie zuvor hat sich der Hochadel der US-Finanzwelt so intensiv mit einer Internet-Institution befasst, wie mit der Enthüllungsplattform WikiLeaks. Nach den Veröffentlichungen der vergleichsweise trivialen Botschaftsdepeschen haben Visa, Mastercard, der Online-Zahlungsabwickler Paypal und vor Weihnachten auch die <a href="http://www.nytimes.com/2010/12/26/opinion/26sun3.html?_r=3" target="_blank">Bank of America den Geschäftsverkehr mit WikiLeaks</a> eingestellt. Begründung: Wikileaks könnte in Aktivitäten verstrickt sein, die nicht mit den Richtlinien der Häuser übereinstimmten.</p>
<p>Interessant daran, dass gegen WikiLeaks bisher niemand offizielle, sprich juristische Maßnahmen eingeleitet hat. Hat die Finanzindustrie im vorauseilendem Gehorsam gehandelt oder bereitet sie sich gegen den nächsten Schlag der Webseite vor? Die US-Justiz arbeitet offensichtlich am nächsten Schlag gegen Wikileaks. Der <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/us-justizministerium-twitter-soll-wikileaksdaten-an-us-gericht-uebergeben;2726848" target="_blank">Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte</a> die <a href="http://www.salon.com/news/opinion/glenn_greenwald/2011/01/07/twitter/Twitter_Unsealing_Order.pdf" target="_blank">Anordnung eines US-Gerichts</a>, wonach Informationen über die Nutzerkonten von Julian Assange und anderen Wikileaks-Aktivisten an das amerikanische Justizministerium übergeben werden sollen (siehe dazu auch Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,738447,00.html">US-Justizministerium verlangt Zugriff auf Twitter-Daten</a>).</p>
<h4>Nachtrag</h4>
<p>Ein Update gab es heute zu den Veröffentlichungen von Dokumenten aus dem Finanzsektor. Das <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/neue-veroeffentlichungen-wikileaks-gruender-assange-drueckt-aufs-tempo;2728813" target="_blank">Handelsblatt schreibt</a> &quot;Wikileaks-Gründer Julian Assange hat die beschleunigte Veröffentlichung neuer Dokumente angekündigt&#8230; Die Berichte würden in Kürze über die Medienpartner des Enthüllungsdienstes verbreitet, sagte Assange am Rande eines Gerichtstermins am Dienstag in London.&quot;&#160; Da die Dokumente aber noch von den Medienpartner gesichtet werden, ist noch unklar, wann hier tatsächlich mit einer Veröffentlichung zu rechnen ist.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fwikileaks-vs-wall-street-kommt-es-wirklich-zu-einem-showdown-der-eine-bank-in-die-tiefe-reit%2F&amp;title=WikiLeaks%20vs.%20Wall%20Street%3A%20Kommt%20es%20wirklich%20zu%20einem%20Showdown%2C%20der%20eine%20Bank%20in%20die%20Tiefe%20rei%26szlig%3Bt%3F" id="wpa2a_10"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Legende von der feindlichen &#220;bernahme: Hochtief-Management spielt mit &#214;ffentlichkeit und Politik</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 20:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ACS]]></category>
		<category><![CDATA[Fusion]]></category>
		<category><![CDATA[Hochtief]]></category>
		<category><![CDATA[Übernahme]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Aktie verbrieft einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft und dokumentiert damit bestimmte Rechte als Miteigentümer einer Gesellschaft. Wer sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft wandelt und die Aktien an einer Börse zum Handel einführt, der unterwirft sich 1. dem Rechtsrahmen des Aktien- und Kapitalmarktrechts und 2. den &#34;ökonomischen Gesetzen&#34; des Kapitalmarktes, die besagen, dass derjenige am meisten bestimmt, der die meisten Anteile hat. Dies vorangestellt verwundert das Verhalten des Vorstands von Hochtief, der mit Hilfe einer durchschaubarer PR-Arbeit&#160; und neuerdings von Politikern plötzlich seine Prioritäten darauf konzentriert, die &#34;Gesetze des Kapitalmarktes&#34; für Hochtief zu ändern. Das Management von Hochtief will sich vor seinem Großaktionär, dem spanischen Baukonzern ACS, mit Instrumenten wie Weiße Ritter oder Kapitalerhöhungen &#34;schützen&#34;. Daneben fordert der Betriebsrat des Baukonzerns mit Duldung des Managements sogar ein Eingreifen der Bundesregierung. Die Öffentlichkeit soll mit vor Populismus triefenden Plattitüden, wie hier müsse ein gutes Unternehmen (Hochtief) nicht vor der Übernahme durch ein schlechtes Unternehmen (ACS) geschützt werden. ACS wird Böses unterstellt, wie etwa die Zerschlagung von Hochtief. Ich bin hier ganz beim Vorsitzenden der Monopolkommission, Justus Haucap, der Handelsblatt Online sagte: &#34;Die Forderung, dass wir einen großen deutschen Baukonzern benötigen, ist populistischer Quatsch“, sagte Haucap Handelsblatt Online. „Wir brauchen keinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Eine Aktie verbrieft einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft und dokumentiert damit bestimmte Rechte als Miteigentümer einer Gesellschaft. Wer sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft wandelt und die Aktien an einer Börse zum Handel einführt, der unterwirft sich 1. dem Rechtsrahmen des Aktien- und Kapitalmarktrechts und 2. den &quot;ökonomischen Gesetzen&quot; des Kapitalmarktes, die besagen, dass derjenige am meisten bestimmt, der die meisten Anteile hat.</p>
<p>Dies vorangestellt verwundert das Verhalten des Vorstands von Hochtief, der mit Hilfe einer <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/hochtief-die-schlammschlacht-der-pr-strategen;2668739">durchschaubarer PR-Arbeit</a>&#160; und <a href="http://www.focus.de/finanzen/finanz-news/hochtief-sigmar-gabriel-fordert-unterstuetzung-der-bundesregierung_aid_562087.html">neuerdings von Politikern</a> plötzlich seine Prioritäten darauf konzentriert, die &quot;Gesetze des Kapitalmarktes&quot; für Hochtief zu ändern. Das Management von Hochtief will sich vor seinem Großaktionär, dem spanischen Baukonzern ACS, mit Instrumenten wie <a href="http://www.stock-world.de/nachrichten/dowjones/DJ-Hochtief-BR-hat-Hoffnung-auf-wei-223-en-Ritter-WAZ-n3547119.html">Weiße Ritter </a>oder <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:baubranche-hochtief-will-feindlichen-bieter-acs-mit-kapitalerhoehung-muerbemachen/50181753.html">Kapitalerhöhungen </a>&quot;schützen&quot;. Daneben fordert der Betriebsrat des Baukonzerns mit Duldung des Managements sogar ein <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1053081">Eingreifen der Bundesregierung</a>.</p>
<p>  <span id="more-1610"></span>
<p>Die Öffentlichkeit soll mit vor Populismus triefenden Plattitüden, wie hier müsse ein gutes Unternehmen (Hochtief) nicht vor der Übernahme durch ein schlechtes Unternehmen (ACS) geschützt werden. ACS wird Böses unterstellt, wie etwa die Zerschlagung von Hochtief. Ich bin hier ganz beim Vorsitzenden der Monopolkommission, Justus Haucap, <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/staatseingriff-bei-hochtief-populistischer-quatsch;2673543">der Handelsblatt Online sagte</a>:</p>
<blockquote><p>&quot;Die Forderung, dass wir einen großen deutschen Baukonzern benötigen, ist populistischer Quatsch“, sagte Haucap Handelsblatt Online. „Wir brauchen keinen nationalen Champion in der Baubranche.“ Nötig sei vielmehr Wettbewerb, der die Preise niedrig hält. „Und ob nun Unternehmen mit spanischen oder deutschen Aktionären um Aufträge konkurrieren, ist egal“, betonte der Direktor des Instituts für Wettbewerbsökonomie an der Universität Düsseldorf ist. „Gebaut wird nämlich ohnehin in Deutschland. Immobilien kann man ja bekanntlich nicht importieren – daher auch ihr Name.“</p>
</blockquote>
<p>Es ist daher kaum zu fassen, dass Politiker in NRW und in <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:drohende-uebernahme-hochtief-sucht-hilfe-im-kanzleramt/50183234.html" target="_blank">Berlin gar laut über eine Lex-Hochtief</a> nachdenken, um die Möglichkeiten für feindliche Übernahmen zu erschweren.</p>
<p>Kaum öffentlich hinterfragt wird unterdessen die Frage auf, ob denn hier wirklich eine feindliche Übernahme vorliegt und aus wessen Blickwinkel sie als “feindlich” zu bezeichnen ist. Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feindliche_%C3%9Cbernahme">Blick in die Wikipedia</a>:</p>
<blockquote><p>&quot;Mit dem Begriff der „feindlichen Übernahme“ bezeichnen in der Regel Manager eines Unternehmens die Handlung eines Investors, der beabsichtigt, dieses Unternehmen zu kaufen, und sich zu diesem Zweck direkt an die Eigentümer des Unternehmens (in der Regel mit einem öffentlichen Übernahmeangebot) wendet, ohne vorher die Einwilligung des Übernahmekandidaten eingeholt zu haben. Die Bezeichnung „feindlich“ stellt oft nur die ablehnende Sicht des Managements des Übernahmekandidaten – für den Kauf der Kapitalmehrheit an einem Unternehmen gegen den Willen von dessen Vorstand, Aufsichtsrat oder Belegschaft – dar; die Literatur spricht daher in diesem Zusammenhang statt von „feindlicher“ auch von einer „unkoordinierten“ Unternehmensübernahme.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Offenbar hat der Vorstand von Hochtief ein Problem mit dem Erwerb durch ACS. Dies allein ist aber kein Grund, sich dagegen zur Wehr zu setzen und erst recht nicht Politik und Öffentlichkeit dafür zu instrumentalisieren. Es entscheidet nämlich nicht der Vorstand über den Verkauf des eigenen Unternehmens, sondern die Eigentümer, sprich die Aktionäre. In Deutschland wird dies gern verdrängt.</p>
<p>Der Vorstand einer Aktiengesellschaft hat die Pflicht zum Wohle der Gesellschaft zu handeln und bei seiner Geschäftsführung die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden. Der Vorstand von Hochtief gibt hier vor, sich für das Wohl der Gesellschaft einzusetzen und unterstellt damit, dass ACS mit der Übernahme beabsichtige, dem Unternehmen zu schaden. Das ist eine sehr verwegene Spekulation, denn es ist nicht erkennbar und im Rahme gängiger ökonomischer und verhaltenstheoretischer Modelle nicht erklärbar, warum ein Aktionär, der mehrere Milliarden in den Kauf eines Unternehmens investiert sich selbst vorsätzlich schaden sollte. Daher liegt hier die Vermutung näher, dass sich der Vorstand vor allem selbst schützen will und vielleicht, wie im <a href="http://www.welt.de/print-welt/article500844/Fusion_Mannesmann_Vodafone_perfekt.html" target="_blank">Fall Mannesmann – Vodafone</a>, auf bessere Gebote hofft.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Flegende-von-der-feindlichen-bernahme-hochtief-management-spielt-mit-ffentlichkeit-und-politik%2F&amp;title=Legende%20von%20der%20feindlichen%20%26Uuml%3Bbernahme%3A%20Hochtief-Management%20spielt%20mit%20%26Ouml%3Bffentlichkeit%20und%20Politik" id="wpa2a_12"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Entt&#228;uscht: Die alte Elite flieht aus der Verantwortung: Angst um den guten Ruf?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 20:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Romer]]></category>
		<category><![CDATA[Summers]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie ist es ja erstaunlich, wie die politische Elite so plötzlich einflussreiche Positionen aufgibt und sich zurückzieht. In Deutschland sind die Beispiele Roland Koch, Horst Köhler oder Ole von Beust ja noch in frischer Erinnerung. Überraschend finde ich, dass bereits nach eineinhalb Jahren die Regierung Barack Obamas die wichtigsten Wirtschaftsberater verliert. Larry Summers gilt als Obamas wichtigster Ökonom und verlässt das Weiße Haus zum Jahresende. Im Sommer hatten bereits Budgetdirektor Peter Orszag und Christina Romer ihrer “Ämter” zurückgegeben. Daneben hat der Chef des Bankenrettungsfonds Tarp, Herb Allison, aufgegeben und Stabschef Rahm Emanuel wird für den Posten des Bürgermeisters von Chicago kandidieren. Im Beitrag “Das verlorene Jahrzehnt: Flucht vor Verantwortung” hatte sich der Blick Log bereits mit dem Rückzug eines Teils des Managements aus der Verantwortung befasst. Während aber Rückzüge aus dem Management oft nachvollziehbar und, wie im Finanzsektor, häufig notwendig sind, lösen Abgänge aus der Politik eher Rätselraten aus. In weiten Teilen der Wählerschaft herrscht immer noch die Erwartung vor, für politische Posten sollten die Bewerber über eine Art sozialer Motivation verfügen und ihre eigenen Interessen hinten anstellen. Ich halte das für einen hartnäckigen Mythos, den die politische Klasse schon lange widerlegt hat. Aber zurück zu den Motiven. Hans-Martin Schönherr-Mann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p><a title="Flucht vor dem Unwetter" href="http://www.flickr.com/photos/nathanbaker/125533677/"><img style="display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px" alt="Hail and Rain" align="left" src="http://farm1.static.flickr.com/52/125533677_8d0a04ac07.jpg" width="367" height="277" /></a>Irgendwie ist es ja erstaunlich, wie die politische Elite so plötzlich einflussreiche Positionen aufgibt und sich zurückzieht. In Deutschland sind die Beispiele Roland Koch, Horst Köhler oder Ole von Beust ja noch in frischer Erinnerung. Überraschend finde ich, dass bereits nach eineinhalb Jahren die Regierung Barack Obamas <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/usa-obama-verliert-wichtigsten-wirtschaftsberater;2659341">die wichtigsten Wirtschaftsberater verliert. </a></p>
<p>Larry Summers gilt als Obamas wichtigster Ökonom und verlässt das Weiße Haus zum Jahresende. Im Sommer hatten bereits Budgetdirektor Peter Orszag und Christina Romer ihrer “Ämter” zurückgegeben. Daneben hat der Chef des Bankenrettungsfonds Tarp, Herb Allison, aufgegeben und Stabschef <a href="http://derstandard.at/1282979359687/Chicago-Rahmbo-ueberlegt-Jobwechsel" target="_blank">Rahm Emanuel wird</a> für den Posten des <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/neue-karriere-ruft-obama-verliert-seinen-stabschef;2664837" target="_blank">Bürgermeisters von Chicago kandidieren.</a><strong>      <br /></strong></p>
<p>Im Beitrag “<a href="http://www.blicklog.com/2010/03/18/das-verlorene-jahrzehnt-flucht-vor-verantwortung/" target="_blank">Das verlorene Jahrzehnt: Flucht vor Verantwortung</a>” hatte sich der Blick Log bereits mit dem Rückzug eines Teils des Managements aus der Verantwortung befasst. Während aber Rückzüge aus dem Management oft nachvollziehbar und, <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EA11A48F42833407BA3A53CDA54F08BCE~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">wie im Finanzsektor</a>, häufig notwendig sind, lösen Abgänge aus der Politik eher Rätselraten aus. In weiten Teilen der Wählerschaft herrscht immer noch die Erwartung vor, für politische Posten sollten die Bewerber über eine Art sozialer Motivation verfügen und ihre eigenen Interessen hinten anstellen. Ich halte das für einen hartnäckigen Mythos, den die politische Klasse schon lange widerlegt hat.</p>
<p>Aber zurück zu den Motiven. Hans-Martin Schönherr-Mann hat sich in einem Essay für “Psychologie Heute” mit dem Rückzug aus der Verantwortung befasst. Darin schreibt er u.a.:</p>
<p>  <span id="more-1609"></span><br />
<blockquote>
<p>“Sich an den Wirkungen des eigenen Handelns zu orientieren birgt überhaupt ein hohes Risiko des Scheiterns. Man kann nicht vorhersagen, ob man das wirklich erreicht, was man beabsichtigt. Man kann sich verrechnen, sich täuschen, oder es können einfach unglückliche Umstände eintreten. So erreicht man beruflich, familiär oder sozial häufig nicht das, was man wollte. Ja, man kann sogar total abstürzen. Ulrich Beck prägte 1986 für solche Individualisierungsrisiken das Wort von der <em>Risikogesellschaft</em>. Verantwortung für das eigene Leben stellt somit erheblich höhere Anforderungen an die Zeitgenossen als eine traditionelle Gesellschaft, die dem Einzelnen seine Rolle vorschreibt.</p>
<p>Viele versuchen, dieser Verantwortung zu entfliehen, machen notorisch andere Menschen für ihr eigenes Leben verantwortlich. Dann versagten ihre Eltern, hatten sie schlechte Lehrer oder unerfreuliche Professoren, die alle zusammen für den unerwünschten Verlauf ihres Lebens verantwortlich sind. Nur sie selbst haben damit nichts zu tun, sie übersehen geflissentlich die eigene Faulheit, die Bereitschaft, sich ablenken zu lassen, oder den Mangel an Engagement. Genauso klingt es heute schal, wenn man sich angesichts seines Scheiterns darauf beruft, ethisch immer korrekt gehandelt zu haben.”</p>
</blockquote>
<p>Hilft dies, den Rückzug aus Top-Positionen zu erklären bzw. die Motive zu verstehen? Fürchten sich Larry Summers und Christina Romer vor dem Risiko des Scheiterns. Sehen die Berater Obamas ihren guten Ruf gefährdet, weil Obama seine Wirtschaftspolitik immer mehr an wahltaktischen Kriterien, denn an ökonomischen Notwendigkeiten orientiert? Auszuschließen ist dies nicht. Rational ist es jedenfalls, wenn man den Mythos des selbstlosen und sich ausschließlich für die Gesellschaft einsetzenden Politikertypus negiert. Politiker und deren Berater sind in der Regel Nutzenmaximierer und unterscheiden sich damit nicht von Unternehmern, Managern und Angestellten in Unternehmen.</p>
<p>Die Berater Obamas fürchten in den Sumpf des ökonomischen Misserfolgs gezogen und dafür mitverantwortlich gemacht zu werden. Sie sehen ihren guten Ruf gefährdet und verlassen das sinkende Schiff. Das jedenfalls ist die Botschaft, die hier ankommt.</p>
<p>Uns außenstehenden Beobachtern ist die Tief der US-Wirtschaftsmisere vielleicht noch nicht deutlich genug. Summers und Romer dürften den Zustand der Ökonomie des eigenen Landes dagegen sehr genau kennen. Ihr Weggang ist daher ein ganz schlechtes Zeichen für die <a href="http://www.blicklog.com/2010/09/09/halten-die-animal-spirits-die-us-wirtschaft-am-boden/">“Animal Spirits” der US-Wirtschaft. </a>Dabei spielt es keine Rolle, wie sie ihre Jobwechsel begründen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fenttuscht-die-alte-elite-flieht-aus-der-verantwortung-angst-um-den-guten-ruf%2F&amp;title=Entt%26auml%3Buscht%3A%20Die%20alte%20Elite%20flieht%20aus%20der%20Verantwortung%3A%20Angst%20um%20den%20guten%20Ruf%3F" id="wpa2a_14"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hypo Real Estate erh&#246;ht Deutschlands Staatsverschuldung um 8% und die Altgl&#228;ubiger feiern still</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 10:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Hypo Real Estate]]></category>
		<category><![CDATA[SoFFin]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wochenzeitung DIE ZEIT rechnete für die aktuelle Printausgabe aus, dass mit 1. Oktober sich die Staatsverschuldung offiziell um 200 Mrd. Euro erhöht. Schuld ist die Gründung der teuersten “Mülldeponie” (NZZ) des Landes, die heute ihre Arbeit aufnimmt. Die Gründung der Bad Bank mit dem Namen “FMS Wertmanagement” stellt die wohl größte Finanztransaktion in der deutschen Finanzgeschichte dar. Aus der maroden Münchner Hypo Real Estate (HRE) werden 191,1 Milliarden Euro “toxischer” Vermögenstitel (im Behördendeutsch heißt diese “nichtstrategienotwendige Vermögenswerte und Risikopositionen”) in die FMS verlagert. Auch wenn buchhalterisch heute die Staatsschulden nach Interpretation der ZEIT um diesen Betrag steigen, ändert sich nichts an der Risikoposition des Bundes. Denn schon bisher hat der Bund faktisch die Risiken der HRE insbesondere unter Begünstigung ihrer Gläubiger (vorwiegend Banken, Versicherungen und Pensionskassen) getragen (Details zu den Gläubigern der HRE am Ende dieses Beitrags). Freilich wird die Verlustausgleichspflicht nun offiziell, wie dem Statut der FMS in § 7 zu entnehmen ist. Danach ist der “Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung” (=SoFFin) dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die FMS Verbindlichkeiten zahlen kann und muss Verluste ausgleichen. Und zusammen mit den Vermögenswerten wird die HRE dann auch die bereits begebenen SoFFin-garantierten Anleihen auf die FMS Wertmanagement übertragen (siehe Pressemitteilung der HRE). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p><a title="Toxic Wasteland - Cyanide Storage Room von RightBrainPhotography bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/rightbrainphotography/2292321874/"><img style="border-bottom: black 5px solid; border-left: black 5px solid; margin: 5px; display: inline; float: left; border-top: black 5px solid; border-right: black 5px solid" class="alignleft" title="Toxic Wasteland (Foto: flickr/RightBrainPhotography)" alt="Toxic Wasteland - Cyanide Storage Room" src="http://farm3.static.flickr.com/2222/2292321874_a0a65c1fb0.jpg" width="347" longdesc="Toxic Wasteland (Foto: flickr/RightBrainPhotography)" height="255" /></a>Die Wochenzeitung DIE ZEIT rechnete für die aktuelle Printausgabe aus, dass mit 1. Oktober sich die Staatsverschuldung offiziell um 200 Mrd. Euro erhöht. Schuld ist die Gründung der teuersten “Mülldeponie” (<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/hre_bad_bank_1.7757172.html">NZZ</a>) des Landes, die heute ihre Arbeit aufnimmt. Die Gründung der Bad Bank mit dem Namen “<a href="http://www.soffin.de/de/soffin/leistungen/massnahmen-aktuell/fms-wertmanagement.html" target="_blank">FMS Wertmanagement</a>” stellt die wohl größte Finanztransaktion in der deutschen Finanzgeschichte dar. Aus der <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/hypo-real-estate-start-frei-fuer-deutschlands-groesste-finanz-muellkippe;2664991" target="_blank">maroden Münchner Hypo Real Estate </a>(HRE) werden 191,1 Milliarden Euro “toxischer” Vermögenstitel (im Behördendeutsch heißt diese “nichtstrategienotwendige Vermögenswerte und Risikopositionen”) in die FMS verlagert.</p>
<p>Auch wenn buchhalterisch heute die Staatsschulden nach Interpretation der ZEIT um diesen Betrag steigen, ändert sich nichts an der Risikoposition des Bundes. Denn schon bisher hat der Bund faktisch die Risiken der HRE insbesondere unter Begünstigung ihrer Gläubiger (vorwiegend Banken, Versicherungen und Pensionskassen) getragen (Details zu den Gläubigern der HRE am Ende dieses Beitrags).</p>
<p> <span id="more-1583"></span>Freilich wird die Verlustausgleichspflicht nun offiziell, wie dem <a href="http://www.soffin.de/export/sites/standard/downloads/sonstige/20100707_Statut_der_FMS_Wertmanagement.pdf" target="_blank">Statut der FMS in § 7</a> zu entnehmen ist. Danach ist der “Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung” (=SoFFin) dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die FMS Verbindlichkeiten zahlen kann und muss Verluste ausgleichen. Und zusammen mit den Vermögenswerten wird die HRE dann auch die bereits begebenen SoFFin-garantierten Anleihen auf die FMS Wertmanagement übertragen (siehe <a href="http://www.hyporealestate.com/pdf/1009EUapproval_final.pdf" target="_blank">Pressemitteilung der HRE</a>). Hinter dem SoFFin steht bekanntlich der Bund (siehe <a href="http://www.soffin.de/de/soffin/hintergrund/finanzierung/" target="_blank">hier zur Finanzierung des Fonds</a>). Die <a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Thema/29089020.html" target="_blank">Mittelbeschaffung für den SoFFin</a> läuft dabei übrigens über die Deutsche Finanzagentur.
</p>
<p>Nun darf man freilich davon ausgehen, dass die Wertansätze der übertragenen Vermögenstitel größer als Null ist, wie es die <a href="http://www.faz.net/s/Rub4D8A76D29ABA43699D9E59C0413A582C/Doc~E8BA50AC4436A43068A11C54583122035~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">öffentliche Darstellung gern simplifiziert</a>. Die übertragenen Immobilienkredite, Anleihen hochverschuldeter Länder und weiterer angeschlagener Vermögenstitel sind <span style="text-decoration: underline">nicht wertlos</span>, so dass die Haftung sich nicht auf insgesamt 200 Mrd. belaufen wird.</p>
<p>Erstaunlich ist, dass angeblich immer noch keine verlässlichen Angaben über die übertragenen Werte vorliegen. Angesichts der in hochqualifiziertes Personal und Beratungskapazitäten investierten Summen wirkt das nicht glaubhaft. Je nach Bewertungsmethode wird man vermutlich zu deutlich niedrigeren Wertansätzen als die 191 Mrd. € gekommen sein. Ich denke, die Öffentlichkeit hat ein Recht, diese Summe angesichts ihrer Sippenhaft zu erfahren. Das Modell der Bad Bank basiert ja am Ende nur in der Hoffnung, einen Betrag zwischen den tatsächlichen Wertansätzen und den “Buchwerten” zu realisieren.</p>
<p>Ein Skandal dieser Finanztransaktion ist das Verschweigen der eigentliche Profiteure dieser HRE-Rettung. Nicht erst seit heute freuen sich in aller Stille nämlich die alten Gläubiger der HRE, die ihre Verbindlichkeiten zu 100% zurück erhalten (haben). Während Gläubiger eines “normalen” Unternehmens sich bei einer Abwicklung mit einer meist mickrigen Insolvenzquote bescheiden müssen, kommen hier sämtliche Gläubiger ohne jeden “Haircut” davon.</p>
<p>Wer zu diesen ungeschorenen Begünstigten gehört sollte eigentlich verschwiegen werden. Der Tagesspiegel hatte aber vor einem Jahr in <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/die-geretteten/1598962.html" target="_blank">dieser Dokumentation eine Reihe von Gläubigern zusammengetragen</a>. Darunter sind viele prominente Finanzinstitute, wie etwa die Unicredit (2,7 Mrd. €), BayernLB (2,1 Mrd. €), Deutsche Bank (1,7 Mrd. €) und die Postbank mit fast 1 Mrd. €, die der HRE ohne jede Besicherung große Beträge zur Verfügung gestellt haben.</p>
<p>Es ist schon äußerst erstaunlich, dass mit der Erfindung der “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Too_Big_to_Fail" target="_blank">Systemrelevanz</a>” der Anteil dieser und vieler anderer Gläubiger an der Rettung 0% beträgt. Der Bund hat sich und uns Steuerzahler mit dieser Form der Rettung im wahrsten Sinne des Wortes barbieren lassen, während die Gläubiger und ihre Anteilseigner still feiern.</p>
<p>Dieser Beitrag ist <a href="http://www.blicklog.com/2010/10/01/hypo-real-estate-erhht-heute-deutschlands-staatsverschuldung-um-8-und-die-altglubiger-feiern-still/" target="_blank">ursprünglich erschienen im Blick Log</a>. </p>
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		<title>Attac schafft mit der Financial Crimes Deutschland einen echten Hingucker</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 21:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Attac]]></category>
		<category><![CDATA[FTD]]></category>

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		<description><![CDATA[Schade, in der Hamburger Innenstadt konnte ich gestern keine Ausgabe der Financial Crimes ergattern. Dabei hätte ich gern ein Exemplar in den Händen gehalten. Aber bereits das, was Attac online abgeliefert hat, machte optisch einen hoch professionellen Eindruck. Ich musste schon zweimal unter http://www.financial-crimes.net hinschauen, um zu erkennen, nicht die Webseite der Financial Times aufgerufen zu haben. Bis in die Tiefen des Impressums und die &#34;Werbeanzeigen&#34; hat sich die &#34;Vereinigung für eine Besteuerung von Finanztransaktionen zum Nutzen der Bürger&#34; um das &#34;Plagiat&#34; der FTD bemüht. Sogar aus dem Comic Alex wurde täuschend echt Axel. Und auch inhaltlich bietet das Blatt sachkundige Abwechslung zur oft behäbigen Wirtschafts- und Finanzberichterstattung der Financial Times oder des Handelsblatts (beide Zeitungen ignorierten übrigens die Aktion bis gestern Abend auf ihren Webseiten). So findet man etwa unter der reißerischen Überschrift &#34;Gemeingefahr Großbanken&#34;&#160; eine kritische Zusammenfassung der &#34;Nicht-Aktivitäten&#34; der G20 und der Ignorierung des Too-Big-to fail-Problems. Natürlich würde eine Bank den Markt für verbriefte Forderungen und Kreditversicherungen offiziell nicht so interpretieren, wie Florian Moritz dies in &#34;Große Wetten und größere Idioten&#34; macht. Gleichwohl teilen viele Mitarbeiter in Instituten die &#34;Greater Fool Theory&#34;. Einen sehr realistischen Einblick in die Arbeit und Einflussnahmen von Lobbyisten vermittelt das Interview mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
<a rel="nofollow external" target="_blank" href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/attac-schafft-mit-der-financial-crimes-deutschland-einen-echten-hingucker/&title=Attac schafft mit der Financial Crimes Deutschland einen echten Hingucker&srcURL=http://worpdressapi.com/">
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</a>
</div><p>Schade, in der Hamburger Innenstadt konnte ich gestern keine Ausgabe der <a href="http://www.spreeblick.com/2010/09/29/financial-crimes/">Financial Crimes</a> ergattern. Dabei hätte ich gern ein Exemplar in den Händen gehalten. Aber bereits das, was Attac online abgeliefert hat, machte optisch einen hoch professionellen Eindruck. Ich musste schon zweimal unter <a href="http://www.financial-crimes.net/">http://www.financial-crimes.net</a> hinschauen, um zu erkennen, nicht die Webseite der Financial Times aufgerufen zu haben. Bis in die Tiefen des Impressums und die &quot;Werbeanzeigen&quot; hat sich die &quot;<em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Attac">Vereinigung für eine Besteuerung von Finanztransaktionen zum Nutzen der Bürger&quot;</a> </em>um das &quot;Plagiat&quot; der FTD bemüht. Sogar aus dem Comic Alex wurde täuschend echt Axel.</p>
<p><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="image" border="0" alt="image" src="http://www.blicklog.com/wp-content/uploads/2009/08/AttacschafftmitderFinancialCrimesDeutsch_10F1B/image.png" width="506" height="255" /></p>
<p>Und auch inhaltlich bietet das Blatt sachkundige Abwechslung zur oft behäbigen Wirtschafts- und Finanzberichterstattung der Financial Times oder des Handelsblatts (beide Zeitungen ignorierten übrigens die Aktion bis gestern Abend auf ihren Webseiten). So findet man etwa unter der reißerischen Überschrift &quot;<a href="http://www.financial-crimes.net/gemeingefahr-grossbanken.php">Gemeingefahr Großbanken</a>&quot;&#160; eine kritische Zusammenfassung der &quot;Nicht-Aktivitäten&quot; der G20 und der Ignorierung des <a href="http://www.blicklog.com/2010/09/23/die-struktur-des-too-big-to-fail-problems-mit-der-faktischen-staatsgarantie/">Too-Big-to fail-Problems</a>.</p>
</p>
<p> <span id="more-1584"></span>
</p>
<p>Natürlich würde eine Bank den Markt für verbriefte Forderungen und Kreditversicherungen offiziell nicht so interpretieren, wie Florian Moritz dies in &quot;<a href="http://www.financial-crimes.net/wetten.php">Große Wetten und größere Idioten</a>&quot; macht. Gleichwohl teilen viele Mitarbeiter in Instituten die &quot;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Greater_fool_theory">Greater Fool Theory</a>&quot;. </p>
<p>Einen sehr realistischen Einblick in die Arbeit und Einflussnahmen von Lobbyisten <a href="http://www.financial-crimes.net/umverteilungspaket.php">vermittelt das Interview </a>mit dem Europaabgeordneten Sven Giegold und Ulrich Müller von LobbyControl. Derartige Hintergründe wünscht man sich häufiger in der etablierten Presse.</p>
<p>Klar könnte man jetzt über viele inhaltliche Positionen streiten. Aber man muss nicht alle Attac-Positionen teilen, um das Plagiat als einen echten Hingucker zu empfinden.</p>
<p>Ein Kritikpunkt freilich bleibt: Es fehlt jede Möglichkeit der Kommunikation mit den Lesern. Ich habe weder ein Kommentarfeld, noch eine Leserbrief- oder Feedbackseite entdeckt.</p>
<p>Wer, wie ich die <a href="http://www.ftd.de/lifestyle/luxus/:luxus-financial-crimes-for-her/50168575.html"><em>Financial</em> <em>Crimes</em> </a>gestern verpasst hat, der hat heute die Möglichkeit zusammen mit der TAZ <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2010/09/29/donnerstag_in_der_taz_financial_crimes/">noch ein Exemplar</a> zu ergattern.</p>
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<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.bloggerforum-wirtschaft.de%2Findex.php%2Fattac-schafft-mit-der-financial-crimes-deutschland-einen-echten-hingucker%2F&amp;title=Attac%20schafft%20mit%20der%20Financial%20Crimes%20Deutschland%20einen%20echten%20Hingucker" id="wpa2a_18"><img src="http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Reminder zur Preispolitik f&#252;r k&#252;nftigen Lufthansa-Chef: Kunden nicht auf Arm nehmen</title>
		<link>http://www.bloggerforum-wirtschaft.de/index.php/reminder-zur-preispolitik-fr-knftigen-lufthansa-chef-kunden-nicht-auf-arm-nehmen/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 10:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>delsner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Best Practice]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Preispolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Christoph Franz ist zum Nachfolger des im nächsten Jahr scheidenden Wolfgang Mayrhuber gewählt worden. Vielleicht arbeitet der ehemaliger Swiss-Chef ja bereits an einer Checkliste für die ersten To Dos seiner Amtszeit. Einen Hinweis für diese Liste hätte ich: Nehmen Sie doch bitte Ihre Kunden ernst und vereinfachen die über die Internetseite kommunizierte Preispolitik. In der abgelaufenen Woche wollte ich einen Flug von Paderborn nach London Heathrow im Dezember für zwei Personen buchen. Der Flugpreis pro Person beträgt lt. des Internetbuchungssystems 53.00 €. Das klingt preiswert, eigentlich zu preiswert für die Lufthansa. Rechts&#160; neben dem Feld des Flugpreises folgt ein weiteres Feld mit Steuern, Gebühren &#38; sonstige Zuschläge. Summe: 152,48 €. Dies soll offenbar den Eindruck erwecken, die Lufthansa hätte keinen Einfluss auf die Höhe dieser Posten und reicht einfach nur Fremdentgelte weiter. Das dürften aber mitnichten der Fall sein. Immerhin, dem interessierten Kunden schlüsselt díe Kranich-Airline nach einem Klick auf ein Fragezeichen die einzelnen Positionen auf. Dort findet man dann folgende Aufstellung: Treibstoff- und Sicherheitszuschlag EUR 68,00 Fluggastabgabe (APD) EUR 14,19 Passagier Servicegebühr Inland EUR 15,65 Flughafensicherheitsgebühr EUR 6,58 Passagier Servicegebühr Inland EUR 5,09 Passagier Servicegebühr EUR 27,71 Passagier Servicegebühr International EUR 15,26 Am Ende wird dann auf die Gesamtbuchung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="buzz_share_1" style="float: right; margin-right: 10px">
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</a>
</div><p>Christoph Franz ist zum Nachfolger des im nächsten Jahr scheidenden Wolfgang Mayrhuber <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-Swiss-ist-eine-CashCow/story/15788580" target="_blank">gewählt</a> worden. Vielleicht arbeitet der ehemaliger Swiss-Chef ja bereits an einer Checkliste für die ersten To Dos seiner Amtszeit. Einen Hinweis für diese Liste hätte ich: Nehmen Sie doch bitte Ihre Kunden ernst und vereinfachen die über die Internetseite kommunizierte Preispolitik.</p>
<p>In der abgelaufenen Woche wollte ich einen Flug von Paderborn nach London Heathrow im Dezember für zwei Personen buchen. Der Flugpreis pro Person beträgt lt. des Internetbuchungssystems 53.00 €. Das klingt preiswert, eigentlich zu preiswert für die Lufthansa. Rechts&#160; neben dem Feld des Flugpreises folgt ein weiteres Feld mit Steuern, Gebühren &amp; sonstige Zuschläge. Summe: <strong>152,48 €</strong>.</p>
<p><a href="http://www.blicklog.com/wp-content/uploads/2009/08/ReminderzurPreispolitikfrknftigenLufthan_109B1/image.png"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="image" border="0" alt="image" src="http://www.blicklog.com/wp-content/uploads/2009/08/ReminderzurPreispolitikfrknftigenLufthan_109B1/image_thumb.png" width="441" height="252" /></a></p>
<p>Dies soll offenbar den Eindruck erwecken, die Lufthansa hätte keinen Einfluss auf die Höhe dieser Posten und reicht einfach nur Fremdentgelte weiter. Das dürften aber mitnichten der Fall sein.</p>
</p>
<p> <span id="more-1585"></span>
</p>
<p>Immerhin, dem interessierten Kunden schlüsselt díe Kranich-Airline nach einem Klick auf ein Fragezeichen die einzelnen Positionen auf. Dort findet man dann folgende Aufstellung:</p>
<p><strong></strong></p>
<p>Treibstoff- und Sicherheitszuschlag EUR 68,00</p>
<p>Fluggastabgabe (APD) EUR 14,19</p>
<p>Passagier Servicegebühr Inland EUR 15,65</p>
<p>Flughafensicherheitsgebühr EUR 6,58</p>
<p>Passagier Servicegebühr Inland EUR 5,09</p>
<p>Passagier Servicegebühr EUR 27,71</p>
<p>Passagier Servicegebühr International EUR 15,26</p>
<p>Am Ende wird dann auf die Gesamtbuchung eine Ticket Service Charge in Höhe von 20 € berechnet. So wird dann flux aus 53 € 225 €. Ich will mich nicht über den Gesamtpreis beschweren, denn für Kurzstrecken bin ich bei kurzfristiger Buchung ganz andere Preise gewohnt. Nur Leider versäumt es die Fluglinie, die einzelnen Positionen zu erläutern. Daher kann man nur mutmaßen, was sich hinter den einzelnen Positionen verbirgt.</p>
<p>Treibstoffzuschlag? Wurde der nicht einmal eingeführt, als die Rohölpreise explodiert sind? Da wurde wohl vergessen, diesen Zuschlag mit dem Einbruch des Schwarzen Golds wieder zurück zu nehmen. Sicherheitszuschlag und Flughafensicherheitsgebühr? Irgendwie hatte ich das für Standards gehalten. Autohersteller berechnen ja auch nicht extra für Hand- und Fußbremse beim Verkauf ihrer Autos. Und überhaupt, wieso eigentlich Gebühr? <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geb%C3%BChr" target="_blank">Gebühren</a> bringe ich in Verbindung mit von Behörden erhobenen Entgelten, die eine Art hoheitlichen Charakter haben.</p>
<p>Fluggastabgabe? Das soll wohl irgendwie an die beschlossene Luftverkehrsabgabe erinnern. Diese wird zwar schon jetzt erhoben</p>
<p>Neben den vier verschiedenen Servicegebühren wird dann noch eine Service Charge für die Internetbestellung kassiert. Ich erhalte also keine Belohnung dafür, dass ich mir den Flug selbst heraus suche und meine Daten selbst erfasse, sondern zahle für die Bequemlichkeit der Internetbestellung.</p>
<p>Ich bin mit der Service der Lufthansa sonst zufrieden und habe hier und heute wenig zu meckern. Aber mit dieser Preisangabenpolitik fühle ich mich als Kunde auf den Arm genommen. Nötig hat dies die Lufthansa übrigens nicht.</p>
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